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Queere TV-Tipps
Heute (So., 26. April 2026)22:25 Uhr, ZDFinfo
ZDF-History
Doku, D 2023
DDR-Bürger sind sexuell ungehemmt – Wessis eher prüde. Stimmt das? Was ist dran an den Geschichten über das unterschiedliche Liebesleben der Deutschen in Ost und West vor dem Mauerfall?
Denn angeblich sollen ostdeutsche Frauen häufiger einen Orgasmus haben als die im Westen, so zumindest eine Studie der 80er. Danach haben Menschen in der DDR auch früher Sexualkontakte, heiraten öfter und bekommen früher Kinder als in der Bundesrepublik.
Gleichberechtigung der Geschlechter?
40 Jahre lang leben und lieben die Deutschen tatsächlich in zwei sehr unterschiedlichen Systemen. Bereits seit den 1960er-Jahren geht die DDR viel offener mit dem Intimleben ihrer Bürger um. Es geht hier auch um pragmatischere Haltungen in Fragen von Sexualität, Ehe und Familie. Denn für die DDR-Planwirtschaft sind weibliche Arbeitskräfte unentbehrlich. Das führt dazu, dass im Osten fast alle Frauen berufstätig, aber auch in jeder Hinsicht emanzipierter sind. Im Westen gibt es dagegen bis 1977 ein Gesetz, nach dem eine Frau nur mit Erlaubnis ihres Ehemannes arbeiten darf.
Die DDR versteht sich nicht nur beim Thema "Gleichberechtigung der Geschlechter" als fortschrittlich. Die Diktatur will dem Klassenfeind immer einen Schritt voraus sein. Während im Westen die Frauen für ihr Recht auf Selbstbestimmung und das Recht auf Abtreibung kämpfen, führt die Regierung in Ostberlin schon 1972 die Fristenregelung ein, die einen Schwangerschaftsabbruch innerhalb der ersten drei Monate straffrei ermöglicht.
Liebe in Deutschland im Kalten Krieg
Beim Thema Homosexualität zeigt sich die DDR – zumindest auf dem Papier – toleranter. Der Paragraf 175, der gleichgeschlechtliche Liebe bei Männern unter Strafe stellt, verschwindet im Osten schon Ende der 1950er-Jahre aus dem Gesetzbuch – im Westen erst 1994. Diskriminierung erleben Lesben und Schwule im real existierenden Sozialismus dennoch genauso wie im Westen.
Pornografie, Prostitution und Sexshops sind in der DDR dagegen verboten, gelten als "dekadenter Auswuchs des Kapitalismus". Im Westen boomt seit den 1970er-Jahren die Erotikindustrie.
In "Liebe, Lust und Leidenschaft" kommen Zeitzeugen aus Ost und West zu Wort. "ZDF-History" zeigt, wie Deutschland im Kalten Krieg gelebt und geliebt hat. 22:45 Uhr, ORF1
Anna
Spielfilm, F 2019
Actionthriller von Luc Besson: Um ihrer gewaltvollen Beziehung zu entkommen, lässt sich die hübsche Anna zur KGB-Agentin ausbilden. Ihr Job führt sie nach Paris, wo sie nicht nur als Model arbeitet, sondern auch Attentate für den russischen Geheimdienst verübt. Als die CIA hinter Annas Identität kommt, bietet die Agency ihr die Aussicht auf ein ruhiges Leben in Hawaii im Austausch für ihre Loyalität an. Anna willigt ein – und erhält bald einen letzten tödlichen Auftrag. 23:55 Uhr, HR
(M)other
Doku, D 2021
Was macht einen Menschen zu einer "richtigen" Mutter? Was, wenn Männer Kinder großziehen – ohne Frau an ihrer Seite? Wenn Leihmütter ein Kind austragen, aber nach der Geburt abgeben? Eine dokumentarische Entdeckungsreise zu Menschen, die dem gesellschaftlichen Rollenbild der Mutter auf den ersten Blick nicht zu entsprechen scheinen.
Muttersein ist das Natürlichste auf der Welt. So scheint es. Doch die Ansprüche an Frauen mit Kindern sind oft überladen und widersprüchlich. Auf Glücksversprechen folgen Benachteiligung, Überforderung und Schuldgefühle. Ist das Mutterbild zu einem künstlich glorifizierten Ideal geworden, das mit der "Natur der Frau" legitimiert wird? Wir leben in einer Zeit, in der drei Menschen von sich behaupten könnten, die Mutter desselben Kindes zu sein: Eizellspenderinnen geben ihre Gene zur Zeugung von Kindern, Leihmütter tragen Babys aus, die sie unmittelbar nach der Geburt abgeben und auch Männer ziehen Kinder groß – ganz ohne Frau an ihrer Seite.
Die Berliner Regisseurin Antonia Hungerland stellt in "(M)other" die Frage: Was macht einen Menschen überhaupt zu einer richtigen Mutter? Als Ausgangspunkt wählt Hungerland sich selbst. Wenn sie und ihre Frau sich entschlössen, ein Kind zu bekommen, wer wäre in ihrer Beziehung dann die Mutter? In einem persönlichen und kaleidoskopartigen Gedankenspiel begegnet sie in dem in Deutschland und Kanada gedrehten Dokumentarfilm unterschiedlichsten Menschen in sehr unterschiedlichen Lebenssituationen, denen jedoch allen gemeinsam ist, nicht dem klassischen Mutterbild zu entsprechen.
Auf einer poetisch dokumentarischen Entdeckungsreise trifft die Regisseurin unter anderem eine alleinerziehende Mutter, die sich selbst als Rabenmutter bezeichnet, weil ihre Kinder nach dem Aus ihrer Ehe bei ihrem Ex-Mann aufgewachsen sind. Hungerland spricht mit Leihmüttern und einer Eizellspenderin über Schwangerschaften, Verträge und Familie und sie porträtiert gleichgeschlechtliche Eltern in Deutschland und Kanada. 00:30 Uhr (27.04.), BR
Einspruch, Schatz! – Ein Fall von Liebe
Spielfilm, D 2023
Die Anwältin Eva Schatz kämpft mit Leib und Seele für die Rechte ihrer Mandant:innen. Kein Wunder, vertraut ihre beste Freundin Sissi bei ihrer Scheidung auf Evas Qualitäten. Dass man auch ohne die Liebe fürs Leben glücklich sein kann, ist die feste Überzeugung der Juristin.
Ihre neue Bekanntschaft Hanno würde ganz gut ins Konzept der lebensfrohen Singlefrau passen: gutaussehend, sinnlich – und ungebunden! So tritt Hanno zumindest auf. Eva kommen jedoch schon bald Zweifel, ob ihr Schwarm wirklich mit offenen Karten spielt. Um ihre privaten Turbulenzen zu sortieren, bleibt zu wenig Zeit – zumal sich Eva um ihren Vater kümmern muss. Ihre ganze Power will sie für eine verzweifelte Mandantin einsetzen. Die Altenpflegerin Christina droht nach dem Tod ihrer Ehefrau das Sorgerecht für die achtjährige Marie zu verlieren. Als Eva für Maria und Christina in den Ring zieht, ahnt die Anwältin nicht, mit wem sie es auf der Gegenseite zu tun bekommt. 02:25 Uhr (27.04.), ZDFinfo
ZDF-History (Wdh.)
Doku, D 2023
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