MeinungKrieg gegen RusslandDie Ukraine ist klar vor die Lage gekommen

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Kommentar von Sonja Zekri

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Wolodimir Selenskij hat mit seiner einseitig ausgerufenen, unbefristeten Feuerpause Wladimir Putin unter Druck gesetzt.
Wolodimir Selenskij hat mit seiner einseitig ausgerufenen, unbefristeten Feuerpause Wladimir Putin unter Druck gesetzt. Danylo Antoniuk/AP/dpa

Das Land übersteht fast aussichtslose Situationen nicht nur, sondern bringt sich stets zurück ins Spiel. Und nun ist es Kiew auch gelungen, Wladimir Putin seine heiß geliebte Parade zu vermiesen.

Eine prächtige russische Siegesparade auf dem Roten Platz war früher reine Routinesache. Kurz vor dem 9. Mai ließen Flugzeuge ein paar Säcke Zement oder andere Substanzen auf mögliche Regenwolken rieseln, schon war der Himmel feierlich blau und ungetrübt für die festlichen Marschkolonnen, die historischen Panzer und die neuen Raketen, die Moskau der staunenden Welt vorführte. In diesem Jahr allerdings wird es nur eine Schrumpfversion geben, denn ukrainische Drohnen greifen inzwischen regelmäßig in Moskau an, und wer würde das neueste militärische Gerät freiwillig der Gefahr ukrainischer Angriffe aussetzen?

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