Epstein in Paris: Die unerträgliche Leichtigkeit des Verbrechens
Hier empfing Jeffrey Epstein die europäische Elite und ließ unzählige junge Frauen einfliegen: In Paris schuf der Sexualstraftäter ein wichtiges Zentrum seines Netzwerks.
Jeffrey Epstein plante die Aufenthalte seiner "Girls" in Frankreich mit der Präzision eines Buchhalters. Seine E-Mails offenbaren ein System der Kontrolle, das täglich neue junge Frauen nach Paris brachte. Paris war neben den USA ein zentraler Schauplatz seiner Geschäfte und Verbrechen, wie die Auswertung seiner E-Mails durch die ZEIT zeigt. Die Dokumente enthüllen ein erschreckendes Nebeneinander von banaler Organisation und Ausbeutung junger Frauen in Epsteins Leben. Sein Netzwerk reichte bis in die Pariser Kulturwelt, wo viele Türen für ihn offen standen, und seine Assistentin Lesley Groff die An- und Abflüge der "Girls" akribisch plante.
Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt. Vereinzelt kann es dabei zu Fehlern kommen.
Jeffrey Epstein plante die Aufenthalte seiner
"Girls" in Frankreich mit der Präzision eines Buchhalters.
Seine E-Mails offenbaren ein System der Kontrolle. Manchmal holte er fast
täglich neue junge Frauen nach Paris. Etwa am 2. September 2018. Fünf Frauen –
oder Mädchen – lässt er nacheinander aus Moskau und Kyjiw ein- und
zurückfliegen. Seine Assistentin Lesley Groff informiert ihn per Mail über den
Kauf der Tickets.
Die ZEIT hat die vor wenigen Wochen publizierten E-Mails
des Sexualstraftäters ausgewertet, um seine Aktivitäten in der französischen
Hauptstadt zu beleuchten: Paris war neben seinen Anwesen in den USA ein
zentraler Schauplatz seiner Geschäfte und mutmaßlich auch seiner Verbrechen.
Etwa zehn Wochen im Jahr verbrachte er in seiner rund 800 Quadratmeter großen
Wohnung in der Avenue Foch, einer luxuriösen Allee, die vom Bois de Boulogne
zum Triumphbogen und den Champs-Élysées im Westen der Stadt führt.