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Kritik aus Abgeordnetenhaus Start für extralange BVG-Straßenbahn verschiebt sich erneut
"Urbanliner", die neue Straßenbahn-Generation der Berliner Verkehrsbetriebe. (Quelle: picture alliance/ dpa/Bernd von Jutrczenka)
00:29 Min
Radioeins vom rbb | 15.02.2026 | Timo Maschewski | picture alliance/ dpa/Bernd von Jutrczenka

Aus dem Berliner Abgeordnetenhaus kommt Kritik, weil die neue, besonders lange Straßenbahn der BVG nicht wie geplant ab Montag einsatzbereit ist.

"Die erneute Verzögerung der Urbanliner-Premiere ist ein hausgemachtes Berliner Problem", sagt der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Johannes Kraft. BVG und Technische Aufsichtsbehörde (TAB) müssten ihre Kommunikation dringend verbessern. "Es muss jetzt schnell eine Lösung gefunden werden, um die Urbanliner auf die Schiene zu bekommen", fordert Kraft gegenüber dem rbb.

Eigentlich sollten die ersten Urbanliner-Bahnen am Montag in Betrieb gehen. Das wurde Samstagabend aber kurzfristig abgesagt, weil die endgültige Zulassung noch fehlt. Woran es hakt, teilte die BVG nicht mit, nur so viel: es seien "noch weitere Punkte gemeinsam mit der Aufsichtsbehörde zu überprüfen und Nachberechnungen durchzuführen".

Verständnis für die Verschiebung kommt von der Grünen-Fraktion. "Ich würde immer sagen: "Safety first - Sicherheit hat Vorrang!", meinte Verkehrsexpertin Antje Kapek.

Bei der Vorstellung der extralangen Tram vor fast zwei Jahren hatte es noch geheißen, die ersten Züge sollen im ersten Quartal 2025 fahren. Seitdem wurde die Inbetriebnahme mehrfach verschoben.

Die neuen Urbanliner-Bahnen sollten zunächst auf der Linie M4 zwischen Hohenschönhausen und Hackescher Markt eingesetzt werden. Sie sind zehn Meter länger, leiser und bieten Platz für mehr als 300 Fahrgäste. Die bisherigen Straßenbahnzüge bieten je nach Länge Platz für etwa 190 bis 250 Personen.

Sendung: Radioeins vom rbb, 15.02.2026, 12:00 Uhr

Berlin BVG

10 Kommentare

  • MaxU

    Bezieht sich der Größenvergleich auf eine normale Tram oder auf die bei der M4 öfter fahrenden doppelten?

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  • Anni

    Sicherheit geht vor, aber gab es nicht mehr als genug Zeit, um alles zu überprüfen? Hoffentlich wird es wenigstens bis zum Sommer was, sonst heißt es wieder "mobile Sauna".

    0 Antworten
  • Zufriedener Rentner

    Wenn sie die Fahrzeuge in Berlin nicht gebrauchen können, können sie diese ja nach Potsdam abgeben, sollten sie denn hier passen. Wir haben hier nur zwei Brücken und die sind stabil genug.

    0 Antworten

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