Auch die EU-Kommission ist vor der Europäischen Staatsanwaltschaft (EUStA) nicht sicher. Am Morgen des 12. Februar, als sich gerade Europas Staats- und Regierungschefs in einem Schloss bei Lüttich zum Gipfel einfanden, rückten Ermittler der EUStA und belgische Polizisten im Brüsseler Hauptgebäude der Kommission an und durchsuchten Büros. Der Verdacht: Beamte sollen beim Verkauf von Gebäuden 2024 die Ausschreibungsregeln missachtet und einen ungeeigneten Bieter bevorzugt haben. Wenige Wochen zuvor hatten die Ermittler in einem anderen Fall bereits Büros beim Auswärtigen Dienst der EU durchsucht.
Betrug mit EU-GeldernEU-Ermittler warnen vor Europas „krimineller Industrie“
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Die Europäische Staatsanwaltschaft meldet beunruhigende Rekorde: Noch nie verschwand so viel EU-Geld in dunklen Kanälen. Und es wird wohl so bald nicht besser.
Von Jan Diesteldorf, Brüssel