Eva-Maria Michelmann: Vermisste Kölnerin Michelmann sitzt im Gefängnis in Damaskus
Ein Botschaftsangehöriger konnte die in Syrien verschleppte Eva-Maria Michelmann erstmals besuchen. Sie sei gesundheitlich angeschlagen, sagt der Anwalt der Familie.
Die deutsche Botschaft in Damaskus besuchte erstmals die inhaftierte Kölner Publizistin Eva-Maria Michelmann in Syrien. Nach monatelanger Isolation wurde sie nun konsularisch betreut. Ihr Gesundheitszustand ist angeschlagen. Die Familie ist erleichtert, fordert aber ihre sofortige Freilassung. Michelmann berichtete aus Rojava über den IS und wurde im Januar 2026 verschleppt.
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Eine Vertreterin der deutschen Botschaft in Damaskus hat am Donnerstag erstmals die seit Januar in Syrien inhaftierte Kölner Publizistin Eva-Maria Michelmann im Gefängnis besucht. Das erfuhr DIE ZEIT von Anwalt Roland Meister, der die Familie
Michelmann vertritt. Michelmann galt bislang als vermisst. Augenzeugen hatten zuvor berichtet, sie sitze in einem Gefängnis in Aleppo. Dem Anwalt zufolge wurde sie von dort nun in die syrische Hauptstadt verbracht.
Das Auswärtige Amt bestätigte den Besuch auf Anfrage der ZEIT. Von dort heißt es, man habe nach intensiven
und auch hochrangigen Bemühungen auf verschiedenen Kanälen heute direkten Zugang zu Frau Michelmann erhalten und werde sie nun
weiter konsularisch betreuen. Die Deutsche Botschaft Beirut und die
Deutsche Botschaft Damaskus seien mit dem Fall befasst.