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Liveticker Liveticker Dienstag (28.7.) ++ Gedenkort im Tiergarten beschädigt ++ DNA-Spuren von Abdul B. im Fahrzeug ++
Ein Schild in Regenbogenfarben und Herzform für die Anschlagsopfer mit Brandbeschädigung. Bild: rbb / Julian von Bülow
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Anschlag am Rande des CSDAnschlag am Rande des CSD
6 Min
Ein Schild in Regenbogenfarben und Herzform für die Anschlagsopfer mit Brandbeschädigung. Bild: rbb / Julian von Bülow
  • DNA-Spuren des Tatverdächtigen im Tatfahrzeug gefunden
  • Handy des mutmaßlichen Attentäters Abdul B. ausgewertet, Bekennervideo zum IS gefunden
  • Wegner: Zahl der Verletzten steigt von 29 auf 31 Personen
  • Innenministerium: einstellige Zahl Gefährder in Brandenburg

Dieser Liveticker bildet die Ereignisse und Debatten vom Dienstag ab und wird nicht mehr fortgesetzt.

Alle aktuellen Entwicklungen finden Sie hier.

Hier finden Sie den Liveticker mit Informationen zum Montag. Und hier den Liveticker mit Informationen zum Wochenende.

19.05 Uhr: Zwei Cousins von B. waren IS-Mitglieder

Zwei Cousins von Abdul B., dem mutmaßlichen CSD-Attentäter, waren Mitglieder der Terrorgruppe "Islamischer Staat" (IS). Das haben deutsche Sicherheitsbehörden dem rbb bestätigt. Die Informationen gehen demnach aus Unterlagen libanesischer Ermittler hervor, die den deutschen Kollegen mitgeteilt wurden. Die ZEIT hatte zuerst berichtet. [www.zeit.de].

18:32 Uhr: Debatte über KI-gestützte Überwachung

Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) hat sich nach dem CSD-Anschlag dafür ausgesprochen, Gefährder mit neuen technischen Möglichkeiten zu überwachen - wie KI-gestützte Systeme. Es gebe nicht genug Polizisten, um alle Gefährder rund um die Uhr zu überwachen, sagte Wegner. Berlin müsse daher auf neue Technologie setzen. "Da, wo es diese technischen Lücken gibt, müssen wir sie schließen", so Wegner.

Sebastian Schlüsselburg (SPD), Mitglied im Ausschuss für Verfassungsschutz, kritisierte den Vorstoß. Die Sicherheitsbehörden seien gut gerüstet. "Wir müssen einfach die bestehenden Gesetze vernünftig anwenden", so Schlüsselburg. "Wir haben in Berlin gerade erst das Polizeigesetz verschärft und alle Instrumente geschaffen, die man rechtsstaatlich vertreten kann, um Gefahren besser abzuwehren."

Vasili Franco, der innenpolitische Experte der Grünen, erklärte gegenüber dem rbb, es müsse erst geprüft werden, ob wirklich fehlende Informationen bei den Sicherheitsbehörden das Problem waren. "Bevor man also Forderungen erhebt, müssen erst mal alle Fakten auf den Tisch."

Die bestehenden Gesetze zu verschärfen hält der innenpolitische Sprecher der AfD, Thorsten Weiß, für richtig. Doch auch er lehnt Überwachungssoftware, die etwa mit KI-gestützter Gesichtserkennung arbeite, ab. Der mutmaßliche Täter sei bereits von den Sicherheitsbehörden observiert worden. "Das Problem war also kein fehlendes Datenmaterial", so Weiß. Überwachungssoftware treffe nicht allein die Gefährder, sondern die gesamte Bevölkerung. "Wir werden nicht dabei helfen, aus einem Vollzugsversagen eine Überwachungsinfrastruktur zu machen."

16:45 Uhr: Gedenkort im Tiergarten beschädigt

Eine spontan errichtete Gedenkstätte für die Opfer des CSD-Anschlags und die angegriffene Community am Ahornstieg ist in der Nacht zum Dienstag beschädigt worden. Das hat die Polizei am Dienstag mitgeteilt.

Ein rbb-Reporter beobachtete am Dienstagvormittag, dass Papp-Schilder mit Herzen und Unterstützungsbotschaften und eine Art Flagge Brandspuren aufwiesen. Die Polizei bestätigte am Nachmittag "eine zerstörte Vase und ein mutmaßlich angezündetes Herz aus Pappe". Ein Zeuge habe die Beschädigungen am Nachmittag gegen kurz vor 14 Uhr angezeigt. Der Staatsschutz hat demnach die Ermittlungen übernommen.

Der Gedenkort im Tiergarten mit Blumen, einige Schilder weisen Brandspuren auf. Bild: rbb / Julian von Bülow
Der Gedenkort im Tiergarten mit Blumen, einige Schilder weisen Brandspuren auf. Bild: rbb / Julian von Bülow

16:30 Uhr: Festgenommene haben offenbar nichts mit Anschlag zu tun

Die drei Personen, die bei dem Zugriff in einer Gartenkolonie in Berlin-Spandau in Gewahrsam genommen worden waren, spielen für die Ermittlungen zum CSD-Anschlag offenbar keine Rolle. Es gebe keine Hinweise darauf, dass sie mit dem Anschlag etwas zu tun haben, hieß es von der Bundesanwaltschaft. Sie habe derzeit keine weiteren Festnahmen veranlasst im Zusammenhang mit den Ermittlungen zu dem Anschlag.

Bei dem Polizeieinsatz in der Kleingartenanlage am Sonntag war der Tatverdächtige des CSD-Anschlags, Abdul B., getötet worden.

16:00 Uhr: Abdul B. bekennt sich in entdecktem Video zum IS - nicht zum Anschlag

Entgegen ersten Informationen handelt es sich bei dem Video, dass auf dem Handy von Abdul B. gefunden wurde, um ein Bekenntnis zum Islamischen Staat (IS), nicht aber zu dem Anschlag auf den CSD. Ein Vermummter, bei dem es sich mutmaßlich um B. handle, leiste darin einen Treueschwur auf die verbotene Dschihadistenmiliz IS, teilte die Bundesantwaltschaft mit. Das Video wurde demnach am Tag des Anschlag aufgenommen.

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) bestätigte ebenfalls ein "mögliches Bekennervideo" auf dem Mobiltelefon aus dem Tatfahrzeug. Die Auswertungen liefen, sagte er am Rande einer CSU-Klausur in Bayern. Die Behörden gingen aber davon aus, dass es sich bei dem Vermummten um B. handle. In dessen Wohnung seien zudem weitere Datenträger gefunden worden. Auch dort fänden sich "Bezüge zum IS".

15:55 Uhr: Ermittler finden DNA-Spuren von Abdul B. in Tatfahrzeug

In dem Fahrzeug, das für den Anschlag am Rande des Christopher Streets Days (CSD) genutzt wurde, haben die Ermittler DNA-Spuren des Tatverdächtigen Abdul B. gefunden. Das hat die Bundesanwaltschaft dem rbb bestätigt. Sie geht davon aus, dass er der Fahrer des Transporters war. Abdul B. hatte das Fahrzeug angemietet und sein Handy wurde in dem Transporter gefunden.

14:05 Uhr: Wegner: "Es war ein islamistischer Terroranschlag"

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Kai Wegner (CDU), hat sich überzeugt gezeigt, dass es sich bei dem Angriff auf den Christopher Street Day (CSD) um einen islamistischen Anschlag gehandelt hat. "Ich muss mir den Verfassungsschutzbericht nur anschauen: eine 13-prozentige Steigerung im Bereich des Islamismus", sagte Wegner dem rbb. Der Islamismus stelle eine sehr große Gefahr dar – "auch und gerade für unsere liberale, freiheitliche Lebensweise". Wer Probleme nicht ausspreche, werde sie auch nicht lösen. "Und deswegen werden Sie von mir auch immer wieder hören, um was es hier ging: Es war ein islamistischer Terroranschlag."

Hilfe-Telefone für Betroffene

Betroffene des Anschlags am Rande des Christopher Street Days (CSD) in Berlin können ab sofort kostenlose telefonische Hilfe erhalten. Die Beratungs-Hotline 030 90229 6300 sei von Montag bis Freitag zwischen 7:30 und 16 Uhr erreichbar, teilte das Berliner Landesamt für Gesundheit und Soziales mit.

Zudem gibt es ein gemeinsames Hilfetelefon des Bundes und des Landes Berlin. Unter 0800 0009546 steht eine psychosoziale Beratung zur Verfügung, wie die Webseite der Bundesregierung informiert.

Weitere Hilfe und Unterstützung bieten auch Vereine an wie etwa

  • Weißer Ring: (030) 8337060
  • Opferhilfe e.V.: (030) 3952867
  • Berliner Krisendienst (030) 3906300
  • Telefonseelsorge Deutschland 0800 1110111 oder 0800 1110222 oder 116123

13:54 Uhr: Redmann plant schärferes Polizeigesetz für Brandenburg

Der Brandenburger Innenminister Jan Redmann (CDU) plant ein schärferes Polizeigesetz im Kampf gegen die Abwehr terroristischer Straftaten. Dazu zähle die Möglichkeit der Anordnung einer elektronischen Fußfessel zur Verhütung terroristischer Straftaten, sagte der Sprecher. "Diese Befugnis soll auch solche potenziellen Täter berücksichtigen, die nicht aus politisch motivierten Gründen, sondern gegebenenfalls psychiatrischen Gründen agieren."

Außerdem sind laut Ministerium mehr Befugnisse für die Polizei bei Eingriffen geplant, darunter eine Fernidentifizierung per Gesichtserkennung, die Überwachung von verschlüsselter Kommunikation und eine verdeckte Überwachung von Computern.

13:52 Uhr: Einstellige Zahl von Gefährdern in Brandenburg

Das Brandenburger Innenministerium geht von einer einstelligen Zahl an Gefährdern im Land aus. Dies teilte das Ministerium der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag mit. Konkrete Erkenntnisse zu möglichen Gefährdungen einzelner Veranstaltungen in Brandenburg gebe es aber derzeit nicht. Dennoch prüft das Innenministerium derzeit auch die Einsatzpläne für Brandenburg. Der Verfassungsschutz geht von einem islamistischen Potenzial von 260 Personen aus, darunter gelten 200 als gewaltbereit. Die "Märkische Allgemeine" hatte zuvor über die Zahlen berichtet.

13:42 Uhr: Laut Wegner offiziell 31 Verletzte bei CSD-Anschlag

Bei dem mutmaßlich islamistisch motivierten Anschlag auf den Christopher Street Day in Berlin (CSD) mit einer Toten sind nach offiziellen Angaben 31 Menschen verletzt worden. Das sagte der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) auf einer Pressekonferenz. Bisher hatten die Behörden stets von 29 Verletzten gesprochen, darunter mehrere Schwerverletzte. Weitere Details nannte Wegner zunächst nicht.

13:06 Uhr: Bekennervideo des mutmaßlichen Attentäters entdeckt

Die Polizei hat auf dem Handy des mutmaßlichen CSD-Attentäters Abdul B. ein Bekennervideo gefunden. Das hat die Bundesanwaltschaft dem ARD-Terrorismusexperten Michael Götschenberg bestätigt.

In dem Video soll Abdul B. seine Treue für den IS offenbaren. Das Handy wurde in dem Tatfahrzeug gefunden. Demnach war auf dem Handy ein Video, in dem sich ein Vollvermummter zum IS bekennt. Die Ermittler gehen davon aus, dass es sich dabei um Abdul B. handelt. Die "Bild"-Zeitung hatte zuerst berichtet.

Korrektur: In einer ersten Version dieses Eintrags hatten wir geschrieben, in dem Video gebe es auch ein Bekenntnis zum Anschlag beim CSD. Das war nicht korrekt. In dem Video findet sich nach bisherigen Erkenntnissen nur ein Bekenntnis zum IS. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.

13:07 Uhr: Özdemir kritisiert Statement von Islamverbänden

Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir (Grüne) hat sich unzufrieden über die Stellungnahmen muslimischer Verbände zum Terroranschlag auf den Berliner Christopher-Street-Day (CSD) geäußert. Weder hätten die Verbände die Schwulen- und Queerfeindlichkeit des mutmaßlichen Täters benannt, noch hätten sie den Bezug des Terroristen zum Islam erwähnt, kritisierte Özdemir am Dienstag in Stuttgart. Er fordere die Dachverbände "sehr energisch auf, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen". Wenn Schwulenfeindlichkeit bei den Verbänden nicht angegangen werde, mache man es Verbrechern leichter, dort ihre Leute zu rekrutieren.

Bei der Einschätzung des Terrors dürfe es keinen "Kulturrabatt" geben, betonte der Ministerpräsident. Die muslimischen Verbände müssten im Einsatz gegen islamistischen Terror mit anpacken, forderte Özdemir.

12:43 Uhr: Unfall-Baum im Tiergarten gefällt

Der Baum, an dem der Wagen des Attentäters im Tiergarten endgültig zum Stehen kam, ist gefällt worden. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur. Er sei anschließend abtransportiert worden.

Anschlag beim Berliner CSD: Ermittler neben dem Tat-Fahrzeug im Tiergarten (Bild: dpa/ Jason Tschepljakow)
Anschlag beim Berliner CSD: Ermittler neben dem Tat-Fahrzeug im Tiergarten (Bild: dpa/ Jason Tschepljakow)

12:31 Uhr: Notfallseelsorger weiter im Tiergarten

Notfallseelsorger eines Kriseninterventionsteams der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) sind vor Ort im Tiergarten. Sie seien bereit, zu trösten, zu helfen oder einfach zuzuhören, hieß es. "Der Bedarf ist schon da", sagte ein Team-Mitglied der Deutschen Presse-Agentur. Allein am Montag hätten sie 75 Gespräche mit Menschen geführt. "Erst kommt der Schock, dann Wut und dann Trauer." Polizisten sind ebenfalls anwesend und ansprechbar, es gibt auch eine mobile Wache am Tatort.

Mitarbeitende des Kriseninterventionsteams und Trauernde stehen im Tiergarten an einem Baum, an dem Gegenstände zum Gedenken abgelegt wurden. (Quelle: picture alliance/dpa/Sebastian Christoph Gollnow)
Mitarbeitende des Kriseninterventionsteams und Trauernde stehen im Tiergarten an einem Baum, an dem Gegenstände zum Gedenken abgelegt wurden. (Quelle: picture alliance/dpa/Sebastian Christoph Gollnow)

10:46 Uhr: Polen ermittelt nach Tod von Mutter bei CSD-Anschlag

Die Staatsanwaltschaft in Warschau hat nach dem Tod der polnischen Mutter beim Terroranschlag auf den Berliner CSD hat Ermittlungen aufgenommen. Ermittelt werde wegen eines Terroranschlags, teilte die Behörde auf X mit.

Nach Angaben des Berliner Regierenden Bürgermeisters Kai Wegner (CDU) handelt es sich bei dem Todesopfer um eine polnische Staatsangehörige, die mit ihrer Tochter in Berlin gewesen ist. Aus dem Außenministerium in Warschau hieß es am Montag, die erwachsene Tochter werde in einem Krankenhaus behandelt, schwebe aber nicht in Lebensgefahr. Sie wurde demnach über den Tod ihrer Mutter informiert.

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10:34 Uhr: Sondersitzung im Innenausschuss am Mittwoch

Das Berliner Abgeordnetenhaus wird am Mittwoch bei einer Sondersitzung des Innenausschusses über Konsequenzen nach dem Anschlag auf den Christopher Street Day (CSD) beraten. An der Sitzung wird auch Innensenatorin Iris Spranger (SPD) teilnehmen.

CDU und SPD sowie die Oppositionsfraktionen Grüne und Linke stellten jeweils Anträge, wonach der Anschlag im Allgemeinen besprochen werden soll. Die AfD, die ebenfalls der Opposition angehört, will über islamistische Gefährder und IS-Netzwerke in Berlin sprechen.

Inhaltlich wird es vor allem um die Frage gehen, wie der mutmaßliche Attentäter mit seinem Fahrzeug trotz zahlreicher Sicherheitsmaßnahmen in das Umfeld des CSD gelangen konnte. Auch der juristische Umgang mit polizeibekannten Gefährdern aus der islamistischen Szene dürfte Thema werden.

08:23 Uhr: Anschlag in Berlin polarisiert laut Experte den Wahlkampf

Der mutmaßlich islamistische Terroranschlag am Rande des Christopher Street Days (CSD) in Berlin wird nach Einschätzung des FU-Politikwissenschaftlers Thorsten Faas spürbare Auswirkungen auf den Wahlkampf haben. "Wir sehen bereits, dass sich der Fokus der Medien und damit auch der Öffentlichkeit verschiebt", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. "Fragen der inneren Sicherheit und der Integration stehen im Fokus, anderes wird in den Hintergrund gedrängt."

Er geht jedoch davon aus, dass das Thema bis zum Wahltermin in Berlin nicht dominieren wird - "dafür passiert zu viel", so Faas. Gefährlich könne es aber für Regierungsparteien werden, wenn der Eindruck entstehe, es wurden Fehler gemacht oder die Kompetenz der Regierung stehe infrage.

Blumenmeer und Gedenkveranstaltung in Solidarität für die Opfer des islamistischen CSD-Anschlags in Berlin.  (Quelle: picture alliance/Ipon/Stefan Boness)
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rbb24 spezial: Nach dem CSD-Anschlag – Welche Folgen hat die Tat?rbb24 spezial: Nach dem CSD-Anschlag – Welche Folgen hat die Tat?
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27.07.2026 - 20:15 uhr "Nach dem CSD-Anschlag: Welche Folgen hat die Tat?"
Blumenmeer und Gedenkveranstaltung in Solidarität für die Opfer des islamistischen CSD-Anschlags in Berlin. (Quelle: picture alliance/Ipon/Stefan Boness)

08:12 Uhr: BKA zählt derzeit 410 islamistische Gefährder

Das Bundeskriminalamt (BKA) stuft mit Stand vom 1. Juli 410 Menschen als islamistische Gefährder ein. Diese seien dem Bereich des islamistischen Terrorismus und Extremismus zuzuordnen, sagte ein BKA-Sprecher dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

Als Gefährder gelten Menschen, denen die Sicherheitsbehörden schwere politisch motivierte Gewalttaten bis hin zu Anschlägen zutrauen. Im Bereich Rechtsextremismus waren demnach 65 Menschen als Gefährder eingestuft, im Bereich Linksextremismus 17.

08:04 Uhr: Hunderte gedenken in Potsdam der CSD-Opfer

In Potsdam haben am Montagabend mehrere hundert Menschen der Opfer des Anschlags auf den Berliner CSD gedacht. Sie versammelten sich mit Regenbogenfahnen vor der Nikolaikirche und zeigten Transparente für Vielfalt und Toleranz. In Berlin legten ebenfalls viele Menschen vor dem Brandenburger Tor Blumen nieder.

Menschen in Potsdam gedenken der Opfer des CSD-Anschlags am 27.07.2026  (Quelle: imago images/M.Müller
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Gedenken in PotsdamGedenken in Potsdam
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Gedenken an CSD-Opfer in Potsdam
Menschen in Potsdam gedenken der Opfer des CSD-Anschlags am 27.07.2026 (Quelle: imago images/M.Müller

07:54 Uhr Drei weitere Personen noch in Gewahrsam

Beim Zugriff auf den mutmaßlichen CSD-Attentäter Abdul B. durch die Polizei am Sonntag in einer Spandauer Kleingartenkolonie sind auch drei weitere Personen gefasst worden. Der ARD-Terrorismusexperte Michael Götschenberg sagte im rbb24-Spezial am Montagabend, dass diese Personen noch in Gewahrsam seien.

Man versuche jetzt, sich das Umfeld des mutmaßlichen Attentäters anzuschauen, zu gucken, ob es Personen gegeben habe, die ihn unterstützt haben, die möglicherweise etwas von seinem Plan gewusst haben, so Götschenberg. Diese Fragen stellten sich auch mit Blick auf die drei, die in Gewahrsam genommen wurden. Diese werde man dann zur Verantwortung ziehen.

Dieser Liveticker bildet die Ereignisse und Debatten vom Dienstag ab. Hier finden Sie den Liveticker mit Informationen zum Montag. Und hier den Liveticker mit Informationen zum Wochenende.

Sendung: rbb24 Abendschau, 28.07.2026, 19:30 Uhr
Audio: rbb24 Abendschau, 28.07.2026, Jonas Wintermantel, Studiogast: Michael Götschenberg, ARD-Terrorismusexperte

Berlin Queer CSD-Anschlag

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122 Kommentare

  • Brigitta S.

    Mit Verlaub viele Menschen widerstrebt es hier, andere Menschen pauschal zu diskriminieren. Ich weiß und höre, die Politiker halten auch nicht hinter dem Berg bei ihrer Sprache, aber es sollte nicht den Anreiz bieten es ihnen nachzumachen. Speziell den Rechtsextremisten. Sprachlich unhöflicher Forum- Krieg zeigt auf, wie unterschiedlich sich die Bürger ohne Feingefühl machen und feindlich diskutieren. Dabei wundert man sich das Frieden im Land nicht existieren kann? Lästereien, Mobbing und Anfeindungen hier gehören auf die Müllhalde, aber nicht in den eigenen und fremden Mund gelegt.

    0 Antworten
  • ÖPNV-Nutzer

    Viele Grüße nach Brandenburg! Respekt für den Mut und die klare Kante gegen Rechtsexremimus! Ich wünsche allen Teilnehmenden viele wunderschöne CSDs! Feiert schön!

    0 Antworten
  • Alles gut

    Alles gar kein Problem. Wir konzentrieren uns einfach noch mehr auf den Rechtsextremismus. Schließlich haben ja ZMD, Ditib und Milli Görüs den Anschlag verurteilt. Oh halt mal Milli Görüs wird ja vom Verfassungsschutz überwacht. "Die „Milli-Görüs“-Bewegung („Nationale Sicht“) will die westliche „Ordnung des Unrechts“ durch eine islamische „Gerechte Ordnung“ ersetzen." Ja gehts euch allen noch ganz gut? Und dann noch DITIB. Alter Falter!

    • Atair

      Die größte Gefahr geht von Rechtsextremisten aus. Das ist eine Tatsache. Rechtsextremisten sitzen in deutschen Parlamenten, Islamisten nicht! Die träumen auch nicht von einer Machtübernahme in Sachsen-Anhalt.

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