Die Mauern im Berliner Schillertheater haben viele Intendanzen kommen und gehen sehen. Nach dem Wiederaufbau 1951 wurde das Haus unter Boleslaw Barlog bis in die 1970er Jahre zur führenden Bühne West-Berlins. Unter Intendant Hans Lietzau inszenierte Samuel Beckett hier 1975 Warten auf Godot. Auf Lietzau folgten Boy Gobert, Heribert Sasse und ein vierköpfiges Direktorium. Nach der Schließung des Theaters durch den sogenannten »Schiller-Killer«, Kultursenator Roloff-Momin, zog 2000 für kurze Zeit das Gorki-Theater ein. Jürgen Flimm verbrachte hier von 2010 bis 2017 die lange Sanierungszeit der Staatsoper, bevor ab 2018 die Komödie am Kurfürstendamm das Theater als Ausweichquartier nutzte. Im Sommer 2023 zog die aktuelle Mieterin, die Komische Oper Berlin (KOB) ein, deren Stammhaus in der Behrenstraße derzeit erneuert wird.
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