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- Heute, 07:18h 2 Min.
Er soll sieben Mädchen in sozialen Medien zu sexuellen Handlungen und Selbstverletzungen vor der Kamera genötigt haben – teils mit Mittätern: In Hamburg ist ein Jugendlicher angeklagt worden, der Online-Gruppen nach dem Vorbild des internationalen Sadisten-Netzwerks "764" gegründet haben soll. Das teilte die Staatsanwaltschaft mit.
Verbindungen zum angeklagten "White Tiger", dem mutmaßlichen Kopf des Netzwerks "764", bestünden aber nicht, hieß es. Dieser Verdächtige soll zwischen 2021 und 2023 insgesamt 204 Straftaten begangen haben. Seit dem 13. Januar läuft gegen den 21 Jahre alten Deutsch-Iraner aus Hamburg ein nicht öffentlicher Prozess am Landgericht der Hansestadt.
Der jetzt angeklagte Jugendliche habe 12- bis 15-jährige Mädchen emotional manipuliert und zu immer gravierenden Verhaltensweisen gezwungen, teilte die Staatsanwaltschaft weiter mit. Eines der Mädchen habe er überredet, sich die Namen des Angeklagten und von ihm gegründeter Gruppen in die Haut zu ritzen.
In der Anklage geht es um 37 Fälle, die Taten sollen zwischen Mai 2023 und März 2024 verübt worden sein. Vorgeworfen werden ihm schwere sexuelle Missbräuche von Kindern, sexuelle Nötigungen und gefährliche Körperverletzung in mittelbarer Täterschaft.
Zwischen Sommer 2024 und Frühjahr 2025 soll der Jugendliche zudem Straftaten gegen Homosexuelle begangen haben. In elf Fällen vereinbarte er der Anklage zufolge über Dating-Portale Treffen mit Männern, um sie dann aus vermutlich homophoben Motiven unvermittelt anzugreifen und zu verletzen.
Der Beschuldigte befindet sich seit dem 23. Dezember vergangenen Jahres in Untersuchungshaft. Sollte es zum Prozess kommen, werde dieser unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden. (cw/dpa)
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