GPU-Gerüchte: AMD plant mit steigenden Kosten für Radeon-Grafikkarten

Fabian Vecellio del Monego
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GPU-Gerüchte: AMD plant mit steigenden Kosten für Radeon-Grafikkarten

Radeon-Grafikkarten könnten im Laufe des Jahres abermals teurer werden, wie jetzt wiederholt Gerüchte aus Asien darlegen. Demnach plane AMD ab Juli mit höheren Preisen für die Bundles aus GPU-Chips und VRAM-Bausteinen, aus denen Boardpartner die fertigen Grafikkarten herstellen. Auswirkungen auf den Endhandel sind noch offen.

GPU- und VRAM-Pakete werden teurer

Gaming-Grafikkarten sehen sich seit vergangenem Herbst immer wieder Preis­schwankungen ausgesetzt, die hauptsächlich nach oben zeigen. Im Fall der Radeon-RX-9000-Serie begann der Trend Ende November, gekoppelt an den immer knapper und teurer werdenden Grafikspeicher. Die seither anhaltende Entwicklung könnte jetzt in die nächste Runde gehen, so wollen es zumindest Gerüchte aus dem Umkreis der Boardpartner in Asien: VideoCardz berichtet unter Verweis auf BoardChannels, dass die Kosten für Grafikchips und VRAM, die GPU-Hersteller nur als Paket an Boardpartner verkaufen, schon im Juli um rund 10 Prozent steigen sollen.

AMD Radeon RX 9000: Preisentwicklung
AMD Radeon RX 9000: Preisentwicklung (Bestpreis)
0180360540720900Euro 06.03.202517.03.202528.03.202508.04.202519.04.202530.04.202511.05.202522.05.202502.06.202513.06.202524.06.202505.07.202516.07.202527.07.202507.08.202518.08.202529.08.202509.09.202520.09.202501.10.202512.10.202523.10.202503.11.202514.11.202525.11.202506.12.202517.12.202528.12.202508.01.202619.01.202630.01.202610.02.202621.02.202604.03.202615.03.202626.03.202606.04.202617.04.202628.04.202609.05.202620.05.202631.05.202611.06.202622.06.2026

Dem zuvor gingen bereits Mitte Juni Gerüchte, dass es im dritten Quartal 2026 zu Preissteigerungen im Bereich von 10 bis 15 Prozent kommen könnte. Inzwischen habe AMD die Hersteller der Radeon-Grafikkarten, darunter Asus, Sapphire und XFX, über die Preiserhöhungen informiert, so die Gerüchte, die ihren Ursprung in der Speicher-Lieferkette haben sollen. Die Anpassung sei eine direkte Reaktion auf die aktuellen Einkaufspreise für neue VRAM-Speicherbausteine, die AMD jetzt weiterreichen werde.

Die GRE gibt die Preise vor?

Offen ist damit vorerst noch, wann und in welchem Umfang die höheren Fertigungskosten bei Konsumenten ankommen werden. Aktuell im Handel angebotene Radeon-Grafikkarten wurden noch zu alten Preisen vor vielen Monaten produziert und eingekauft, weswegen im Juli nicht mit unmittelbar steigenden Endpreisen zu rechnen ist – zumindest nicht deswegen. Außerdem müssen 10 Prozent höhere Kosten für GPUs und VRAM-Chips nicht zwangsläufig bedeuten, dass auch das fertige Endprodukt im gleichen Maß im Preis steigt. Mit Sicherheit werden aber auch Boardpartner und später Großhändler die steigenden Kosten weiterreichen, sodass im Laufe des Herbsts wahrscheinlich auch der Einzelhandel mit höheren Preisen reagieren wird.

Grafikkarten-Marktpreise (Stand 26.06.2026)
    • GeForce RTX 5070 Ti (16 GB)
      885
    • Radeon RX 9070 XT (16 GB)
      630
    • GeForce RTX 5070 (12 GB)
      565
    • Radeon RX 9070 (16 GB)
      558
    • Radeon RX 9070 GRE (12 GB)
      551
    • GeForce RTX 5060 Ti (16 GB)
      529
    • Radeon RX 9060 XT (16 GB)
      385
    • GeForce RTX 5060 Ti (8 GB)
      309
Einheit: Euro

Einen möglichen Vorgeschmack auf die zukünftige Preisstruktur bei Radeon-Grafikkarten bietet seit Anfang Juni die im westlichen Markt neu eingeführte Radeon RX 9070 GRE (Test): Mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von rund 560 Euro und einem auch Wochen später nur unwesentlich niedrigen Marktpreis ist der Radeon-Neuzugang im Vergleich zur stärkeren Radeon RX 9070 unattraktiv, aber Gerüchten zufolge schon mit den neuen Fertigungskosten kalkuliert. Um den Preis der GRE als Angelpunkt könnte sich das übrige RX-9000-Gefüge in den kommenden Monaten also allmählich neu orientieren – heute sind das aber noch Spekulationen.

AMD Radeon RX 9000 – Spezifikationen
RX 9070 XT RX 9070 RX 9070 GRE RX 9060 XT
Architektur RDNA 4
GPU Navi 48 Navi 44
Fertigung TSMC N4P
Transistoren 53,9 Mrd. 29,7 Mrd.
Chipgröße 356,5 mm² 199 mm²
CU 64 56 48 32
FP32-ALUs 4.096 3.584 3.072 2.048
RT-Kerne 64, 3rd Gen 56, 3rd Gen 48, 3rd Gen 32, 3rd Gen
Boost-Takt 2.970 MHz 2.520 MHz 2.790 MHz 3.130 MHz
FP32-Leistung 48,7 TFLOPS 36,1 TFLOPS 34,3 TFLOPS 25,6 TFLOPS
FP16-Leistung 97,3 TFLOPS 72,2 TFLOPS 68,6 TFLOPS 51,3 TFLOPS
FP8-AI-Leistung 389 TOPS 289 TOPS 274 TOPS 205 TOPS
Textureinheiten 256 224 192 128
ROPs 128 96 64
L2-Cache 8 MB 4 MB
Infinity-Cache 64 MB, 3rd Gen 48 MB, 3rd Gen 32 MB, 3rd Gen
Speicher 16 GB GDDR6 12 GB GDDR6 8 GB GDDR6
16 GB GDDR6
 -durchsatz 20 Gbps 18 Gbps 20 Gbps
 -interface 256 Bit 192 Bit 128 Bit
 -bandbreite 645 GB/s 432 GB/s 322 GB/s
Slot-Anbindung PCIe 5.0 ×16
TDP 304 Watt 220 Watt 220 Watt 150 Watt (8 GB)
160 Watt (16 GB)

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