Voyeur-Aufnahmen strafbar machen – Jetzt Gesetzeslücke schließen!
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Unterschriften auf
innn.it
Gestartet von:
Yanni Gentsch
Gerichtet an:
Dr. Stefanie Hubig, Bundesministerin der Justiz
Ich bin die Joggerin aus Köln, die heimlich von hinten gefilmt wurde – gezielt auf ihren Po – und sich danach anhören musste, sie sei ja selbst Schuld. Mein Video, in dem ich den Täter konfrontiere, ging viral. Millionen Menschen zeigten sich solidarisch und wütend. Doch der größte Aufreger folgte später:
Ich konnte ihn nicht anzeigen.
Denn laut Gesetz ist das heimliche Filmen nur dann strafbar, wenn der Intimbereich direkt betroffen ist – also unter die Kleidung oder nackter Haut. Auch hat der Mann das Video noch nicht veröffentlicht oder weitergeleitet. Dass ein Mann gezielt meinen Körper mit sexueller Absicht filmt, zählt also nicht als Straftat.
Warum ist das ein Problem?
Ein Voyeur ist jemand, der andere heimlich beobachtet oder filmt – oft mit sexuellen Absichten und ohne ihr Wissen oder ihre Zustimmung. Es ist ein Machtmissbrauch.
Aktuell gilt:
- Selbst wenn jemand deinen nackten Hintern in einer Freibaddusche filmt – keine Anzeige möglich.
- Selbst wenn du im Gym heimlich von unten gefilmt wirst – keine Anzeige möglich.
- Selbst wenn du wie ich beim Joggen gezielt mit sexueller Absicht von hinten gefilmt wirst – keine Anzeige möglich.
Die aktuelle Gesetzeslage schützt Täter, nicht Opfer.
Ich stellte den Täter zur Rede. Seine Antwort?
„Warum ziehen Sie dann so eine Hose an?“
Das ist Täter-Opfer-Umkehr in Reinform – eine Strategie, um Betroffene zum Schweigen zu bringen. Doch ich schweige nicht und bin stolz darauf, genau so gehandelt zu haben. Sein Fehlverhalten ist nicht meine Verantwortung. Die Scham gehört auf die Seite der Täter, nicht auf unsere. „Meine Klamotten sind keine Einladung!“, und heimliches Filmen ist ein Übergriff, der Betroffene noch Stunden bis zu Tage später belastet!
#KeineEinladung – Jetzt wird aus Wut Veränderung.
Meine Forderung: Erweitert § 184k StGB – macht ALLE voyeuristischen Aufnahmen strafbar!
✅ Heimliches, sexuell motiviertes Filmen muss strafbar sein – egal, ob mit oder ohne nackte Haut.
✅ Keine Gesetzeslücke bei Übergriffen – weder privat noch öffentlich.
✅ Täter müssen Verantwortung für ihr Fehlverhalten übernehmen – nicht die Opfer.
Mein Mut hat etwas bewegt – jetzt bewegt eure Unterschrift das Gesetz!
✍ Unterschreibt jetzt – damit Voyeur-Aufnahmen endlich strafbar werden.
Ich zähl auf euch, für uns.
Yanni ✊🏻❤️🗣
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Auswahl prominenter Unterzeichner*innen:
Luisa Neubauer (@luisaneubauer), Climate Justice Activist
Naina (@nainablabla), Influencerin und feministische Content Creatorin
Helena (@hih_lenah), Content Creatorin zu Feminismus und Politik
Katharina Isele (@katharina.isele), Athletin
Josi (@josischreibt_), Content Creatorin
Katja Dunkel (@dunkelrechtsanwaeltinnen), Rechtsanwältin und Gründerin
Vita (@vita_ohne_li), gesellschaftskritische Rapperin
Jennifer Weist (@yaenniverfromtheblock), Musikerin mit Haltung
Mareile Höppner (@mareilehoeppner_official), Journalistin und Autorin
Martin Rütter (@martinruetter_official), Hundetrainer und Autor
Jasmin Shakeri (@jasminshakeri), Schauspielerin und Sängerin
Feminist Law Clinic (@feministlawclinic), feministische Rechtsberatung
Neuigkeiten zur Petition
Hallo,Good News und wichtiges Update! Wir waren so laut, dass Bundesjustizministerin Hubig sich dafür einsetzt, endlich alle Voyeur-Aufnahmen strafbar zu machen. Und das sogar mit Zeitplan: Bis Jahresbeginn 2026 will sie einen Gesetzentwurf vorlegen, bis zum Sommer soll das neue Gesetz wirksam werden. Read that again.Auf der Justizministerkonferenz in Leipzig heute vor einer Woche haben leider nicht alle Bundesländer für die Gesetzesänderung gestimmt. *Hust* Unionsseite war dagegen. ABER die Abstimmung ist nicht bindend und Hubig will weitermachen. Das ist so ein starkes Zeichen. "Wir sehen einfach, dass die sexuelle Belästigung im öffentlichen Raum zunimmt und für viele Frauen und zum Teil für Männer ein echtes Problem geworden ist", sagte Hubig im Deutschlandfunk.Damit eine Sache klar ist: Das hier. Wir. 157.736 Menschen. Und ja, meine Arbeit (danke an alle, die das in DMs betonen. Big appreciation) sind der Grund dafür, dass über den Schutz von Frauen vor Voyeurismus so omnipräsent und laut wie lange nicht berichtet wird. Seit dem 16.02.2025 weht ein anderer Wind und we all know, dass Frauen* noch nie irgendwelche Rechte geschenkt wurden. Die sind erkämpft. Penetrant. Für Täter unbequem. Und am Freitag nicht für alle Länder ein no brainer. Aber season two is already knocking on my door. Wer bleibt mit mir dran?Danke - Für alles und das, was jetzt noch kommt!Yanni ✊🏻❤️🗣PS: Ich gehe am Sonntag nochmal detailliert mit Bild und Ton via Instagram Stories auf meinen Besuch bei der Justizministerkonferenz ein. Schaltet gerne ein.
Yanni Gentsch
vor 3 Monaten