Eine digitale Anzeigetafel an einer Haltestelle informiert über einen Warnstreik im kommunalen Nahverkehr.
Player: videoJan Koch, WDR, zu Auswirkungen der Warnstreiks im ÖPNV
2 Min

Einschränkungen im Nahverkehr Wieder ÖPNV-Warnstreiks in mehreren Bundesländern

Stand: 19.03.2026 • 05:33 Uhr

Es ist der dritte großflächige Arbeitskampf im ÖPNV, zu dem ver.di in der laufenden Tarifrunde aufgerufen hat: Betroffen sind vor allem Pendler in Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt.

In mehreren Bundesländern kommt es heute wegen Warnstreiks wieder zu Einschränkungen im Nahverkehr. Betroffen sind vor allem Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt, wie die Gewerkschaft ver.di mitteilte.

In Hamburg sind die Mitarbeitenden der Hochbahn seit 3 Uhr im Ausstand. Die Tore der U-Bahnhöfe bleiben zu, die Busse parken für einen Tag im Depot. Die Hamburger Hochbahn transportiert mit ihren U-Bahnen und Bussen nach eigenen Angaben täglich 1,2 bis 1,3 Millionen Fahrgäste.

In München wird bereits seit gestern gestreikt. In NRW ist es bereits der zweite Nahverkehrs-Ausstand in dieser Woche. In Sachsen-Anhalt wiederum dauert der Arbeitskampf vielerorts bis einschließlich Sonntag.

In der Regel fallen durch die Warnstreiks Busse, U- und Straßenbahnen in den betroffenen Regionen aus. Die Deutsche Bahn mit ihren Regionalzügen und S-Bahnen ist nicht betroffen. Auch die Regionalzüge anderer Eisenbahnverkehrsunternehmen werden nicht bestreikt.

Verhandlungen meist für bessere Arbeitsbedingungen

Es ist der dritte großflächig koordinierte Arbeitskampf in den laufenden Tarifverhandlungen im ÖPNV, die ver.di parallel in allen Bundesländern führt. In Baden-Württemberg sowie in Schleswig-Holstein gibt es bereits Einigungen. Auch in Hessen wurde ein Kompromiss erzielt - die Gewerkschaftsmitglieder stimmen nun darüber ab.

In den meisten Bundesländern geht es um bessere Arbeitsbedingungen wie etwa Arbeitszeit, Pausenlänge und freie Zeit zwischen den Schichten. In Bayern, Brandenburg, dem Saarland, Thüringen und bei der Hamburger Hochbahn wird zusätzlich über höhere Löhne und Gehälter verhandelt.

Verschont von Arbeitskämpfen blieb bisher Niedersachsen. Dort gilt bis Ende März eine Friedenspflicht.

Dieses Thema im Programm: NDRInfo | Nachrichten | 19.03.2026 | 04:00 Uhr, Das Erste | tagesschau | 19.03.2026 | 04:57 Uhr

Pfeil hoch