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Pascal Kaiser offenbar erneut attackiert

Vor knapp zwei Wochen machte Pascal Kaiser seinem Freund im Kölner Fußballstadion einen Antrag. Nun ist er erneut von Unbekannten attackiert worden. Der FC stellt sich hinter den Aktivisten.


Pascal Kaiser (li.) machte seinem Freund Moritz am 30. Januar einen Heiratsantrag von 50.000 Zuschauer*­innen (Bild: IMAGO / Beautiful Sports International)

  • 11. Februar 2026, 10:54h 3 Min.

Der Amateurschiedsrichter und queere Aktivist Pascal Kaiser ist offenbar erneut von Unbekannten attackiert worden. Die Polizei bestätigte gegenüber dem "Kölner Stadtanzeiger" (Bezahlartikel1), dass eine neue Anzeige wegen gefährlicher Körperverletzung vorliege. Der 28-Jährige wurde demnach in der Nacht zum Dienstag von Unbekannten nahe seiner Wohnung im Rheinisch-Bergischen Kreis attackiert.

Laut der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Bezahlartikel2) sei das Haus Kaisers mit Steinen beworfen worden. Als er daraufhin nachgeschaut habe, was vor sich geht, sei er von zwei Unbekannten attackiert werden, so die Zeitung unter Berufung auf seinen Anwalt. Ihm sei ins Gesicht und die Rippen geschlagen worden, danach habe er notärztlich behandelt werden müssen.

Bereits in der Nacht von Samstag auf Sonntag war der bisexuelle Referee von drei Männern in seinem Garten angegriffen und verletzt worden (queer.de berichtete3). Der Staatsschutz ermittelt derzeit, ob ein homosexuellenfeindliches Motiv in der Tat vorliegt.

Kaiser habe laut seinem Anwalt bereits eine "Vielzahl von Drohungen erhalten", nachdem er am Freitag vor knapp zwei Wochen seinem Freund Moritz im voll besetzten Rhein-Energie-Stadion vor einem Ligaspiel des 1. FC Köln einen Heiratsantrag gemacht hatte (queer.de berichtete4). Der Antrag ist auf Social Media international gefeiert worden, selbst Magazine aus den USA und anderen Ländern berichteten darüber.

Vorwürfe gegen Kaiser – und Gegenvorwürfe

Die Aktion wurde aber überschattet von Unterschlagungsvorwürfen gegen Kaiser: Die "Beerpongbar Köln" behauptete, dass der Referee bei ihr gearbeitet und 5.000 bis 6.000 Euro gestohlen habe (queer.de berichtete5). Zunächst bestätigte die Kölner Staatsanwaltschaft zudem, dass nach dem Schiedsrichter gefahndet werde. Kurze Zeit später ruderte sie zurück und erklärte, es habe sich bei der Fahndung um ein "Büroversehen" gehandelt (queer.de berichtete6). Es werde aber gegen Kaiser ermittelt. Die Bar behauptete weiter, dass sich später weitere Menschen mit Vorwürfen gegen Kaiser gemeldet hätten, der aber sämtliche Vorwürfe bestreitet.

Der Anwalt Kaisers warf der "Beerpongbar" sogar vor, für die erste Gewalttat mitverantwortlich zu sein. So habe sie die "Wohnadresse unseres Mandanten öffentlich verbreitet" und dazu aufgerufen, "unserem Mandanten einen Besuch abzustatten". Die Bar weist diesen Vorwurf entschieden zurück.

FC stellt sich hinter Kaiser

Unterdessen zeigte sich auch der 1. FC Köln bestürzt über die Gewalt gegen Kaiser. "Der 1. FC Köln verurteilt den Angriff auf Pascal Kaiser und wünscht ihm eine schnelle Genesung", ließ der Erstligaverein am Dienstag über seine Social-Media-Kanäle verbreiten. "Der blanke Hass, der hinter dieser feigen Attacke steckt, bestätigt auf abscheuliche Art und Weise, wie wichtig unser Engagement als FC-Familie gegen jegliche Form von Gewalt ist." Der Verein stehe "aus Überzeugung für Akzeptanz, Vielfat und Gleichberechtigung" ein.

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Maik Brückner, der queerpolitische Sprecher der Linksfraktion im Bundestag, appelliert wegen des Falles an die Bundesregierung, ihren Aktionsplan gegen Queerfeindlichkeit doch nicht einzustellen: "Der Vorfall macht erneut deutlich, wie falsch die Entscheidung der Bundesregierung war, den Aktionsplan 'Queer leben' zu beenden, denn in ihm waren auch Schulungen für die Polizei im Umgang mit queerfeindlich motivierten Straftaten vorgesehen", so Brückner. "Unsere Solidarität gilt Pascal Kaiser und seinem Verlobten. Queerfeindliche Gewalt darf nicht relativiert werden – sie muss konsequent politisch bekämpft werden!" (cw)

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