Eine Umstellung der Wetterlage wird in Berlin und Brandenburg bis zum Donnerstagvormittag erneut zu Glätte führen.
Der Deutsche Wetterdienst hat am Mittwochabend eine amtliche Unwetterwarnung vor Glatteis herausgegeben, die vor allem den Osten Brandenburgs und die östlichen Stadtteile Berlins betrifft. Die Warnung gilt vorerst von Donnerstag, 2 Uhr bis 10 Uhr.
Noch vor Mitternacht soll im Süden Brandenburgs Niederschlag einsetzen. Bis in die Morgenstunden ist dort mit gefrierendem Regen zu rechnen. Ab Mitternacht treten die Niederschläge auch in der Mitte und im Norden auf, überwiegend als Schnee, teils ebenfalls als gefrierender Regen. In Richtung Havelland und Prignitz fällt durchgehend Schneeregen.
Die Frostluft der vergangenen Tage wird ausgeräumt und die Temperaturen steigen in den kommenden Tagen zumindest leicht über null Grad, wie ARD-Wetterexperte Alexander Rudolph rbb|24 sagte. "Der Wechsel von Frostluft zu Nicht-Frostluft geht aber nicht ganz ohne über die Bühne." Das habe mit der Kombination aus einer niederschlagsreichen Warmfront aus Süden und den gefrorenen Böden sowie der Frostluft am Boden zu tun.
"Der Donnerstagmorgen wird sehr rutschig"
Bereits in der Nacht zu Mittwoch hat ein Tief zu teils mehreren Zentimetern Neuschnee geführt. Spannend wird aber vor allem der Donnerstag. Fast überall in der Region außer im Süden Brandenburgs wird laut Rudolph noch Frost herrschen. Die Warmfront bringe Regen mit sich, der aber in Kombination mit der Frostluft für gefrierenden Regen (Eisregen) und glatte Straßen in Süd- und Ostbrandenburg sorgen könne. In Nordbrandenburg könne es wieder schneien und zu Schneeglätte kommen.
In Berlin sei am Donnerstagmorgen mit Schwierigkeiten im Berufsverkehr zu rechnen, sagte ARD-Wetterexperte Rudolph weiter. "Der Donnerstagmorgen wird sehr rutschig – egal, ob es der gefrierende Regen oder der Schneeglätte wird."
Sorge vor neuem Tram-Ausfall in Berlin - BVG stockt auf
Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) stellen eigenen Angaben nach in der Nacht zu Donnerstag zusätzliche Fahrzeuge sowie Fahrerinnen und Fahrer bereit. Diese sollen Betriebsfahrten durchführen, damit die Oberleitungen nicht wieder einfrieren.
Zudem sei bei der U-Bahn ein Bürsten- und Schmierzug im Einsatz, der die Gleise freihalten soll. Mit der Berliner Stadtreinigung wurden den Angaben nach vereinbart, bei Frost besonders anfällige Punkte zu streuen.
Bereits in der vergangenen Woche fiel in Berlin viel Eisregen. Als dieser auf die Oberleitungen der Berliner Straßenbahnen traf, vereisten diese. Das führte dazu, dass der Tramverkehr in der Stadt eingestellt werden musste. In anderen Städten wie Cottbus, Potsdam oder Frankfurt (Oder) fuhren die Straßenbahnen trotz der Niederschläge wie gewohnt.
Die Umweltorganisation BUND Berlin forderte nun die BVG und die Senatsverkehrsverwaltung auf, einen neuen witterungsbedingten Ausfall der Berliner Straßenbahn zu verhindern. Nach dem Warnstreik im Nahverkehr von Montag könne den Berlinern kein neuer großflächiger Ausfall des Trambetriebs zugemutet werden.
Für Freitag werden dann Temperaturen zwischen null und vier Grad erwartet. Leichter Frost sei nur noch nachts stellenweise zu erwarten, so Rudolph. Damit sei die aktuelle Kältewelle zu Ende. Aber: Wie es danach weitergeht, sei noch unklar. Momentan gehe der Trend aber eher wieder zu kälterem Wetter.
Sendung: radioeins vom rbb, 04.02.2026, 21 Uhr
136 Kommentare
Wenn es kalt ist wird gemeckert, es sei zu kalt ubd glatt, wenn es warm ist wird gemeckert, es sei zu schwül und unerträglich. Es ist das Wetter und es sind nun mal unsere Jahreszeiten!
Sand, Kies, Splitt ist euch wohl zu bequem, was?
Wieder einmal nichts geräumt und nichts gestreut! Der Staat versagt erneut auf ganzer Linie!