Eine Vertreterin der deutschen Botschaft in Damaskus hat am Donnerstag erstmals die seit Januar in Syrien inhaftierte Kölner Publizistin Eva-Maria Michelmann im Gefängnis besucht. Das erfuhr DIE ZEIT von Anwalt Roland Meister, der die Familie Michelmann vertritt. Michelmann galt bislang als vermisst. Augenzeugen hatten zuvor berichtet, sie sitze in einem Gefängnis in Aleppo. Dem Anwalt zufolge wurde sie von dort nun in die syrische Hauptstadt verbracht.

Das Auswärtige Amt bestätigte den Besuch auf Anfrage der ZEIT. Von dort heißt es, man habe nach intensiven und auch hochrangigen Bemühungen auf verschiedenen Kanälen heute direkten Zugang zu Frau Michelmann erhalten und werde sie nun weiter konsularisch betreuen. Die Deutsche Botschaft Beirut und die Deutsche Botschaft Damaskus seien mit dem Fall befasst.