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Anklage

Früherer Bundestags­abgeordneter soll Siebenjährigen sexuell missbraucht haben

Der frühere FDP-Parlamentarier Hartmut Ebbing wird beschuldigt, sich an einem siebenjährigen Jungen vergangen zu haben.


Hartmut Ebbing zog 2017 als einer von 80 FDP-Politiker*­innen in den Bundestag ein (Bild: Steffen Prößdorf / wikipedia1)

  • Heute, 14:04h 2 Min.

Schwere Vorwürfe gegen den Berliner Politiker Hartmut Ebbing: Der 69-Jährige wird laut einem Bericht der "Bild"-Zeitung (Bezahlartikel2) von der Staatsanwaltschaft Braunschweig beschuldigt, gemeinsam mit einer 51-jährigen Lehrerin aus dem niedersächsischen Goslar deren siebenjährigen Sohn sexuell missbraucht zu haben. Ebbing, selbst dreifacher Vater, saß zwischen 2017 und 2021 für die FDP im Deutschen Bundestag. Für ihn gilt bis zu einer möglichen Verurteilung die Unschuldsvermutung.

Dem Bericht zufolge war Ebbing bereits vor einem Jahr vom Berliner Amtsgericht Tiergarten wegen des Erwerbs kinderpornografischer Inhalte in vier Fällen sowie der Verbreitung kinderpornografischer Inhalte in elf Fällen zu einer Haftstrafe von zehn Monaten auf Bewährung verurteilt worden. Der Wirtschaftsprüfer und Steuerberater habe demnach zwischen 2021 und 2023 Fotos geteilt, bei denen sexuelle Handlungen an unter 14-Jährigen gezeigt wurden.

Prozess beginnt am 10. März

Am 10. März soll nun ein neuer Prozess vor dem Landgericht Braunschweig starten. Laut dem Bericht wird Ebbing vorgeworfen, das damals siebenjährige Kind im September 2021 während eines Besuchs bei der Mutter in Goslar sexuell missbraucht zu haben. Er hatte die Mutter kurz zuvor in einem Datingportal kennengelernt. Die beiden sollen eine sexuelle Beziehung eingegangen sein, auch die Mutter soll ihr Kind missbraucht haben.

Gegen Ebbing wurde demnach Anklage wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern erhoben. Zudem muss sich die Lehrerin wegen sexuellen Missbrauchs von Schutzbefohlenen sowie der Herstellung und Verbreitung kinderpornografischer Inhalte verantworten. Sie soll Bilder gemacht haben, als sie ihr Kind missbraucht habe, und diese an Ebbing geschickt haben – "weil sie wusste, dass dieser sich darüber freuen werde", so die Staatsanwaltschaft.

Während seiner Zeit im Bundestag beschäftigte sich Ebbing besonders mit den Themen Kultur, Steuern und Mittelstand. Er engagierte sich außerdem für einen Verein für Kinder- und Jugendrechte. Zuletzt war er seit Juni 2024 Schatzmeister der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG), die seit 2022 von Volker Beck geführt wird (queer.de berichtete3). Laut "T-Online"4 teilte er vergangenen Freitag seinen Rücktritt wegen "persönlicher und gesundheitlicher Umstände" mit. "Die ihm vorgeworfenen Handlungen sind abscheulich und menschenverachtend", teilte die DIG mit.

Auch aus der FDP ist er inzwischen ausgetreten. "Herr Ebbing ist nicht mehr Mitglied der FDP", so ein Parteisprecher gegenüber "Bild". "Die Partei hat ihn nach Bekanntwerden der Berichterstattung zum Austritt aufgefordert. Dem ist er nachgekommen." (cw)

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