Hummus im Test Jeder zweite Dip ist ein Hit

Datum:
  • Text: Swantje Water­straat
  • Testleitung: Janine Schlenker
  • Produkt­auswahl: Julia Leise
  • Leitung Faktencheck: Dr. Claudia Behrens
Hummus im Test - Jeder zweite Dip ist ein Hit

Hummus als Dip. Dazu passen etwa Brot, Gemüse­sticks, Falafel und Oliven. © seasons.agency / Gräfe & Unzer Verlag / D'Angelo, Vivi

11 von 21 Produkten im Hummus-Test sind gut, die meisten aus dem Kühl­regal. Zwei schme­cken sehr gut, ein Bioprodukt fällt durch – es ist stark pestizidbelastet.

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Hummus gehört in weiten Teilen des östlichen Mittel­meerraums auf jeden Teller. Inzwischen hat der würzige Dip auf Basis von Kicher­erbsen auch in Deutsch­land viele Fans – vor allem unter jenen, die sich vegetarisch und vegan ernähren. Zu den typischen Zutaten gehören neben Kicher­erbsen auch die Sesampaste Tahin oder Tahini, Knoblauch, Kreuzkümmel und Zitronensaft.

Für eine schnelle Mahl­zeit können wir viele gute Fertighummus-Produkte im Test empfehlen. Die meisten sind im Kühl­regal zu finden. Doch nur die zwei Besten sind geschmack­lich top. Abraten müssen wir von einem Bio-Pulver zum Anrühren: Es ist so stark pestizidbelastet wie schon lange kein Bioprodukt mehr in unseren Tests. Anbieter Koro hat die getestete Charge des Pulvers nach Informationen auf seiner Home­page mit Erscheinen des Tests zurück­gerufen. In einem weiteren Produkt fanden wir Bisphenol A.

Warum sich der Hummus-Test für Sie lohnt

Test­ergeb­nisse

21 Hummus-Produkte haben wir geprüft, darunter Marken wie Koro, Kühlmann, Noa, Walter Popps und Eigenmarken etwa von Aldi, Alnatura, Edeka, Rewe oder Chef select von Lidl. Die Noten reichen von Gut bis Mangelhaft, die Preise von 0,50 bis 2,15 Euro pro 100 Gramm.

Der beste Hummus für Sie

Mit ein paar Klicks erfahren Sie, welcher Hummus im Test der Stiftung Warentest am besten schmeckt oder aus Ernährungs­sicht vorteilhaft ist. Die Ergeb­nisse können Sie individuell filtern – etwa nach gekühltem oder ungekühltem Hummus oder nach Bio-Produkten. So finden Sie Ihren persönlichen Testsieger.

Nähr­werte analysiert

Wir haben verschiedene Nähr­wert­gehalte der Hummus-Produkte bestimmt. Die Gehalte etwa an Fett, Kalorien, Eiweiß und Ballast­stoffen unterscheiden sich teils deutlich. Mit unserem Rezept können Sie Hummus schnell selbst zubereiten.

Heft­artikel als PDF

Nach dem Frei­schalten erhalten Sie auch den Artikel aus unserem Magazin Stiftung Warentest 3/26 zum Download.

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Hummus im Test: gekühlt, ungekühlt und als Pulver

Für den Hummus-Test haben wir Produkte der Sorte Natur ohne spezielle Geschmacks­richtung ausgewählt. Es treten an: 15-mal Hummus aus dem Kühl­regal gegen 4 halt­bare Konserven und 2 Hummus-Pulver zum Anrühren.

  • Die häufigste Angebots­form ist gekühlter Hummus in Plastikschälchen. Der Inhalt der 150- bis 250-Gramm-Packungen ist unge­öffnet laut den Anbietern etwa drei bis fünf Wochen halt­bar.
  • Ungekühlte Produkte im Glas oder in der Dose eignen sich gut für den Vorrat, da sie nach dem Abfüllen sterilisiert werden und so eineinhalb bis drei Jahre halt­bar sind.
  • Hummus-Pulver sind Mischungen aus Kicher­erbsenmehl, Sesam­(-mehl), Salz, Kreuzkümmel- und Knoblauch­pulver. Vorteil: Man braucht nur so viel davon mit Wasser, Öl und eventuell Zitronensaft anrühren, wie gerade benötigt wird.

Tipp: Schon vor dem Frei­schalten des Tests können Sie alle geprüften Produkte sehen.

Blick in die Tabelle

Kaufland Take it veggie Veganer Hummus Classic
Koro Bio Hummus Pulver, Bio
Noa Hummus Natur
Alnatura Schneller Hummus Natur, Bio
Like Home Hummus
Qualitäts­urteil

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Sensorisches Urteil

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Schad­stoffe

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Ernährungs­physiologische Qualität

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Mikrobiologische Qualität

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Die Auswahl ist ein zufälliger Ausschnitt der Gesamttabelle und nicht sortiert.

Ein Kilogramm Fertighummus verursacht im Schnitt 1,8 Kilogramm CO2-Äquivalente – ein Kilo Kräuterquark fast doppelt so viel.

Unterschiede bei Eiweiß, Ballast­stoffen und Fett

Hummus ist vegan und gilt unter anderem dank der enthaltenen Hülsenfrüchte als gesund. Sie liefern viele Nähr­stoffe. Die Anteile an Kichererbsen und Sesam variieren jedoch deutlich, was sich unter anderem auf den Gehalt an Eiweißen und Ballast­stoffen auswirkt. Auch im Fett­gehalt unterscheiden sich die Hummus­produkte im Test sehr. Wir bewerteten die Nähr­werte einer 50-Gramm-Portion für Jugend­liche und Erwachsene.

Tipp: Wir haben auch andere pflanzliche Lebens­mittel wie veganen Joghurt oder vegane Schlagsahne-Alternativen getestet. Wie gut pflanzliche Fleischalternativen sind, beant­worten wir in unserer Testbilanz von 150 Ersatzprodukten.

Verkostet und auf Keime sowie Schad­stoffe geprüft

Aussehen, Geruch, Geschmack, Konsistenz und Mund­gefühl. In der Tabelle beschreiben wir, wie die Produkte im Allgemeinen schme­cken und welche Besonderheiten auf jeden einzelnen Hummus zutreffen − etwa ob er im Mund cremig ist oder welche Würznoten wie stark ausgeprägt sind. Auch Fehler wie „leicht fade“, „kräftig säuerlich“ oder „breiig“ benennen wir.

Schad­stoffe und Keime. Im Labor prüften wir unter anderem auf Nickel, Blei und Kadmium, Schimmelpilzgifte, Fett­schad­stoffe, Mineralöle und Rück­stände von Pestiziden, darunter Glyphosat. Die Schad­stoff­noten reichen von Gut bis Mangelhaft. In einem Produkt deuten die nachgewiesenen Keime auf Hygienemängel hin.

So haben wir Hummus getestet

Im Test: 21 Mal Hummus der Sorte Natur, davon 15 gekühlt, 4 ungekühlt und 2 Pulver. Sechs tragen ein Biosiegel. Wir wählten viel­verkaufte Produkte aus und kauf­ten von Au­gust bis Oktober 2025 ein. Die Preise erfragten wir bei den Anbietern im Dezember 2025.

Sensorisches Urteil: 45 %

Beige ist nicht gleich beige. Die farbliche Band­breite der Hummus-Produkte im Test reicht von hellen gelb­lich-beigen bis bräunlich-beigen Farbtönen. © Stiftung Warentest

Fünf geschulte Prüf­personen verkosteten die anonymisierten Produkte unter gleichen Bedingungen. Die Pulver bereiteten wir zuvor nach Packungs­anleitung mit Wasser und Olivenöl zu. Die gekühlten Produkte wurden am Ende der Mindest­halt­barkeits­frist oder bis zu drei Tage davor verkostet, die ungekühlten deutlich vor Ablauf der Frist. Die Prüf­personen beschrieben Aussehen, Geruch, Geschmack, Konsistenz und Mund­gefühl – auffällige und fehler­hafte Produkte mehr­mals. Kamen die Prüfer zu unterschiedlichen Ergeb­nissen, erarbeiteten sie einen Konsens. Dieser war Basis für unsere Bewertung.

Die sensorischen Prüfungen wurden in Anlehnung an Methode L 00.90–22 (Allgemeiner Leitfaden zur Erstellung eines sensorischen Profils) der Amtlichen Samm­lung von Unter­suchungs­verfahren (ASU) nach § 64 Lebens­mittel- und Futtermittel­gesetz­buch durch­geführt.

Schad­stoffe: 15 %

Wir analysierten auf Schad­stoffe wie Nickel, Blei, Cadmium, Pestizide, darunter Glyphosat und seine Abbau­produkte, Schimmelpilzgifte (Aflatoxine, Ochratoxin A, Alternariatoxine), Chlorat, Fett­schad­stoffe (3-MCPD-Ester und Glycidyl-Ester) sowie auf Mineral­ölkohlen­wasser­stoffe. Das Produkt in der Konserven­dose prüften wir auf Bisphenol A.

Folgende Methoden setzten wir ein:

  • Nickel, Blei und Cadmium: nach Aufschluss in Anlehnung an Din-EN-Methode erfolgte die Messung mittels Massenspektrometrie mit induktiv gekoppeltem Plasma (ICP-MS)
  • Pestizide in Anlehnung an CEN-TS 17062 (QuOil) mittels Flüssig­keits- und Gaschromatografie in Kombination mit Massenspektroskopie (LC‑MS/MS und GC-MS/MS). Die CEN-Methode wurde erweitert und angepasst auf fett­haltige Matrizes, das Extraktions­mittel wurde auf Acetonitril/Wasser-Gemisch umge­stellt und die Unter­suchung erfolgt auch mittels GC‑MS/MS.
  • Glyphosat und Abbau­produkte wie AMPA (Amino­methylp­hosphonsäure) und Glufosinat mittels Flüssig­keits­chromatografie mit Tandem-Massenspektrometrie (LC-MS/MS)
  • Schimmelpilzgifte (Aflatoxine, Ochratoxin A) mittels Flüssig­keits­chromatografie mit Fluoreszenzdetektor (HPLC-FLD), Alternariatoxine mittels LC-MS/MS
  • Chlorat mittels LC-MS/MS
  • Fett­schad­stoffe (3-MCPD-Ester und Glycidyl-Ester) in Anlehnung an Methode der deutschen Gesell­schaft für Fett­wissenschaft (DGF) mittels Gas­chromatografie mit Massenspektrometrie (GC-MS)
  • Auf Mineral­ölkohlen­wasser­stoffe (Mosh, mosh-ähnliche Substanzen und Moah) prüften wir in Anlehnung an Iso-Methode.
  • Bisphenol A mittels LC-MS/MS im Dosen­produkt

Ernährungs­physiologische Qualität: 10 %

Wir analysierten die Grund­nähr­stoffe und berechneten den Gehalt an Eiweiß, Fett, Ballast­stoffen und Kochsalz sowie den Brenn­wert einer 50-Gramm-Portion. Wir bewerteten diese als Zwischenmahl­zeit zum Beispiel als Dip oder als Brot­aufstrich für Jugend­liche (13 bis 14 Jahre) und Erwachsene (25 bis 64 Jahre). Dabei orientierten wir uns an den Empfehlungen der Deutschen Gesell­schaft für Ernährung.

Folgende Methoden setzten wir ein:

  • Eiweiß in Anlehnung an ASU-Methode
  • Gesamt­fett in Anlehnung an ASU-Methode
  • Ballast­stoffe in Anlehnung an ASU-Methode
  • Trockenmasse/Wasser­gehalt in Anlehnung an ASU-Methode
  • Asche in Anlehnung an ASU-Methode
  • Kohlenhydrate und physiologischer Brenn­wert wurden berechnet.

Mikrobiologische Qualität: 10 %

Wir bestimmten in je drei Packungen die Gesamt­keimzahl und prüften auf Krank­heits­erreger wie etwa Salmonellen sowie auf Hygiene- und Verderb­niskeime wie Enterobakterien und Hefen. Die gekühlten Produkte untersuchten wir am Mindest­halt­barkeits­datum oder bis zu zwei Tage davor, die länger halt­baren Produkte im Laufe des Unter­suchungs­zeitraums.

Folgende Methoden setzten wir ein:

  • Aerobe mesophile Koloniezahl (Gesamt­keimzahl) mittels Din-EN-Iso-Methode
  • Salmonellen mittels Din-EN-Iso-Methode
  • Listeria mono­cytogenes mittels Din-EN-Iso-Methode
  • Präsumtiver Bacillus cereus mittels Din-EN-Iso-Methode
  • Escherichia coli mittels Din-Iso-Methode
  • Enterobakterien mittels Din-EN-Iso-Methode
  • Koagulase-positive Staphylokokken mittels Din-EN-Iso-Methode
  • Hefen und Schimmelpilzen mittels Iso-Methode

Nutzungs­freundlich­keit der Verpackung: 5 %

Drei Fach­kundige testeten die Hand­habung (Öffnen, Entnehmen, Wieder­verschließen). Wir bewerteten den Verpackungs­aufwand und angegebene Entsorgungs­hinweise.

Deklaration: 15 %

Wir beur­teilten, ob die Packungs­angaben lebens­mittel­recht­lich voll­ständig und korrekt sind. Wir prüften zudem Nähr­wert­kenn­zeichnung und Werbeaussagen. Drei Fach­kundige bewerteten, ob die Angaben leserlich und über­sicht­lich waren.

Weitere Unter­suchungen

Wir analysierten bei jedem Hummus auch den pH-Wert und das Fett­säurespektrum. Wurden Produkte als „glutenfrei“ oder „laktosefrei“ beworben, prüften wir, ob diese Angaben korrekt waren. Alle Ergeb­nisse waren unauffäl­lig.

Abwertungen

Lautete das Urteil für Schad­stoffe Ausreichend, zogen wir eine halbe Note vom Qualitäts­urteil ab, bei Mangelhaft konnte es nicht besser sein. Wurde Deklaration mit Ausreichend bewertet, zogen wir vom Qualitäts­urteil eine halbe Note ab.

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2 Kommentare Diskutieren Sie mit

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Kommentarliste

Nutzer­kommentare können sich auf einen früheren Stand oder einen älteren Test beziehen.

  • konsument18 am 26.02.2026 um 15:21 Uhr
    Ungewohnte Ungleichheit

    @Stiftung Warentest: Wir kennen das ja von vielen Tests, dass meistens Produkte der Discount-Eigenmarken der Handelsketten, also "Gut&Günstig" bei Edeka und "ja!" bei Rewe, identisch sind mit den entsprechenden Produkten der zugehörigen Discount-Kette. Also vom "roten" Netto bei Edeka und von Penny bei Rewe. Hier ist das offenkundig nicht so, denn das Produkt von Penny ist Testsieger, das von Rewe aber über eine halbe Note schlechter. Dabei stammen beide vom gleichen Hersteller und bei beiden steht eine identische Bemerkung über die Kennzeichnung.
    Umgekehrt ist es bei Edeka. Hier ist das Produkt von "Gut& Günstig" als Drittes im Test um knapp eine halbe Note besser als das von Netto. Hersteller oder andere Einzelheiten erfahren wir hier nicht. Allerdings wusste ich von den Weight Watchers, dass das Netto-Produkt eine andere Punktbewertung hat als das von Edeka. :-) . Was ist hier anders als z.B. beim Waschpulver? Würde mich mal interessieren.

  • letspretend am 15.05.2025 um 09:09 Uhr
    Chef Select Hummus mit Zucker

    Also zumindest hier in der Schweiz hat der Hummus von Chef Select auch Zucker drin. Das zerstört nicht nur den Geschmack, sondern ist auch so wie in Italien Spaghetti zum Kochen zerbrechen. Ich finde der Hummus Klassisch vom Aldi ist der Beste. Er besteht zu 79% aus Kichererbsen und schmeckt am ehesten wie ich ihn aus dem mittleren Osten sehr gut kenne.