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Landkreis München

Unterhaching: Schwules Paar von Verwandten im Hotel angegriffen

Ein junges schwules Paar aus Bulgarien wurde mitten in der Nacht in einem Hotelzimmer in Unterhaching von homophoben Verwandten aufgespürt und mit Schere und Bratpfanne attackiert. Ein Opfer musste im Krankenhaus behandelt werden.


Symbolbild: Der Angriff ereignete sich gegen 4:45 Uhr im Hotelzimmer des schwulen Paares (Bild: asphotography / pexels1)

  • Heute, 15:05h 2 Min.

In einem Hotel im oberbayerischen Unterhaching ist es in der Nacht zum Montag zu einem homofeindlich motivierten Angriff auf ein junges schwules Paar gekommen. Ein 21-Jähriger wurde dabei verletzt und in ein Krankenhaus gebracht, wie die Polizei am Dienstag mitteilte.

Den Angaben zufolge drangen gegen 4:45 Uhr eine 51-jährige Frau und ein 23-jähriger Mann in das Hotelzimmer der beiden Bulgaren im Alter von 21 und 23 Jahren ein. Bei den Tatverdächtigen handelt es sich laut Polizei um Angehörige des 23-Jährigen, der Angreifer soll sein Zwillingsbruder sein.

Ein Hotelmitarbeiter rief die Polizei

Die 51-Jährige habe mit einer Schere mehrfach in Richtung des 21-Jährigen gestochen, während der 23-jährige Tatverdächtige mit Fäusten und einer Bratpfanne auf ihn eingeschlagen habe, hieß es weiter. Die Ermittler*innen gehen derzeit von einem homophoben Motiv aus.

Ein Hotelmitarbeiter wurde durch Hilferufe auf die Situation aufmerksam und alarmierte den Notruf. Die Angreifenden flüchteten noch vor Eintreffen der Polizei. Beamt*innen konnten sie jedoch später an ihrem Wohnsitz in München festnehmen.

Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung

Der 21-Jährige erlitt leichte Verletzungen und wurde vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht. Sein 23-jähriger Partner wurde ebenfalls leicht verletzt, benötigte jedoch keine weitere medizinische Versorgung.

Gegen die beiden Tatverdächtigen wird unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden sie wieder entlassen. Die weiteren Ermittlungen hat das zuständige Kommissariat übernommen. (cw)

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