Mit einem Großaufgebot ist die Münchner Polizei am Mittwochabend in das südliche Bahnhofsviertel ausgerückt. An der Razzia ist auch der Zoll mit starken Einsatzkräften beteiligt. Laut Polizei sind mehr als 500 Beamte im Einsatz. Schwerpunkt der Aktion ist der Kampf gegen Schwarzarbeit. Die Landwehrstraße ist deshalb teilweise gesperrt.
Das Münchner Bahnhofsviertel gilt als einer der Kriminalitätsschwerpunkte der bayerischen Landeshauptstadt mit Gewalt- und Drogenkriminalität sowie Schwarzarbeit und illegaler Prostitution. Im November hat das Münchner Polizeipräsidium im südlichen Bahnhofsviertel zwei Video-Überwachungstürme in Betrieb genommen. Die Türme stehen an den Ecken Schillerstraße/Adolf-Kolping-Straße und Adolf-Kolping-Straße/ Zweigstraße. Anwohner und Geschäftsleute in der Schillerstraße hatten sich über wachsende Straßenkriminalität beschwert. Auslöser dafür könnten die verschärften Kontrollen im Alten Botanischen Garten sein, weswegen sich die Szene von dort in Richtung Schiller- und angrenzende Straßen verlagert hat.
Eine städtische Taskforce hat für das Areal ein Konzept entworfen, das einerseits mehr Präsenz der Polizei und des Sicherheitsdiensts der Stadt vorsieht, aber auch mehr Licht, mehr Sauberkeit, Schanigärten und Tempolimits sowie verbesserte soziale Angebote.