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Zehn von 15 Ländern weiter
Boy George scheitert im ESC-Halbfinale
Beim ersten Halbfinale des ESC in Wien haben sich zehn Länder für das Finale qualifiziert. San Marino mit Boy George schied aus. Ein Mann störte den Auftritt Israels und wurde aus der Halle entfernt. Auch Sarah Engels sorgte für Schlagzeilen – vor einem weit größeren deutschen Publikum als letztes Jahr.
Das war Boy Georges erster – und wohl auch letzter – Auftritt beim Eurovision Song Contest (Bild: Sarah Louise Bennett / EBU)
- 13. Mai 2026, 10:20h 4 Min.
Beim ersten Halbfinale des Eurovision Song Contest 2026 in der Wiener Stadthalle haben sich am Dienstagabend zehn Länder für das Finale am 16. Mai qualifiziert. Griechenland, Finnland, Belgien, Schweden, Moldau, Israel, Serbien, Kroatien, Litauen und Polen sind damit weiterhin im Rennen. Die Heimreise antreten müssen Portugal, Georgien, Montenegro, Estland und San Marino. Für San Marino war der britische Kultmusiker Boy George (64) angetreten – sein Auftritt reichte allerdings nicht für den Finaleinzug.
Boy George, der mit seiner Band Culture Club in den Achtzigerjahren Welthits wie "Karma Chameleon" und "Do You Really Want To Hurt Me" veröffentlichte, unterstützte die italienische Sängerin Senhit beim Song "Superstar". Auf der Bühne erschien er allerdings erst gegen Ende des Liedes – auf einem Kristallthron sitzend – und war insgesamt kaum eine Minute zu sehen. Offenbar zu wenig für Fans und Jury.
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Sarah Engels mit spektakulärem Stunt außer Konkurrenz
Deutschland trat mit Sarah Engels (33) und ihrem Song "Fire" außer Konkurrenz auf – Deutschland ist bereits automatisch für das Finale qualifiziert. Engels sorgte dennoch für einen der meistdiskutierten Momente des Abends. Mitten in der Choreografie erklomm sie eine erhöhte Plattform und ließ sich rückwärts aus mehr als zwei Metern Höhe fallen, aufgefangen von ihren vier Tänzerinnen.
Neben dem Stunt hatte Engels einen weiteren Überraschungsmoment vorbereitet: Sie betrat die Bühne in einem weißen Kleid, das ihre Tänzerinnen ihr im Verlauf der Nummer vom Leib rissen – darunter kam ein knapper Body und Overknee-Stiefel zum Vorschein. Das Publikum in der Wiener Stadthalle reagierte mit lautem Jubel.
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Die Sendung wurde von Victoria Swarovski (32) und Michael Ostrowski (53) moderiert. Eröffnet hatte das erste Halbfinale Schlager-Ikone Vicky Leandros (73) mit "L'amour est bleu" – zum ersten Mal seit 1972 trat sie wieder auf einer großen ESC-Bühne auf. Auch Italiens Sal Da Vinci (57) war außer Konkurrenz vertreten und performte seinen Song "Per Sempre Sì".
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Sicherheitspersonal entfernte antiisraelischen Störer
Beim Auftritt des israelischen Künstlers Noam Bettan waren am Anfang Zwischenrufe zu hören – etwa "Stop the Genocide" (Stoppt den Völkermord). In sozialen Medien wurden Videos veröffentlicht, die einen Mann mit nacktem Oberkörper zeigen, der auf dem Rücken das Wort "Palestine" stehen hat. Er soll von Sicherheitskräften abgeführt worden sein. Der ORF veröffentlichte dazu ein Statement: "Eine Person im Publikum, die sich in der Nähe eines Mikrofons befand, äußerte lautstark ihre Ansichten, als der israelische Künstler seinen Auftritt begann, sowie während des Songs, was in der Live-Übertragung zu hören war. Diese Person wurde später vom Sicherheitspersonal entfernt, weil sie weiterhin das Publikum störte. Drei weitere Personen wurden ebenfalls vom Sicherheitspersonal wegen störenden Verhaltens aus der Arena entfernt."
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Gute Quoten für One
Die Sendung sorgte für einen regelrechten Quotenschub beim sonst dahinsiechenden Sender One, der als einziger in Deutschland das Halbfinale übertrug. Laut dem Branchenmagazin DWDL7 schalteten 920.000 Zuschauer*innen ein – das sind 250.000 mehr als beim ersten ESC-Halbfinale vor einem Jahr. Unter den 14- bis 49-Jährigen erreichte One sogar die Marktführerschaft – mit 12,9 Prozent Marktanteil. Nur die "Tagesschau" und "TV Total" waren erfolgreicher. Die ESC-Halbfinals dürften einer der letzten Quotenerfolge für One werden: Die ARD muss den Sender auf Wunsch der Ministerpräsident*innen zum Ende des Jahres abschalten.
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Die Abstimmung im ersten Halbfinale erfolgte zu je 50 Prozent durch das Publikum und durch internationale Jurys – anders als in den Vorjahren, als nur die Stimmen des Publikums gezählt wurden. Das zweite Halbfinale findet am Donnerstag (15. Mai) ab 21 Uhr statt. Dabei kämpfen 15 weitere Länder um zehn Finalplätze, darunter die Schweiz, Ukraine, Dänemark und Norwegen.(spot/cw)
Links zum Thema:
» Halbfinale in der ARD-Mediathek anschauen10
Links
- https://www.youtube.com/watch?v=VhwoT8ah9R8
- https://www.youtube.com/watch?v=FpGjPN1E2DE
- https://www.youtube.com/watch?v=HKNmb7SOUvA
- https://t.co/dZu1L8uNH6
- https://twitter.com/alexmarshall81/status/2054313654217023978?ref_src=twsrc%5Etfw
- https://twitter.com/alexmarshall81/status/2054313654217023978
- https://www.dwdl.de/zahlenzentrale/106476/1_eschalbfinale_macht_one_zum_marktfuehrer_bei_juengeren/
- https://www.instagram.com/reel/DYPquZytw6N/?utm_source=ig_embed&utm_campaign=loading
- https://www.instagram.com/p/DYPquZytw6N/
- https://www.ardmediathek.de/video/eurovision-song-contest/eurovision-song-contest-2026-1-halbfinale/swr/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9hZXgvbzIzMjA3ODI
- https://www.queer.de/galerie.php?gal_id=3594













