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Pride-Planung

"Haltung ist hot": CSD Berlin erstmals an zwei Tagen

Mit dem Motto "Haltung ist hot" ruft der CSD Berlin zur Offenheit und Gleichberechtigung auf. Am Vortag der CSD-Demo soll eine weitere Kundgebung zeigen, dass sich die queere Community nicht den Einschüchterungsversuchen von Rechts beugen wird.


In diesem Jahr steht der Hauptstadt-CSD unter dem Motto "Haltung ist hot" (Bild: Berliner CSD e.V.)

  • Heute, 14:31h 3 Min.

Das Hauptprogramm zum Christopher Street Day in Berlin soll in diesem Jahr erstmals auf einen zweiten Tag erweitert werden. Schon am 24. Juli, dem Freitagabend vor der großen traditionellen CSD-Demo, ist eine Versammlung am Brandenburger Tor geplant, wie die Veranstalter*innen mitteilten. Angekündigt wurde ein "abwechslungsreicher Demokratieabend" mit drei Bühnen und künstlerischen Auftritten, Musik und politischen Beiträgen. Das genaue Programm solle noch bekanntgegeben werden.

Mit Blick auf die Berliner Abgeordnetenhauswahl im September rufen die CSD-Veranstalter dazu auf, Haltung zu zeigen "für eine offene Gesellschaft, für demokratische Werte und für die Gleichberechtigung queerer Menschen". Das diesjährige Motto laute daher "Haltung ist hot".

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Reaktion auf extremistische Aktionen

"Haltung ist sexy. Haltung ist cute. Haltung ist hot. Gemeinsam zeigen wir Haltung beim Berliner CSD 2026", betonte der CSD-Verein. Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Stadtgesellschaft und Community sollten dazu ermutigt werden, Haltung zu zeigen, so die Veranstalter*innen.

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Reagiert werde damit auch auf extremistische Aktionen gegen die queere Szene. "Einige Kräfte wünschen sich, dass wir leiser oder kleiner werden. Das Gegenteil ist der Fall", betonte CSD-Vorstandsmitglied Thomas Hoffmann. "Mit dem zusätzlichen Freitag schreiben wir Geschichte und werden alles dafür tun, Demokratie und Menschenrechte stärker denn je zu verteidigen." Zugleich wolle man junge Menschen motivieren, zur Wahl zu gehen. Erstmals dürften auch 16- und 17-Jährige ihre Stimme bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus abgeben.

Große Abschlusskundgebung am Brandenburger Tor

Die CSD-Demo soll am Samstag, 25. Juli, von der Leipziger Straße über den Potsdamer Platz, Nollendorfplatz und die Klingelhöferstraße bis zum Brandenburger Tor führen. Dort ist eine große Abschlusskundgebung geplant.

Im vergangenen Jahr feierten und demonstrierten mehrere Hunderttausend Menschen beim Berliner CSD – mehr als in den Vorjahren (queer.de berichtete3). Das Motto lautete "Nie wieder still" und richtete sich gegen Hass, Ausgrenzung und rechtsextreme Tendenzen.

Motiviert wurden die Menschen auch durch schärfer werdenden Gegenwind aus der Politik: So hatte Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) kurz vor dem CSD verboten, dass am Reichstagsgebäude wie in den Vorjahren Regenbogenfahnen zum CSD gehisst wird. Das Verbot verteidigte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) mit den Worten "Der Bundestag ist ja nun kein Zirkuszelt" (queer.de berichtete4). Diese Aussage löste damals breite Kritik aus und wurde auf vielen Plakaten satirisch aufgegriffen – etwa mit Sprüchen wie "Genau mein Zirkus" oder "Willkommen im Zirkuszelt von Liebe, Recht und Freiheit, Herr Merz". Auch in diesem Jahr ist das Regenbogenfahnenverbot der Bundestags-Chefin gültig. (dpa/cw)

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