Krankheit, Tod und Trauer
Krankheit
Samuel Turner lebt mit seinen Eltern Annie und Joseph in der Kleinstadt Grady. Zu seinem Vater hat er ein distanziertes Verhältnis, zu seiner Mutter hingegen ein sehr gutes. Annie ist der Mittelpunkt der Familie und wird von allen Mitgliedern sehr geliebt. Im Jahre 1981 sollte sich für die kleine Familie alles ändern: Annie stürzt mehrmals mit dem Fahrrad und schiebt diese Unfälle zunächst auf ihre mangelnde Sehstärke. Als dann „noch der Schwindel und die Kopfschmerzen“ (S. 18) hinzukommen, lässt sie sich untersuchen.
Bei der Untersuchung entdecken die Ärzte in ihrer linken Gehirnhälfte einen Tumor. Sofort wird Annie operiert und einer Radiotherapie unterzogen. Der kleine Sam ist zu dem Zeitpunkt gerade einmal elf Jahre alt und versteht die Situation noch nicht richtig. Der Tumor seiner Mutter ist „bösartig“ (S. 35), sie überlebt die Operation, jedoch sind die Prognosen im Blick auf ihre gesundheitliche Zukunft schlecht. In den nächsten Jahren könne die Krankheit jederzeit zurückkehren, lautet die Meinung der Ärzt*innen. Auch ist die Statistik gegen Annie, denn „[s]iebzig Prozent der Patienten überleben keine fünf Jahre“ (S. 35). Die Familie ist verzweifelt. Dazu kommen die hohen Versicherungskosten, welche die Turners in eine prekäre Lage versetzen.
Annie fängt sich zwar ein bisschen und beginnt, wieder in ihrem geliebten Buchladen zu arbeiten,...