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Komiker und Buchautor

Lutz van der Horst: Hatte "leises Coming-out"

Im Gespräch mit der "Bunten" hat der Star aus der "heute-show" über seine sexuelle Orientierung gesprochen.


Comedian, TV-Moderator und Autor Lutz van der Horst wurde u.a. mit dem Deutschen Fernsehpreis, dem Deutschen Comedypreis und dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet (Bild: Manfred Jasmund)
  • 10. April 2026, 15:46h 2 Min.

Der Kölner Komiker Lutz van der Horst, vor allem bekannt als Reporter der ZDF-Satire-Sendung "heute-show", hat in einem Interview mit der "Bunten" unter anderem ausführlich über sein Queersein gesprochen. Anlass ist der Debüt-Roman des 50-Jährigen, "Konfetti-Blues"1, der vor wenigen Monaten erschienen ist.

"Die Hauptfigur Max ist zwar fiktional, hat aber dennoch viel mit mir zu tun. Wenn es um Themen wie Partys, Drogen oder Queersein geht, meinte mein Management damals: Das können wir nicht veröffentlichen", so van der Horst. In dem Roman outet sich die Romanfigur Max als bisexuell.

Dass auch er sein ganzes Leben lang "anders empfindet", habe er früh gemerkt. "Man spürt es die ganze Zeit, kann es aber nicht einordnen." Ein klassisches Coming-out gab es bei ihm dennoch nicht: "Ich habe mich nie vor eine große Gruppe gestellt und es verkündet", so der Komiker laut der "Bunten". "Ich habe meine Sexualität einfach nicht länger verschwiegen."

In der Tat hatte Lutz van der Horst seine Homosexualität bereits 2010 in einem Interview für die "heute-show" mit einem Landesvorsitzenden der Partei Bibeltreuer Christen im Nebensatz erwähnt. Für die Sendung hatte er immer wieder Gegner queerer Mensch besucht, etwa eine "Demo für alle"2 oder den "Marsch für das Leben"3. Bei einem Besuch des CSD Bautzen sagte er 2024: "Ich bin selber schwul oder queer" (queer.de berichtete4).

In seiner Jugend habe es ohne Internet noch wenige Austauschmöglichkeiten gegeben, selbst im Freundeskreis sei "Schwuler" ein gängiges Schimpfwort gewesen, so von der Horst in der "Bunten". Als Rosa von Praunheim Hape Kerkeling 1991 outete, sei dies ein "Wendepunkt" gewesen: "Hape Kerkeling war schon immer mein Idol und auf einmal war klar: Der ist genauso wie ich." (cw/pm)

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