- Mehrere Unfälle auf dem Berliner Ring am Dreieck Potsdam
- Vorerst alle Starts und Landungen am BER abgesagt
- Witterungsbedingte Einschränkungen im ÖPNV
Freitag, 06. Februar
07:09 Uhr: Neue Unwetterwarnung für Berlin und Teile Brandenburgs
Wegen Glatteises hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) für Berlin und Teile Brandenburgs für den Morgen eine Unwetterwarnung herausgegeben. Es bestehe Gefahr für Leib und Leben durch plötzlich gefrierenden Regen, hieß es auf der Warn-App Katwarn.
In Brandenburg waren der Berliner Speckgürtel und weite Teile des Nordens betroffen. Bereits am Donnerstag hatte es eine solche Unwetterwarnung gegeben. Die Warnung gilt zunächst bis 9.00 Uhr.
06:49 Uhr: Auch am Freitag vorerst kein Betrieb am BER
Am Flughafen BER sind weiterhin keine Starts und Landungen möglich. Es sei unklar, wann der Betrieb wieder starten könne, sagte eine Flughafensprecherin der Deutschen Presse-Agentur. Der Betrieb ist seit gestern Abend komplett eingestellt.
06:44 Uhr: Eingeschränkter ÖPNV in Berlin und mehreren Landkreisen
Wegen Glatteis ist der öffentliche Nahverkehr derzeit eingeschränkt. In Berlin fährt die U2 zwischen U Rosa-Luxemburg-Platz und S+U Pankow witterungsbedingt nur im 15-Minuten-Takt.
Die Busgesellschaften in den Kreisen Prignitz und Ostprignitz-Ruppin haben ihren Betrieb mindestens bis zum Vormittag eingestellt. Auch in Dahme-Spreewald fahren bis acht Uhr keine Busse, wie der Landkreis auf seiner Internetseite mitteilte.
Donnerstag, 5. Februar
19:57 Uhr: BER stellt Betrieb wegen Blitzeis ein
Am Flughafen BER ist der Flugverkehr am Abend komplett eingestellt worden.
Wie eine Flughafensprecherin dem rbb sagte, sind wegen Blitzeis auf den Landebahnen aktuell keine Starts oder Landungen möglich. Daher sei der Flugbetrieb bis Freitag früh eingestellt worden.
Bereits den ganzen Tag hatte es starke Einschränkungen durch Eisregen gegeben. Am Morgen mussten am BER alle Starts gestoppt werden. Der schnell gefrierende Regen hatte es unmöglich gemacht, die Maschinen zu enteisen. Landungen waren da aber noch möglich.
19:05 Uhr: 19 Verletzte bei mehreren Unfällen auf der A10 in Brandenburg
Aufgrund von Glätte ist es in Brandenburg auf der Autobahn 10 zu Unfällen mit insgesamt 19 Verletzten gekommen. Die Unfälle ereigneten sich am Donnerstagnachmittag in der Nähe des Autobahndreiecks Potsdam, wie ein Sprecher der Feuerwehr in Brandenburg an der Havel der Nachrichtenagentur AFP sagte. Auf beiden Fahrstreifen habe es glatte Flächen gegeben.
Von den 19 Leichtverletzten mussten demnach drei in Krankenhäuser gebracht werden. An einem der Unfälle waren laut Sprecher 21 Fahrzeuge beteiligt. Feuerwehr und Rettungskräfte rückten mit einem Großaufgebot aus. Zudem waren beide Fahrspuren in den betroffenen Abschnitten für mehrere Stunden gesperrt.
Auch auf der A2 Richtung Berlin hat es am Nachmittag zwischen Ziesar und Wollin mehrere Unfälle gegeben. Die Autobahn wurde in Höhe Wollin gesperrt, es bildete sich ein langer Stau.
18:49 Uhr: U2 und U3 teilweise wieder in Betrieb
Die U-Bahnlinie 3 ist zwischen Warschauer Straße und Gleisdreieck weiter unterbrochen. Das teilten die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) am Abend mit. Der kleine südliche Abschnitt der U3 bis Krumme Lanke wird dagegen wieder befahren.
Auch der zentrale Abschnitt der U2 zwischen Bahnhof Zoologischer Garten und Potsdamer Platz ist der BVG zufolge wieder in Betrieb. Auf dem kurzzeitig unterbrochenem Nordabschnitt fahre die U2 ebenfalls wieder. Allerdings fährt die U2 aufgrund von Witterungseinflüssen nicht zwischen Theodor-Heuss-Platz und dem U-Bahnhof Ruhleben.
17:35 Uhr: Senior bricht in Halensee ein und stirbt
Ein älterer Mann ist am Donnerstagmittag auf dem Halensee in Berlin-Grunewald im Eis eingebrochen. Einsatzkräfte konnten ihn aus dem Wasser ziehen, doch der Mann starb später im Krankenhaus.
17:17 Uhr: Busverkehr in Prignitz und Ostprignitz/Ruppin wird eingestellt
Im Nordwesten Brandenburgs wird aufgrund der glatten Straßen der Busverkehr komplett eingestellt. Betroffen davon sind die Landkreise Prignitz und Ostprignitz-Ruppin. Das Unternehmen "Prignitzbus" hatte den Verkehr bereits ab 17 Uhr eingestellt, nun zieht auch die "Ostprignitz-Ruppiner Personennahverkehrsgesellschaft" nach. Bis Freitagmorgen werde der gesamte Linienverkehr eingestellt, teilte das Unternehmen mit.
Der Deutsche Wetterdienst hat unter anderem für den Nordwesten Brandenburgs eine Unwetterwarnung vor Glatteis herausgegeben. Noch bis 21 Uhr bestehe demnach eine Glättegefahr durch gefrierenden Regen und Eisansatz.
17:03 Uhr: Oder-Spree ruft Notzeit für Wildtiere aus - Füttern erlaubt
Der Landkreis Oder-Spree ruft eine Notzeit für Wildtiere aus, damit sie trotz dicker Eisdecke überleben. Damit ist die Fütterung erlaubt.
Der Landesjagdverband teilte am Donnerstagnachmittag mit, der Landkreis sei der erste in Brandenburg, weitere Landkreise sollten zeitnah folgen. Mit dem Ausrufen der Notzeit sollen Jäger Wildtiere mit Futter unterstützen. Mit Heu und Getreide solle das Überleben der Tiere gesichert werden, so der Jagdverband.
Der Landkreis Oder-Spree bestätigte das Ausrufen der Notzeit, konnte jedoch bislang keine weiteren Angaben dazu machen. "Durch Glatteisregen hat sich flächendeckend eine drei bis fünf Zentimeter starke Eisschicht gebildet - sowohl auf Freiflächen wie Wiesen und Äckern als auch im Wald. Diese Eisdecke macht die Nahrungssuche für Wildtiere nahezu unmöglich und birgt zugleich eine erhebliche Verletzungsgefahr, insbesondere bei Fluchtbewegungen", erklärte der Landesjagdverband.
16:01 Uhr: Potsdamer stehen Schlange für Splitt
Die Ausgabe von kostenlosem Streugut löst in Potsdam angesichts der Glätte großen Andrang aus. Seit Dienstag können Privathaushalte an den Wertstoffhöfen Drewitz und Neuendorfer Anger sowie an der Kompostierungsanlage in Nedlitz Splitt abholen. Die Nachfrage sei so hoch, dass es zu Wartezeiten und Unterbrechungen kommen könne, teilte die Stadtentsorgung Potsdam mit. Teils stünden die Bürger Schlange.
Seit Beginn der Aktion wurden bereits rund 35 Tonnen Streugut ausgegeben, wie es hieß. Rund 1.200 bis 1.300 Bürgerinnen und Bürgern hätten das Angebot bislang genutzt.
16:00 Uhr: Unwetterwarnung für Westen und Nordwesten Brandenburgs
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat eine amtliche Unwetterwarnung für den Westen und Nordwesten Brandenburgs herausgegeben. Dort herrscht ab Donnerstagnachmittag bis in die Nacht Unwettergefahr durch gefrierenden Regen.
15:42 Uhr: BER streicht am Donnerstag mehr als 60 Starts
Wie Flughafensprecherin Sabine Deckwerth dem rbb sagte, brauchen Fluggäste am BER weiterhin Geduld. Bis zum Normalbetrieb werde es sich noch etwas hinziehen. Problem sei der weiterhin fallende Eisregen. So dauere die Enteisung wegen dicker Eisschichten auf den Flugzeugen teils doppelt so lange wie üblich.
Am Morgen mussten am BER alle Starts gestoppt werden. Der schnell gefrierende Regen hatte es unmöglich gemacht, die Maschinen zu enteisen. Landungen waren aber möglich. Laut der BER-Webseite sind am Nachmittag und Abend noch mehr als ein Dutzend Flüge gestrichen. Insgesamt sind heute mehr als 60 Starts ausgefallen.
15:36 Uhr: Union-Fans helfen beim Schneeschippen vor Frankfurt-Spiel
Fans von Union Berlin helfen dem Klub beim Beseitigen von Schnee und Eis im und um das Stadion An der Alten Försterei vor dem Spiel gegen Eintracht Frankfurt. Zusammen mit Mitarbeitern des Vereins schippten Anhänger unter anderem auf den Tribünen und Parkplätzen vor der Partie am Freitagabend in der Fußball-Bundesliga.
Union machte keine Angaben, ob die Austragung des Spiels in Gefahr ist. Es gab jedoch zunächst keine Hinweise darauf. Eine ähnliche Aktion gab es zuletzt schon vor der Partie gegen Mainz im Januar. Das Spiel fand damals statt.
15:03 Uhr: Meteorologin erklärt Phänomen des gefrierenden Regens
Das Wetter hat auf den Straßen in Berlin und Brandenburg stellenweise für schwierige Bedingungen gesorgt. Grund ist unter anderem gefrierender Regen, der auf Gehwegen und Straßen teils spiegelglatt wird. Wie kommt es zu diesem Phänomen?
Normalerweise werde die Atmosphäre von unten nach oben immer kälter, erklärte Cathleen Hickmann, Meteorologin des Deutschen Wetterdiensts (DWD) in Potsdam. Aktuell sei das aber umgekehrt. Das liege daran, dass es in den vergangenen Tagen mit Höchstwerten von bis zu minus 10 Grad in Brandenburg sehr kalt war. Dadurch sei die untere Luftschicht sehr kalt. Aus Süden komme jedoch milde Luft. "In der Höhe wird es auf einmal wärmer", erklärte sie. "Das heißt, der Schnee schmilzt in der Höhe".
Auf dem Weg nach unten sei die kalte Schicht jedoch so klein, dass der Niederschlag es nicht schaffe, wieder zur Schneeflocke zu werden. Entweder werde dieser dann zu einem Eiskorn - oder das Wasser gefriere gar nicht mehr und werde dann auf dem eiskalten Boden zu gefrierendem Regen und führe zu Glatteis.
14:11 Uhr: Eisbrecher sollen Wasserstraßen freihalten
Um Wasserwege für den Gütertransport freizuhalten, sind in der Hauptstadtregion auch Eisbrecher unterwegs. So könnten Heizkraftwerke weiter angefahren werden, sagte ein Sprecher des Wasser- und Schifffahrtsamtes Spree-Havel in Berlin. Nach seinen Angaben hat sich eine Eisdicke von bis zu 20 Zentimetern auf den Wasserstraßen gebildet.
14:00 Uhr: rbb24 spezial heute um 20:15 Uhr im rbb Fernsehen
Das rbb Fernsehen sendet am heutigen Donnerstagabend (05.02.) um 20:15 Uhr ein rbb24 spezial "Eisregen in Berlin und Brandenburg".
Frost, Glatteis, Eisregen - dieser Winter zeigte sich heute erneut mit besonderen Härten. Autos landeten im Graben oder schlitterten auf ungeräumten Hauptverkehrsstraßen durch Schneematsch. Die Wetterlage traf auch den Flugverkehr am BER. Alle Starts wurden am Morgen abgesagt. Besonders gefährlich war die Glätte für diejenigen, die draußen arbeiten mussten. In Berliner Krankenhäusern operieren Chirurgen zum Teil rund um die Uhr, um Glätte-Verletzte zu versorgen. Die Rettungsstellen sind am Anschlag, Räumdienste im Dauereinsatz. Wie sehr bringt uns der härteste Winter seit Jahren an die Grenze?
12:02 Uhr: BSR verteilt kostenloses Streugut an sieben Standorten
Berlinerinnen und Berliner können an vier weiteren Standorten der BSR nun kostenlos Splitt abholen. Erhältlich ist das Streugut gegen die Glätte nun an folgenden Standorten:
Lengeder Straße (Reinickendorf)
Kniprodestraße (Prenzlauer Berg)
Ringbahnstraße (Tempelhof)
Kronprinzessinenweg (Grunewald)
Forckenbeckstraße (Schmargendorf)
Mühlenstraße (Friedrichshain)
Nobelstraße (Neukölln)
Das Material werde in haushaltsüblichen Mengen abgegeben. Behälter müssen die Anwohnerinnen und Anwohner selbst mitbringen. Abgeholt werden kann der Splitt an den Standorten zwischen 8.00 Uhr und 16.00 Uhr. "Es wird dringend darum gebeten, das Angebot nur bei tatsächlichem akuten Bedarf zu nutzen", hieß es.
11:57 Uhr Zahlreiche Einschränkungen im Nahverkehr in Südbrandenburg
Im öffentlichen Nahverkehr kam es im Brandenburger Süden am Vormittag zu erheblichen Einschränkungen: Im Spree-Neiße-Kreis fuhren am Morgen keine Busse vom Anbieter Cottbusverkehr, auch die Bereiche Senftenberg, Lauchhammer und Großkmehlen waren betroffen. Im Kreis Dahme-Spreewald konnte der Busverkehr im Laufe des Morgens wieder aufgenommen werden.
11:50 Uhr: Polizei meldet 40 Unfälle in Südbrandenburg
In Südbrandenburg zählt die Polizei seit dem frühen Donnerstagmorgen knapp 40 Unfälle, ein Großteil davon in Zusammenhang mit der Witterung, so Polizeisprecher Maik Kettlitz. Zum Großteil handle es sich um Blechschäden, in wenigen Fällen sei es zu leichten Verletzungen gekommen. Laut Leitstelle Lausitz mussten mehrere Rettungsfahrzeuge ausrücken, um gestürzte Fußgänger zu versorgen.
11:38 Uhr: Berliner U-Bahnen fahren größtenteils wieder nach Plan
Die Busse und Straßenbahnen sowie die U-Bahn-Linien der BVG fahren größtenteils wieder planmäßig. Lediglich auf den oberirdischen Teilstrecken der U2 und U3 kommt es aufgrund von Blitzeis zu Einschränkungen für die Fahrgäste, wie die BVG am Donnerstag mitteilte.
Der Ostabschnitt der U2 zwischen Pankow und Potsdamer Platz ist demnach wieder in Betrieb. Auch der U-Bahnbetrieb auf der U3 zwischen Spichernstraße und Onkel-Toms-Hütte sei wieder aufgenommen, hieß es. Der Abschnitt bis Krumme Lanke folge in Kürze, hieß es.
Expertinnen und Experten der BVG arbeiten nun an der Enteisung des U2-Abschnitts zwischen Bahnhof Zoologischer Garten und Potsdamer Platz.
11:31 Uhr: Berliner Bibliotheken verlängern Leihfristen
Die Berliner Bibliotheken haben aufgrund der Glätte ihre Leihfristen um drei Wochen verlängert. Wie eine Sprecherin mitteilte, gilt die Fristverlängerung für Medien, die zwischen dem 24. Januar und dem 14. Februar fällig gewesen wären.
11:20 Uhr Wasserwacht: Fische können in zugefrorenen Seen überleben
Dauerfrost und eine zugefrorene Seefläche seien für die Fische im Großen Müllroser See kein Problem, sagte Gregor Goldenbogen von der Wasserwacht Müllrose (Oder-Spree). Zuvor waren im Internet Bilder von eingefrorenen Karpfen veröffentlicht worden. „Die Karpfen, die sterben, sind schon sehr alt. Ihre Lebenszeit ist irgendwann vorbei, sie sterben und treiben an der Oberfläche. Wenn dann Eis kommt, frieren sie entsprechend ein“, sagte Goldenbogen dem rbb.
Der See sei mit einer durchschnittlichen Wassertiefe von 6,50 Metern ausreichend tief, so Goldenbogen. „Die Fische können sich in tiefere Bereiche zurückziehen und finden dort genug Sauerstoff.“ Zudem sei das Wasser im tieferen Bereich etwa 3,5 Grad warm. Nur wenn die Frostperiode bis April anhalten würde, wäre das für die Fische kritisch, so die Wasserwacht.
11:06 Uhr: Unwetterwarnung heruntergestuft, weiter Warnung vor Glätte
In weiten Teilen von Berlin und Brandenburg muss noch bis in die kommende Nacht hinein mit Eisregen und Glätte gerechnet werden. Darauf hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) hingewiesen. Die amtliche Unwetterwarnung vor Glatteis wurde allerdings fast überall aufgehoben. Sie gilt derzeit nur noch für die Uckermark. Für den Großteil der Region ist jetzt nur noch von "markanter Glätte" die Rede. Das entspricht der Warnstufe zwei von vier. Der DWD rät deshalb weiter zur Vorsicht.
10:54 Uhr: Erste Flüge starten wieder vom BER
Vom BER finden wieder die ersten Abflüge statt. Nach Angaben des Flughafens kommt es aber weiterhin zu Flugausfällen und Verspätungen. Reisende können sich vorab aktuell auf der Website des BER informieren.
Am Morgen hatte der Flughafen alle Starts gestoppt, da die Flugzeuge aufgrund des schnell gefrierenden Regens nicht enteist werden konnten. Landungen fanden hingegen statt.
10:51 Uhr: Busse in Ostbrandenburg mit Verspätung
Der Eisregen hat auch den Busverkehr in den Regionen Frankfurt (Oder) und Märkisch-Oderland beeinträchtigt. Noch immer fahren bei MOBUS im gesamten Landkreis keine Busse. In Frankfurt (Oder) gibt es Verspätungen auf allen Linien.
Die Barnimer Busgesellschaft warnt, dass es Ausfälle geben könnte, aber laut Leitstelle sind die meisten Fahrzeuge unterwegs.
10:49 Uhr: Unfälle im Osten Brandenburgs
In Ostbrandenburg sind die Glatteiswarnungen inzwischen aufgehoben worden.
Allerdings registrierte die Polizei am frühen Morgen einige Blechunfälle, in den meisten Fällen glücklicherweise ohne Verletzte, wie die Polizeidirektion Ost dem rbb mitteilte.
Unter anderem gab es am Dreieck Barnim und am Dreieck Waltersdorf Unfälle. Auch in Ahrensfelde, Falkenberg und Fürstenwalde sind Autos aufeinandergerutscht. In Frankfurt in der Leipziger Straße ist ein PKW gegen einen Laternenpfahl geprallt.
10:26 Uhr: Kostenloses Streugut in Neuenhagen
Die Gemeinde Neuenhagen (Märkisch-Oderland) stellt kostenloses Streumaterial für Einwohner zur Verfügung. Am Bauhof in Neuenhagen kann feinkörniges Streugut am Donnerstag bis 14 Uhr abgeholt werden. Dabei handelt es sich laut dem Bürgermeister Ansgar Scharnke (Die Parteilosen) nicht um Streusalz, das für den Winterdienst auf den Fahrbahnen gebraucht wird.
10:26 Uhr: Kostenloses Streugut in Neuenhagen
Die Gemeinde Neuenhagen (Märkisch-Oderland) stellt kostenloses Streumaterial für Einwohner zur Verfügung. Am Bauhof in Neuenhagen kann feinkörniges Streugut am Donnerstag bis 14 Uhr abgeholt werden. Dabei handelt es sich laut dem Bürgermeister Ansgar Scharnke (Die Parteilosen) nicht um Streusalz, das für den Winterdienst auf den Fahrbahnen gebraucht wird.
Auf so einen Winter war keine Gemeinde so richtig vorbereitet.
«"Den Anwohnern gehen die Streumittel aus. Salz kann man nirgendwo mehr kaufen - auch Speisesalz war bei uns ausverkauft. Streumittel sind jetzt nötig, viele Gehwege sind vereist", sagte Scharnke dem rbb. Viele Menschen würden es bis zum nächsten Baumarkt nicht schaffen. "Auf so einen Winter war keine Gemeinde so richtig vorbereitet." Einwohner Neuenhagens sollten einen möglichst großen Eimer mitbringen, um das Streugut abzuholen.
10.10 Uhr: Eisregen laut DWD auch bis in den Freitag hinein nicht ausgeschlossen
Wie lange das herausfordernde Wetter anhalten wird, ist aktuell noch nicht abzusehen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) schreibt auf seiner Webseite [www.dwd.de]: "Eine weitere offene Frage ist auch das Ende des Ereignisses. Die verschiedenen Wettermodelle zeigen teils sehr unterschiedliche Simulationen ab Donnerstagabend. Nicht ausgeschlossen ist, dass in manchen Regionen Ostdeutschlands bis in den Freitag hinein noch gefrierender Regen fällt."
9:56 Uhr: BSR konzentriert sich zunächst auf Straßen mit besonderer Bedeutung
Bei der Beräumung der Straßen in Berlin konzentriert sich die BSR zunächst auf Straßen "mit besonderer Verkehrsbedeutung". Das teilte die BSR am Donnerstag auf Instagram mit. Auch Straßen mit liniengebundenem ÖPNV einschließlich der Kreuzungs- und Einmündungsbereiche mit anderen Straßen sowie besondere Gefahrenstellen würden vom Winterdienst priorisiert.
Vorbereitend sei Salz unter den Schnee und Eisregen platziert worden, "wodurch eine Art Mulm/Schneematsch entstanden ist", erklärte die BSR. "Unter diesem Schneematsch herrschen keine Gefriertemperaturen, so dass gute Befahrbarkeit herrscht. Jetzt heisst es weiter zu räumen, bevor erneut gestreut wird."
9:52 Uhr: BSR gibt weiter Split an Bürger aus
Die Ausgabe von Split zum Streuen an die Bürgerinnen und Bürger erfolgt am Donnerstag erneut zwischen 8 und 16 Uhr auf den Betriebshöfen ️Forckenbeckstraße (Wilmersdorf),
️Mühlenstraße (Friedrichshain) und
️ Nobelstraße (Neukölln).
Im Laufe des Tages werden die Abholorte für die Bürgerinnen und Bürger um vier weitere Höfe erweitert, teilte die BSR mit.
9:51 Uhr: Sperrung auf der Avus Richtung Dreieck Funkturm
Auf der Autobahn A115 (Avus) sind in Richtung Dreieck Funkturm zwischen Spanischer Allee und Hüttenweg Fahrstreifen nach einem Unfall gesperrt. Wie die Verkehrsinformationszentrale mitteilt, wird der Verkehr derzeit über den Standstreifen geführt. Ob es sich um einen glättebedingten Unfall handelte, war zunächst unklar.
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9:25 Uhr: Unwetterwarnung für Kreis Oder-Spree aufgehoben
Die Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes ist für den Kreis Oder-Spree aufgehoben worden. In anderen Kreisen bleibt sie bis voraussichtlich 10 Uhr bestehen.
Der Eisregen des Morgens hat in vielen Bereichen von Oder-Spree, Frankfurt und Märkisch-Oderland nachgelassen oder ist bereits durchgezogen. Im Barnim und in der Uckermark fällt derzeit noch Niederschlag. Besonders im Randberliner Raum ist es im Moment an vielen Stellen spiegelglatt.
Im Berufsverkehr in Ostbrandenburg sind heute deutlich weniger Menschen unterwegs gewesen. Wer kann, bleibt wegen der Eisregenwarnung zu Hause. Die Schülerinnen und Schüler haben Ferien.
Unfälle gab es in den frühen Morgenstunden in Märkisch-Oderland bei Reichenwalde, Blechschäden in Frankfurt und Straßensperrungen im Bereich Britz im Barnim.
09.18 Uhr: Busverkehr in Märkisch-Oderland eingestellt
Der Busverkehr in Märkisch-Oderland ist am Morgen eingestellt worden. Das teilt die Gesellschaft MOBUS mit. Bei der Barnimer Busgesellschaft wird vor Ausfällen und Verspätungen gewarnt - bisher fahren aber alle Busse. Eine Pressesprecherin der Deutschen Bahn sagt, es gebe keine größeren Störungen auf den Regional- und Fernstrecken. Die Abflüge am Flughafen BER in Schönefeld sind aber derzeit kurzfristig unterbrochen.
9:13 Uhr: Linie U2 verkehrt in Pankow wieder - Ersatzverkehr für die Linie U3
Auf der Linie U3 hat die BVG zwischen Wittenbergplatz und Warschauer Straße einen Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Auch zwischen den Haltestellen Breitenbachplatz und Dahlem Dorf verkehren Busse.
In Pankow ist der Verkehr auf der Linie U2 im 15-Minuten-Takt wieder angelaufen.
9:10 Uhr: A100-Auffahrten teilweise gesperrt
Wegen hoher Verkehrsbelastung wurden auf der A100 in Richtung Wilmersdorf die Einfahrten Britzer Damm und Buschkrugallee gesperrt.
9:08 Uhr: Einschränkungen im Fernverkehr zwischen Berlin und Hannover
Aufgrund von Winterwitterung kommt es zwischen Berlin und Hannover zu erheblichen Einschränkungen im Fernverkehr der Deutschen Bahn.
Mehrere ICE- und Fernverkehrsverbindungen fallen aus oder verkehren mit Verspätungen, darunter die Linien Berlin–Frankfurt–Saarbrücken, Hamburg/Berlin–Hannover–Frankfurt (M) Flughafen sowie Hamburg–Berlin. Auch auf den Strecken Ostseebad Binz–Berlin–Dresden/Chemnitz kommt es zu Zugausfällen. Die Bahn will informieren, sobald neue Erkenntnisse vorliegen.
9:01 Uhr: Trotz Glätte bisher keine schweren Unfälle
Trotz Eisregen und Glätte hat in Berlin und Brandenburg der Morgen ohne schwere Verkehrsunfälle begonnen. Es gebe auf den Straßen Brandenburgs einige glättebedingte Verkehrsunfälle, sagte ein Polizeisprecher. Allerdings seien es meist Blechschäden. Die Menschen stellten sich inzwischen auf die Lage ein und würden etwas achtsamer fahren, sagte er.
In Berlin seien der Polizei bis 8 Uhr 42 Unfälle gemeldet worden. Im Vergleich zur vergangenen Woche seien dies aufgrund des Wetters nur etwas mehr Unfälle. Dabei habe es jedoch keine größeren Unfälle gegeben.
In Oberspreewald-Lausitz und Elbe-Elster sei es zu witterungsbedingten Unfällen gekommen. Verletzte gab es laut Polizei keine. Im Norden Brandenburgs gab es nach Angaben der Polizei am Morgen einzelne Unfälle wegen Glätte.
8:50 Uhr: Parks der Schlösserstiftung in Potsdam bleiben geschlossen
Spazierengehen in Parks der Schlösserstiftung in Potsdam und Berlin ist wegen Eisglätte heute nicht möglich: Die Stiftung Preußischer Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg schließt ihre Anlagen vorübergehend. Es müsse mit erheblichen Beeinträchtigungen auf allen Verkehrswegen gerechnet werden, so die Stiftung am Morgen. Auch die Schlösser in den Parks bleiben geschlossen.
08:19 Uhr: Unberäumte Straßen in Berlin - trotz Dauereinsatz der BSR
Im rbb haben am Donnerstagmorgen mehrere Redaktionsmitglieder von ungeräumten Straßen in Berlin berichtet. Eine Sprecherin der Berliner Stadtreinigung (BSR) erklärte gegenüber rbb|24, seit 3 Uhr morgens seien Kräfte des Winterdienstes mit Einsatzfahrzeugen im gesamten Stadtgebiet im Einsatz, um die Straßen freizuräumen. Glätte könne jedoch auch auf geräumten Fahrbahnen auftreten, wenn etwa der Niederschlag auf dem gefrorenen Boden zu "kristallinem Schnee" werde.
8:19 Uhr: BSR war am Mittwochabend präventiv im Einsatz
Nach Angaben einer Sprecherin war die BSR bereits am Vortag präventiv ausgerückt, um Straßen zu streuen. Angesichts des anhaltenden Schneefalls handle es sich dennoch um eine herausfordernde Lage; eine flächendeckende Räumung sei unter diesen Bedingungen nicht realistisch.
Insgesamt seien rund 2.300 Kräfte des Winterdienstes in Zehn-Stunden-Schichten voraussichtlich bis in die Nacht hinein im Einsatz. Der Fokus liege derzeit auf sogenannten E1-Straßen, die insbesondere für den öffentlichen Nahverkehr sowie für Rettungsfahrzeuge von zentraler Bedeutung seien. Die Wetterlage werde weiter beobachtet, gegebenenfalls würden auch kleinere Straßen geräumt.
06:12 Uhr: Linie U3 auch im Südwesten unterbrochen
Die Linie U3 ist nach Angaben der BVG auch zwischen den Stationen Krumme Lanke und Breitenbachplatz unterbrochen. Eine weiterer betroffener Abschnitt liegt zwischen Warschauer Straße und Gleisdreieck.
Die U2 fährt nach Angaben der BVG weiterhin nicht zwischen Pankow und Rosa-Luxemburg-Platz sowie Wittenbergplatz und Potsdamer Platz.
08:03 Uhr: Zugverkehr laut DB weitgehend störungsfrei
Der Zugverkehr in Berlin und Brandenburg ist laut einer Pressesprecherin der DB InfraGo größtenteils nicht eingeschränkt. Es gebe vereinzelt vereiste Oberleitungen, die temporär zu Behinderungen führen können. Ausfälle oder längere Verspätungen liegen demnach derzeit jedoch nicht vor. Bahnreisende sollten sich frühzeitig informieren [dbregio-berlin-brandenburg.de].
07:51 Uhr: Tram-Linien M10 und M13 fahren wieder planmäßig
Nach einem Verkehrsunfall in Berlin-Friedrichshain fahren die Tram-Linien M10 und M13 nun wieder planmäßig. Die Tram M10 fuhr am frühen Morgen zeitweise nicht zwischen Bersarinplatz und S+U Warschauer Straße, die Linie M13 war zwischen Jessnerstraße und S Warschauer Straße, bzw. Revaler Straße und Traveplatz unterbrochen.
07:34 Uhr: Vereiste Flugzeuge - Keine Starts vom BER möglich
Vom Flughafen BER starten derzeit keine Flüge. "Aufgrund der Witterungsbedingungen sind derzeit keine Starts möglich", teilte der Airport am Donnerstagmorgen mit. Aufgrund schnell gefrierenden Regens sei eine Enteisung der Flugzeuge derzeit nicht möglich.
Davon seien derzeit nur Starts betroffen, Flugzeuge in der Luft könnten derzeit am BER landen. Wie lange keine Maschinen an dem Flughafen abheben können, sei noch nicht klar. Passagiere müssten mit Flugausfällen sowie massiven Verspätungen rechnen und seien gebeten, bei den Airlines den Flugstatus zu prüfen.
Fluggäste können sich auf der BER-Website [ber.berlin-airport.de] aktuell nach ihren Flügen erkundigen.
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07:13 Uhr: Störungen im Nahverkehr überall in Südbrandenburg
In ganz Südbrandenburg melden Verkehrsbetriebe Störungen im Nahverkehr. Wegen der Glätte hat Cottbusverkehr die Busfahrten im Spree-Neiße-Kreis komplett eingestellt. Das gleiche gilt für die Bereiche Senftenberg, Lauchhammer und Großkmehlen, sagt die Verkehrsgesellschaft OSL. Fahrgäste sollten sich vor der Fahrt online über mögliche Einschränkungen informieren.
Regionale Verkehrsgesellschaft LDS [rvd-lds.de]
Verkehrsgesellschaft Oberspreewald-Lausitz [vgsl.de]
Cottbusverkehr [cottbusverkehr.de]
Verkehrsmanagement Elbe-Elster [verkehrsmanagement-elbeelster.de]
07:01 Uhr: Einschränkungen im Regionalverkehr - Linie RE1 betroffen
Auf der Regionalbahn-Linie RE1 kommt es am Morgen immer wieder zu Verspätungen und Ausfällen - neben witterungsbedingten Einschränkungen meldete die ODEG auch Schäden an Zügen.
06:46 Uhr: Unfälle und Einschränkungen im Süden Brandenburgs
In Cottbus meldete die Polizei am frühen Morgen 14 Unfälle seit 2 Uhr. Wie viele davon davon wirtterungsbedingt sind, sei jedoch noch nicht abschließend geklärt, hieß es. Es handle sich um Blechschäden, Verletze gab es nicht. Häufungen wurden demnach in den Kreisen Elbe-Elster und Oberspreewald-Lausitz registriert.
Ein Mitarbeiter der Leitstelle Lausitz berichtete dem rbb von einem unberäumten Fahrstreifen auf der Autobahn 15 zwischen Cottbus und dem Spreewalddreieck.
Das Unternehmen Cottbusverkehr meldet, es könne zu Ausfällen im Busverkehr kommen. Auf Anzeigetafeln war am Morgen zu lesen, dass der Spree-Neiße-Regionalverkehr eingestellt wurde.
06:36 Uhr: Tram-Linien M10 und M13 unterbrochen
Die Tram M10 fährt nach einem Verkehrsunfall in Friedrichshain nicht zwischen Bersarinplatz und S+U Warschauer Straße.
Die Linie M13 fährt nach Informationen der BVG nicht zwischen Jessnerstraße und S Warschauer Straße, bzw. Revaler Straße und Traveplatz.
06:12 Uhr: Störungen bei den U-Bahn-Linien U2 und U3
Witterungbedingt sind in Berlin die U-Bahn-Linien U2 und U3 unterbrochen. Die U2 fährt nach Angaben der BVG nicht zwischen Pankow und Rosa-Luxemburg-Platz sowie Wittenbergplatz und Potsdamer Platz.
Die Linie U3 ist zwischen Warschauer Straße und Gleisdreieck unterbrochen.
06:10 Uhr: Unwetterwarnung gilt bis 10 Uhr
Für Brandenburg und Berlin gilt weiter eine amtliche Unwetterwarnung vor Glatteis.
Sie umfasst inzwischen auch weite Teile des Nordwestens Brandenburgs. Gestern Abend war die Warnung zunächst nur für die östlichen Landkreise und östliche Stadtteile von Berlin herausgegeben worden.
Bis vorerst 10 Uhr warnt der Deutsche Wetterdienst vor plötzlich gefrierendem Regen. Bürgerinnen und Bürger werden aufgefordert, äußerst vorsichtig zu sein und den Aufenthalt im Freien sowie Fahrten mit dem Auto möglichst zu vermeiden. Es bestehe Gefahr für Leib und Leben, heißt es.
Dem Lagedienst der Berliner Polizei liegen noch keine Informationen über größeren Einschränkungen auf den Straßen vor.
Mittwoch, 4. Februar
19:15 Uhr: Amtliche Unwetterwarnung für Glatteis ab 2 Uhr morgens
Der Deutsche Wetterdienst hat eine amtliche Unwetterwarnung vor Glatteis herausgegeben. Die Warnung gilt zunächst von Donnerstag, 2 Uhr bis 10 Uhr, betroffen ist vor allem der Osten Brandenburgs von Spree-Neiße bis Barnim sowie der Osten Berlins.
Fahrten und der Aufenthalt im Freien sollten vermieden werden, hieß es. Auf allen Verkehrswegen müsse mit Beeinträchtigungen gerechnet werden. Autofahrer sollten möglichst volltanken und Decken sowie warme Getränke mitnehmen.
16:26 Uhr: BVG will Oberleitungen der Trams mit Leerfahrten eisfrei halten
Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) stellen eigenen Angaben nach in der Nacht zu Donnerstag zusätzliche Fahrzeuge bereit. Diese sollen Betriebsfahrten durchführen, damit die Oberleitungen nicht wieder einfrieren.
Bereits in der vergangenen Woche fiel in Berlin viel Eisregen. Als dieser auf die Oberleitungen der Berliner Straßenbahnen traf, vereisten diese. Das führte dazu, dass der Tramverkehr in der Stadt eingestellt werden musste.
Zudem sei bei der U-Bahn Bürsten- und Schmierzug im Einsatz, der die Gleise freihalten soll, teilte die BVG mit.
11:56 Uhr: Privater Streusalz-Einsatz wieder verboten
Der private Einsatz von Streusalz ist nach Angaben des Naturschutzbundes Nabu in Berlin ab sofort wieder verboten. Der Nabu-Landesverband ist mit seiner Beschwerde vor dem Verwaltungsgericht Berlin gegen eine Allgemeinverfügung der Senatsumweltverwaltung erfolgreich gewesen.
09:10 Uhr: Bahnverkehr von Berlin in Richtung Westen gestört
Das Winterwetter sorgt im Fernverkehr der Deutschen Bahn zwischen Berlin und Hannover am Morgen für zahlreiche Ausfälle. Wie die Bahn online mitteilte, fällt unter anderem der ICE-Sprinter zwischen Berlin und Bonn (über Hannover und Köln) aus.
Gleiches gilt für die ICE-Linie von Berlin über Braunschweig und Frankfurt nach Karlsruhe. Die ICE-Linien Berlin - Hannover - Münster - Dortmund - Köln - Aachen sowie Berlin - Hannover - Bremen - Oldenburg fallen demnach zwischen Berlin und Hannover aus.
07:26 Polizei meldet ruhige Nacht trotz Glätte
In der Nacht zum Mittwoch ist es auf den Straßen in Berlin und Brandenburg vergleichsweise ruhig geblieben. Laut Polizei waren am frühen Mittwochmorgen in keinem der beiden Bundesländer besondere Unfälle bekannt. Dies könne sowohl an den Ferien als auch der frühen Tageszeit liegen, so eine Sprecherin der Polizei.
Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) dürfte es auch in den kommenden Tagen glatt bleiben. Demnach sind Schnee und gefrierender Sprühregen in Berlin und Brandenburg zu erwarten.
06:05 Uhr Einrichtungen bieten Wärme ohne Konsum
Ohne Geld der Kälte entkommen: In Berlin gibt es viele Orte zum Aufwärmen, nicht nur für Menschen ohne Wohnung.
Zum Beispiel in den beiden Standorten der Zentral- und Landesbibliothek. "Zu uns kann man auch ohne Eintritt oder Ausweis kommen. Wir sind ein konsumfreier Ort", sagt Sprecherin Milena Jovanovic der dpa.
Die Zentral- und Landesbibliothek ist Mitglied im Netzwerk der Wärme - einem Verbund von Orten des Austauschs, der Hilfe und Begegnung in ganz Berlin. Das Netzwerk richtet sich an die verschiedensten Zielgruppen, unter anderem Familien, Senioren oder auch Menschen ohne eigenes Zuhause.
Für letztere sind im Netzwerk 155 Einrichtungen aufgelistet, neben den Tageseinrichtungen für Obdachlose auch zahlreiche Stadtteilzentren, weitere Bibliotheken oder auch Kiezklubs.
Dienstag, 3. Februar
20:10 Uhr DWD warnt für Mittwochmorgen vor Glätte
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für die frühen Morgenstunden am Mittwoch eine amtliche Warnung vor Glätte in Berlin herausgegeben. Die Warnung (Stufe 1 von 4) gilt laut einer Mitteilung vom Dienstagabend von 2 Uhr bis 9 Uhr. Für Berlin und Brandenburg weist der DWD zudem auf möglichen leichten Schneefall in der Nacht hin.
14:50 Uhr BUND: BVG muss sich auf Eisregen vorbereiten
Die Umweltorganisation BUND Berlin fordert die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) und die Senatsverkehrsverwaltung auf, einen neuen witterungsbedingten Ausfall der Berliner Straßenbahn zu verhindern.
Nach dem Warnstreik im Nahverkehr von Montag könne den Berlinern außerdem kein neuer großflächiger Ausfall des Trambetriebs zugemutet werden.
Der BUND Berlin fordert unter anderem, dass auch nachts sogenannte Bügelfahrten zum Abkratzen von Eisschichten an der Oberleitung in engerem Takt als im regulären Nachtverkehr durchgeführt werden. Zu den Vorbereitungen gehöre auch, fehlende oder falsche Fahrgastinformation zu verhindern.
Laut Deutschem Wetterdienst kann es in den nächsten Tagen wieder zu Eisregen kommen. Vor allem am Donnerstag wird es nach Einschätzung des ARD-Wetterkompetenzzentrum in Berlin und weiten Teilen Brandenburgs voraussichtlich "sehr rutschig".
14:06 Uhr Glättegefahr nimmt trotz Plusgraden zu
Die Kältewelle in Berlin und Brandenburg endet, die Temperaturen steigen bis zum Wochenende über null Grad. Der Übergang von Frost- zu milderer Luft bringt jedoch neue Gefahren: Durch gefrorene Böden und eine Warmfront drohen Schneefall, Eisregen und zunehmende Glätte.
Besonders am Donnerstagmorgen ist mit sehr rutschigen Straßen und Problemen im Berufsverkehr zu rechnen."Der Donnerstagmorgen wird sehr rutschig – egal, ob es der gefrierende Regen oder der Schneeglätte wird", sagte ARD-Wetterexperte Rudolph rbb|24 am Dienstagvormittag.
Erst ab Freitag entspannt sich die Lage mit Temperaturen zwischen null und vier Grad.
07:09 Uhr: Leichte Plusgrade am Mittwoch und Donnerstag
Das Wetter in Berlin und Brandenburg bleibt auch am Dienstag eisig. Zum Mittwoch und Donnerstag klettern die Höchsttemperaturen jedoch wieder über null Grad, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte.
Am Dienstag kommt es laut Prognose in der Früh zu mäßigem und in der Uckermark zu lokal strengem Frost. Zwischen minus zwei Grad in der Elbe-Elster-Niederung und minus sieben Grad in der Uckermark liegen demnach die Höchstwerte. Auch in der Nacht zu Mittwoch wartet laut Prognose Frost – bei Tiefsttemperaturen von minus vier bis minus neun Grad.
Dem Wetterbericht nach schneit es in der Nacht zum Mittwoch, am darauffolgenden Tag und in der darauffolgenden Nacht gebietsweise. Daher rechnet der DWD am Mittwoch mit ein bis drei Zentimetern Neuschnee. Im äußersten Nordosten Brandenburgs soll das Thermometer an dem Tag höchstens minus sechs Grad messen – in Berlin um minus zwei Grad und an der Grenze zu Sachsen plus ein Grad.
Am Donnerstag steigen die Höchstwerte nach Angaben der Wetterexperten auf ein bis drei Grad – im Plus!
07:02 Uhr: Kältehilfe-Einrichtungen in Berlin könnten Angebot ausweiten
Wegen der niedrigen Temperaturen weitet die Berliner Kältehilfe ihre Angebote teilweise aus. Laut der Koordinierungsstelle der Kältehilfe haben sich einige Einrichtungen bereit erklärt, die Öffnungszeiten zu verlängern und zusätzliche Plätze anzubieten.
In Berlin stehen derzeit rund 1.200 Notübernachtungsplätze zur Verfügung. Noch sei das Angebot ausreichend, hieß es.
Auch die Kältebusse sind demnach stark gefragt. Die Koordinierungsstelle bittet aber darum, dass man vorher mit dem betroffenen Menschen sprechen sollte, bevor man einen Kältebus ruft. Denn nicht immer sei Hilfe erwünscht.
06:31 Uhr: Kostenloser Splitt für Potsdamer
In Potsdam können Privathaushalte ab Dienstag kostenloses Streugut gegen vereiste Gehwege bekommen. Wie die Stadtwerke Potsdam mitteilten, können bis zu 20 Liter Splitt bei Wertstoffhöfen abgeholt werden. Wer das Streugut abholt, muss demnach einen eigenen Behälter dabei haben. Das Angebot gelte, solange der Vorrat reicht.
Auch die Berliner Stadtreinigung gibt wegen Eisglätte auf Gehwegen seit einigen Tagen Splitt auch an Privatpersonen ab.
Montag, 2. Februar
19:21 Uhr: Wegner will Einsatz von Streusalz bei Glätte erleichtern
Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner setzt sich für einen leichteren Einsatz von Tausalz bei großer Glatteis-Gefahr auf Gehwegen und dafür notwendige gesetzliche Änderungen ein. Bei einem Besuch der Berliner Stadtreinigung (BSR) sagte der CDU-Politiker am Nachmittag: "Wir brauchen endlich rechtliche Sicherheit, (...) dass wir zum Beispiel auch Tausalz konsequent vom ersten Tage anwenden. Das ist eine Sache, die jetzt hoffentlich alle gelernt haben." Es sei seine Erwartung, dass es hier zu gesetzlichen Veränderungen komme, so Wegner.
Nach dem Straßenreinigungsgesetz und dem Naturschutzgesetz ist die Verwendung von Streusalzen oder anderen Auftaumitteln auf Grundstücken und Gehwegen eigentlich verboten. Ausnahmen gibt es nur für die Stadtreinigung BSR auf besonderen Straßen. Vor kurzem hatte aber wegen anhaltender Eisglätte Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU) per Allgemeinverfügung kurzfristig Streusalz auf Gehwegen zugelassen.
17:20 Uhr: Wittstock/Dosse bietet Privathaushalten kostenlos Streugut an
Die Stadt Wittstock/Dosse bietet ihren Bürgern in dieser Woche kostenlos Streugut an. Ab Dienstagmorgen können Am Bauhof der Stadtverwaltung in der Rheinsberger Straße 27 pro Person bis zu 50 Liter Kies/Salz-Gemisch abgeholt werden. Der Bauhof hat Dienstag bis Donnerstag von 6:30 Uhr bis 9 Uhr sowie von 13 bis 15 Uhr geöffnet, am Freitag von 6:30 bis 9 Uhr.
Die Baumärkte seien gerade leer gekauft und die privaten Streusalz-Vorräte würden sich dem Ende zuneigen, hieß es zur Begründung. Die Stadtverwaltung betonte, das Streugut sei für den Eigenbedarf.
17:00 Uhr: BSR bekommt zusätzliche 500 Tonnen Streugut
Die Berliner Stadtreinigung (BSR) soll am Dienstag zusätzliche 500 Tonnen Split bekommen. Das kündigte BSR-Chefin Stephanie Otto an. Nach ihren Angaben konnten am Montag nicht alle Bezirke mit dem benötigten Streugut versorgt werden.
Die Lichtenberger Ordnungsstadträtin Filiz Keküllüoglu (Grüne) bestätigte dem rbb, Mitarbeitende ihres Bezirksamts seien seit 8 Uhr am Morgen überwiegend erfolglos zwischen den Standorten der BSR herumgefahren. Die Menge an Streugut, die das Amt erhalten hat, reicht bei weitem für den aktuellen Bedarf nicht aus.
Keküllüoglu betonte, sie erwarte von Senat und BSR bessere Kommunikation. Außerdem forderte sie, dass das Streugut über alle Bezirke zukünftig gerecht aufgeteilt wird, so dass allen Menschen in Berlin geholfen werden kann, auch in den Außenbereichen dieser Stadt.
Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) kündigte an, es werde jetzt täglich eine Schalte für Absprachen zwischen Senat, BSR und Bezirken geben.
16:20 Uhr: Mehr Kontrolle bei Streupflicht gefordert - Kritik am Senat
Der Berliner Mieterverein fordert, dass die Bezirke die Streupflicht der Vermieter stärker kontrollieren und dass das Bußgeld deutlich erhöht wird. Maximal 10.000 Euro seien angesichts der Kosten, die Sturzverletzungen nach sich ziehen, viel zu niedrig.
Die Berliner Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp stellt die gleichen Forderungen. Sie schlägt außerdem vor, das Technische Hilfswerk beim Räumen und Streuen der vereisten Gehwege einzusetzen. Der Senat hätte längst handeln müssen, so Eralp. Es sei nicht hinnehmbar, dass vor allem ältere und kranke Menschen faktisch nicht rausgehen könnten.
Auch SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach wirft Verkehrssenatorin Bonde von der CDU zu langsames Handeln vor. Berlin kämpfe seit Wochen mit eisglatten Bürgersteigen. Doch erst jetzt führe Bonde Gespräche mit Bezirken und Stadtreinigung.
13:23 Uhr: BUND fordert nach Tausalz-Freigabe Intensivkur für Bäume
Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) fordert wegen der Streusalz-Freigabe ein Sonderprogramm für die Berliner Straßenbäume.
Salz auf Bürgersteigen sei pures Gift und werde mit dem Tauwasser direkt neben den Stämmen in den Boden fließen. Um es in tiefere Schichten zu spülen, müssten die Bäume nach dem Frost intensiv bewässert und zusätzlich gedüngt werden, teilte der BUND am Montag mit.
Andernfalls drohten zusätzliche Astabbrüche, die Menschen gefährden. In letzter Konsequenz müssten für die Verkehrssicherheit noch mehr Bäume als bisher gefällt werden, so der BUND.
Im Sommer lassen sich die Salzschäden deutlich an bräunlich verfärbten und abgestorbenen Blatträndern erkennen.
12:45 Uhr Gratis-Splitt bleibt gefragt
Angesichts der Eisglätte ist der kostenlose Splitt von der Berliner Stadtreinigung (BSR) weiter begehrt. "Die Nachfrage ist groß", sagte BSR-Sprecherin Frauke Bank. "Viele Bürger sind ratlos, weil man im Baumarkt nichts mehr bekommt."
Seit dem Morgen wird der Splitt nur noch an drei BSR-Betriebshöfen in Wilmersdorf, Friedrichshain und Neukölln ausgegeben, zum Start der Ausgabe am Samstag waren es zehn. Beim Betriebshof in der Mühlenstraße in Friedrichshain gab es am Vormittag regen Andrang von Berlinerinnen und Berlinern, die sich mit Splitt versorgen wollen.
Daten dazu, wie viel Splitt insgesamt mittlerweile ausgegeben wurde, hat die BSR noch nicht. Am ersten Tag am Samstag waren es rund 20 Tonnen. Rund zwei Drittel davon gingen der BSR zufolge anPrivatpersonen, die damit selbst streuen wollen. Grundsätzlich gilt das BSR-Angebot, solange der Vorrat reicht.
Die BSR stellt auch den zwölf Berliner Bezirken Splitt zur Verfügung. Die Menge, die an sie abgegeben wurde, sei im Vergleich zum Samstag noch einmal deutlich gestiegen, sagte BSR-Sprecherin Frauke Bank.
9:43 Uhr: Berliner Bezirke überfordert mit Kontrolle der Räumpflicht
Die Berliner Bezirke sind mit der Überwachung der Räumpflicht überfordert. So steigt nach DPA-Angaben die Zahl der Beschwerden über nicht geräumte Wege - die Bezirksämter haben aber zu wenig Personal.
Aus Friedrichshain-Kreuzberg heißt es, die meisten Grundstückseigentümer und Winterdienste seien überfordert. Gemeldete Gefahren könnten aber innerhalb kurzer Zeit beseitigt werden.
Pankow erlebt nach eigenen Angaben zurzeit eine besonders hohe Zahl an Bürgerhinweisen. Der Ordnungsdienst arbeite im Schichtbetrieb, aber der Bezirk sei groß und die Aufgaben seien vielfältig.
In Neukölln wurde in Einzelfällen die Räumung auf Kosten der Hauseigentümer beauftragt.
Mittlerweile wurde vereinbart, dass die BSR die Bezirke beim Räumen von Schnee und Eis unterstützen soll.
Sonntag, 1. Februar
20:30 Uhr: Die Oder friert weiter zu
Seltener Anblick: Auf der Oder bildet sich immer mehr Eis. Mittlerweile ist die Flussoberfläche bei Reitwein (Märkisch-Oderland), südlich von Küstrin, zum Stehen gekommen. Am Nachmittag waren die Schollen auf Höhe der Stadt Lebus (ebenfalls Märkisch-Oderland) noch in Bewegung.
Größere Eisstöße - Auftürmungen von Eisplatten - wurden bislang noch nicht gemeldet. Alle Pegel am deutschen Oderabschnitt melden zudem unkritische Werte. Hochwassergefahr könnte erst dann entstehen, wenn sich die Schollen bei Tauwetter bis auf den Grund zusammenschieben und so Wasser stauen.
18:20 Uhr: Kaltes Winterwetter sorgt für schlechtere Luft
Infolge der niedrigen Temperaturen, geringer Niederschläge und des aufkommenden Windes aus Osten erwartet uns schlechtere Luft. "In Polen werden ja noch Unmengen von Kohle verbrannt", erklärte ARD-Wetterexperte Torsten Walter rbb|24. "Die dadurch ausgestoßenen Schadstoffe könnten sich in der Luft ansammeln." Auch der höhere Energieverbrauch, vor allem durchs Heizen hierzulande sorgt für schlechtere Luftqualität.
Aber: Auch wenn die Luftqualität draußen nicht gut ist, sei sie besser als alte Wohnungsluft, sagt Ute Dauert vom Umweltbundesamt. Sie rät deshalb trotzdem zum Lüften.
11:45 Uhr: BSR unterstützt bei Gehweg-Räumung
Die Berliner Stadtreinigung (BSR) unterstützt jetzt die Grünflächen- und Ordnungsämter dabei, Wege in der Stadt begehbar zu machen. Das teilte die Verkehrsumweltverwaltung am Sonntag mit. Die BSR stelle Streugut und und Räumwerkzeuge zur Verfügung. Zudem sollten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus anderen Bereichen der Ämter nach Möglichkeit beim Winterdienst unterstützen.
Der Fokus liege auf Supermärkten und Einkaufszentren, Arztpraxen, Apotheken, Kliniken, Schulen und Zuwegungen zum Nahverkehr.
11:10 Uhr: Es wird nachts klirrend kalt
Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes und des ARD-Wetterkompetenzzentrums bleibt es in der Region Berlin-Brandenburg sehr kalt. In der Nacht zum Montag fallen die Tiefstwerte demnach auf bis zu -13 Grad, in der Nacht zum Dienstag auf bis zu -14 Grad. Auch tagsüber bleibe es immer unter dem Gefrierpunkt.
9:07 Uhr: Vereiste Hydranten behindern Feuerwehr
Die eisigen Temperaturen haben auch Auswirkungen auf Löscharbeiten. Wie die Berliner Feuerwehr mitteilte, waren bei einem Einsatz in Frohnau (Reinickendorf) viele Hydranten im Umfeld eines brennenden Hotels vereist. Dennoch habe zügig eine stabile Wasserversorgung hergestellt werden können.
Gebrannt hatte der Dachstuhl eines leerstehenden Hotelgebäudes in der Oranienburger Chausee. "In dem Gebäude befanden sich glücklicherweise keine Personen", hieß es auf der Webseite der Feuerwehr. Die Löscharbeiten dauern an. Aktuell sind 55 Einsatzkräfte vor Ort.
8:23 Uhr: Kälte verschärft sich bis Dienstag
Es bleibt bei eisigen Temperaturen in Berlin und Brandenburg. Am Sonntag betragen die Höchsttemperaturen laut Deutschem Wetterdienst (DWD) minus neun bis minus vier Grad. Dabei soll es überwiegend trocken bleiben.
In der Nacht zum Montag fallen die Tiefstwerte demnach auf minus sieben bis minus 13 Grad. Für Montag rechnet der DWD mit Höchsttemperaturen von minus zehn bis minus fünf Grad. In der Nacht auf Dienstag sinken die Temperaturen bis auf minus 14 Grad.
Sonnabend, 31. Januar
18:00 Uhr: Laut BVG wieder alle Straßenbahnlinien planmäßig unterwegs
Alle 22 Straßenbahn-Linien in Berlin sind nach Angaben der BVG seit Samstagnachmittag wieder im Einsatz und planmäßig unterwegs. Lediglich auf der Linie 60 komme es im Bereich Johannisthal noch zu Einschränkungen an einzelnen Haltestellen, hieß es. Dennoch bleibe die Wetterlage weiterhin herausfordernd. Deshalb würden BVG-Mitarbeitende weiterhin durchgehend freigegebene Strecken kontrollieren, um bei Bedarf zu enteisen.
13:31 Uhr: Berliner Bibliotheken verlängern Leihfrist
Wegen der glatten Straßen und Gehwege können Bibliotheksnutzer und -nutzerinnen ihre ausgeliehenen Medien länger zuhause behalten. Die Fristen seien um 21 Tage hochgesetzt worden, heißt es auf der Webseite des Verbunds der öffentlichen Bibliotheken Berlins (VÖBB). Dazu gehören mehr als 80 Bibliotheken in Berlin.
10:04 Uhr: Trams fahren trotz Streik am Montag - aber keiner darf einsteigen
Trotz des Warnstreiks im Berliner Nahverkehr am Montag sollen Straßenbahnen im Einsatz sein - Passagiere dürfen aber nicht mitfahren. Ziel sei es, ein erneutes Einfrieren von Oberleitungen zu verhindern, hieß es von der BVG am Samstag. Einen entsprechenden Kompromiss haben Verdi und die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) geschlossen, wie beide mitteilten. Verdi hat für Montag zu ganztägigen Warnstreiks im Berliner Nahverkehr aufgerufen.
Bereits in der vergangenen Woche war der Straßenbahnbetrieb in der Hauptstadt zum Erliegen gekommen - allerdings wegen des Wetters. Eisregen war an den Oberleitungen angefroren. Seitdem wird daran gearbeitet, sämtliche Leitungen wieder freizubekommen.
9:20 Uhr: Temperaturen im zweistelligen Minusbereich
Die Berliner und Brandenburger müssen sich weiter auf Frost und Minustemperaturen einstellen. Nach Angaben des Deutschen Wetterdiensts fallen die Temperaturen in den Nächten zu Sonntag und Montag in den zweistelligen Minusbereich. Die Tiefstwerte liegen demnach bei minus sechs bis minus zwölf Grad. In der Nacht zum Wochenstart erwartet der DWD lokal Schneegriesel und etwas Schnee. Auch der ARD-Wetterdienst erwartet Temperaturen im zweistelligen Minusbereich.
8:57 Uhr: BSR gibt kostenlos Splitt an Privathaushalte ab
Die Berliner Stadtreinigung gibt seit Samstag kostenlos Splitt an Privathaushalte ab - solange der Vorrat reicht. Bis zu zehn Liter könnten abgeholt werden, man müsse allerdings einen eigenen Behälter mitbringen, so das Unternehmen. Die Ausgabe erfolge an zehn der 14 BSR-Höfe, am Samstag zwischen 8 und 13 Uhr, werktags bis 16 Uhr.
Splitt wird auf die Gehwege gestreut, um diese rutschfester zu machen. Ab sofort darf auch Tausalz eingesetzt werden, was normalerweise wegen der Umweltschäden verboten ist. Die Ausnahmeregelung gilt bis zum 14. Februar sowohl für die BSR und Winterdienste als auch für Grundstücksbesitzer.
8:52 Uhr: Berliner Straßenbahnen wieder fast vollständig unterwegs
In Berlin sind seit Samstagmorgen wieder fast alle Tramlinien planmäßig unterwegs. Das teilte das BVG-Lagezentrum dem rbb mit. Einschränkungen gib es derzeit noch auf den Linien M1 und M2 in Pankow, die abschnittsweise unterbrochen sind.
Auf der M1 gibt es zwischen Pastor-Niemöller-Platz und Rosenthal-Nord einen Ersatzverkehr mit Bussen, für die Unterbrechung auf der M2 zwischen Am Wasserturm und Heinersdorf dagegen ist kein Ersatzverkehr eingerichtet.
8:14 Uhr: Großer Streusalzverbrauch in Brandenburg
Im Winterdienst in Brandenburg hat das Land schon jetzt weit mehr Salz gestreut als im ganzen vorherigen Winter. Bisher seien bereits rund 90 Prozent der eingelagerten 35.000 Tonnen Streugut verbraucht, sagte die Sprecherin des Landesbetriebs Straßenwesen, Dorothée Lorenz. "Das ist ein großer Unterschied zu den letzten Jahren." Im Winter 2024/2025 reichten nach Angaben des Landesbetriebs insgesamt knapp 20.000 Tonnen zum Streuen.
Salz, mit dem die Wege von Glätte befreit würden, werde aber regelmäßig nachgeliefert. "Es würde nur knapp werden, wenn wir viele von diesen Extrem-Wetterlagen hätten." Dann müssten je nach Verkehrsaufkommen Prioritäten gesetzt werden.
Freitag, 30. Januar
19:35 Uhr: 90 Prozent des Berliner Tram-Netzes wieder befahrbar
Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) hat sich auch am Freitag weiter um die Enteisung der Oberleitungen im Straßenbahnnetz gekümmert. Inzwischen seien rund 90 Prozent des Berliner Netzes wieder in Betrieb, teilten die Verkehrsbetriebe am Abend mit.
Demnach sind die Linien M4 und M17 wieder planmäßig bis nach Falkenberg unterwegs. Die M1 fährt im Norden wieder bis zur Endhaltestelle Schillerstraße. Im Laufe des Tages konnten die Linien 62 und 68 wieder den vollen Betrieb nach Köpenick aufnehmen. Auch die Linien 60 und 61 sind wieder in Richtung Friedrichshagen und Rahnsdorf unterwegs.
Enteist wird aktuell unter anderem noch auf den Linien 21 und 50 soiwe M1 und M2, betroffen sind vor allem Abschnitte in den Außenbezirken, etwa in Pankow, Buchholz und Rosenthal.
19:15 Uhr: BSR gibt Splitt an Privathaushalte ab
Ab Samstag können Berliner Privathaushalte kostenlos bis zu zehn Liter Splitt an bestimmten BSR-Betriebshöfen abholen. Allerdings müssen die Behälter dafür mitgebracht werden. Das sei angesichts der knappen Verfügbarkeit in den Baumärkten eine große Hilfe, sagte Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD). Die BSR appellierte, das Angebot nur bei tatsächlichem Bedarf zu nutzen, um Ressourcen nicht unnötig zu verbrauchen. Die Betriebshöfe, an denen der Spitt abeholt werden kann, hat die BSR auf ihrer Internetseite veröffentlicht [bsr.de].
Grundsätzlich gilt, dass die Anlieger verpflichtet sind, für den Winterdienst auf den Gehwegen vor den jeweiligen Grundstücken zu sorgen. Zusätzlich ist der Winterdienst der BSR mit über 2.300 Kollegen und 540 Räum- und Streufahrzeugen auf 11.000 Kilometern Straßenland im Dauereinsatz.
18:15 Uhr: Viele Verletzte - Berliner Krankenhaus stellt Feldbetten auf
In der Evangelischen Elisabeth-Klinik in Berlin-Tiergarten mussten Feldbetten aufgestellt werden, um die zahlreichen Verletzten nach Glätteunfällen zu behandeln. Der Oberarzt im Notaufnahme-Team, Paul Waschk, sagte der rbb24 Abendschau, alleine am Freitag würden 60 bis 70 Patienten mit glatteisbedingten Sturzverletzungen erwartet. Viele Fälle seien Knochenbrüche, bei denen eine Operation notwendig sei. Die eigentlichen 150 Betten des Unfallkrankenhauses waren den Angaben zufolge bereits am Mittag belegt.
17:45 Uhr: Umweltschützer kritisieren Tausalz-Einsatz
Der Naturschutzbund (Nabu) in Berlin hat die Erlaubnis zum Einsatz von Streusalz auf glatten Gehwegen als "Schnapsidee" kritisiert. "Mir ist es unverständlich, warum man da nicht einfach auf das gute alte Streuen mit Sand oder Split zurückgreift", sagte Geschäftsführerin Melanie von Orlow im rbb24 Inforadio. Salz führe zu Korrosion an Gebäuden, an Fahrzeugen oder an Beton, die Tierwelt und die Bäume würden darunter leiden. Außerdem funktionere Salz nur bis minus acht Grad "einigermaßen gut".
17:20 Uhr: Hunderte Beschwerden über mangelhaften Winterdienst
Die Berliner Bezirke bekommen derzeit deutlich mehr Beschwerden über mangelhaften Winterdienst auf Wegen und Straßen als in vergangenen Wintern. Das hat eine Abfrage des rbb bei allen Bezirksämtern ergeben.
Die meisten Beschwerden verzeichnet Pankow. Hier gab es nach Angaben des Bezirks seit Jahresbeginn 464 Meldungen über nicht oder schlecht vom Eis geräumte Bürgersteige, deutlich mehr als in den letzten beiden Wintern zusammen. Reinickendorf meldet aktuell 385 Beschwerden, Tempelhof-Schöneberg 317, Marzahn-Hellersdorf 250. Die wenigsten Verstöße gegen die Räumpflicht auf Gehwegen verzeichnet der Bezirk Neukölln mit 143 Fällen.
Mehrere Bezirke haben Mängel im Winterdienst durch die BSR beseitigen lassen, die Kosten dafür werden den Grundstückseigentümern, die für die Räumung der Gehwege zuständig sind, in Rechnung gestellt. Wird die Räumpflicht missachtet, können die Bezirke auch Bußgeldverfahren anstrengen.
14:50 Uhr: Berliner Senat erlaubt ab sofort Tausalz auf vereisten Gehwegen
Angesichts der gefährlich vereisten Gehwege in Berlin erlaubt der Berliner Senat ab sofort den Einsatz von Tausalz. Die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt hat dafür die rechtliche Voraussetzung geschaffen. Außerdem übernimmt sie zentral die Steuerung zur Bekämpfung der extremen und anhaltenden Glatteis-Situation.
14:15 Uhr: Reichstagskuppel wegen Glatteis geschlossen
Die Kuppel auf dem Reichstagsgebäude in Berlin sowie die Dachterrasse sind wegen des Winterwetters gesperrt. Das teilte die Bundestagsverwaltung mit. Die Sperre soll angesichts der anhaltenden Minusgrade voraussichtlich auch für das Wochenende gelten.
Grund sei Unfallgefahr aufgrund von Glatteis. Üblicherweise ist die vom britischen Star-Architekten Sir Norman Foster entworfene Kuppel aus Stahl und Glas im Winter von 8 bis 18 Uhr geöffnet.
13:55 Uhr: Zeitweise alle Rettungswagen in Berlin im Einsatz
Die Berliner Feuerwehr gerät wegen der hohen Zahl von Glätteunfällen immer wieder an der Belastungsgrenze. Nach ihren Angaben gilt seit Donnerstagabend die sogenannte Auslastungsstufe 3. Das heißt, dass grundsätzlich "nur noch sehr wenige Rettungswagen verfügbar" sind. Zeitweise seien alle Rettungswagen der Feuerwehr im Einsatz gewesen, so dass nicht alle anfallenden Patientenfahrten geleistet werden konnten.
Wie ein Sprecher dem rbb sagte, wurden Freiwillige Feuerwehren alarmiert, um selbst Rettungsdienste zu fahren oder Kapazitäten bei Berufsfeuerwehren für weitere Rettungswagen freizusetzen. Stadtweit stünden 140 Rettungswagen zur Verfügung, 20 mehr als normalerweise üblich.
12:10 Uhr: Tourismusverband warnt vor Schlittschuhlaufen im Spreewald
Im Spreewald warnt der Tourismusverband vor dem Betreten der Fließe, diese seien nicht zugefroren. Eine offizielle Freigabe für das Schlittschuhlaufen gebe es nicht. Um auf Kufen von Ort zu Ort auf den Fließen fahren zu können, müsse es durchgängig 14 Tage lang zweistellige Minusgrade haben, erklärte ein Sprecher. "Das ist ein sehr seltenes Schauspiel." Auch von der Stadt Lübbenau hieß es, die Fließe seien nicht so zugefroren, dass das Eis trage.
09:40 Uhr: Wegner wegen Streusalz-Vorstoß verhöhnt
Die Forderung des Regierenden Bürgermeister Kai Wegner (CDU) auf der Plattform X nach einer schnellen Gesetzesänderung, um in Berlin den schnellen Einsatz von Streusalz auf eisglatten Gehwegen zu ermöglichen, hat teils höhnische Kommentare geerntet.
"Ein Regierungschef, der über X um Mehrheiten für Selbstverständlichkeiten bettelt, ist politisch am Ende", schrieb der frühere FDP-Bundestagsabgeordnete Wolfgang Kubicki auf X. Wegners Parteikollege Armin Laschet amüsierte sich auf X darüber, dass sich selbst Grünen-Politiker aus Baden-Württemberg über Berlin lustig machten. "Und nein, es ist keine überraschende Wetterkrise: Man nennt es Winter", postete er.
In Berlin ist der Einsatz von Streusalz und anderen Taumitteln aus Umweltgründen weitgehend verboten, stattdessen können etwa Split und Sand zum Einsatz kommen.
07:59 Uhr: Neue Straßenbahn-Abschnitte enteist und wieder befahrbar
Die Straßenbahnlinien M6, 16 und 27 fahren wieder auf der kompletten Strecke. Die Oberleitungen auf bislang fehlenden Abschnitte seien im Laufe der Nacht erfolgreich vom Eis befreit worden, teilte die BVG am Freitagmorgen mit.
Züge der M6 und der 16 fahren damit wieder ab Landsberger Allee/Rhinstraße in Richtung Mitte beziehungsweise Friedrichshain. Die Linie 27 ist wieder wie gewohnt zwischen Weißensee, Pasedagplatz und Mahlsdorf Süd unterwegs. Alle Streckenabschnitte, die am Donnerstag in Betrieb waren, konnten über Nacht freigehalten werden, so die BVGweiter. "Alles, was gestern fuhr, fährt auch heute Morgen." Der U-Bahn und Busverkehr laufe planmäßig und stabil.
Die BVG-Teams arbeiteten mit "größter Intensität" daran, die Außenbezirke weiter anzubinden, hieß es weiter. Aktuell werde vor allem in Falkenberg, Mahlsdorf und Friedrichshagen an der Enteisung der Oberleitungen gearbeitet. Fahrgästen sollten vor Fahrtantritt in der App oder auf der Homepage der BVG nachschauen, welche Bahnen unterwegs seien, empfehlen die Verkehrsbetriebe. In den Außenbezirken gebe es Ersatzverkehr mit Bussen "zur Unterstützung des Angebots".
07:42 Uhr: Auch das Wochenende wird frostig
Am Wochenende bleibt es frostig in Berlin und Brandenburg. Von Tag zu Tag wird es kälter. Am Freitag erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD) Höchstwerte von minus drei bis plus ein Grad. Lokal könne Schneegriesel sowie gefrierender Sprühregen auftreten. Im Südwesten Brandenburgs ist demnach auch mit etwas Schnee zu rechnen. Weiterhin besteht laut DWD am Freitag Glättegefahr. Es bleibt also glatt auf den Straßen.
In der Nacht zum Samstag sinken die Temperaturen auf Tiefstwerte von minus zwei bis minus fünf Grad. Am Samstag soll es laut DWD bedeckt und weitgehend trocken bleiben. Die Höchstwerte liegen bei minus fünf bis null Grad.
Auch in der Nacht zum Sonntag soll es weitgehend niederschlagsfrei bleiben. Die Tiefstwerte erreichen minus sechs bis minus zehn Grad. Am Sonntag soll es stark bewölkt sein, jedoch überwiegend trocken bei maximal minus acht bis minus vier Grad.
07:39 Uhr: Tramverkehr immer noch stark eingeschränkt
An Tag fünf nach dem Eisregen meldet die BVG immer noch auf einem Großteil der Berliner Tramlinien Ausfälle und Unterbrechungen "bis auf Weiteres" [bvg.de]. Betroffen sind M1, M2, M4, M5, M6, M17, 12, 16, 21, 27, 50, 60, 61, 62, 63, 67 und 68.
Donnerstag, 29. Januar
18:30 Uhr: BVG konzentriert sich auf Tram-Verkehr in Außenbezirken
Die vereisten Oberleitungen der Straßenbahnen wird die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) auch in der Nacht und am Freitag beschäftigen. Im Fokus der Arbeiten stehen für die nächsten Stunden der M4-Streckenast nach Falkenberg, die Linie 27 im Bereich Suermondstraße und die weitere Anbindung in Friedrichshagen durch die Linie 60 (Altes Wasserwerk), wie die BVG mitteilt.
Am Freitag würden die Teams weiter die Anbindungen der Außenbezirke priorisieren. Dann soll an Streckenabschnitten der Linien M2, 21 und 62 gearbeitet werden. Aktuell sind laut BVG gut drei Viertel des Berliner Tram-Netzes befahrbar.
16:00 Uhr: Wegner will Streusalz-Einsatz auf Berlins Gehwegen ermöglichen
Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) fordert eine schnelle Gesetzesänderung, um den Einsatz von Streusalz auf eisglatten Gehwegen zu ermöglichen. "Wir erleben in Berlin extreme Wetterbedingungen - mit Eisregen und anhaltendem Frost. Ich appelliere an das Abgeordnetenhaus, den Einsatz von Tausalz in Berlin in Ausnahmen möglich zu machen", postete er auf X. Umwelt- und Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU) hatte das Parlament in der Plenarsitzung zuvor ebenfalls aufgefordert, das Straßenreinigungsgesetz dahingehend zu verändern.
13:43 Uhr: Unfallkrankenhaus: "volles Haus" wegen Glätte
Wegen der seit Tagen anhaltenden Glätte werden im Berliner Unfallkrankenhaus derzeit viele Menschen behandelt. "Wir haben jeden Tag volles Haus", sagte Sprecherin Angela Kijewski. Täglich gibt es demnach zwischen 30 und 40 Menschen, die wegen Glätteunfällen behandelt werden müssen. Sowohl die Betten als auch die Kapazitäten des Personals seien mehr als ausgelastet. "Die Chirurgen arbeiten die Nächte durch."
Derzeit gibt es demnach viele Menschen mit Knochenbrüchen, vor allem an den Händen, da Stürzende sich vor allem damit abstützen. Häufig seien aber auch Gehirnerschütterungen durch Stürze auf den Hinterkopf sowie Gesichts- und Hüftverletzungen. Es habe zudem auch schon Stürze gegeben, an denen Menschen knapp an einer Querschnittslähmung vorbeigekommen seien, sagte Kijewski. Durch den Sturz auf spiegelglattem Boden könne man sich auch schwere Verletzungen an der Wirbelsäule zuziehen.
"Passt auf euch auf und verhaltet euch an die Lage angepasst", appellierte sie. So sollte man vernünftiges Schuhwerk tragen und am besten Spikes an den Schuhen befestigen - das sorge für einen besseren Halt. Außerdem empfahl sie den "Pinguingang": Mit dem Oberkörper etwas nach vorn gebeugt sowie leicht gebeugten Knien über vereiste Flächen gehen.
Die Altersgruppen, die aufgrund der Glätte derzeit behandelt werden müssen, seien bunt gemischt. Zwar gebe es vor allem ältere Menschen, aber auch einige junge Menschen befänden sich in der Klinik. Zudem gebe es einige Fahrradstürze. Davor könne sie nur warnen: "Bitte nicht mit dem Fahrrad fahren bei diesem Wetter."
13:20 Uhr: Berlin prüft neue Regeln für Taumittel bei Glatteis
Wegen der anhaltenden Glätte auf den Berliner Straßen ist am Donnerstag im Abgeordnetenhaus der Umgang mit Taumitteln besprochen worden. Derzeit gebe das Berliner Straßenreinigungsgesetz keine Handlungsmöglichkeit, um kurzfristig Taumittel auf den Straßen und Gehwegen einzusetzen, erklärte Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU).
Als Lösung des Problems sei erwogen worden, nach dem Vorbild der Stadt Hamburg, eine Ermächtigungsgrundlage für die zuständige Senatorin im Straßenreinigungsgesetz einzubringen. Zukünftig sei es dann möglich, im Falle von Glatteis kurzfristig Taumittel wie Streusalz einzusetzen.
Die Verkehrssenatorin betont die Auswirkungen von Taumitteln auf die Umwelt und das Grundwasser, sieht jedoch die Notwendigkeit bei einer "Gefahr für Leib und Leben". Neben dem Schutz der Bürger und Bürgerinnen, sollen durch den notwendigen Einsatz von Taumitteln die Krankenhäuser entlastet werden.
Auch in Brandenburg ist der Einsatz von Streusalz in den meisten Kommunen verboten.
13:05 Uhr: Drei Viertel des Tram-Netzes wieder befahrbar
In Berlin können wieder mehr Straßenbahnen fahren. Rund drei Viertel des Netzes ist laut BVG mittlerweile wieder befahrbar. Demnach sind auch die Linien 12, 27 und 37 wieder im Einsatz. Zunächst nur im 10-Minutentakt fahren die Linien M8 (jetzt auch wieder auf ganzer Strecke) und 16.
8:54 Uhr: Regional- und Fernverkehr zwischen Berlin und Rostock fällt teilweise aus
Aufgrund der winterlichen Temperaturen kann es im Laufe des Donnerstags bei der Deutschen Bahn im Regional- und Fernverkehr zu vereinzelten Verspätungen und Zugausfällen kommen. Diese sollen bis voraussichtlich 16 Uhr andauern. Dies schreibt die Deutsche Bahn auf ihrer Webseite. Betroffen sind die Linien RE3 und RE30 sowie die Linie RE5 sowie der IC- und ICE-Fernverkehr zwischen Berlin - Neustrelitz - Rostock -Warnemünde [karte.bahn.de]:
- RE3 Stralsund - Greifswald/Schwedt (Oder) - Angermünde – Berlin – Jüterbog - Lutherstadt Wittenberg
- RE30 Stralsund - Greifswald - Pasewalk - Angermünde
- RE5 Stralsund / Rostock - Neustrelitz - Berlin Südkreuz
- IC- und ICE-Fernverkehr zwischen Berlin - Neustrelitz - Rostock -Warnemünde
- Auch die Ersatzverkehre mit Bussen sind von der Witterung betroffen
Fahrgäste werden gebeten, sich per DB-App, VBB-App oder den entsprechenden Fahrplanauskünften online vorab zu informieren.
8:23 Uhr: BVG verkündet Fortschritte bei Tram-Reparaturen
Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) melden am Donnerstagmorgen auf ihrer Webseite, dass im Laufe der Nacht und am Morgen erneut weitere Streckenabschnitte wieder in Betrieb genommen werden konnten. So seien wieder Straßenbahnen auf den Linien 12, 27 und 37 unterwegs sowie die Gegend um den Berliner Hauptbahnhof komplett befahrbar. Die Änderungen würden auch direkt in die Fahrplanauskunft der BVG übernommen, hieß es.
Ebenso bleibt der Ersatzverkehr mit Bussen stellenweise noch erhalten und wird punktuell verstärkt. Dies betrifft die SEV-Linien:
- M1 Rosenthal - Pastor-Niemöller-Platz
- 50 S+U Pankow - Buchholz
- 62 Müggelheimer Str. - S Mahlsdorf
- 68 S Grünau - Schmöckwitz (über Adlergestell, eine Führung über Karolinenhof ist aufgrund der aktuellen Straßenverhältnisse nicht möglich)
Das Unternehmen teilte auch mit, dass derzeit intensive Arbeiten liefen, um den Straßenbahnbetrieb in Richtung Friedrichshagen sowie auf der M8 in Richtung Wuhletalstraße wieder aufzunehmen. Eine konkrete Zeit für die Fertigstellung nannte die BVG bisher aber nicht.
8:14 Uhr: Experte regt automatische Methode für eisfreie Leitungen an
Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) müssen sich nach Meinung eines Experten besser auf ein Wetterphänomen wie den Eisregen vorbereiten. Der frühere Professor für Schienenfahrzeuge, Markus Hecht, der im BVG-Aufsichtsrat sitzt, sagte dem rbb, die BVG brauche eine "automatische Methode", die sehr viel schneller und mit weniger Personal die Linien "wieder flott" bekomme. Derzeit habe es viel zu lange gedauert.
Da gäbe es verschiedene Ideen, über die jetzt beraten werden müsse. In einer sogenannten Klimakammer müsse das dann getestet werden, sagte Hecht. Dafür seien viele Monate intensiver Arbeit nötig. Das vor allem im Osten Berlins vorhandene Straßenbahnnetz der BVG war wegen vereister Stromleitungen seit Montag tagelang zusammengebrochen. Die Leitungen mussten dann per Handarbeit vom Eis befreit werden.
Hecht sagte, die BVG sei auf so eine Situation nicht vorbereitet gewesen. Allerdings ließe sich der Umgang mit so einem seltenen Wetterphänomen auch schlecht trainieren. Man könne der BVG daher keinen Vorwurf machen. Nun werde man sich aber mit Sicherheit verbessern. Auch die S-Bahn habe lange gebraucht, auch mit Versuchen in einer Klimakammer in Wien, um die Wetterprobleme besser in den Griff zu bekommen.
7:15 Uhr: Überfrierende Nässe sorgt weiter für glatte Straßen und Wege
Trotz überfrierender Nässe ist es am Donnerstagmorgen in Berlin und Brandenburg ruhig auf den Straßen. In der Nacht kam es nur vereinzelt zu kleineren Glätteunfällen mit Blechschäden, wie die Leitstellen der Polizei der Deutschen Presse-Agentur mitteilten. Doch Fahrerinnen und Fahrer im morgendlichen Berufsverkehr sollten weiterhin vorsichtig sein. Gefrierender Sprühregen oder Schneegriesel hat die Straßen laut Deutschem Wetterdienst (DWD) vorerst fest im Griff.
Am Tag liegen die Temperaturen demnach bei minus zwei bis null Grad. Im weiteren Verlauf schneit es im Südwesten Brandenburgs. Stellenweise seien ein bis drei Zentimeter Neuschnee möglich, wie es weiter hieß. In der Nacht gehe dieser teilweise in gefrierenden Sprühregen über. Die Tiefstwerte liegen bei minus fünf Grad.
Zum Ende der Woche lassen Glättegefahr und Schneefall dann laut DWD langsam nach. Besonders in den Nächten bleibe es jedoch weiterhin frostig kalt mit Werten bis zu minus acht Grad. Ab Freitagnachmittag beruhigt sich das Winterwetter laut Vorhersage: Bei Werten von einem bis minus vier Grad lockert die dichte Wolkendecke stellenweise auf. Das Wochenende bleibt trocken und mitunter ist ein kurzer Blick durch die Wolken auf den Himmel möglich.
6:32 Uhr: Straßenbahnverkehr: Einige Stadtteile noch abgeschnitten vom Netz
Nach dem Eisregen zu Wochenbeginn gehen in Berlin am Donnerstag immer mehr Straßenbahnlinien wieder in Betrieb.
Einige Stadtteile sind aber nach wie vor abgeschnitten, wie ein BVG-Sprecher dem rbb am Morgen sagte. Betroffen sind Hohenschönhausen, Mahlsdorf und Teile von Marzahn.
Gut zwei Drittel des Tram-Netzes werden seit Mittwochnachmittag wieder befahren - auf einigen Linien aber nur eingeschränkt. Dort werden nicht alle Haltestellen angefahren. Die Menschen müssen auf andere Verkehrsmittel oder Ersatzbusse umsteigen.
Wann das Straßenbahnnetz wieder vollständig befahren werden kann, hat die BVG bislang nicht mitgeteilt.
Die Arbeiten sind aufwendig, da die vereisten Oberleitungen per Hand freigelegt werden müssen. Die BVG bittet Fahrgäste, sich vor Fahrtantritt online [bvg.de] zu informieren.
Mittwoch, 28. Januar
17:25 Uhr: Zwei Drittel des Tram-Netzes laut BVG wieder befahrbar
Laut BVG wurden im Laufe des Mittwochs Fortschritte beim Tram-Verkehr erzielt. Gut zwei Drittel des Straßenbahnnetzes seien nun wieder befahrbar, nachdem die Linien 63 und M10 am Nachmittag den Betrieb wieder aufgenommen hatten. Die aktuelle Lage sei "beispiellos", teilte die BVG zu ihrer Verteidigung des tagelangen Ausfalls einiger Linien nochmal mit. Auch nachts werde daran gearbeitet, das gesamte Netz bald wieder in Betrieb zu haben.
U-Bahnen würden auch in der Nacht zum Donnerstag die ganze Nacht über fahren, damit die Stromschienen auf überirdischen Abschnitten frei von Eis gehalten werden. Da in der Nacht kein Eisregen angesagt sei, gehe man davon aus, dass "alles was heute fährt, auch morgen fahren kann", so die BVG. Zudem werde daran gearbeitet, dass am Donnerstag wieder mehr Linien fahren können als am Mittwoch.
17:15 Uhr: M10 fährt wieder nach Testfahrten
Nach einigen notwendigen Testfahrten wurde der Betrieb auf der Linie M10 wieder aufgenommen. Das teilte die BVG rbb|24 auf Nachfrage mit. Die Testfahrten waren notwendig, um vor der "Wiederaufnahme des regulären Fahrgastbetriebs zu prüfen, ob Oberleitungen, Fahrzeuge und Anlagen nach der außergewöhnlichen Wetterlage funktionieren". Wann der Betrieb auf allen Linien wieder aufgenommen werden kann, sei noch nicht absehbar.
17:05 Uhr: Blitze an Tram-Oberleitungen
Einige Straßenbahnen sind wieder unterwegs, viele fahren mit Funken am Fahrdraht. Durch die Eisschicht auf den Oberleitungen der Tram ist die Stromübertragung unterbrochen. Die Folge: Der Strom springt durch die Luft vom Fahrdraht auf den Stromabnehmer und erzeugt einen elektrischen Lichtbogen. Diese sichtbaren Funken seien ungefährlich, auf Dauer verschleißt so jedoch die Technik schneller, sagte eine BVG-Sprecherin der "B.Z.".
13:30 Uhr: BVG testet M10-Strecke nach Enteisung
Die BVG vermeldet, dass die Wiederinbetriebnahme des Tram-Netzes voranschreite. Die Strecke der M10 sei nun zumindest schonmal enteist worden. Es werde mit ersten "Testfahrten" begonnen, bei denen auch die Straßenbahn-Fahrschule helfe. Insgesamt seien "hunderte Kolleg:innen" im Einsatz.
Noch immer sind infolge des Eises allerdings zahlreiche Linien teilweise oder ganz unterbrochen. Wann das gesamte Tramnetz wieder befahren wird, teilte die BVG bislang nicht mit.
13:10 Uhr: Deutscher Wetterdienst warnt erneut vor Glätte
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt in Berlin und Brandenburg ab Mittwochabend wieder vor Glätte. Es handelt sich um eine Warnung der Stufe 1, das bedeutet eine geringe Gefahr durch Reifglätte oder überfrierende Nässe. Sie gilt von Mittwoch, 18:00 Uhr bis Donnerstag, 10:00 Uhr.
8:37 Uhr: U-Bahnen fahren seit Dienstag planmäßig
Der U-Bahn-Verkehr war bereits am Dienstag wieder planmäßig angelaufen. Laut BVG fuhren die Züge der U-Bahn "die ganze Nacht durchgehend, um die Stromschienen auf den oberirdischen Abschnitten eisfrei zu halten".
7:44 Uhr: Berliner Stadtreinigung vorbereitet für weitere Frosttage
Die Berliner Stadtreinigung BSR ist eigenen Angaben zufolge mit Streusalz und Splitt auch für weitere Wochen mit Frost, Schneefall und Eis versorgt. Bei Bedarf werde nachbestellt und wieder aufgefüllt.
Rund 2.300 Beschäftigte sind demnach mit 540 Räum- und Streufahrzeugen unterwegs. Von Schnee und Eis befreit werden müssen 11.000 Arbeitskilometer auf Straßen, darunter sind auch die Stadtautobahnen sowie 1.200 Kilometer Radwege und 6.300 Haltestellen. Für die Gehwege sind die Hausbesitzer oder -bewohner zuständig.
6:44 Uhr: Auch am Mittwoch kann es glatt sein in der Region
Erneut ist am Mittwoch aufgrund von Glätte und Minustemperaturen in Berlin und Brandenburg Vorsicht geboten. Grund dafür ist leichter Frost in der Nacht bei Temperaturen zwischen minus 1 und minus 4 Grad, heißt es vom Deutschen Wetterdienst (DWD).
Im Laufe des Tages kommen lokal kleine Mengen Schneegriesel und gefrierender Sprühregen dazu. Die Höchsttemperaturen schwanken zwischen minus 1 und 2 Grad. In der Nacht zum Donnerstag kommt laut DWD Hochnebel dazu. Die Temperaturen fallen dann wieder auf minus 1 bis minus 3 Grad.
6:26 Uhr: Straßenbahnverkehr weiter eingeschränkt
Nach dem Eisregen am Montag ist der Straßenbahnverkehr in Berlin auch am Mittwoch weiterhin nicht vollständig am Netz. Wie ein BVG-Sprecher dem rbb sagte, fahren derzeit nur wenige Linien planmäßig. Bei zahlreichen Linien werden nur Teilstrecken bedient, die Fahrgäste müssen dann auf die Busse des Schienenersatzverkehrs umsteigen.
Auf zahlreichen Linien fährt gar keine Tram - betroffen sind weite Teile Köpenicks sowie Schöneweide und Hohenschönhausen. Grund dafür ist, dass die Enteisung der Oberleitungen noch nicht abgeschlossen ist. Diese sei sehr aufwendig, denn sie erfolge per Hand, so der Sprecher.
Dienstag, 27. Januar
21:15 Uhr: Glättewarnung, aber kein Eisregen in der Nacht
Die BVG setzt nach eigenen Angaben auch in der Nacht alle verfügbaren Teams ein, um die Oberleitungen des Straßenbahnnetzes vom Eis zu befreien. Der Deutsche Wetterdienst warnt für die Nacht zwar vor Glätte, weiterer Eisregen wird aber nicht erwartet.
18:05 Uhr: BVG kündigt weitere Inbetriebnahmen für die Nacht und für Mittwoch an
Laut BVG sollen in der kommenden Nacht weitere Trams durchfahren, teilweise auch, um die Oberleitungen eisfrei zu halten. Weiterhin gelte, dass die BVG daran arbeite, das Straßenbahnnetz Schritt für Schritt wieder vollständig in den regulären Betrieb zu überführen.
17:40 Uhr: BVG meldet fahrplanmäßigen U-Bahnverkehr und den Betrieb weiterer M-Linien
Laut BVG ist das U-Bahn- und Busangebot wieder planmäßig, fast alle Trammetrolinien seien wieder befahrbar.
Die Linie M8 fährt im Zehn-Minuten-Takt zwischen Betriebshof Marzahn und Landsberger Allee / Petersburger Straße.
Die Linie M13 fährt im Zehn-Minuten-Takt zwischen Revaler Str. und Virchow-Klinikum
Die Linie 18 verkehrt wieder planmäßig zwischen Riesaer Straße und Landsberger Allee / Petersburger Straße.
16:53 Uhr: BVG meldet für weitere Tramlinien die Aufnahme des Betriebs
Nach aktuellen Angaben der BVG fahren am Dienstagabend weitere Tram-Linien zumindest in einigen Abschnitten wieder:
Die Linie M4 fährt nur zwischen Hansastraße (Weißensee) und Hackescher Markt, nicht aber zwischen Sulzfelder Straße und Falkenberg, bzw. Zingster Straße.
Die Linie M5 fährt zwischen Hackescher Markt und Gehrenseestraße im Zehn-Minuten-Takt.
Die Linie M6 fährt nur zwischen Riesaer Straße und S-Bahnhof Marzahn, also sie fährt nicht zwischen Riesaer Straße und Hackescher Markt.
Die Linie 21 fährt nur zwischen S-Bahnhof Lichtenberg und Holteistraße.
Bei der Linie 50 ist ein Ersatzverkehr eingerichtet zwischen Guyotstraße und S+U Pankow.
Auf der Linie 62 ist ein Ersatzverkehr eingerichtet zwischen S-Bahnhof Mahlsdorf und Müggelheimer Straße/Wendenschloßstraße.
Die Linie 68 fährt zwischen Wendenschloß und Krankenhaus Köpenick. Ein Ersatzverkehr fährt zwischen S-Bahnhof Grünau und Alt-Schmöckwitz über Schappachstraße, Lübbenauer Weg, Adlergestellt/Vetschauer Allee, Zum Seeblick.
15:30 Uhr: Sperrung rund um Berliner Fernsehturm beendet
Die Sperrungen rund um den Berliner Fernsehturm sind beendet. Industriekletterer haben die durch den Eisregen entstandenen Eiszapfen inzwischen entfernt und die damit verbundenen Absperrungen aufgehoben. Der Bereich war großflächig abgesperrrt worden, weil durch die Höhe des Turms und den Wind die Zapfen weit hätten fliegen können.
14:10 Uhr: Weitere Tram-Linien teils wieder im Einsatz
Nach Angaben der BVG bedienen die Linien M4, M5 und M6 sowie die Linien 21 und 68 wieder Teilabschnitte der Routen.
13:41 Uhr: U2 fährt wieder
Die U-Bahnlinie U2 fährt mittlerweile nach Störungen am Dienstagvormittag wieder. Ab dem Morgen war die U2 zwischen Wittenbergplatz und Potsdamer Platz in beide Richtungen unterbrochen gewesen. Grund dafür war laut BVG eine glühende Isolation einer Stromschiene gewesen.
12:01 Uhr: Ersatzverkehr auf zwei Tram-Linien
Auf der Tram-Linie 50 wurde nach BVG-Angaben ein Ersatzverkehr mit Bussen zwischen Guyotstraße und S+U Pankow eingerichtet. Ebenfalls einen Ersatzverkehr mit Bussen gibt es auf der Tram-Linie 62 zwischen S-Bahnhof Mahlsdorf und Müggelheimer Straße/Wendenschloßstraße. Die M5 fährt derzeit auf einem Teilabschnitt im Zehn-Minuten-Takt.
11:38 Uhr: Fernsehturm wegen möglicher herabfallender Eisstücke abgesperrt
Derzeit werden am Fernsehturm Eiszapfen entfernt. Der Bereich um den Fernsehturm ist deshalb großflächig gesperrt, da die Gefahr besteht, von herabfallendem Eis getroffen zu werden, wie die Polizei dem rbb am Dienstagmittag mitteilte. Die Eiszapfen sollen laut Polizei möglichst kontrolliert und so schnell wie möglich entfernt werden.
Gesperrt ist derzeit um den Fernsehturm die Rathausstraße, die Karl-Liebknecht-Straße bis zum Neptunbrunnen sowie die Gontardstraße, so die Polizei. Durch die Höhe des Turms und den Wind könnten die Zapfen weit fliegen, daher sei der Bereich zur Sicherheit großflächig abgesperrt worden.
10:02 Uhr: Erster Tram-Abschnitt wieder in Betrieb genommen
Nach Angaben der BVG ist der Straßenbahnverkehr in Berlin auf der Linie M5 heute teilweise wieder aufgenommen worden. Eine BVG-Sprecherin teilte dem rbb am Dienstagvormittag mit, dass Straßenbahnlinie M5 aktuell im Zehn-Minuten-Takt auf dem Abschnitt zwischen Hackescher Markt und Betriebshof Lichtenberg unterwegs ist. Erste Fahrten seien gut angelaufen.
Parallel arbeiten laut BVG mehrere Teams an der Wiederaufnahme weiterer Tram-Streckenabschnitte.
Schwierigkeiten bereiten auch die Information und die Verbindungssuche der Fahrgäste über Apps und Internetseiten der BVG. Wegen der extremen Wetterlage in ganz Deutschland und den außergewöhnlich vielen Anfragen kämen die IT-Systeme der externen Firma an ihre Grenzen, hieß es von der BVG.
8:12 Uhr: U2 zwischen Wittenbergplatz und Potsdamer Platz unterbrochen
Die U-Bahnlinie U2 ist derzeit zwischen Wittenbergplatz und Potsdamer Platz unterbrochen. Grund dafür sind laut BVG glühende Isolatoren von Stromschienen. Möglicherweise sei dies eine Folge der erfolgten Einteisung. Zuvor sagte eine BVG-Mitarbeiterin gegenüber dem rbb, eine Stromschiene habe gebrannt.
Zuvor hatte die BVG am Dienstagmorgen verkündet, dass die U2 wieder planmäßig fahre, nachdem sie am Montag wegen vereisten Stromschienen ausgefallen war.
7:22 Uhr: Tram-Linie M5 zeitnah teilweise wieder am Netz
Die Tram-Linie M5 soll laut BVG demnächst wieder mit einem Notverkehr ans Netz gehen. Das sagte ein Mitarbeiter des BVG-Enstörungsdienstes dem rbb. Das gesamte Straßenbahnnetz werde vermutlich erst morgen wieder in Betrieb sein.
Am Vormittag bleibe der übergreifende Straßenbahnverkehr aber auf jeden Fall weiter eingestellt, teilte die BVG am Montagabend mit. "Solange sich die Temperaturen kaum über null Grad bewegen, bildet sich immer wieder neues Eis. Die Enteisung der Oberleitungen dauert daher an", hieß es von den Berliner Verkehrsbetrieben. "Wir tun mit allen verfügbaren Kräften alles dafür, den Straßenbahnverkehr so schnell wie möglich wieder zum Laufen zu bringen", teilte die BVG-Betriebschefin für U-Bahn und Tram, Meike Brännström, am Montag mit.
7:18 Uhr: U-Bahn in Berlin fährt wieder planmäßig
Die U-Bahnlinie U2 fährt am Dienstagmorgen den Angaben zufolge wieder planmäßig. Am Montag war sie noch von vereisten Stromschienen betroffen. Durch einen nächtlichen Einsatz einiger Mitarbeiter seien die Stromschienen aller oberirdischen U-Bahnstrecken nun wieder vollständig enteist, teilte die BVG am Dienstagmorgen mit.
6:38 Uhr: Es bleibt glatt in der Region
Menschen in Berlin und Brandenburg sollten weiterhin vorsichtig auf den Straßen sein - es herrscht Glättegefahr. Auf den Straßen in der Region ist es nach Polizeinangaben am Dienstagmorgen bislang nicht zu größeren Unfällen aufgrund der Witterung gekommen.
Der Dienstag startet mit etwas Schneefall oder leichtem gefrierendem Sprühregen, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte. Außerdem sorgt demnach überfrierende Nässe für rutschige Straßen und Gehwege. In der Prignitz besteht laut DWD bis zum Morgen erhöhte Glättegefahr. Ab Mittag soll es trocken bleiben. Die Temperaturen erreichen minus 1 bis 1 Grad.
Auch in den nächsten Tagen erwartet der Wetterdienst Minusgrade.
6:23 Uhr: Weiterhin kein Tram-Verkehr in Berlin
In Berlin fährt auch am Dienstagmorgen weiter keine Straßenbahn. Der Verkehr bleibt auf jeden Fall am Vormittag weiter eingestellt, wie es von der BVG-Sprecherin hieß. Solange sich die Temperaturen kaum über null Grad bewegen, bildet sich laut BVG immer wieder neues Eis an den Oberleitungen.
6:10 Uhr: Busverkehr in der Uckermark rollt wieder an
In der Uckermark rollt der Busverkehr nach den witterungsbedingten Ausfällen am Dienstag wieder an. Wie ein Sprecher der Uckermärkischen Verkehrsgesellschaft (UVG) dem rbb sagte, ist geplant, alle Fahrzeuge am Morgen wieder planmäßig fahren zu lassen.
Auch die Deutsche Bahn teilte mit, dass ihr Fernverkehr größtenteils wieder regulär fahre. Die Lage hat sich nach Angaben eines Bahnsprechers deutlich verbessert. Der Fernverkehr Richtung Ostsee wurde mit Einschränkungen wieder aufgenommen. Wegen vereister Oberleitungen können einzelne Verbindungen zwischen Berlin und Rostock sowie Stralsund und zwischen Berlin und Binz ausfallen.
Montag, 26. Januar
22:15 Uhr: Nach wie vor Einschränkungen bei der U2
Die U-Bahnlinie U2 ist nach wie vor von vereisten Stromschienen betroffen und weiterhin zwischen Potsdamer Platz und Wittenbergplatz sowie zwischen Rosa-Luxemburg-Platz und Pankow unterbrochen. Am Abend endeten die Züge in Richtung Osten teilweise bereits am Bahnhof Zoologischer Garten und nicht erst am Wittenbergplatz. Ein Stromschienen-Schmierzug ist im Einsatz, um die Stromschienen zu enteisen.
Alle anderen U-Bahn-Linien sowie der Busverkehr sind aktuell weitgehend ohne Beeinträchtigungen unterwegs. Vereinzelt kann es laut der BVG aufgrund von Glätte noch zu kurzfristigen Einschränkungen oder Verzögerungen kommen.
20:30 Uhr: FU-Meteorologe erwartet keinen Eisregen mehr
In den kommenden Tagen wird es voraussichtlich keinen Eisregen mehr geben. Das sagte Uwe Ulbrich vom Institut für Meteorologie der Freien Universität Berlin am Abend in rbb24 spezial. Allerdings kann es demnach noch etwas schneien. Die Temperaturen sollen sich weiter um den Gefrierpunkt herum bewegen. Modelle zeigten aber, dass es zum nächsten Wochenende wieder kälter werden soll, so Ulbrich.
17:25 Uhr: Auch Dienstagvormittag noch kein Tram-Verkehr
In Berlin sollen auch Dienstagvormittag noch keine Straßenbahnen fahren. Das teilten die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) am Montag mit. Die vereisten Oberleitungen müssten manuell enteist werden. Dafür seien derzeit drei Turmwagen im Einsatz, so die BVG. Solange sich die Temperaturen kaum über null Grad bewegten, bilde sich immer wieder neues Eis.
Auf einzelnen Abschnitten sind den Angaben zufolge wieder erste Straßenbahnen unterwegs – allerdings ohne Fahrgäste. Wann ein regulärer Betrieb wieder möglich sei, könne derzeit nicht abgesehen werden.
17:15 Uhr: Mehr Patienten in Kliniken - aber keine Versorungsprobleme
Sowohl das Unfallklinikum Berlin (UKB) als auch der Klinikkonzern Vivantes haben wegen Glätte-Unfällen in der Hauptstadt zwar ein erhöhtes Patientenaufkommen, es gebe aber keine Probleme bei der Patientenversorgung. Die Menschen hätten sich insgesamt gut auf die Wettersituation eingestellt, sagte die UKB-Pressesprecherin dem rbb. Auch das Klinikum Ernst von Bergmann in Potsdam meldete keine besondere Überlastung infolge des Wetters.
16:45 Uhr: Erste Geburt in Gubener Krankenhaus seit 25 Jahren wegen der Glätte
Weil der Rettungswagen wegen eisglatter Straßen Guben (Spree-Neiße) nicht verlassen konnte, ist im dortigen Krankenhaus erstmals seit 25 Jahren wieder ein Kind zur Welt gekommen. Das teilte das Krankenhaus Naemi-Wilke am Montag mit. Dem Kind und der Mutter gehe es gut, die Geburt sei ohne Komplikationen verlaufen.
15:55 Uhr: Berliner Fußball-Verband sagt Spiele bis einschließlich Mittwoch ab
Weil zahlreiche Sportanlagen witterungsbedingt gesperrt wurden, hat der Berliner Fußball-Verband (BFV) alle Pflicht- und Freizeitspiele bis einschließlich Mittwoch abgesagt. Die spielleitenden Ausschüsse hätten sich auf die Generalabsage verständigt, so der BFV am Montag. Das betrifft die Spielklassen ab der sechsten Liga abwärts.
15:50 Uhr: Parks und Schlösser öffnen Dienstag wieder
Die Parkanlagen und die darin befindlichen Schlösser der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) öffnen am Dienstag wieder regulär für Besucher. Teilabsperrungen von Gefahrenbereichen seien aber nicht auszuschließen, teilte die Stiftung mit. Wegen der Glätte hatte die Stiftung am Montag unter anderem die Parks und Schlösser Charlottenburg und Sanssouci geschlossen.
14:36 Uhr: Wegner nimmt BVG in Schutz
Nach dem Komplettausfall des Berliner Straßenbahnnetzes hat Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) die BVG in Schutz genommen. "Dass auch eine Straßenbahn bei solchen Wetterlagen in bestimmte Probleme kommt, das ist nicht auszuschließen", sagte Wegner dem rbb.
Der Berliner Fahrgastverband IGEB verweist dagegen auf Städte wie Potsdam oder Frankfurt (Oder), wo der Tramverkehr trotz identischer Bedingungen nicht beeinträchtigt sei. Laut BUND wurden etwa in Potsdam zuerst ältere Tatra-Bahnen eingesetzt, die weniger störanfällig auf vereiste Stromleitungen reagieren. Diese würden dann die Leitungen freiräumen, danach könnten auch die auf Eis stärker reagierenden modernen Straßenbahnen wieder problemlos fahren.
14:20 Uhr: U3 fährt wieder zwischen Breitenbachplatz und Krumme Lanke
Die U3 hat ihren Betrieb zwischen den U-Bahnhöfen Breitenbachplatz und Krumme Lanke wieder aufgenommen. Das teilte die Verkehrsinformationszentrale Berlin mit. Die Strecke war aufgrund der Witterung seit 4 Uhr unterbrochen.
13:02 Uhr: Erstmals gesamter Tram-Verkehr wegen Eis eingestellt
Laut BVG ist es das erste Mal in der Geschichte des Unternehmens, dass wegen Eis-Bildung der gesamte Straßenbahnbetrieb eingestellt werden musste. Auch am Mittag war noch nicht absehbar, wann der Betrieb wieder anlaufen kann.
Nach Angaben der BVG gibt es stündliche Tests. Dazu gebe es Erkundungsfahrten und auf der Straße daneben Kranwagen, um die Bahnen im Zweifel wieder befreien zu können.
Der Schneeregen habe sich unmittelbar an den Oberleitungen festgesetzt und ist dort gefroren. Technische Möglichkeiten, das zuverlässig zu verhindern, stehen derzeit nicht zur Verfügung, wie eine Sprecherin auf rbb-Nachfrage erklärte.
12:56 Uhr: A100-Tunnel wieder frei, immer noch Stau
Auf der Berliner A100 ist der Tunnel Grenzallee wieder frei. Er war in der Nacht wegen Glatteis gesperrt worden. Nach Angaben der Verkehrsinformationszentrale gibt es aber noch einen langen Stau ab Treptower Park.
Laut der Tunnelleitzentrale hatte sich eine starke Eisschicht im Tunnel gebildet. Die Berliner Stadtreinigung musste erneut anrücken, um die Fahrbahn freizubekommen.
Die Berliner Polizei zählte im Vergleich zum vorigen Montagmorgen deutlich mehr Verkehrsunfälle - rund 150. Vor einer Woche lag die Zahl bei etwas mehr als 60, wie ein Polizeisprecher dem rbb sagte. Gezählt wurden die Unfälle von jeweils 4 Uhr morgens bis 11 Uhr. Verletzt wurden am heutigen Montag zwei Personen.
12:35 Uhr: Busverkehr in der Uckermark entfällt komplett
Laut der Uckermärkischen Verkehrsgesellschaft entfällt der Busverkehr in der Uckermark am gesamten Montag. Das teilte das Unternehmen dem rbb mit.
12:15 Uhr: Müllentsorgung in Märkisch-Oderland entfällt am Montag
Im Landkreis Märkisch-Oderland findet am Montag aufgrund der Witterung keine Abfallentsorgung statt. Das teilte der Entsorgungsbetrieb Märkisch-Oderland mit. Auch die Sperrmüllabholung entfalle. Eine Nachentsorgung soll am Dienstag stattfinden.
11:51 Uhr: BVG sagt Neujahrsempfang ab
Mit dem Verweis auf die Wetterlage hat die BVG ihren für heute geplanten Neujahrsempfang abgesagt. Der Fokus der Arbeit liege auf den Herausforderungen im Betrieb unter diesen Frost-und Glatteisbedingungen, teilte das Unternehmen mit. Die volle Aufmerksamkeit gelte derzeit dem sicheren und zuverlässigen Betrieb sowie den Kolleg*innen im Fahrdienst und in der Technik, die unter teils schwierigen Bedingungen im Einsatz sind, hieß es.
11:42: Weiter Einschränkungen bei U-Bahn-Linien U2 und U3
Bei den Berliner U-Bahnen bestehen am späten Montagvormittag laut BVG aufgrund des Glatteises und Frostes noch immer Einschränkungen auf den oberirdischen Streckenabschnitten der U2 und U3. So sei der Linienverkehr derzeit auf der U3 zwischen Breitenbachplatz und Krumme Lanke sowie auf der U2 zwischen Potsdamer Platz und Wittenbergplatz sowie zwischen Rosa-Luxemburg-Platz und Pankow unterbrochen. Die U3-Bahnen aber könnten auf dem überirdischen Abschnitt zwischen Gleisdreieck und Warschauer Straße fahren.
11:11 Uhr: A100-Tunnel wegen starker Eisschicht gesperrt
Auf der Berliner Stadtautobahn A100 ist der Tunnel Grenzallee Richtung Norden seit der Nacht gesperrt. Grund ist Straßenglätte, wie die Verkehrsinformationszentrale (VIZ) Berlin mitteilte. Der Verkehr staut sich ab Treptower Park; die Stauzeit liegt derzeit bei mehr als einer Stunde.
Laut der Tunnelleitzentrale hat sich eine starke Eisschicht im Tunnel gebildet. Die Berliner Stadtreinigung versuche nun erneut, den Tunnel freizubekommen. Wann er wieder freigegeben wird, könne man noch nicht sagen, hieß es auf rbb-Anfrage.
Die Berliner Polizei zählte im Vergleich zum vorigen Montag deutlich mehr Verkehrsunfälle - rund 100. Vor einer Woche lag die Zahl bei etwas mehr als 60, wie ein Polizeisprecher dem rbb sagte. Gezählt wurden die Unfälle von jeweils 4 Uhr morgens bis 9 Uhr.
10:29 Uhr: Busverkehr in der Uckermark mindestens bis 14 Uhr eingestellt
In der Uckermark fahren vorerst bis 14 Uhr keine Busse mehr - die Uckermärkische Verkehrsgesellschaft hat die Frist jetzt noch einmal bis in den Nachmittag verlängert.
Witterungsbedingte Ausfälle und Verspätungen kündigten auch die regionalen Busunternehmen in Märkisch-Oderland, Oder-Spree und im Barnim an.
Die Deutsche Bahn hat den Zugverkehr auf den Linien RE3, RE55 und RE30 bis auf Weiteres eingestellt.
Und auch die Niederbarnimer Eisenbahn meldet Einschränkungen - auf der Bahnstrecke Eberswalde-Joachimsthal fallen bis heute Mittag alle Regionalzüge aus.
10:23 Uhr: Straßenbahnfahrer stecken seit Stunden in Trams fest
Der Straßenbahnverkehr in Berlin ist aufgrund vereister Oberleitungen und Gleise bis auf weiteres eingestellt - Dutzende Bahnen traf die Wetterlage während der Fahrt. Rund 40 Trams hätten es nicht mehr ins Depot geschafft und steckten nun auf dem Streckennetz fest, teilten die Berliner Verkehrsbetriebe mit.
Mancherorts harren Fahrerinnen und Fahrer deshalb schon seit Stunden in den Fahrzeugen aus, um sie zu bewachen. Einige hätten dafür auch ihre Schichten verlängert.
Wann der Tramverkehr wieder anläuft, ist derzeit offen. Techniker arbeiteten unter Hochdruck daran, die Strecken wieder frei zu kriegen, hieß es.
9:51 Uhr: Störungen auch im Regionalverkehr der Bahn
Auch im Regionalverkehr der Deutschen Bahn kommt es witterungsbedingt zu Verspätungen und Ausfällen. Betroffen sind die Linien RE3, RE4, RE5, RE6, RE7, RB20, RB22, RB23 und RB24, wie es auf der Internetseite der Bahn heißt [dbregio-berlin-brandenburg.de]. Auch die Flughafen-Linie FEX ist betroffen.
9:46 Uhr: Busse in Potsdam fahren wieder
In Potsdam läuft der Busverkehr wieder an. Es könne aber noch zu Verspätungen und Ausfällen kommen, heißt es von den Stadtwerken. In der Uckermark bleibt der Busbetrieb dagegen weiter ausgesetzt.
In Brandenburg an der Havel war der Straßenbahnverkehr zeitweise eingestellt. In anderen Landkreisen, etwa in Oder-Spree oder im Barnim, kann es nach Angaben örtlicher Bus- und Verkehrsgesellschaften zu Ausfällen und Verspätungen kommen.
09:37 Uhr: Verspätungen und vereinzelte Ausfälle am BER
Wegen des Winterwetters kommt es auch am Flughafen BER in Schönefeld zu Einschränkungen. Grund ist, dass eine der beiden Start- und Landebahnen vereist ist und behandelt werden muss, wie ein Sprecher sagte. Derzeit kann der Flugverkehr deshalb nur über die andere Bahn abgewickelt werden. Es kommt vereinzelt zu Flugausfällen und Verspätungen [ber.berlin-airport.de].
09:25 Uhr: Unwetterwarnungen komplett aufgehoben
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat alle Unwetterwarnungen für die Regionen Berlin und Brandenburg aufgehoben. Derzeit lägen keine Warnungen vor Glatteis mehr vor, teilte der Dienst mit. Für die vergangene Nacht und den frühen Morgen hatte der DWD in einer amtlichen Unwetterwarnung auf hohe Glatteisgefahr hingewiesen (Warnstufe 3 von 4). Regen und Nässe könnten plötzlich gefrieren, hieß es.
09:14 Uhr: S-Bahnen fahren wieder
Die witterungsbedingten Störungen im Berliner S-Bahnverkehr sind behoben. Am Morgen waren die Linien S1, S2 und S25 von Verspätungen und Ausfällen betroffen - wegen vereister Weichen im Bereich Teltow und Wannsee.
Zusätzlich erschwerte eine Streckensperrung auf der Ringbahn die Lage. Nach einer Reparatur fahren die Züge auch dort wieder, wie die Bahn mitteilte.
08:49 Uhr: Einschränkungen im Bahnverkehr
Die Deutsche Bahn hat wegen des Winterwetters mit Einschränkungen und Ausfällen im Fernverkehr zu kämpfen. Auf den Strecken Berlin - Stralsund und Berlin - Rostock können demnach aktuell keine Züge fahren. Auch zwischen Berlin und Hamburg gibt es teils Ausfälle und Verspätungen [bahn.de].
08:41 Uhr: In Berlin wird heute kein Müll abgeholt
Die Berliner Stadtreinigung (BSR) wird am Montag wegen vereister Straßen keine Mülltonnen leeren. Wie eine BSR-Sprecherin dem rbb sagte, ist die Entscheidung schon am frühen Morgen gefallen.
Man habe von den Kollegen der Straßenreinigung die Information bekommen, dass das Streusalz wegen des Regens wieder von der Fahrbahn gespült wurde. Das schwäche die Wirkung ab. Da die Müllfahrzeuge groß und schwer seien, bestehe das Risiko, dass sie nicht durchkommen. Die Touren sollen aber nachgeholt werden, wahrscheinlich am Samstag.
8:28 Uhr: Update von der BVG in Berlin
- Tramverkehr weiter vollständig eingestellt
- U2 ist zwischen Pankow und Rosa-Luxemburg-Platz sowie Potsdamer Platz und Wittenbergplatz unterbrochen
- U3 ist zwischen Breitenbachplatz und Krumme Lanke unterbrochen
Probleme gibt es weiterhin bei der elektronischen Fahrplanauskunft der BVG.
8:24 Uhr: Unwetterwarnung teils aufgehoben
Die amtliche Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) wegen Glatteis, die zunächst für weite Teile Brandenburgs und Berlin galt, ist jetzt nur noch für den Norden Brandenburgs aktiv. Es wird aber weiter vor glatten Straßen und Wegen gewarnt [dwd.de].
08:02 Uhr: Parks und Schlösser am Montag geschlossen
Die Schlösser und Parks der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg bleiben am Montag wegen Glatteisgefahr geschlossen. Weil sich auf gefrorenen Böden gefährliche Glätte bilden könne, sei dies vorbeugend zum Schutz der Besucher entschieden worden. Betroffen sind unter anderem das Schloss Charlottenburg in Berlin und das Schloss Sanssouci und der umliegende Park in Potsdam.
07:47: Uhr: Abschnitt auf A100 gesperrt, Flüge am BER verspätet
Auch für Autofahrer gibt es Einschränkungen in Berlin: Die südliche A100 ist zwischen Grenzallee und Buschkrugallee wegen Eisglätte derzeit in beide Richtungen gesperrt, wie die VIZ mitteilte.
Am Hauptstadtflughafen BER kam es am Morgen laut den Abfluginformationen auf dem Internetportal zu Verspätungen [ber.berlin-airport.de]. Starts und Landungen werden einem Sprecher zufolge derzeit nur über eine der beiden Start- und Landebahnen abgewickelt. Die zweite Bahn werde gegen Vereisung behandelt.
07:42 Uhr: Überblick über Lage im Nahverkehr in Berlin und Brandenburg
Berlin
- Tramverkehr komplett eingestellt
- Störungen und Ausfälle bei U2 und U3
- S-Bahn: S1, S2 und S25 wegen vereister Gleise eingeschränkt/Ringbahn wegen Bauarbeiten unterbrochen [s-bahn.berlin].
Brandenburg
- Busverkehr in Potsdam und in der Uckermark eingestellt
- Tramverkehr in Brandenburg an der Havel eingestellt
- In Oder-Spree und im Barnim kann es zu Ausfällen und Verspätungen kommen
Auch beim Regionalbahnverkehr kommt es derzeit zu Verspätungen von teils bis zu einer Stunde, wie es auf der Bahn-Webseite heißt. Einzelne Verbindungen fallen demnach aus.
07:25 Uhr: Probleme mit BVG-Webseite
Von der Leitstelle der BVG hieß es auf rbb-Anfrage, dass es Probleme mit deren Webseite gebe. Dort würden die Störungsmeldungen nicht angezeigt.
Nach wie vor ist der Tramverkehr allerdings eingestellt, es gibt auch weiter Probleme im U-Bahnverkehr. Aktuell (Stand 7:20 Uhr) ist laut BVG weiterhin die U2 zwischen Alexanderplatz und Pankow sowie die U3 zwischen Breitenbachplatz und Krumme Lanke unterbrochen.
Der Busverkehr ist demnach derzeit planmäßig unterwegs, es könne jedoch wegen der Straßenverhältnisse zu kurzfristigen Einschränkungen kommen.
6:58 Uhr: Auch in der Uckermark ist der Busverkehr eingestellt
In der gesamten Uckermark fahren bis auf Weiteres keine Busse - das hat die Uckermärkische Verkehrsgesellschaft mitgeteilt.
In anderen Landkreisen, etwa in Oder-Spree oder im Barnim, kann es nach Angaben der örtlichen Bus- und Verkehrsgesellschaften zu Ausfällen und Verspätungen kommen.
Die Leitstellen Oderland und Nordost sprechen von mehreren witterungsbedingten Einsätzen, ohne konkrete Zahlen nennen zu können. Auch die Einsatzfahrzeuge haben den Angaben zufolge oft Probleme, die Einsatzorte zu erreichen.
06:38 Uhr: Polizei und BSR warnen vor extremer Glätte
Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger sind für den morgendlichen Weg zur Arbeit zu besonderer Vorsicht aufgerufen.
Polizei und Berliner Stadtreinigung (BSR) warnen vor extremer Glätte. Zwar streue der Winterdienst der BSR auf wichtigen Strecken inklusive der Radstreifen, teilte das Unternehmen mit. Aufgrund starken Regens sei das Feuchtsalz aber teilweise von den Fahrbahnen gespült worden. In Nebenstraßen sowie auf vielen Rad- und Gehwegen werde zudem kein Auftaumittel eingesetzt. Hier sei es deswegen extrem glatt.
"Bitte passen Sie Ihr Verhalten den Straßenverhältnissen an", teilte die Polizei auf der Plattform X mit. Autofahrer sollten die Abstände vergrößern und behutsam lenken. Überflüssige Wege und Radfahren würden am besten vermieden.
Größere oder auffällig viele Unfälle in der Hauptstadt wurden zunächst nicht bekannt.
6:32 Uhr: Auch Probleme bei der S-Bahn
Im S-Bahnverkehr sind die Linien S1, S2 und S25 von Verspätungen und Ausfällen betroffen, wie eine Bahn-Sprecherin dem rbb sagte. Grund sind vereiste Weichen.
Zusätzlich erschwert eine Streckensperrung auf der Ringbahn die Lage. Zwischen Südkreuz und Hermannstraße fahren die Linien S41 und S42 nicht mehr. Hier ist ein Gleislagefehler die Ursache, wie die Bahnsprecherin sagte.
06:10 Uhr: Unwetterwarnung vor Glatteis
Die Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) vor Glatteis (dwd.de) gilt derzeit noch bis 09:00 Uhr. Sie gilt für praktisch ganz Ostdeutschland. Auch in den nächsten Stunden kommt es zu gefrierendem Regen. Vielerorts fällt auch Schnee oder Schneeregen.
06:07 Uhr: Auswirkungen in Potsdam
In Potsdam fahren zur Stunde keine Busse.
06:00 Uhr: massive Probleme im Berliner Nahverkehr
Bei der BVG kommt es derzeit zu großen Problemen. Die Berliner Verkehrsbetriebe haben im gesamten Stadtgebiet den Straßenbahnverkehr eingestellt, wie es auf der Webseite der BVG heißt.
Die U3 ist eingestellt, die U2 ist zwischen Wittenbergplatz und Potsdamer Platz unterbrochen.
Bei nahezu allen Buslinien kommt es laut BVG-Störungsmelder zu Problemen.
05:40 Uhr: zahlreiche Unfälle in Brandenburg
Bis zum frühen Montagmorgen (Stand 05:30 Uhr) meldete die Brandenburger Polizei 56 Glätteunfälle mit sieben Verletzten.
Schwerpunkt ist nach Polizeiangaben bislang der Westen Brandenburgs. Unfälle gab es aber überall verteilt im Land, unter anderem in Cottbus, Brandenburg an der Havel, Potsdam, Nauen, Eberswalde, Wildau, Rüdersdorf, Ludwigsfelde und im Löwenberger Land.
05:30 Uhr: Unwetterwarnung vor Glatteis
Auf vielen Straßen und Gehwegen in Brandenburg und Berlin ist es gerade spiegelglatt.
Der Deutsche Wetterdienst hat eine amtliche Unwetterwarnung für praktisch ganz Ostdeutschland herausgegeben. Auch in den nächsten Stunden kommt es zu gefrierendem Regen. Vielerorts fällt auch Schnee oder Schneeregen.
Im Straßenverkehr sind erhebliche Beeinträchtigungen zu erwarten. Wer kann, sollte aufs Autofahren verzichten und nach Möglichkeit zu Hause bleiben. Im ÖPNV kommt es zu massiven Störungen.
Sendung: rbb24 Spezial, 05.02.2026, 20:15 Uhr
276 Kommentare
Mit dem Ausrufen der Notzeit sollen Jäger Wildtiere mit Futter unterstützen. Mit Heu und Getreide solle das Überleben der Tiere gesichert werden, so der Jagdverband. Der Landkreis Oder-Spree bestätigte das Ausrufen der Notzeit, konnte jedoch bislang keine weiteren Angaben dazu machen. "Durch Glatteisregen hat sich flächendeckend eine drei bis fünf Zentimeter starke Eisschicht gebildet - sowohl auf Freiflächen wie Wiesen und Äckern als auch im Wald. Diese Eisdecke macht die Nahrungssuche für Wildtiere nahezu unmöglich und birgt zugleich eine erhebliche Verletzungsgefahr, insbesondere bei Fluchtbewegungen
Na das ist doch nett, dass die Tierchens auch was zu naschen bekommen.
Irgendwie eigenartig, stehe seit 3 Stunden an der selben Stelle, wohl bis zum Frühlingsanfang
sogar die schweiz macht sich darüber lustig. https://www.srf.ch/news/international/eine-stadt-mit-frostbeulen-berliner-winter-zugausfaelle-glatteis-und-festgefrorene-politik
Selber Schuld, wem ein richtiger Winter schon aus dem Gedächtnis verlustig gegangen ist. Es gibt noch Menschen, die erinnern sich, dass solche Winter mal fast jedes Jahr waren und nicht nur alle 10 Jahre mal. Boomer wissen, wovon ich rede ;-) Und nein: Früher war nicht alles besser. Die Gehsteige und Straßen waren auch glatt und wenig geräumt. Wir wussten damals nur, damit umzugehen.