Abendlicher EinsatzPolizei und Zoll starten Großrazzia im Münchner Bahnhofsviertel

Im südlichen Bahnhofsviertel hat die Polizei am Abend eine Großrazzia gestartet. (Archivbild)
Im südlichen Bahnhofsviertel hat die Polizei am Abend eine Großrazzia gestartet. (Archivbild) Florian Peljak

Mehr als 500 Beamte sind  in der Landwehrstraße im Einsatz.  Das sieht martialisch aus â€“ doch für die Bevölkerung besteht kein Grund zur Sorge.

Mit einem Großaufgebot ist die Münchner Polizei am Mittwochabend in das südliche Bahnhofsviertel ausgerückt. An der Razzia ist auch der Zoll mit starken Einsatzkräften beteiligt. Laut Polizei sind mehr als 500 Beamte im Einsatz. Schwerpunkt der Aktion ist der Kampf gegen Schwarzarbeit. Die Landwehrstraße ist deshalb teilweise gesperrt.

Das Münchner Bahnhofsviertel gilt als einer der Kriminalitätsschwerpunkte der bayerischen Landeshauptstadt mit Gewalt- und Drogenkriminalität sowie Schwarzarbeit und illegaler Prostitution. Im November hat das Münchner Polizeipräsidium im südlichen Bahnhofsviertel zwei Video-Überwachungstürme in Betrieb genommen. Die Türme stehen an den Ecken Schillerstraße/Adolf-Kolping-Straße und Adolf-Kolping-Straße/ Zweigstraße. Anwohner und Geschäftsleute in der Schillerstraße hatten sich über wachsende Straßenkriminalität beschwert. Auslöser dafür könnten die verschärften Kontrollen im Alten Botanischen Garten sein, weswegen sich die Szene von dort in Richtung Schiller- und angrenzende Straßen verlagert hat.

Eine städtische Taskforce hat für das Areal ein Konzept entworfen, das einerseits mehr Präsenz der Polizei und des Sicherheitsdiensts der Stadt vorsieht, aber auch mehr Licht, mehr Sauberkeit, Schanigärten und Tempolimits sowie verbesserte soziale Angebote.

© SZ/bm - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.

Areal am Münchner Hauptbahnhof
:Problemzone Bahnhofsviertel – ein Fall für die Taskforce

Abends wird im südlichen Bahnhofsviertel auch mal gepöbelt und an Hausecken gepinkelt. Die Stadt hat dort Handlungsbedarf ausgemacht. Wie das Eingreifen von Stadt, Polizei und Deutscher Bahn die Gegend verändern soll.

Von Heiner Effern und Max Fluder