Meistens hat ein Jobwechsel laut Studien positive Auswirkungen: etwa mehr Gehalt und Zufriedenheit. Doch manchmal stellt sich später heraus, dass die Kündigung die falsche Entscheidung war. Hier erzählen drei Menschen aus drei Branchen davon, wie sie den Schritt bereut und was sie daraus gelernt haben.

Julika Steinhaus*, 31, Tierärztin

Nach dem Studium bekam ich eine Stelle bei einem Futtermittelhersteller. Da es sich um einen Konzern handelte, erhoffte ich mir moderne Strukturen und Freiheiten. Von einigen im Team habe ich mich aber sehr kontrolliert gefühlt. Oft saßen wir stundenlang in Meetings vor Exceltabellen und hielten uns mit Aufgaben auf, die ich allein viel schneller gelöst hätte. Ich war damals noch jung und hatte das Gefühl, mich beweisen zu müssen. Einmal sagte mir ein Kollege, dass er mich ungeeignet für meine Position findet. Ich konnte nichts entgegnen, aber es hat mich wütend und traurig gemacht.