Hoteldesigner überraschen mit gläsernen Badezimmer- und Klotüren an den unterschiedlichsten Orten, was die Intimität der Gästezimmer in Frage stellt. Die Entscheidung, private Bereiche sichtbar zu machen, wirft Fragen zur Gästezufriedenheit auf. Die möglichen Auswirkungen auf Paare, Kollegen oder frisch Verliebte werden humorvoll beleuchtet. Die Diskussion um transparente Klotüren wirft gesellschaftliche und architektonische Fragen auf. Während einige die Helligkeit und Raumwirkung loben, regt sich Widerstand gegen den Verlust von Privatsphäre, wie die Initiative "Bring Back Doors" zeigt.
Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt. Vereinzelt kann es dabei zu Fehlern kommen.
Muster konnte ich noch keines erkennen, denn überrascht haben sie mich an den unterschiedlichsten Orten: in der preisgünstigen Hotelkette in der Stuttgarter Innenstadt, in der Dorf-Pension in Schleswig-Holstein und im Boutique-Hotel am Bodensee. Seit ich als Autorin auf Lesereise durch den deutschsprachigen Raum gurke, habe ich viele Hotels von innen gesehen und kann sagen: Gläserne Badezimmer- und sogar Klotüren lauern überall.
Ich staune über den Mut der Hoteldesigner zu dieser Entscheidung. Denn es scheint mir unwahrscheinlich, dass diese Art der gestalterischen Experimentierfreude der Gästezufriedenheit zuträglich ist. Ein Klo ist in meiner Weltanschauung ein intimer Ort. Ein Ort des Rückzugs ins Allermenschlichste. Wenn wir Exkremente ausscheiden, sind wir fragile Wesen. Dabei beobachtet zu werden, ist nichts, was die Mehrheit der Bevölkerung anstrebt. Selbst unser Familienhund Bobby hat sich immer beschämt weggedreht, wenn er seine Wurst in den Grünstreifen gedrückt hat. Warum dieser unbekümmerte Umgang mit Privatheit in der Gästezimmergestaltung?