Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?56868

Widerstand gegen Regierung

Trotz Trump-Verbot: Demonstrierende hissen die Regenbogen­fahne am Stonewall-Denkmal

Die Trump-Regierung hat die Regenbogenfahne am Stonewall-Denkmal verboten. Nun haben Aktivist*innen sie erneut gehisst – mit Hilfe von Kommunalpolitiker*innen.


Die Regenbogenfahne weht wieder am Stonewall-Denkmal (Bild: IMAGO / ZUMA Press Wire)
  • Gestern, 12:00h 3 Min.

New Yorker Politiker*­innen und queeren Aktivist*­innen haben am Donnerstag in einer lebhaften Demonstration die Regenbogen­fahne am Stonewall National Monument wieder gehisst, nachdem die US-Regierung unter Präsident Trump sie zuvor hatte entfernen lassen (queer.de berichtete1). Das Denkmal in Greenwich Village gilt als symbolischer Geburtsort der modernen LGBTI-Bewegung – hier begann 1969 der historische Stonewall-Aufstand gegen Polizeigewalt und Diskriminierung.

Mehr als 1.000 Demonstrierende versammelten sich mit Regenbogen- und Trans-Flaggen, Plakaten und lautstarken Sprechchören, um die Rückkehr des Symbols sichtbar einzufordern. Viele betrachteten die Entfernung der Flagge im 2016 vom damligen Präsidenten Barack Obama zum Nationaldenkmal ernannten Ort2 als Teil eines umfassenderen Angriffs auf die Sichtbarkeit und Rechte der queeren Community unter der aktuellen Bundes­regierung in Washington.

"Dies ist heiliger Boden"

Vertreter*innen wie die Präsidentin der LGBTI-Organisation Human Rights Campaign, Kelley Robinson, bezeichneten das Entfernen der Flagge als direkten Angriff auf die Community: "Zwei Tage ohne Flagge sind zu lang", sagte sie und betonte, dass die Community selbst aktiv werden müsse, wenn der Staat dies unterlasse. "Dies ist heiliger Boden", so Robinson weiter. "Ich war 1969 nicht dabei. Aber hier 2026 zu sein und eindeutig zu sagen: Ihr werdet uns nicht auslöschen – das ist kraftvoll."

We need your approval
This content is provided by YouTube. By enabling this content, your personal data may be processed by the vendor and cookies may be set.
Accept
Cookie Banner powered by consentmanager.deconsentmanager.de
Direktlink3
Datenschutz-Einstellungen | Info / Hilfe

Während der Aktion wurde die Regenbogenflagge zunächst notdürftig am selben Fahnenmast befestigt wie die US-Flagge, die nach der Entfernung des queeren Symbols dort gehisst worden war. Die Stimmung auf dem Platz war emotional und kämpferisch – manche Demonstrierenden wollten die amerikanische Flagge ganz entfernen, um nur das Pride-Symbol zu zeigen.

Trumps Innenministerium spricht von PR-Stunt

Das US-Innenministerium reagierte auf die Aktion mit Whataboutism: "Hunderte Familien in New York City waren während der diesjährigen extremen Kälte ohne Strom, Menschen werden tot auf den Straßen aufgefunden, und der Müll hat sich so hoch aufgetürmt, dass er die Stadtbewohner überragt. Das ist das New York City von Bürgermeister Mamdani und den städtischen Verantwortlichen", teilte das Ministerium mit. "Während der heutige politische PR-Stunt von ihren jüngsten tödlichen Versäumnissen ablenken soll, wäre es sinnvoller, ihre Zeit darauf zu verwenden, die Müllberge von den Straßen zu beseitigen, weitere vermeidbare Todesfälle zu verhindern und dafür zu sorgen, dass die Menschen in New York City Strom haben. Das heutige politische Schauspiel zeigt, wie völlig inkompetent die Verantwortlichen in New York City sind und wie sehr sie an den tatsächlichen Problemen ihrer Stadt vorbeihandeln."

Der neu gewählte New Yorker Bürgermeister Zohran Mamdani4 von den oppositionellen Demokraten hatte das Verbot der Flagge zuvor scharf kritisiert: "Ich bin entsetzt über die Entfernung der Regenbogenfahne vom Stonewall National Monument", schrieb er auf Social Media. "New York ist die Geburtsstätte der modernen LGBTQ+-Bewegung, und kein Akt der Auslöschung wird diese Geschichte jemals ändern oder zum Schweigen bringen." (dk)

-w-

Privacy settingsPrivacy settings