Wertung
9,0
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Dynamit
1 Minute
23.08.2000, 7:00

SYMPHORCE - Sinctuary

Review
Reinhรถren

Heiliger Herzinfarkt! Fรผr eine halbe Minute hat man doch glatt den Eindruck, es hier mit einer neuen Rammstein-Scheibe zu tun zu haben. Doch dann lรคsst der Schreck gottlob nach, und der Opener 'Eye Of Horus' rรถhrt als satter Power Metal-Stampfer aus den Boxen. Und "Power" ist definitiv der Knackpunkt bei diesem zweiten Output der Band um den ehemaligen Ivanhoe- bzw. derzeitigen Brainstorm-Sรคnger Andy B. Franck. Denn "Sinctuary" knallt um einiges heftiger auf den Solarplexus als das ebenfalls nicht gerade schwachbrรผstige Debรผt "Truth To Promises". Hauptgrund fรผr dieses Plus an Hรคrte dรผrfte in erster Linie der Wechsel an der Klampfe sein. Der neue Mann Cedric Dupont leiert sich nรคmlich einen ganzen Haufen Metal Church/Savatage-kompatibler Power-Riffs aus dem Handgelenk, kann allerdings auch sehr gefรผhlvoll zu Werke gehen. Trotzdem: Ohne Andys รผberragende Stimme wรคren SYMPHORCE nur die Hรคlfte wert. Der Mann ist ein echtes Ausnahmetalent und einer der ganz wenigen, die es sogar mit einem Bruce Dickinson aufnehmen kรถnnen. Hรถrt euch mal 'Holy Sin' mit geschlossenen Augen an und vergleicht es mit einem x-beliebigen Dickinson-Song. Ihr werdet kaum einen Unterschied heraushรถren! Einzelne Songs hervorzuheben, wรคre ziemlich mรผรŸig, da der komplette Silberling gรคnzlich ohne Schwachpunkt รผber die Runden kommt. Egal ob Power Metal-Brett (teilweise mit gut integrierten modernen Soundeffekten) oder klischeefreie Ballade: Hier stimmt einfach alles.

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