Kommentar
Florian Schoop

Zensur in Polizeiberichten: ein falscher Entscheid

Der Stadtzürcher Sicherheitsvorsteher will per sofort die Nationalität von Tätern nicht mehr bekanntgeben. Das ist ein falscher Entscheid, und zwar gleich aus mehreren Gründen.

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Künftig schreibt die Stadtpolizei Zürich in Mediencommuniqués nicht mehr, welche Nationalität ein Täter hat. (Bild: Dominic Steinmann / NZZ) 

Am Dienstag ist der Stadtzürcher Sicherheitsvorsteher Richard Wolff (al.) vor die Medien getreten. Er verkündete Folgendes: Die Stadtpolizei Zürich wird die Nationalität von Tätern und Opfern in Medienmitteilungen per sofort nicht mehr nennen. Dies sei diskriminierend, schüre Ressentiments und liefere fremdenfeindlichen Menschen lediglich Futter. Die Herkunftsnennung verdecke vielmehr die wahren Ursachen von Kriminalität, nämlich Armut, tiefes Bildungsniveau oder Kriegstraumata. Die Nationalität sei kein Tätermerkmal, ihre Nennung komme vielmehr einer Vorverurteilung gleich.

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