Icon Pfeil zurück Start
Sondereinheit "Ferrum" Kampf gegen Schusswaffengewalt: 21-Jähriger in Berlin festgenommen
Symbolbild: Schriftzug Polizei auf einem Einsatzfahrzeug fotografiert während eines Großeinsatzes der Berliner Polizei. (Quelle: Picture Alliance/Maximilian Koch)
00:20 Min
Symbolbild: Schriftzug Polizei auf einem Einsatzfahrzeug fotografiert während eines Großeinsatzes der Berliner Polizei. (Quelle: Picture Alliance/Maximilian Koch)

Im Zuge von Durchsuchungen wegen Schusswaffengewalt, hat die Polizei am Mittwochmorgen zwei junge Männer festgenommen. Das teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Donnerstag mit.

Laut der Polizei wurde ein 21-jähriger Tatverdächtiger in Treptow-Köpenick ermittelt. Er wurde daraufhin festgenommen, gegen ihn bestehe der Verdacht des versuchten Mordes aus Habgier, weiter werden ihm auch besonders schwere räuberische Erpressung sowie Verstoß gegen das Waffengesetz vorgeworfen.

Demnach nahmen die Einsatzkräfte am Ort einen weiteren 21-jährigen Tatverdächtigen fest - wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Waffengesetz.

Laut Polizei hatten 80 Polizisten am Mittwoch sieben Wohn- und Gewerbeanschriften in Neukölln, Treptow-Köpenick und Charlottenburg-Wilmersdorf durchsucht. Die Senatsinnenverwaltung hatte zuvor mitgeteilt, dass die Sondereinheit "Ferrum" der Polizei und die Ermittlungsgruppe "Telum" der Staatsanwaltschaft Berlin dabei involviert waren.

Aufforderung zur Zahlung von "Schutzgeld"

Der ermittelte 21 jährige Tatverdächtige soll konkret am 2. April gegen 4:30 Uhr mit einer halbautomatischen Schusswaffe auf die Fensterfront eines Cafés in der Hermannstraße in Neukölln geschossen haben. Dabei soll er in Kauf genommen haben, dass die sich in dem Café aufhaltenden Personen tödlich getroffen werden konnten. Die Personen im Café blieben unverletzt.

Nach den bisherigen Ermittlungen stehen die Schüsse im Zusammenhang mit der Aufforderung zur Zahlung von "Schutzgeld". Laut Polizei wurden zwei scharfe Schusswaffen, Munition, mutmaßliches Kokain sowie Mobiltelefone sichergestellt. Gegen den 21-Jährigen, dem unter anderem versuchter Mord vorgeworfen wird, bestand auf Antrag der Staatsanwaltschaft bereits zuvor ein Haftbefehl. Er wurde am Donnerstag einem Richter vorgeführt, der den Haftbefehl in Vollzug setzte. Der andere 21-jährige Tatverdächtige wurde nach Beendigung der Maßnahmen entlassen.

Innensenatorin Iris Spranger (SPD) teilte mit, man gehe entschlossen gegen bewaffnete Auseinandersetzungen in der Stadt vor. Gegenüber illegalem Waffenbesitz und gegenüber der illegalen Verwendung von Waffen dürfe es keine Toleranz geben.

Sendung: rbb 88,8, 19.08.2026, 10:00 Uhr
Audio: rbb 88,8, 19.08.2026, Ricardo Westphal

Wichtiger Hinweis

Ab dem 19. August benötigen Sie zum Kommentieren auf  rbb24.de ein ARD-Konto. Weitere Informationen dazu finden Sie hier: rbb24.de führt ARD-Login für die Kommentarfunktion ein.

Berlin

Mehr bei rbb|24