Ajatollah Ali Chamenei
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Nach Angriffen Israels und der USA Iranische Staatsmedien bestätigen Tod von Chamenei

Stand: 01.03.2026 • 03:43 Uhr

Irans oberster Führer Chamenei ist nach Angaben iranischer Staatsmedien tot. Die Revolutionsgarde kündigt Rache an. Zuvor hatte bereits US-Präsident Trump verkündet, dass Chamenei bei den Angriffen der USA und Israels getötet worden sei.

Die iranischen Staatsmedien haben den Tod des obersten Führers Ajatollah Ali Chamenei bestätigt. Den Tod des 86-Jährigen vermeldeten das Staatsfernsehen und die staatliche Nachrichtenagentur Irna am frühen Sonntagmorgen. Die Todesursache nannten sie nicht. Er sei als "Märtyrer" getötet worden, berichteten unter anderem die iranischen Nachrichtenagenturen.

Als geistliches Oberhaupt Irans lenkte Chamenei mehr als drei Jahrzehnte lang die Geschicke der Islamischen Republik. Den Posten hatte er 1989 nach dem Tod von Republikgründer Ajatollah Ruhollah Khomeini übernommen. Chamenei sei in den frühen Morgenstunden des Samstags ums Leben gekommen, melden die Medien weiter. Zudem sei eine 40-tägige Staatstrauer ausgerufen worden.

Später wurde auch der Tod des Kommandeurs der Revolutionsgarde, Mohammed Pakpur, bestätigt. Er sei ebenso wie der Vorsitzende des nationalen Verteidigungsrats, Ali Schamchani, bei den US-israelischen Luftangriffen auf Teheran umgekommen, teilte die iranische Justiz mit.

Revolutionsgarde kündigt Rache an

Die Islamische Revolutionsgarde kündigt Rache für den Tod Chameneis an. "Die Mörder des Imams der Nation werden einer harten, entschiedenen und abschreckenden Strafe nicht entgehen", heißt es in einer von der libanesischen Hisbollah-Miliz verbreiteten Erklärung der Elitestreitmacht des Irans. Die Hisbollah ist einer der engsten Verbündeten des iranischen Regimes.

Die Revolutionsgarde, die Streitkräfte der Islamischen Republik und die Basidsch-Milizen würden "inneren und äußeren Verschwörungen entschieden entgegentreten" und die Aggressoren "mit einer abschreckenden und beispielhaften Antwort bestrafen", heißt es in der Erklärung weiter. Alle Teile der Gesellschaft werden darin aufgerufen, sich an der Landesverteidigung zu beteiligen.

Übereinstimmenden Medienberichten zufolge sind bei den israelisch-amerikanischen Luftangriffen auf Iran auch mehrere Angehörige des obersten Führers Ali Chamenei getötet worden. Die Webseite Al-Arabiya berichtete unter Berufung auf die iranische Nachrichtenagentur Fars, eine Tochter Chameneis, ein Schwiegersohn, eine Schwiegertochter und ein Enkel seien ums Leben gekommen.

Jubel auf iranischen Straßen

Bereits zuvor war nach Berichten über Chameneis Tod in Teheran spontan Jubel ausgebrochen. Bewohner der iranischen Hauptstadt berichteten von Menschen, die vor Freude aus ihren Fenstern schrien. Die Nachricht war unter anderem von iranischen Exilmedien verbreitet worden, die im Iran über Satellit empfangen werden können. Auf den Straßen waren Hupkonzerte zu hören.

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Trump hatte Tod Chameneis zuvor verkündet

Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump auf seiner Plattform Truth Social verkündet, dass Chamenei getötet worden sei. Trump schrieb, Chamenei sei "einer der bösartigsten Menschen der Geschichte" gewesen. Das sei die "größte Chance für das iranische Volk, sein Land zurückzuerobern", betonte Trump. Er kündigte an, die Bombardierungen in Iran würden weitergehen, bis Frieden in der Region und in der ganzen Welt einkehre.

Dieses Thema im Programm: Das Erste | tagesthemen | 28.02.2026 | 23:35 Uhr, Das Erste | tagesschau | 01.03.2026 | 20:00 Uhr

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