Wärmepumpe - Weiße Wärmepumpe mit schwarzem Lüftergitter steht auf schwarzem Sockel vor einer Backsteinwand im Garten. - © Foto:APA / dpa / Daniel Reinhardt (Bildbearbeitung: Rainer Messerklinger)
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Wärmepumpen: Gut gefördert, schlecht umgesetzt

Wärmepumpen sollen einen wichtigen Beitrag zur Energiewende leisten. In der Praxis zeigt sich jedoch oft ein anderes Bild. Gerade hier liegen noch ungenutzte Potenziale. Ein Erfahrungsbericht.

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Wie viele andere habe ich mich aufgrund der großzügigen Förderungen und dem Wunsch meiner Familie nach einem klimafreundlicheren Heizsystem zur Erneuerung meiner Heizung entschlossen. Mein Gaskessel, der voraussichtlich noch viele Jahre zuverlässig gearbeitet hätte, wurde 2025 ersetzt. Bevorzugt hätte ich eine Grundwasserwärmepumpe – wegen ihrer höheren Effizienz und den künftig wohl steigenden Strompreisen im Winter. Aufgrund der Mehrkosten von bis zu 10.000 Euro entschied ich mich jedoch für eine Luftwärmepumpe mit 800-Liter-Kombispeicher.

Darin speisen nicht nur die Luftwärmepumpe, sondern auch eine thermische Solaranlage sowie ein zweites Heizsystem auf Basis von Scheitholz ein. Bei allen Arten von Wärmepumpen wird durch Kompression Wärme erzeugt, die zum Heizen oder zur Warmwasserbereitung genutzt wird. Anschließend entspannt sich das Medium und kühlt ab. Sodann wird es mithilfe von Umweltwärme erneut erwärmt, bevor es wieder verdichtet wird.

Erhebliche Überraschungen

Bei Luftwärmepumpen nimmt die Effizienz mit sinkender Außentemperatur deutlich ab. An sehr kalten Tagen kann es im Extremfall passieren, dass eine Luftwärmepumpe keinen Effizienzvorteil mehr gegenüber einer Stromdirektheizung bietet. Für den Einzelnen mag das verkraftbar sein, da die Mehrkosten (noch) überschaubar sind. Am Gesamtmarkt jedoch, mit einer großen Anzahl an Luftwärmepumpen, bringt dieser Effekt unser Stromnetz als auch die Erzeugung an seine Grenzen. Verstärkt wird dies dadurch, dass viele Anlagen zu klein dimensioniert sind. An kalten Tagen soll daher ein Heizstab unterstützend einspringen.

Darauf muss und wird die Energiewirtschaft über kurz oder lang reagieren. Während mein Haushalt im Sommer täglich etwa fünf bis sieben kWh benötigt, sind es im Winter 40–50 kWh. Mit dem neuen Elektrizitätswirtschaftsgesetz (ElWG) und dem flächendeckenden Einsatz von „Smart Metern“ wurde die Tür für zeitlich flexible Tarife geöffnet. Durchaus denkbar, dass flexible Tarife künftig zum Standard werden: Während im Sommer die Kilowattstunde nur wenige Cent kostet, kann sie im Winter ein Vielfaches davon betragen.

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