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Polizei bittet Öffentlichkeit um Mithilfe
Hamburg: Unbekannter schlägt in S-Bahn auf trans Person ein
Die Polizei bittet nach einem queerfeindlichen Übergriff um Mithilfe aus der Öffentlichkeit. Ein Unbekannter, der Deutsch mit russischem Akzent gesprochen hatte, attackierte demnach zwei Personen in einer S-Bahn.
- Gestern, 13:21h 2 Min.
Die Hamburger Polizei meldet einen queerfeindlichen Zwischenfall im öffentlichen Personennahverkehr: Am Samstagmorgen gegen 5:38 Uhr sind zwei Personen in einer S-Bahn der Linie 3 in Richtung Pinneberg nahe der Haltestelle Jungfernstieg von einem unbekannten Mann queerfeindlich beleidigt und geschlagen worden. Die beiden Verletzten, eine 30-jährige trans Person und ein 29-jähriger Mann, verspürten nach Behördenangaben nach der Tat Schmerzen, eine medizinische Behandlung vor Ort sei jedoch nicht erforderlich gewesen.
Die Beamt*innen bitten um Mithilfe aus der Bevölkerung und veröffentlichten eine Täterbeschreibung. Demnach sei der Verdächtige Mitte bis Ende 30 und zirka 1,75 Meter groß gewesen. Er habe mittelbonde bis dunkle kurze Haare sowie einen Vollbart getragen und sei muskulös gewesen. Bekleidet war er demnach mit einer beigen/grauen Hose und einem grünen Oberteil. Zudem trug er weiße AirPods. Er sprach Deutsch mit russischem Akzent.
Verdächtiger schlug Opfern unvermittelt mit Faust ins Gesicht
Zunächst habe der Unbekannte beide queerfeindlich beleidigt und obszöne Gesten gemacht, dann habe er den Opfern unvermittelt mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Die Geschädigten verließen die S-Bahn an der Station Jungfernstieg und informierten von dort die Polizei. Der Angreifer verblieb im Zug.
Die Ermittlungen werden nun vom für Hasskriminalität zuständigen Staatsschutz (LKA 73) geführt. Das ist in Fällen von vermuteter queerfeindlicher Hasskriminalität üblich.
Die Polizei bittet Zeug*innen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben und/oder anderweitig Hinweise zu dem Täter geben können, sich unter der Rufnummer (040) 4286-56789 beim Hinweistelefon der Polizei Hamburg oder bei einer Polizeidienststelle zu melden.
Im März hatte die Senatsverwaltung auf eine Anfrage erklärt, dass die Hasskriminalität in der Hansestadt erheblich zugenommen habe – binnen Jahresfrist um 33 Prozent (queer.de berichtete3). (pm/cw)
Links
- https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/
- https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Jungfernstieg_-_Hamburg_-_S-Bahn_(13376638363).jpg
- https://www.queer.de/detail.php?article_id=57084












