Film„Sandra Hüller ist eine Art Medium“

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Ist sie es oder ist sie es nicht? Sandra Hüller am Tiber in Rom, inspiriert von Ingeborg Bachmann, deren Texte sie beim Dreh immer über Kopfhörer gehört hat.
Ist sie es oder ist sie es nicht? Sandra Hüller am Tiber in Rom, inspiriert von Ingeborg Bachmann, deren Texte sie beim Dreh immer über Kopfhörer gehört hat. Zero One Film, Navigator Film Produktion

Die Dokumentarfilmerin Regina Schilling zeigt Ingeborg Bachmann in „Jemand, der einmal ich war“ mal nicht als Opfer. Ein Gespräch mit der Regisseurin in Bachmanns Lieblingscafé über das Frausein.

Interview von Kathleen Hildebrand

Das Café Raimund in Wien ist angenehm unprätentiös, wenn man das von einem Raum mit Kristallleuchtern so sagen kann. Seit den Achzigerjahren scheint hier nicht mehr viel verändert worden zu sein. Es war Ingeborg Bachmanns Lieblingscafé, sie kam in den späten Vierziger-, frühen Fünfzigerjahren oft her, es war ein Literatentreff. Jetzt sitzt hier die Dokumentarfilmregisseurin Regina Schilling an einem Marmortisch am Fenster, hinter einem großen Glas Soda Zitron. Sie ist bekannt für kluge, berührende Dokus, für die sie viele Stunden Archivmaterial sichtet, auf der Suche nach kleinen, erschütternden Momenten wie in „Kulenkampffs Schuhe“ über die Traumata der Kriegsgeneration. Zu Ingeborg Bachmanns 100. Geburtstag hat sie sich der Dichterin gewidmet. „Jemand, der einmal ich war“ mit Sandra Hüller kommt in dieser Woche in die deutschen Kinos.

Künstliche Intelligenz
:Sorry, das ist Menschensache

Dem Schreiben und Nachdenken über Kunst, also über das Menschsein an sich, hat eine künstliche Intelligenz nichts hinzuzufügen. Ein Plädoyer fürs eigenhändige Weiterschreiben.

SZ PlusVon Kathleen Hildebrand
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