„Koalition der Willigen“ berät in Paris

Kurz vor Beginn eines Treffens der „Koalition der Willigen“ in Paris hat Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) betont, es gehe darum, „dass die Ukraine in eine Position der Stärke“ komme für etwaige Verhandlungen mit Russland.

Bei den Gesprächen soll es laut Frankreichs Präsident Emmanuel Macron etwa um das Thema Raketenabwehr und mögliche gemeinsame Manöver gehen. Themen sind auch die weitere Unterstützung und Sicherheitsgarantien für die Ukraine.

Gruppenbild der Staatsoberhaupter von 35 Ländern, auch genannt „Koalition der Willigen“ in Frankreich bei Emmanuel Macron
AP/Pool Photo/Teresa Suares

Nach den Beratungen heute nehmen an der „Koalition der Willigen“ beteiligte Länder morgen mit Soldaten an der Militärparade zum französischen Nationalfeiertag teil. Mit dabei ist heuer auch eine Abordnung des Bundesheeres, bestehend aus 23 Gardesoldaten.

Österreich mit Beobachterstatus

In der „Koalition der Willigen“ haben sich über 35 Länder zusammengeschlossen. Österreich nehme in der Koalition aufgrund seiner verfassungsrechtlichen Bestimmungen und der Neutralität einen Beobachterstatus ein, so Stocker.

Anfang des Jahres verständigte sich die von Frankreich und Großbritannien angeführte Koalition in einer Erklärung darauf, der Ukraine rechtlich verbindlich zuzusichern, sie im Fall eines erneuten russischen Angriffs nicht allein zu lassen.

Neues Bündnis für Raketenabwehr

Auch in Paris gab es bereits erste Beschlüsse: Deutschland, Frankreich und sieben weitere Länder schlossen sich mit der Ukraine in einer neuen Koalition zur Raketenabwehr zusammen. Ziel des neuen Bündnisses ist eine industrielle Zusammenarbeit, um bestehende Raketenabwehrsysteme zu ergänzen.