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Queere TV-Tipps
Heute (Mi., 10. Juni 2026)22:15 Uhr, rbb
Mädchen können kein Fußball spielen
Doku, D 2025
Der Dokumentarfilm von Torsten Körner erzählt von den Pionierinnen des Frauenfußballs, die sich gegen alle Widerstände, die Männer ihnen in den Weg legten, behaupteten und das Spiel ihres Lebens spielten. Der Weg zum ersten offiziell anerkannten Länderspiel, in Ost und West, war steinig, aber die Fußballspielerinnen hatten etwas zu beweisen: Frauen können Fußball spielen! Der Kampf für ihren Sport war zugleich ein Kampf um die Anerkennung und Rechte der Frau. Diese Dokumentation versammelt ein hinreißendes Ensemble von Zeitzeuginnen, denen eines gemeinsam ist: ihre Liebe zum Fußball. Erzählt wird, wie sich diese Pionierinnen des Frauenfußballs gegen alle Widerstände durchsetzten, in Ost und West.
Dass der DFB 1955 seinen Vereinen den Frauenfußball verbot, klingt heute kaum noch glaubhaft, aber mit diesem machtvollen Bannstrahl mussten die Frauen in der BRD wirklich kämpfen. Ihre Fußball-Schwestern in der DDR waren zwar nicht mit einem Verbot, aber auch mit Verachtung und Vernachlässigung konfrontiert. Frauenfußball galt hier wie dort nicht als förderungswürdig. Der Dokumentarfilm von Torsten Körner ist eine bewegende Zeitreise mit Protagonistinnen, die uns an ihrem leidenschaftlichen Kampf um Anerkennung teilhaben lassen und damit auch für heutige Generationen wichtige Impulse setzen.
Nichts kommt von allein, nichts ist gegeben für immer. Berichtet wird von der ersten weiblichen Torschützin des Monats und dem steinigen Weg zu den ersten offiziellen Länderspielen der Frauen in Ost und West. Wir begleiten Frauen, die trotz aller Hindernisse nie aufgehört haben, den Fußball zu lieben. Zugleich entlarvt der Film chauvinistische Ressentiments und eine maskuline Matrix des Fußballs, die sich lange Zeit einbildete, die Norm zu sein. Wer diese Pionierinnen und ihre Biografien begleitet, wird ein tieferes Fußballverständnis gewinnen und lernen, dass der Fußball allen gehört, nicht nur einem Geschlecht.
Dabei kommt der Film ohne Bevormundung aus dem Off aus, er lässt die Zeitzeuginnen sprechen, weil nichts machtvoller ist als eine gute Geschichte. Dass diese Frauen nicht nur großartige Fußballerinnen waren, sondern auch hinreißende Erzählerinnen sind, macht diesen Dokumentarfilm zu einem kostbaren Ausflug in die jüngste Geschichte, der einem – das ist das Bestürzende – die Augen auch für das Heute öffnet. Dieser Film ist virtuos montiert und glänzt mit Fundstücken aus dem Archiv, die uns den Atem stocken lassen. Das sollen wir gewesen sein? 23:00 Uhr, SRF1
Housekeeping for Beginners
Spielfilm, MK / PL / RKS / HR / SRB / AUS 2023
"Wo bin ich denn hier gelandet?!" Die Frage des jungen Ali ist berechtigt, der bei seinem älteren Geliebten Toni übernachtet hat, denn in dessen Haus im mazedonischen Skopje fliegen die Fetzen. Dort wohnen auch die Pflegerin Dita mit ihrer Roma-Freundin, deren zwei Töchter sowie eine wechselnde Anzahl von Teenagern mit LGBTQ-Liebesleben, und der Umgangston ist rau und unverblümt.
Das fragile Gleichgewicht in der Wohngemeinschaft kippt, als bei Ditas Partnerin eine lebensbedrohliche Krankheit diagnostiziert wird. Um die Patchwork-Familie rechtlich abzusichern und das Sorgerecht für zwei Kinder zu erhalten, müssen Dita und Toni sich als Paar ausgeben. Darauf haben die lesbische Frau und der schwule Mann ebenso wenig Lust wie auf die Elternrolle, und das ältere der beiden Mädchen stellt sich vollends quer. Die Familie wider Willen droht zu zerbrechen, als Schutz und Sicherheit plötzlich zur Frage des Überlebens werden.
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Männlich, Weiblich, Trans* – Was heißt schon Geschlecht?
Doku, D 2021
Unter Jugendlichen ist die Zahl der Mädchen, die sich als Bursch fühlen, weit höher als umgekehrt. Viele wünschen sich eine Hormonbehandlung vor der Pubertät.
Wie schwierig der Weg der Geschlechtsangleichung ist oder wie man bürokratische Hürden überwindet, darüber berichten junge Transmenschen auf Tiktok, Instagram oder Youtube. Manche Beobachter*innen orten darin gar einen Trend. Laut WHO sind Transmenschen nach wie vor eine besonders verletzliche Gruppe.
"Es waren früher nicht weniger Patient*innen, sondern wir haben es nur nicht gesehen. Jetzt wird es deutlicher. Und natürlich auch durch die mediale Aufmerksamkeit, die das Ganze derzeit bekommt" meint Mick van Trotsenburg. Der Gynäkologe gilt als Pionier der Transgender-Medizin und leitete das "Transgender Kompetenzzentrum" in Amsterdam.
Heute kann die Pubertät mit einer Hormonbehandlung unterbrochen werden, was eine spätere Geschlechtsangleichung erleichtert. Für manche ist das eine große psychische Entlastung, aber es gibt auch solche, die diesen irreversiblen Schritt bereuen. Und dann gibt es viele, die sich dafür einsetzen, Geschlechtergrenzen als "Spektrum" mit individuellen Schattierungen zu verstehen.
Der "Regenbogen" hat mit Kerstin Ott einen prominenten Platz in der Schlagerwelt gefunden. Diese sei eben nicht so konservativ, wie manche vielleicht glauben, sagt Ott stolz über ihre Fangemeinde. Die Sängerin ist offen lesbisch und verheiratet. Bei der Fernsehshow "Let's Dance" war ihre Tanzpartnerin eine Frau, sie selbst ist im Anzug aufgetreten.
Ist "Diversity" als Vielfalt also im Mainstream angekommen? Oder handelt es sich bloß um ein Etikett, mit dem sich Firmen ihr Image aufpolieren? So gibt es bereits genderneutrale Unterwäsche, ja selbst eine bekannte Sprudel-Limonade lässt sich zu einer einmaligen Sonderedition mit Genderstern hinreißen.
"Firmen wissen, dass sie eine bestimmte Klientel hinter sich haben, wenn sie sich jetzt als queerfreundlich geben. Das ist einfach Opportunismus", konstatiert Kabarettistin Lisa Eckhart.
Die junge Grazerin tritt radikal sexy vor ihr Publikum und verrät, dass sie sich als Kind eine Zeitlang eher als Junge gefühlt hat. Vorbild: der faule Willy aus "Biene Maja".
Danny hingegen hat sich schon immer als Mann gefühlt. Mit Einsetzen der Menstruation und seinem Brustwachstum konnte er nicht sofort handeln. Erst nach seiner Schulzeit hat er mit Testosteron begonnen.
Offen und mit Humor berichtet er auf TikTok und Instagram über seinen Weg zum "richtigen" Mann. Doch was ist schon ein richtiger Mann? Die Frage beantwortet der Journalist und Moderator Malcolm Ohanwe, der sich mit Identität und Rassismus sowie toxischer Männlichkeit beschäftigt. 00:40 Uhr (11.06.), ProSieben Maxx
Two and a Half Men
Serie, USA 2012
Der bis über beide Ohren verliebte Walden plant, Zoey zu ihrem Geburtstag einen Heiratsantrag zu machen. Er scheut keine Kosten und Mühen und engagiert dafür sogar Michael Bolton. Zoey lehnt jedoch ab, und Walden ist bitter enttäuscht. Als er erfährt, dass Zoey einen neuen Freund hat, ist er am Boden zerstört. Voller Verzweiflung überlegt er, ob er schwul werden soll. Schließlich lernt er die attraktive Jill kennen ... 01:15 Uhr (11.06.), 3sat
Trans* am Land: Die Reise zum Wohlfühlgeschlecht
Doku, A 2024
Die genaue Zahl an trans* Personen in Vorarlberg ist unklar. Es dürften wohl über 800 Menschen sein. Die Dunkelziffer ist jedenfalls groß.
Viele leben nach ihrer Transition verdeckt, weil das Thema in Vorarlberg in der Gesellschaft teilweise noch nicht akzeptiert ist.
Es fehlt an professionellen Beratungsangeboten, Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten sowie behandelnden Ärztinnen und Ärzten im Land, aber auch an Sensibilisierung in Unternehmen und an Schulen.
Die Dokumentation von Pia Lenz begleitet zwei trans* Personen in ihrem Lebensalltag in Vorarlberg und zeigt Schwierigkeiten, Herausforderungen und die Akzeptanz der Trans* Community im ländlichen Gebiet.
Links
- https://www.youtube.com/watch?v=vE0I5FwSJaw
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