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Heißes Event in Berlin
Ein bisschen was von Live-Porn: "Heated Rivalry" erobert jetzt auch die Clubs
Am Samstag durchlebten viele wohl einen feuchten Wach-Traum, denn im Berliner "Gretchen" wurde nicht nur mit Musik, sondern auch mit sexy Szenen rund um Ilya und Shane ordentlich eingeheizt.
Szene aus der Serienadaption "Heated Rivalry", die in Deutschland seit 6. Februar 2026 auf HBO Max gestreamt werden kann (Bild: Sphere Abacus / Sabrina Lantos)
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Heute, 14:16h 4 Min.
Wer denkt, dass der Hype um die Serie "Heated Rivalry" so langsam abflacht, liegt falsch – er scheint vielmehr gerade erst seinen Höhepunkt zu erreichen. Davon konnte man sich am Samstagabend beim restlos ausverkauften Fan-Event in Berlin überzeugen, das aus einem besonderen Anlass stattfand: Denn seit dem 6. Februar ist die "erhitzte Rivalität" zwischen Shane Hollander und Ilya Rozanov auch in Deutschland offiziell auf HBO Max zu streamen (queer.de berichtete1)
Vor dem Berliner Nachtclub "Gretchen" bildete sich eine Schlange, wie man sie sonst eher von großen Konzerten kennt. Immer wieder kamen Fans angerannt, die hofften, doch noch ein Ticket zu ergattern. Einige Besucher*innen hatten dafür weite Wege auf sich genommen – darunter zwei Schweizerinnen, die über neun Stunden Anreise hinter sich hatten, um dabei zu sein.
Die Party hatte im Vorfeld viel versprochen – und queer.de war exklusiv vor Ort, um zu sehen, ob diese Erwartungen erfüllt wurden. Zudem sprachen wir mit einigen bekannten Gesichtern darüber, was den Hype rund um die Eishockey-Romanze ausmacht – und für welchen Charakter ihr Herz schlägt
Eine Mischung aus CSD, Live-Porn und Influencer-Event
Schon beim Betreten des Lokals dürften viele Fan-Herzen höhergeschlagen haben: Überall fanden sich Motive aus der Serie – als Pappaufsteller, auf den Getränkekarten oder sogar mit dem Logo bedruckte Luftballons. Fotomöglichkeiten gab es mehr als genug, was vor allem für die zahlreichen geladenen Content Creator ein kleines Paradies gewesen sein dürfte. Unter ihnen Größen wie Nico Stank, Strify, saammyycore und viele weitere, die zusammen Millionen Menschen erreichen. Zwischendurch fühlte sich das Ganze fast an wie ein Klassentreffen der queeren Influencer*innen.
Während des Sets von Main-DJ Hollywood Tramp liefen auf der großen Leinwand immer wieder aufwendig editierte, teils recht "spicy" Szenen aus der Serie – darunter auch die berüchtigten Blowjob-Momente zwischen Ilya und Shane, die regelmäßig für laute Schreie im Publikum sorgten.
Der bekannte DJ Hollywood Tramp sorgte für gute Stimmung unter den Besucher*innen (Bild: instagram/_mykhi2)
Die Atmosphäre erinnerte damit stellenweise an ein Porn-Public-Viewing, bei dem nur noch die Tröten fehlten. Gleichzeitig war die Stimmung "on point", wie es viele Gäst*innen wohl formuliert hätten. Und wie beim CSD wehten zwischendurch Pride-Flaggen durchs Publikum – natürlich mit Shane und Ilya darauf.
Ein Event-Plan, der aufging – und weitere Formate nach sich zieht
Die Musik reichte von Kesha über Charli XCX bis hin zu den Bangern aus der Serie wie "All The Things She Said". Was hier geschaffen wurde, war nicht nur ein echter Fandom-Moment, sondern auch ein Safer Space für queere Menschen. Kein Wunder also, dass bereits zahlreiche weitere Events dieser Art geplant sind – zwar nicht wie in diesem Fall gemeinsam von PTO Media und HBO Max ausgerichtet, aber ebenfalls mit DJ Hollywood Tramp (alle Infos dazu auf seiner Website3).
Doch eine Frage bleibt: Wie konnte es "Heated Rivalry" als Serie über die Liebe zweier Hockeyspieler zu einem solchen Phänomen bringen? Das Content-Creator-Paar darkviktory und Kostas Kind hat dazu eine klare Meinung. darkviktory sagt: "Ich mag total, dass sie super independent produziert wurde und man merkt, dass sie nicht so glattgebügelt ist wie manch Netflix-Produktion." Dramaturgisch gehe die Serie neue Wege und sei alles andere als 08/15.
Das Content-Creator-Couple darkviktory und Kostas Kind bei der Heated Rivalry-Party (Bild: instagram/darkviktory4)
Bei Team Ilya und Team Shane scheiden sich die Geister
Für seinen Partner Kostas Kind gibt es seit "Queer as Folk" nichts, das queeren Sex so mutig zeige wie nun "Heated Rivalry". Gerade in der aktuellen gesellschaftlichen Lage sei das enorm wichtig. Das YouTube-Urgestein Fabi Wndrlnd ergänzt, dass die Serie vor allem auch Menschen erreiche, die bisher kaum Berührungspunkte mit queeren Themen hatten – und damit ein nachhaltiges Echo erzeuge.
Während Fabi und Kostas eher "Team Shane" sind, würden sich darkviktory und Robin Solf für "Team Ilya" entscheiden. Das zeigt, dass beide Figuren ihre eigene Fanbase mitbringen – und am Ende lieben viele vermutlich einfach das Zusammenspiel der beiden. Es spricht jedenfalls vieles dafür, dass "Heated Rivalry" auch in Zukunft noch für reichlich Hype sorgen wird – vielleicht dann mit weiteren Veranstaltungsformaten.
Links
- https://www.queer.de/detail.php?article_id=56765
- https://www.instagram.com/_mykhi/?hl=de
- https://hollywoodtramp-shop.de/
- https://www.instagram.com/darkviktory/?hl=de













