- BSR bekommt zusätzliches Streugut
- Ausgabe von kostenlosem Splitt nun auch in Potsdam
- Bezirke sehen sich überfordert mit Kontrolle der Räumpflicht
- Wochenbeginn wird frostig
14:50 Uhr BUND: BVG muss sich auf Eisregen vorbereiten
Die Umweltorganisation BUND Berlin fordert die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) und die Senatsverkehrsverwaltung auf, einen neuen witterungsbedingten Ausfall der Berliner Straßenbahn zu verhindern.
Nach dem Warnstreik im Nahverkehr von Montag könne den Berlinern außerdem kein neuer großflächiger Ausfall des Trambetriebs zugemutet werden.
Der BUND Berlin fordert unter anderem, dass auch nachts sogenannte Bügelfahrten zum Abkratzen von Eisschichten an der Oberleitung in engerem Takt als im regulären Nachtverkehr durchgeführt werden. Zu den Vorbereitungen gehöre auch, fehlende oder falsche Fahrgastinformation zu verhindern.
Laut Deutschem Wetterdienst kann es in den nächsten Tagen wieder zu Eisregen kommen. Vor allem am Donnerstag wird es nach Einschätzung des ARD-Wetterkompetenzzentrum in Berlin und weiten Teilen Brandenburgs voraussichtlich "sehr rutschig".
14:06 Uhr Glättegefahr nimmt trotz Plusgraden zu
Die Kältewelle in Berlin und Brandenburg endet, die Temperaturen steigen bis zum Wochenende über null Grad. Der Übergang von Frost- zu milderer Luft bringt jedoch neue Gefahren: Durch gefrorene Böden und eine Warmfront drohen Schneefall, Eisregen und zunehmende Glätte.
Besonders am Donnerstagmorgen ist mit sehr rutschigen Straßen und Problemen im Berufsverkehr zu rechnen."Der Donnerstagmorgen wird sehr rutschig – egal, ob es der gefrierende Regen oder der Schneeglätte wird", sagte ARD-Wetterexperte Rudolph rbb|24 am Dienstagvormittag.
Erst ab Freitag entspannt sich die Lage mit Temperaturen zwischen null und vier Grad.
07:09 Uhr: Leichte Plusgrade am Mittwoch und Donnerstag
Das Wetter in Berlin und Brandenburg bleibt auch am Dienstag eisig. Zum Mittwoch und Donnerstag klettern die Höchsttemperaturen jedoch wieder über null Grad, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte.
Am Dienstag kommt es laut Prognose in der Früh zu mäßigem und in der Uckermark zu lokal strengem Frost. Zwischen minus zwei Grad in der Elbe-Elster-Niederung und minus sieben Grad in der Uckermark liegen demnach die Höchstwerte. Auch in der Nacht zu Mittwoch wartet laut Prognose Frost – bei Tiefsttemperaturen von minus vier bis minus neun Grad.
Dem Wetterbericht nach schneit es in der Nacht zum Mittwoch, am darauffolgenden Tag und in der darauffolgenden Nacht gebietsweise. Daher rechnet der DWD am Mittwoch mit ein bis drei Zentimetern Neuschnee. Im äußersten Nordosten Brandenburgs soll das Thermometer an dem Tag höchstens minus sechs Grad messen – in Berlin um minus zwei Grad und an der Grenze zu Sachsen plus ein Grad.
Am Donnerstag steigen die Höchstwerte nach Angaben der Wetterexperten auf ein bis drei Grad – im Plus!
07:02 Uhr: Kältehilfe-Einrichtungen in Berlin könnten Angebot ausweiten
Wegen der niedrigen Temperaturen weitet die Berliner Kältehilfe ihre Angebote teilweise aus. Laut der Koordinierungsstelle der Kältehilfe haben sich einige Einrichtungen bereit erklärt, die Öffnungszeiten zu verlängern und zusätzliche Plätze anzubieten.
In Berlin stehen derzeit rund 1.200 Notübernachtungsplätze zur Verfügung. Noch sei das Angebot ausreichend, hieß es.
Auch die Kältebusse sind demnach stark gefragt. Die Koordinierungsstelle bittet aber darum, dass man vorher mit dem betroffenen Menschen sprechen sollte, bevor man einen Kältebus ruft. Denn nicht immer sei Hilfe erwünscht.
06:31 Uhr: Kostenloser Splitt für Potsdamer
In Potsdam können Privathaushalte ab Dienstag kostenloses Streugut gegen vereiste Gehwege bekommen. Wie die Stadtwerke Potsdam mitteilten, können bis zu 20 Liter Splitt bei Wertstoffhöfen abgeholt werden. Wer das Streugut abholt, muss demnach einen eigenen Behälter dabei haben. Das Angebot gelte, solange der Vorrat reicht.
Auch die Berliner Stadtreinigung gibt wegen Eisglätte auf Gehwegen seit einigen Tagen Splitt auch an Privatpersonen ab.
Montag, 2. Februar
19:21 Uhr: Wegner will Einsatz von Streusalz bei Glätte erleichtern
Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner setzt sich für einen leichteren Einsatz von Tausalz bei großer Glatteis-Gefahr auf Gehwegen und dafür notwendige gesetzliche Änderungen ein. Bei einem Besuch der Berliner Stadtreinigung (BSR) sagte der CDU-Politiker am Nachmittag: "Wir brauchen endlich rechtliche Sicherheit, (...) dass wir zum Beispiel auch Tausalz konsequent vom ersten Tage anwenden. Das ist eine Sache, die jetzt hoffentlich alle gelernt haben." Es sei seine Erwartung, dass es hier zu gesetzlichen Veränderungen komme, so Wegner.
Nach dem Straßenreinigungsgesetz und dem Naturschutzgesetz ist die Verwendung von Streusalzen oder anderen Auftaumitteln auf Grundstücken und Gehwegen eigentlich verboten. Ausnahmen gibt es nur für die Stadtreinigung BSR auf besonderen Straßen. Vor kurzem hatte aber wegen anhaltender Eisglätte Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU) per Allgemeinverfügung kurzfristig Streusalz auf Gehwegen zugelassen.
17:20 Uhr: Wittstock/Dosse bietet Privathaushalten kostenlos Streugut an
Die Stadt Wittstock/Dosse bietet ihren Bürgern in dieser Woche kostenlos Streugut an. Ab Dienstagmorgen können Am Bauhof der Stadtverwaltung in der Rheinsberger Straße 27 pro Person bis zu 50 Liter Kies/Salz-Gemisch abgeholt werden. Der Bauhof hat Dienstag bis Donnerstag von 6:30 Uhr bis 9 Uhr sowie von 13 bis 15 Uhr geöffnet, am Freitag von 6:30 bis 9 Uhr.
Die Baumärkte seien gerade leer gekauft und die privaten Streusalz-Vorräte würden sich dem Ende zuneigen, hieß es zur Begründung. Die Stadtverwaltung betonte, das Streugut sei für den Eigenbedarf.
17:00 Uhr: BSR bekommt zusätzliche 500 Tonnen Streugut
Die Berliner Stadtreinigung (BSR) soll am Dienstag zusätzliche 500 Tonnen Split bekommen. Das kündigte BSR-Chefin Stephanie Otto an. Nach ihren Angaben konnten am Montag nicht alle Bezirke mit dem benötigten Streugut versorgt werden.
Die Lichtenberger Ordnungsstadträtin Filiz Keküllüoglu (Grüne) bestätigte dem rbb, Mitarbeitende ihres Bezirksamts seien seit 8 Uhr am Morgen überwiegend erfolglos zwischen den Standorten der BSR herumgefahren. Die Menge an Streugut, die das Amt erhalten hat, reicht bei weitem für den aktuellen Bedarf nicht aus.
Keküllüoglu betonte, sie erwarte von Senat und BSR bessere Kommunikation. Außerdem forderte sie, dass das Streugut über alle Bezirke zukünftig gerecht aufgeteilt wird, so dass allen Menschen in Berlin geholfen werden kann, auch in den Außenbereichen dieser Stadt.
Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) kündigte an, es werde jetzt täglich eine Schalte für Absprachen zwischen Senat, BSR und Bezirken geben.
16:20 Uhr: Mehr Kontrolle bei Streupflicht gefordert - Kritik am Senat
Der Berliner Mieterverein fordert, dass die Bezirke die Streupflicht der Vermieter stärker kontrollieren und dass das Bußgeld deutlich erhöht wird. Maximal 10.000 Euro seien angesichts der Kosten, die Sturzverletzungen nach sich ziehen, viel zu niedrig.
Die Berliner Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp stellt die gleichen Forderungen. Sie schlägt außerdem vor, das Technische Hilfswerk beim Räumen und Streuen der vereisten Gehwege einzusetzen. Der Senat hätte längst handeln müssen, so Eralp. Es sei nicht hinnehmbar, dass vor allem ältere und kranke Menschen faktisch nicht rausgehen könnten.
Auch SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach wirft Verkehrssenatorin Bonde von der CDU zu langsames Handeln vor. Berlin kämpfe seit Wochen mit eisglatten Bürgersteigen. Doch erst jetzt führe Bonde Gespräche mit Bezirken und Stadtreinigung.
13:23 Uhr: BUND fordert nach Tausalz-Freigabe Intensivkur für Bäume
Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) fordert wegen der Streusalz-Freigabe ein Sonderprogramm für die Berliner Straßenbäume.
Salz auf Bürgersteigen sei pures Gift und werde mit dem Tauwasser direkt neben den Stämmen in den Boden fließen. Um es in tiefere Schichten zu spülen, müssten die Bäume nach dem Frost intensiv bewässert und zusätzlich gedüngt werden, teilte der BUND am Montag mit.
Andernfalls drohten zusätzliche Astabbrüche, die Menschen gefährden. In letzter Konsequenz müssten für die Verkehrssicherheit noch mehr Bäume als bisher gefällt werden, so der BUND.
Im Sommer lassen sich die Salzschäden deutlich an bräunlich verfärbten und abgestorbenen Blatträndern erkennen.
12:45 Uhr Gratis-Splitt bleibt gefragt
Angesichts der Eisglätte ist der kostenlose Splitt von der Berliner Stadtreinigung (BSR) weiter begehrt. "Die Nachfrage ist groß", sagte BSR-Sprecherin Frauke Bank. "Viele Bürger sind ratlos, weil man im Baumarkt nichts mehr bekommt."
Seit dem Morgen wird der Splitt nur noch an drei BSR-Betriebshöfen in Wilmersdorf, Friedrichshain und Neukölln ausgegeben, zum Start der Ausgabe am Samstag waren es zehn. Beim Betriebshof in der Mühlenstraße in Friedrichshain gab es am Vormittag regen Andrang von Berlinerinnen und Berlinern, die sich mit Splitt versorgen wollen.
Daten dazu, wie viel Splitt insgesamt mittlerweile ausgegeben wurde, hat die BSR noch nicht. Am ersten Tag am Samstag waren es rund 20 Tonnen. Rund zwei Drittel davon gingen der BSR zufolge anPrivatpersonen, die damit selbst streuen wollen. Grundsätzlich gilt das BSR-Angebot, solange der Vorrat reicht.
Die BSR stellt auch den zwölf Berliner Bezirken Splitt zur Verfügung. Die Menge, die an sie abgegeben wurde, sei im Vergleich zum Samstag noch einmal deutlich gestiegen, sagte BSR-Sprecherin Frauke Bank.
9:43 Uhr: Berliner Bezirke überfordert mit Kontrolle der Räumpflicht
Die Berliner Bezirke sind mit der Überwachung der Räumpflicht überfordert. So steigt nach DPA-Angaben die Zahl der Beschwerden über nicht geräumte Wege - die Bezirksämter haben aber zu wenig Personal.
Aus Friedrichshain-Kreuzberg heißt es, die meisten Grundstückseigentümer und Winterdienste seien überfordert. Gemeldete Gefahren könnten aber innerhalb kurzer Zeit beseitigt werden.
Pankow erlebt nach eigenen Angaben zurzeit eine besonders hohe Zahl an Bürgerhinweisen. Der Ordnungsdienst arbeite im Schichtbetrieb, aber der Bezirk sei groß und die Aufgaben seien vielfältig.
In Neukölln wurde in Einzelfällen die Räumung auf Kosten der Hauseigentümer beauftragt.
Mittlerweile wurde vereinbart, dass die BSR die Bezirke beim Räumen von Schnee und Eis unterstützen soll.
Sonntag, 1. Februar
20:30 Uhr: Die Oder friert weiter zu
Seltener Anblick: Auf der Oder bildet sich immer mehr Eis. Mittlerweile ist die Flussoberfläche bei Reitwein (Märkisch-Oderland), südlich von Küstrin, zum Stehen gekommen. Am Nachmittag waren die Schollen auf Höhe der Stadt Lebus (ebenfalls Märkisch-Oderland) noch in Bewegung.
Größere Eisstöße - Auftürmungen von Eisplatten - wurden bislang noch nicht gemeldet. Alle Pegel am deutschen Oderabschnitt melden zudem unkritische Werte. Hochwassergefahr könnte erst dann entstehen, wenn sich die Schollen bei Tauwetter bis auf den Grund zusammenschieben und so Wasser stauen.
18:20 Uhr: Kaltes Winterwetter sorgt für schlechtere Luft
Infolge der niedrigen Temperaturen, geringer Niederschläge und des aufkommenden Windes aus Osten erwartet uns schlechtere Luft. "In Polen werden ja noch Unmengen von Kohle verbrannt", erklärte ARD-Wetterexperte Torsten Walter rbb|24. "Die dadurch ausgestoßenen Schadstoffe könnten sich in der Luft ansammeln." Auch der höhere Energieverbrauch, vor allem durchs Heizen hierzulande sorgt für schlechtere Luftqualität.
Aber: Auch wenn die Luftqualität draußen nicht gut ist, sei sie besser als alte Wohnungsluft, sagt Ute Dauert vom Umweltbundesamt. Sie rät deshalb trotzdem zum Lüften.
11:45 Uhr: BSR unterstützt bei Gehweg-Räumung
Die Berliner Stadtreinigung (BSR) unterstützt jetzt die Grünflächen- und Ordnungsämter dabei, Wege in der Stadt begehbar zu machen. Das teilte die Verkehrsumweltverwaltung am Sonntag mit. Die BSR stelle Streugut und und Räumwerkzeuge zur Verfügung. Zudem sollten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus anderen Bereichen der Ämter nach Möglichkeit beim Winterdienst unterstützen.
Der Fokus liege auf Supermärkten und Einkaufszentren, Arztpraxen, Apotheken, Kliniken, Schulen und Zuwegungen zum Nahverkehr.
11:10 Uhr: Es wird nachts klirrend kalt
Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes und des ARD-Wetterkompetenzzentrums bleibt es in der Region Berlin-Brandenburg sehr kalt. In der Nacht zum Montag fallen die Tiefstwerte demnach auf bis zu -13 Grad, in der Nacht zum Dienstag auf bis zu -14 Grad. Auch tagsüber bleibe es immer unter dem Gefrierpunkt.
9:07 Uhr: Vereiste Hydranten behindern Feuerwehr
Die eisigen Temperaturen haben auch Auswirkungen auf Löscharbeiten. Wie die Berliner Feuerwehr mitteilte, waren bei einem Einsatz in Frohnau (Reinickendorf) viele Hydranten im Umfeld eines brennenden Hotels vereist. Dennoch habe zügig eine stabile Wasserversorgung hergestellt werden können.
Gebrannt hatte der Dachstuhl eines leerstehenden Hotelgebäudes in der Oranienburger Chausee. "In dem Gebäude befanden sich glücklicherweise keine Personen", hieß es auf der Webseite der Feuerwehr. Die Löscharbeiten dauern an. Aktuell sind 55 Einsatzkräfte vor Ort.
8:23 Uhr: Kälte verschärft sich bis Dienstag
Es bleibt bei eisigen Temperaturen in Berlin und Brandenburg. Am Sonntag betragen die Höchsttemperaturen laut Deutschem Wetterdienst (DWD) minus neun bis minus vier Grad. Dabei soll es überwiegend trocken bleiben.
In der Nacht zum Montag fallen die Tiefstwerte demnach auf minus sieben bis minus 13 Grad. Für Montag rechnet der DWD mit Höchsttemperaturen von minus zehn bis minus fünf Grad. In der Nacht auf Dienstag sinken die Temperaturen bis auf minus 14 Grad.
Sonnabend, 31. Januar
18:00 Uhr: Laut BVG wieder alle Straßenbahnlinien planmäßig unterwegs
Alle 22 Straßenbahn-Linien in Berlin sind nach Angaben der BVG seit Samstagnachmittag wieder im Einsatz und planmäßig unterwegs. Lediglich auf der Linie 60 komme es im Bereich Johannisthal noch zu Einschränkungen an einzelnen Haltestellen, hieß es. Dennoch bleibe die Wetterlage weiterhin herausfordernd. Deshalb würden BVG-Mitarbeitende weiterhin durchgehend freigegebene Strecken kontrollieren, um bei Bedarf zu enteisen.
13:31 Uhr: Berliner Bibliotheken verlängern Leihfrist
Wegen der glatten Straßen und Gehwege können Bibliotheksnutzer und -nutzerinnen ihre ausgeliehenen Medien länger zuhause behalten. Die Fristen seien um 21 Tage hochgesetzt worden, heißt es auf der Webseite des Verbunds der öffentlichen Bibliotheken Berlins (VÖBB). Dazu gehören mehr als 80 Bibliotheken in Berlin.
10:04 Uhr: Trams fahren trotz Streik am Montag - aber keiner darf einsteigen
Trotz des Warnstreiks im Berliner Nahverkehr am Montag sollen Straßenbahnen im Einsatz sein - Passagiere dürfen aber nicht mitfahren. Ziel sei es, ein erneutes Einfrieren von Oberleitungen zu verhindern, hieß es von der BVG am Samstag. Einen entsprechenden Kompromiss haben Verdi und die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) geschlossen, wie beide mitteilten. Verdi hat für Montag zu ganztägigen Warnstreiks im Berliner Nahverkehr aufgerufen.
Bereits in der vergangenen Woche war der Straßenbahnbetrieb in der Hauptstadt zum Erliegen gekommen - allerdings wegen des Wetters. Eisregen war an den Oberleitungen angefroren. Seitdem wird daran gearbeitet, sämtliche Leitungen wieder freizubekommen.
9:20 Uhr: Temperaturen im zweistelligen Minusbereich
Die Berliner und Brandenburger müssen sich weiter auf Frost und Minustemperaturen einstellen. Nach Angaben des Deutschen Wetterdiensts fallen die Temperaturen in den Nächten zu Sonntag und Montag in den zweistelligen Minusbereich. Die Tiefstwerte liegen demnach bei minus sechs bis minus zwölf Grad. In der Nacht zum Wochenstart erwartet der DWD lokal Schneegriesel und etwas Schnee. Auch der ARD-Wetterdienst erwartet Temperaturen im zweistelligen Minusbereich.
8:57 Uhr: BSR gibt kostenlos Splitt an Privathaushalte ab
Die Berliner Stadtreinigung gibt seit Samstag kostenlos Splitt an Privathaushalte ab - solange der Vorrat reicht. Bis zu zehn Liter könnten abgeholt werden, man müsse allerdings einen eigenen Behälter mitbringen, so das Unternehmen. Die Ausgabe erfolge an zehn der 14 BSR-Höfe, am Samstag zwischen 8 und 13 Uhr, werktags bis 16 Uhr.
Splitt wird auf die Gehwege gestreut, um diese rutschfester zu machen. Ab sofort darf auch Tausalz eingesetzt werden, was normalerweise wegen der Umweltschäden verboten ist. Die Ausnahmeregelung gilt bis zum 14. Februar sowohl für die BSR und Winterdienste als auch für Grundstücksbesitzer.
8:52 Uhr: Berliner Straßenbahnen wieder fast vollständig unterwegs
In Berlin sind seit Samstagmorgen wieder fast alle Tramlinien planmäßig unterwegs. Das teilte das BVG-Lagezentrum dem rbb mit. Einschränkungen gib es derzeit noch auf den Linien M1 und M2 in Pankow, die abschnittsweise unterbrochen sind.
Auf der M1 gibt es zwischen Pastor-Niemöller-Platz und Rosenthal-Nord einen Ersatzverkehr mit Bussen, für die Unterbrechung auf der M2 zwischen Am Wasserturm und Heinersdorf dagegen ist kein Ersatzverkehr eingerichtet.
8:14 Uhr: Großer Streusalzverbrauch in Brandenburg
Im Winterdienst in Brandenburg hat das Land schon jetzt weit mehr Salz gestreut als im ganzen vorherigen Winter. Bisher seien bereits rund 90 Prozent der eingelagerten 35.000 Tonnen Streugut verbraucht, sagte die Sprecherin des Landesbetriebs Straßenwesen, Dorothée Lorenz. "Das ist ein großer Unterschied zu den letzten Jahren." Im Winter 2024/2025 reichten nach Angaben des Landesbetriebs insgesamt knapp 20.000 Tonnen zum Streuen.
Salz, mit dem die Wege von Glätte befreit würden, werde aber regelmäßig nachgeliefert. "Es würde nur knapp werden, wenn wir viele von diesen Extrem-Wetterlagen hätten." Dann müssten je nach Verkehrsaufkommen Prioritäten gesetzt werden.
Freitag, 30. Januar
19:35 Uhr: 90 Prozent des Berliner Tram-Netzes wieder befahrbar
Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) hat sich auch am Freitag weiter um die Enteisung der Oberleitungen im Straßenbahnnetz gekümmert. Inzwischen seien rund 90 Prozent des Berliner Netzes wieder in Betrieb, teilten die Verkehrsbetriebe am Abend mit.
Demnach sind die Linien M4 und M17 wieder planmäßig bis nach Falkenberg unterwegs. Die M1 fährt im Norden wieder bis zur Endhaltestelle Schillerstraße. Im Laufe des Tages konnten die Linien 62 und 68 wieder den vollen Betrieb nach Köpenick aufnehmen. Auch die Linien 60 und 61 sind wieder in Richtung Friedrichshagen und Rahnsdorf unterwegs.
Enteist wird aktuell unter anderem noch auf den Linien 21 und 50 soiwe M1 und M2, betroffen sind vor allem Abschnitte in den Außenbezirken, etwa in Pankow, Buchholz und Rosenthal.
19:15 Uhr: BSR gibt Splitt an Privathaushalte ab
Ab Samstag können Berliner Privathaushalte kostenlos bis zu zehn Liter Splitt an bestimmten BSR-Betriebshöfen abholen. Allerdings müssen die Behälter dafür mitgebracht werden. Das sei angesichts der knappen Verfügbarkeit in den Baumärkten eine große Hilfe, sagte Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD). Die BSR appellierte, das Angebot nur bei tatsächlichem Bedarf zu nutzen, um Ressourcen nicht unnötig zu verbrauchen. Die Betriebshöfe, an denen der Spitt abeholt werden kann, hat die BSR auf ihrer Internetseite veröffentlicht [bsr.de].
Grundsätzlich gilt, dass die Anlieger verpflichtet sind, für den Winterdienst auf den Gehwegen vor den jeweiligen Grundstücken zu sorgen. Zusätzlich ist der Winterdienst der BSR mit über 2.300 Kollegen und 540 Räum- und Streufahrzeugen auf 11.000 Kilometern Straßenland im Dauereinsatz.
18:15 Uhr: Viele Verletzte - Berliner Krankenhaus stellt Feldbetten auf
In der Evangelischen Elisabeth-Klinik in Berlin-Tiergarten mussten Feldbetten aufgestellt werden, um die zahlreichen Verletzten nach Glätteunfällen zu behandeln. Der Oberarzt im Notaufnahme-Team, Paul Waschk, sagte der rbb24 Abendschau, alleine am Freitag würden 60 bis 70 Patienten mit glatteisbedingten Sturzverletzungen erwartet. Viele Fälle seien Knochenbrüche, bei denen eine Operation notwendig sei. Die eigentlichen 150 Betten des Unfallkrankenhauses waren den Angaben zufolge bereits am Mittag belegt.
17:45 Uhr: Umweltschützer kritisieren Tausalz-Einsatz
Der Naturschutzbund (Nabu) in Berlin hat die Erlaubnis zum Einsatz von Streusalz auf glatten Gehwegen als "Schnapsidee" kritisiert. "Mir ist es unverständlich, warum man da nicht einfach auf das gute alte Streuen mit Sand oder Split zurückgreift", sagte Geschäftsführerin Melanie von Orlow im rbb24 Inforadio. Salz führe zu Korrosion an Gebäuden, an Fahrzeugen oder an Beton, die Tierwelt und die Bäume würden darunter leiden. Außerdem funktionere Salz nur bis minus acht Grad "einigermaßen gut".
17:20 Uhr: Hunderte Beschwerden über mangelhaften Winterdienst
Die Berliner Bezirke bekommen derzeit deutlich mehr Beschwerden über mangelhaften Winterdienst auf Wegen und Straßen als in vergangenen Wintern. Das hat eine Abfrage des rbb bei allen Bezirksämtern ergeben.
Die meisten Beschwerden verzeichnet Pankow. Hier gab es nach Angaben des Bezirks seit Jahresbeginn 464 Meldungen über nicht oder schlecht vom Eis geräumte Bürgersteige, deutlich mehr als in den letzten beiden Wintern zusammen. Reinickendorf meldet aktuell 385 Beschwerden, Tempelhof-Schöneberg 317, Marzahn-Hellersdorf 250. Die wenigsten Verstöße gegen die Räumpflicht auf Gehwegen verzeichnet der Bezirk Neukölln mit 143 Fällen.
Mehrere Bezirke haben Mängel im Winterdienst durch die BSR beseitigen lassen, die Kosten dafür werden den Grundstückseigentümern, die für die Räumung der Gehwege zuständig sind, in Rechnung gestellt. Wird die Räumpflicht missachtet, können die Bezirke auch Bußgeldverfahren anstrengen.
14:50 Uhr: Berliner Senat erlaubt ab sofort Tausalz auf vereisten Gehwegen
Angesichts der gefährlich vereisten Gehwege in Berlin erlaubt der Berliner Senat ab sofort den Einsatz von Tausalz. Die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt hat dafür die rechtliche Voraussetzung geschaffen. Außerdem übernimmt sie zentral die Steuerung zur Bekämpfung der extremen und anhaltenden Glatteis-Situation.
14:15 Uhr: Reichstagskuppel wegen Glatteis geschlossen
Die Kuppel auf dem Reichstagsgebäude in Berlin sowie die Dachterrasse sind wegen des Winterwetters gesperrt. Das teilte die Bundestagsverwaltung mit. Die Sperre soll angesichts der anhaltenden Minusgrade voraussichtlich auch für das Wochenende gelten.
Grund sei Unfallgefahr aufgrund von Glatteis. Üblicherweise ist die vom britischen Star-Architekten Sir Norman Foster entworfene Kuppel aus Stahl und Glas im Winter von 8 bis 18 Uhr geöffnet.
13:55 Uhr: Zeitweise alle Rettungswagen in Berlin im Einsatz
Die Berliner Feuerwehr gerät wegen der hohen Zahl von Glätteunfällen immer wieder an der Belastungsgrenze. Nach ihren Angaben gilt seit Donnerstagabend die sogenannte Auslastungsstufe 3. Das heißt, dass grundsätzlich "nur noch sehr wenige Rettungswagen verfügbar" sind. Zeitweise seien alle Rettungswagen der Feuerwehr im Einsatz gewesen, so dass nicht alle anfallenden Patientenfahrten geleistet werden konnten.
Wie ein Sprecher dem rbb sagte, wurden Freiwillige Feuerwehren alarmiert, um selbst Rettungsdienste zu fahren oder Kapazitäten bei Berufsfeuerwehren für weitere Rettungswagen freizusetzen. Stadtweit stünden 140 Rettungswagen zur Verfügung, 20 mehr als normalerweise üblich.
12:10 Uhr: Tourismusverband warnt vor Schlittschuhlaufen im Spreewald
Im Spreewald warnt der Tourismusverband vor dem Betreten der Fließe, diese seien nicht zugefroren. Eine offizielle Freigabe für das Schlittschuhlaufen gebe es nicht. Um auf Kufen von Ort zu Ort auf den Fließen fahren zu können, müsse es durchgängig 14 Tage lang zweistellige Minusgrade haben, erklärte ein Sprecher. "Das ist ein sehr seltenes Schauspiel." Auch von der Stadt Lübbenau hieß es, die Fließe seien nicht so zugefroren, dass das Eis trage.
09:40 Uhr: Wegner wegen Streusalz-Vorstoß verhöhnt
Die Forderung des Regierenden Bürgermeister Kai Wegner (CDU) auf der Plattform X nach einer schnellen Gesetzesänderung, um in Berlin den schnellen Einsatz von Streusalz auf eisglatten Gehwegen zu ermöglichen, hat teils höhnische Kommentare geerntet.
"Ein Regierungschef, der über X um Mehrheiten für Selbstverständlichkeiten bettelt, ist politisch am Ende", schrieb der frühere FDP-Bundestagsabgeordnete Wolfgang Kubicki auf X. Wegners Parteikollege Armin Laschet amüsierte sich auf X darüber, dass sich selbst Grünen-Politiker aus Baden-Württemberg über Berlin lustig machten. "Und nein, es ist keine überraschende Wetterkrise: Man nennt es Winter", postete er.
In Berlin ist der Einsatz von Streusalz und anderen Taumitteln aus Umweltgründen weitgehend verboten, stattdessen können etwa Split und Sand zum Einsatz kommen.
07:59 Uhr: Neue Straßenbahn-Abschnitte enteist und wieder befahrbar
Die Straßenbahnlinien M6, 16 und 27 fahren wieder auf der kompletten Strecke. Die Oberleitungen auf bislang fehlenden Abschnitte seien im Laufe der Nacht erfolgreich vom Eis befreit worden, teilte die BVG am Freitagmorgen mit.
Züge der M6 und der 16 fahren damit wieder ab Landsberger Allee/Rhinstraße in Richtung Mitte beziehungsweise Friedrichshain. Die Linie 27 ist wieder wie gewohnt zwischen Weißensee, Pasedagplatz und Mahlsdorf Süd unterwegs. Alle Streckenabschnitte, die am Donnerstag in Betrieb waren, konnten über Nacht freigehalten werden, so die BVGweiter. "Alles, was gestern fuhr, fährt auch heute Morgen." Der U-Bahn und Busverkehr laufe planmäßig und stabil.
Die BVG-Teams arbeiteten mit "größter Intensität" daran, die Außenbezirke weiter anzubinden, hieß es weiter. Aktuell werde vor allem in Falkenberg, Mahlsdorf und Friedrichshagen an der Enteisung der Oberleitungen gearbeitet. Fahrgästen sollten vor Fahrtantritt in der App oder auf der Homepage der BVG nachschauen, welche Bahnen unterwegs seien, empfehlen die Verkehrsbetriebe. In den Außenbezirken gebe es Ersatzverkehr mit Bussen "zur Unterstützung des Angebots".
07:42 Uhr: Auch das Wochenende wird frostig
Am Wochenende bleibt es frostig in Berlin und Brandenburg. Von Tag zu Tag wird es kälter. Am Freitag erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD) Höchstwerte von minus drei bis plus ein Grad. Lokal könne Schneegriesel sowie gefrierender Sprühregen auftreten. Im Südwesten Brandenburgs ist demnach auch mit etwas Schnee zu rechnen. Weiterhin besteht laut DWD am Freitag Glättegefahr. Es bleibt also glatt auf den Straßen.
In der Nacht zum Samstag sinken die Temperaturen auf Tiefstwerte von minus zwei bis minus fünf Grad. Am Samstag soll es laut DWD bedeckt und weitgehend trocken bleiben. Die Höchstwerte liegen bei minus fünf bis null Grad.
Auch in der Nacht zum Sonntag soll es weitgehend niederschlagsfrei bleiben. Die Tiefstwerte erreichen minus sechs bis minus zehn Grad. Am Sonntag soll es stark bewölkt sein, jedoch überwiegend trocken bei maximal minus acht bis minus vier Grad.
07:39 Uhr: Tramverkehr immer noch stark eingeschränkt
An Tag fünf nach dem Eisregen meldet die BVG immer noch auf einem Großteil der Berliner Tramlinien Ausfälle und Unterbrechungen "bis auf Weiteres" [bvg.de]. Betroffen sind M1, M2, M4, M5, M6, M17, 12, 16, 21, 27, 50, 60, 61, 62, 63, 67 und 68.
Donnerstag, 29. Januar
18:30 Uhr: BVG konzentriert sich auf Tram-Verkehr in Außenbezirken
Die vereisten Oberleitungen der Straßenbahnen wird die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) auch in der Nacht und am Freitag beschäftigen. Im Fokus der Arbeiten stehen für die nächsten Stunden der M4-Streckenast nach Falkenberg, die Linie 27 im Bereich Suermondstraße und die weitere Anbindung in Friedrichshagen durch die Linie 60 (Altes Wasserwerk), wie die BVG mitteilt.
Am Freitag würden die Teams weiter die Anbindungen der Außenbezirke priorisieren. Dann soll an Streckenabschnitten der Linien M2, 21 und 62 gearbeitet werden. Aktuell sind laut BVG gut drei Viertel des Berliner Tram-Netzes befahrbar.
16:00 Uhr: Wegner will Streusalz-Einsatz auf Berlins Gehwegen ermöglichen
Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) fordert eine schnelle Gesetzesänderung, um den Einsatz von Streusalz auf eisglatten Gehwegen zu ermöglichen. "Wir erleben in Berlin extreme Wetterbedingungen - mit Eisregen und anhaltendem Frost. Ich appelliere an das Abgeordnetenhaus, den Einsatz von Tausalz in Berlin in Ausnahmen möglich zu machen", postete er auf X. Umwelt- und Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU) hatte das Parlament in der Plenarsitzung zuvor ebenfalls aufgefordert, das Straßenreinigungsgesetz dahingehend zu verändern.
13:43 Uhr: Unfallkrankenhaus: "volles Haus" wegen Glätte
Wegen der seit Tagen anhaltenden Glätte werden im Berliner Unfallkrankenhaus derzeit viele Menschen behandelt. "Wir haben jeden Tag volles Haus", sagte Sprecherin Angela Kijewski. Täglich gibt es demnach zwischen 30 und 40 Menschen, die wegen Glätteunfällen behandelt werden müssen. Sowohl die Betten als auch die Kapazitäten des Personals seien mehr als ausgelastet. "Die Chirurgen arbeiten die Nächte durch."
Derzeit gibt es demnach viele Menschen mit Knochenbrüchen, vor allem an den Händen, da Stürzende sich vor allem damit abstützen. Häufig seien aber auch Gehirnerschütterungen durch Stürze auf den Hinterkopf sowie Gesichts- und Hüftverletzungen. Es habe zudem auch schon Stürze gegeben, an denen Menschen knapp an einer Querschnittslähmung vorbeigekommen seien, sagte Kijewski. Durch den Sturz auf spiegelglattem Boden könne man sich auch schwere Verletzungen an der Wirbelsäule zuziehen.
"Passt auf euch auf und verhaltet euch an die Lage angepasst", appellierte sie. So sollte man vernünftiges Schuhwerk tragen und am besten Spikes an den Schuhen befestigen - das sorge für einen besseren Halt. Außerdem empfahl sie den "Pinguingang": Mit dem Oberkörper etwas nach vorn gebeugt sowie leicht gebeugten Knien über vereiste Flächen gehen.
Die Altersgruppen, die aufgrund der Glätte derzeit behandelt werden müssen, seien bunt gemischt. Zwar gebe es vor allem ältere Menschen, aber auch einige junge Menschen befänden sich in der Klinik. Zudem gebe es einige Fahrradstürze. Davor könne sie nur warnen: "Bitte nicht mit dem Fahrrad fahren bei diesem Wetter."
13:20 Uhr: Berlin prüft neue Regeln für Taumittel bei Glatteis
Wegen der anhaltenden Glätte auf den Berliner Straßen ist am Donnerstag im Abgeordnetenhaus der Umgang mit Taumitteln besprochen worden. Derzeit gebe das Berliner Straßenreinigungsgesetz keine Handlungsmöglichkeit, um kurzfristig Taumittel auf den Straßen und Gehwegen einzusetzen, erklärte Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU).
Als Lösung des Problems sei erwogen worden, nach dem Vorbild der Stadt Hamburg, eine Ermächtigungsgrundlage für die zuständige Senatorin im Straßenreinigungsgesetz einzubringen. Zukünftig sei es dann möglich, im Falle von Glatteis kurzfristig Taumittel wie Streusalz einzusetzen.
Die Verkehrssenatorin betont die Auswirkungen von Taumitteln auf die Umwelt und das Grundwasser, sieht jedoch die Notwendigkeit bei einer "Gefahr für Leib und Leben". Neben dem Schutz der Bürger und Bürgerinnen, sollen durch den notwendigen Einsatz von Taumitteln die Krankenhäuser entlastet werden.
Auch in Brandenburg ist der Einsatz von Streusalz in den meisten Kommunen verboten.
13:05 Uhr: Drei Viertel des Tram-Netzes wieder befahrbar
In Berlin können wieder mehr Straßenbahnen fahren. Rund drei Viertel des Netzes ist laut BVG mittlerweile wieder befahrbar. Demnach sind auch die Linien 12, 27 und 37 wieder im Einsatz. Zunächst nur im 10-Minutentakt fahren die Linien M8 (jetzt auch wieder auf ganzer Strecke) und 16.
8:54 Uhr: Regional- und Fernverkehr zwischen Berlin und Rostock fällt teilweise aus
Aufgrund der winterlichen Temperaturen kann es im Laufe des Donnerstags bei der Deutschen Bahn im Regional- und Fernverkehr zu vereinzelten Verspätungen und Zugausfällen kommen. Diese sollen bis voraussichtlich 16 Uhr andauern. Dies schreibt die Deutsche Bahn auf ihrer Webseite. Betroffen sind die Linien RE3 und RE30 sowie die Linie RE5 sowie der IC- und ICE-Fernverkehr zwischen Berlin - Neustrelitz - Rostock -Warnemünde [karte.bahn.de]:
- RE3 Stralsund - Greifswald/Schwedt (Oder) - Angermünde – Berlin – Jüterbog - Lutherstadt Wittenberg
- RE30 Stralsund - Greifswald - Pasewalk - Angermünde
- RE5 Stralsund / Rostock - Neustrelitz - Berlin Südkreuz
- IC- und ICE-Fernverkehr zwischen Berlin - Neustrelitz - Rostock -Warnemünde
- Auch die Ersatzverkehre mit Bussen sind von der Witterung betroffen
Fahrgäste werden gebeten, sich per DB-App, VBB-App oder den entsprechenden Fahrplanauskünften online vorab zu informieren.
8:23 Uhr: BVG verkündet Fortschritte bei Tram-Reparaturen
Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) melden am Donnerstagmorgen auf ihrer Webseite, dass im Laufe der Nacht und am Morgen erneut weitere Streckenabschnitte wieder in Betrieb genommen werden konnten. So seien wieder Straßenbahnen auf den Linien 12, 27 und 37 unterwegs sowie die Gegend um den Berliner Hauptbahnhof komplett befahrbar. Die Änderungen würden auch direkt in die Fahrplanauskunft der BVG übernommen, hieß es.
Ebenso bleibt der Ersatzverkehr mit Bussen stellenweise noch erhalten und wird punktuell verstärkt. Dies betrifft die SEV-Linien:
- M1 Rosenthal - Pastor-Niemöller-Platz
- 50 S+U Pankow - Buchholz
- 62 Müggelheimer Str. - S Mahlsdorf
- 68 S Grünau - Schmöckwitz (über Adlergestell, eine Führung über Karolinenhof ist aufgrund der aktuellen Straßenverhältnisse nicht möglich)
Das Unternehmen teilte auch mit, dass derzeit intensive Arbeiten liefen, um den Straßenbahnbetrieb in Richtung Friedrichshagen sowie auf der M8 in Richtung Wuhletalstraße wieder aufzunehmen. Eine konkrete Zeit für die Fertigstellung nannte die BVG bisher aber nicht.
8:14 Uhr: Experte regt automatische Methode für eisfreie Leitungen an
Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) müssen sich nach Meinung eines Experten besser auf ein Wetterphänomen wie den Eisregen vorbereiten. Der frühere Professor für Schienenfahrzeuge, Markus Hecht, der im BVG-Aufsichtsrat sitzt, sagte dem rbb, die BVG brauche eine "automatische Methode", die sehr viel schneller und mit weniger Personal die Linien "wieder flott" bekomme. Derzeit habe es viel zu lange gedauert.
Da gäbe es verschiedene Ideen, über die jetzt beraten werden müsse. In einer sogenannten Klimakammer müsse das dann getestet werden, sagte Hecht. Dafür seien viele Monate intensiver Arbeit nötig. Das vor allem im Osten Berlins vorhandene Straßenbahnnetz der BVG war wegen vereister Stromleitungen seit Montag tagelang zusammengebrochen. Die Leitungen mussten dann per Handarbeit vom Eis befreit werden.
Hecht sagte, die BVG sei auf so eine Situation nicht vorbereitet gewesen. Allerdings ließe sich der Umgang mit so einem seltenen Wetterphänomen auch schlecht trainieren. Man könne der BVG daher keinen Vorwurf machen. Nun werde man sich aber mit Sicherheit verbessern. Auch die S-Bahn habe lange gebraucht, auch mit Versuchen in einer Klimakammer in Wien, um die Wetterprobleme besser in den Griff zu bekommen.
7:15 Uhr: Überfrierende Nässe sorgt weiter für glatte Straßen und Wege
Trotz überfrierender Nässe ist es am Donnerstagmorgen in Berlin und Brandenburg ruhig auf den Straßen. In der Nacht kam es nur vereinzelt zu kleineren Glätteunfällen mit Blechschäden, wie die Leitstellen der Polizei der Deutschen Presse-Agentur mitteilten. Doch Fahrerinnen und Fahrer im morgendlichen Berufsverkehr sollten weiterhin vorsichtig sein. Gefrierender Sprühregen oder Schneegriesel hat die Straßen laut Deutschem Wetterdienst (DWD) vorerst fest im Griff.
Am Tag liegen die Temperaturen demnach bei minus zwei bis null Grad. Im weiteren Verlauf schneit es im Südwesten Brandenburgs. Stellenweise seien ein bis drei Zentimeter Neuschnee möglich, wie es weiter hieß. In der Nacht gehe dieser teilweise in gefrierenden Sprühregen über. Die Tiefstwerte liegen bei minus fünf Grad.
Zum Ende der Woche lassen Glättegefahr und Schneefall dann laut DWD langsam nach. Besonders in den Nächten bleibe es jedoch weiterhin frostig kalt mit Werten bis zu minus acht Grad. Ab Freitagnachmittag beruhigt sich das Winterwetter laut Vorhersage: Bei Werten von einem bis minus vier Grad lockert die dichte Wolkendecke stellenweise auf. Das Wochenende bleibt trocken und mitunter ist ein kurzer Blick durch die Wolken auf den Himmel möglich.
6:32 Uhr: Straßenbahnverkehr: Einige Stadtteile noch abgeschnitten vom Netz
Nach dem Eisregen zu Wochenbeginn gehen in Berlin am Donnerstag immer mehr Straßenbahnlinien wieder in Betrieb.
Einige Stadtteile sind aber nach wie vor abgeschnitten, wie ein BVG-Sprecher dem rbb am Morgen sagte. Betroffen sind Hohenschönhausen, Mahlsdorf und Teile von Marzahn.
Gut zwei Drittel des Tram-Netzes werden seit Mittwochnachmittag wieder befahren - auf einigen Linien aber nur eingeschränkt. Dort werden nicht alle Haltestellen angefahren. Die Menschen müssen auf andere Verkehrsmittel oder Ersatzbusse umsteigen.
Wann das Straßenbahnnetz wieder vollständig befahren werden kann, hat die BVG bislang nicht mitgeteilt.
Die Arbeiten sind aufwendig, da die vereisten Oberleitungen per Hand freigelegt werden müssen. Die BVG bittet Fahrgäste, sich vor Fahrtantritt online [bvg.de] zu informieren.
Mittwoch, 28. Januar
17:25 Uhr: Zwei Drittel des Tram-Netzes laut BVG wieder befahrbar
Laut BVG wurden im Laufe des Mittwochs Fortschritte beim Tram-Verkehr erzielt. Gut zwei Drittel des Straßenbahnnetzes seien nun wieder befahrbar, nachdem die Linien 63 und M10 am Nachmittag den Betrieb wieder aufgenommen hatten. Die aktuelle Lage sei "beispiellos", teilte die BVG zu ihrer Verteidigung des tagelangen Ausfalls einiger Linien nochmal mit. Auch nachts werde daran gearbeitet, das gesamte Netz bald wieder in Betrieb zu haben.
U-Bahnen würden auch in der Nacht zum Donnerstag die ganze Nacht über fahren, damit die Stromschienen auf überirdischen Abschnitten frei von Eis gehalten werden. Da in der Nacht kein Eisregen angesagt sei, gehe man davon aus, dass "alles was heute fährt, auch morgen fahren kann", so die BVG. Zudem werde daran gearbeitet, dass am Donnerstag wieder mehr Linien fahren können als am Mittwoch.
17:15 Uhr: M10 fährt wieder nach Testfahrten
Nach einigen notwendigen Testfahrten wurde der Betrieb auf der Linie M10 wieder aufgenommen. Das teilte die BVG rbb|24 auf Nachfrage mit. Die Testfahrten waren notwendig, um vor der "Wiederaufnahme des regulären Fahrgastbetriebs zu prüfen, ob Oberleitungen, Fahrzeuge und Anlagen nach der außergewöhnlichen Wetterlage funktionieren". Wann der Betrieb auf allen Linien wieder aufgenommen werden kann, sei noch nicht absehbar.
17:05 Uhr: Blitze an Tram-Oberleitungen
Einige Straßenbahnen sind wieder unterwegs, viele fahren mit Funken am Fahrdraht. Durch die Eisschicht auf den Oberleitungen der Tram ist die Stromübertragung unterbrochen. Die Folge: Der Strom springt durch die Luft vom Fahrdraht auf den Stromabnehmer und erzeugt einen elektrischen Lichtbogen. Diese sichtbaren Funken seien ungefährlich, auf Dauer verschleißt so jedoch die Technik schneller, sagte eine BVG-Sprecherin der "B.Z.".
13:30 Uhr: BVG testet M10-Strecke nach Enteisung
Die BVG vermeldet, dass die Wiederinbetriebnahme des Tram-Netzes voranschreite. Die Strecke der M10 sei nun zumindest schonmal enteist worden. Es werde mit ersten "Testfahrten" begonnen, bei denen auch die Straßenbahn-Fahrschule helfe. Insgesamt seien "hunderte Kolleg:innen" im Einsatz.
Noch immer sind infolge des Eises allerdings zahlreiche Linien teilweise oder ganz unterbrochen. Wann das gesamte Tramnetz wieder befahren wird, teilte die BVG bislang nicht mit.
13:10 Uhr: Deutscher Wetterdienst warnt erneut vor Glätte
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt in Berlin und Brandenburg ab Mittwochabend wieder vor Glätte. Es handelt sich um eine Warnung der Stufe 1, das bedeutet eine geringe Gefahr durch Reifglätte oder überfrierende Nässe. Sie gilt von Mittwoch, 18:00 Uhr bis Donnerstag, 10:00 Uhr.
8:37 Uhr: U-Bahnen fahren seit Dienstag planmäßig
Der U-Bahn-Verkehr war bereits am Dienstag wieder planmäßig angelaufen. Laut BVG fuhren die Züge der U-Bahn "die ganze Nacht durchgehend, um die Stromschienen auf den oberirdischen Abschnitten eisfrei zu halten".
7:44 Uhr: Berliner Stadtreinigung vorbereitet für weitere Frosttage
Die Berliner Stadtreinigung BSR ist eigenen Angaben zufolge mit Streusalz und Splitt auch für weitere Wochen mit Frost, Schneefall und Eis versorgt. Bei Bedarf werde nachbestellt und wieder aufgefüllt.
Rund 2.300 Beschäftigte sind demnach mit 540 Räum- und Streufahrzeugen unterwegs. Von Schnee und Eis befreit werden müssen 11.000 Arbeitskilometer auf Straßen, darunter sind auch die Stadtautobahnen sowie 1.200 Kilometer Radwege und 6.300 Haltestellen. Für die Gehwege sind die Hausbesitzer oder -bewohner zuständig.
6:44 Uhr: Auch am Mittwoch kann es glatt sein in der Region
Erneut ist am Mittwoch aufgrund von Glätte und Minustemperaturen in Berlin und Brandenburg Vorsicht geboten. Grund dafür ist leichter Frost in der Nacht bei Temperaturen zwischen minus 1 und minus 4 Grad, heißt es vom Deutschen Wetterdienst (DWD).
Im Laufe des Tages kommen lokal kleine Mengen Schneegriesel und gefrierender Sprühregen dazu. Die Höchsttemperaturen schwanken zwischen minus 1 und 2 Grad. In der Nacht zum Donnerstag kommt laut DWD Hochnebel dazu. Die Temperaturen fallen dann wieder auf minus 1 bis minus 3 Grad.
6:26 Uhr: Straßenbahnverkehr weiter eingeschränkt
Nach dem Eisregen am Montag ist der Straßenbahnverkehr in Berlin auch am Mittwoch weiterhin nicht vollständig am Netz. Wie ein BVG-Sprecher dem rbb sagte, fahren derzeit nur wenige Linien planmäßig. Bei zahlreichen Linien werden nur Teilstrecken bedient, die Fahrgäste müssen dann auf die Busse des Schienenersatzverkehrs umsteigen.
Auf zahlreichen Linien fährt gar keine Tram - betroffen sind weite Teile Köpenicks sowie Schöneweide und Hohenschönhausen. Grund dafür ist, dass die Enteisung der Oberleitungen noch nicht abgeschlossen ist. Diese sei sehr aufwendig, denn sie erfolge per Hand, so der Sprecher.
Dienstag, 27. Januar
21:15 Uhr: Glättewarnung, aber kein Eisregen in der Nacht
Die BVG setzt nach eigenen Angaben auch in der Nacht alle verfügbaren Teams ein, um die Oberleitungen des Straßenbahnnetzes vom Eis zu befreien. Der Deutsche Wetterdienst warnt für die Nacht zwar vor Glätte, weiterer Eisregen wird aber nicht erwartet.
18:05 Uhr: BVG kündigt weitere Inbetriebnahmen für die Nacht und für Mittwoch an
Laut BVG sollen in der kommenden Nacht weitere Trams durchfahren, teilweise auch, um die Oberleitungen eisfrei zu halten. Weiterhin gelte, dass die BVG daran arbeite, das Straßenbahnnetz Schritt für Schritt wieder vollständig in den regulären Betrieb zu überführen.
17:40 Uhr: BVG meldet fahrplanmäßigen U-Bahnverkehr und den Betrieb weiterer M-Linien
Laut BVG ist das U-Bahn- und Busangebot wieder planmäßig, fast alle Trammetrolinien seien wieder befahrbar.
Die Linie M8 fährt im Zehn-Minuten-Takt zwischen Betriebshof Marzahn und Landsberger Allee / Petersburger Straße.
Die Linie M13 fährt im Zehn-Minuten-Takt zwischen Revaler Str. und Virchow-Klinikum
Die Linie 18 verkehrt wieder planmäßig zwischen Riesaer Straße und Landsberger Allee / Petersburger Straße.
16:53 Uhr: BVG meldet für weitere Tramlinien die Aufnahme des Betriebs
Nach aktuellen Angaben der BVG fahren am Dienstagabend weitere Tram-Linien zumindest in einigen Abschnitten wieder:
Die Linie M4 fährt nur zwischen Hansastraße (Weißensee) und Hackescher Markt, nicht aber zwischen Sulzfelder Straße und Falkenberg, bzw. Zingster Straße.
Die Linie M5 fährt zwischen Hackescher Markt und Gehrenseestraße im Zehn-Minuten-Takt.
Die Linie M6 fährt nur zwischen Riesaer Straße und S-Bahnhof Marzahn, also sie fährt nicht zwischen Riesaer Straße und Hackescher Markt.
Die Linie 21 fährt nur zwischen S-Bahnhof Lichtenberg und Holteistraße.
Bei der Linie 50 ist ein Ersatzverkehr eingerichtet zwischen Guyotstraße und S+U Pankow.
Auf der Linie 62 ist ein Ersatzverkehr eingerichtet zwischen S-Bahnhof Mahlsdorf und Müggelheimer Straße/Wendenschloßstraße.
Die Linie 68 fährt zwischen Wendenschloß und Krankenhaus Köpenick. Ein Ersatzverkehr fährt zwischen S-Bahnhof Grünau und Alt-Schmöckwitz über Schappachstraße, Lübbenauer Weg, Adlergestellt/Vetschauer Allee, Zum Seeblick.
15:30 Uhr: Sperrung rund um Berliner Fernsehturm beendet
Die Sperrungen rund um den Berliner Fernsehturm sind beendet. Industriekletterer haben die durch den Eisregen entstandenen Eiszapfen inzwischen entfernt und die damit verbundenen Absperrungen aufgehoben. Der Bereich war großflächig abgesperrrt worden, weil durch die Höhe des Turms und den Wind die Zapfen weit hätten fliegen können.
14:10 Uhr: Weitere Tram-Linien teils wieder im Einsatz
Nach Angaben der BVG bedienen die Linien M4, M5 und M6 sowie die Linien 21 und 68 wieder Teilabschnitte der Routen.
13:41 Uhr: U2 fährt wieder
Die U-Bahnlinie U2 fährt mittlerweile nach Störungen am Dienstagvormittag wieder. Ab dem Morgen war die U2 zwischen Wittenbergplatz und Potsdamer Platz in beide Richtungen unterbrochen gewesen. Grund dafür war laut BVG eine glühende Isolation einer Stromschiene gewesen.
12:01 Uhr: Ersatzverkehr auf zwei Tram-Linien
Auf der Tram-Linie 50 wurde nach BVG-Angaben ein Ersatzverkehr mit Bussen zwischen Guyotstraße und S+U Pankow eingerichtet. Ebenfalls einen Ersatzverkehr mit Bussen gibt es auf der Tram-Linie 62 zwischen S-Bahnhof Mahlsdorf und Müggelheimer Straße/Wendenschloßstraße. Die M5 fährt derzeit auf einem Teilabschnitt im Zehn-Minuten-Takt.
11:38 Uhr: Fernsehturm wegen möglicher herabfallender Eisstücke abgesperrt
Derzeit werden am Fernsehturm Eiszapfen entfernt. Der Bereich um den Fernsehturm ist deshalb großflächig gesperrt, da die Gefahr besteht, von herabfallendem Eis getroffen zu werden, wie die Polizei dem rbb am Dienstagmittag mitteilte. Die Eiszapfen sollen laut Polizei möglichst kontrolliert und so schnell wie möglich entfernt werden.
Gesperrt ist derzeit um den Fernsehturm die Rathausstraße, die Karl-Liebknecht-Straße bis zum Neptunbrunnen sowie die Gontardstraße, so die Polizei. Durch die Höhe des Turms und den Wind könnten die Zapfen weit fliegen, daher sei der Bereich zur Sicherheit großflächig abgesperrt worden.
10:02 Uhr: Erster Tram-Abschnitt wieder in Betrieb genommen
Nach Angaben der BVG ist der Straßenbahnverkehr in Berlin auf der Linie M5 heute teilweise wieder aufgenommen worden. Eine BVG-Sprecherin teilte dem rbb am Dienstagvormittag mit, dass Straßenbahnlinie M5 aktuell im Zehn-Minuten-Takt auf dem Abschnitt zwischen Hackescher Markt und Betriebshof Lichtenberg unterwegs ist. Erste Fahrten seien gut angelaufen.
Parallel arbeiten laut BVG mehrere Teams an der Wiederaufnahme weiterer Tram-Streckenabschnitte.
Schwierigkeiten bereiten auch die Information und die Verbindungssuche der Fahrgäste über Apps und Internetseiten der BVG. Wegen der extremen Wetterlage in ganz Deutschland und den außergewöhnlich vielen Anfragen kämen die IT-Systeme der externen Firma an ihre Grenzen, hieß es von der BVG.
8:12 Uhr: U2 zwischen Wittenbergplatz und Potsdamer Platz unterbrochen
Die U-Bahnlinie U2 ist derzeit zwischen Wittenbergplatz und Potsdamer Platz unterbrochen. Grund dafür sind laut BVG glühende Isolatoren von Stromschienen. Möglicherweise sei dies eine Folge der erfolgten Einteisung. Zuvor sagte eine BVG-Mitarbeiterin gegenüber dem rbb, eine Stromschiene habe gebrannt.
Zuvor hatte die BVG am Dienstagmorgen verkündet, dass die U2 wieder planmäßig fahre, nachdem sie am Montag wegen vereisten Stromschienen ausgefallen war.
7:22 Uhr: Tram-Linie M5 zeitnah teilweise wieder am Netz
Die Tram-Linie M5 soll laut BVG demnächst wieder mit einem Notverkehr ans Netz gehen. Das sagte ein Mitarbeiter des BVG-Enstörungsdienstes dem rbb. Das gesamte Straßenbahnnetz werde vermutlich erst morgen wieder in Betrieb sein.
Am Vormittag bleibe der übergreifende Straßenbahnverkehr aber auf jeden Fall weiter eingestellt, teilte die BVG am Montagabend mit. "Solange sich die Temperaturen kaum über null Grad bewegen, bildet sich immer wieder neues Eis. Die Enteisung der Oberleitungen dauert daher an", hieß es von den Berliner Verkehrsbetrieben. "Wir tun mit allen verfügbaren Kräften alles dafür, den Straßenbahnverkehr so schnell wie möglich wieder zum Laufen zu bringen", teilte die BVG-Betriebschefin für U-Bahn und Tram, Meike Brännström, am Montag mit.
7:18 Uhr: U-Bahn in Berlin fährt wieder planmäßig
Die U-Bahnlinie U2 fährt am Dienstagmorgen den Angaben zufolge wieder planmäßig. Am Montag war sie noch von vereisten Stromschienen betroffen. Durch einen nächtlichen Einsatz einiger Mitarbeiter seien die Stromschienen aller oberirdischen U-Bahnstrecken nun wieder vollständig enteist, teilte die BVG am Dienstagmorgen mit.
6:38 Uhr: Es bleibt glatt in der Region
Menschen in Berlin und Brandenburg sollten weiterhin vorsichtig auf den Straßen sein - es herrscht Glättegefahr. Auf den Straßen in der Region ist es nach Polizeinangaben am Dienstagmorgen bislang nicht zu größeren Unfällen aufgrund der Witterung gekommen.
Der Dienstag startet mit etwas Schneefall oder leichtem gefrierendem Sprühregen, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte. Außerdem sorgt demnach überfrierende Nässe für rutschige Straßen und Gehwege. In der Prignitz besteht laut DWD bis zum Morgen erhöhte Glättegefahr. Ab Mittag soll es trocken bleiben. Die Temperaturen erreichen minus 1 bis 1 Grad.
Auch in den nächsten Tagen erwartet der Wetterdienst Minusgrade.
6:23 Uhr: Weiterhin kein Tram-Verkehr in Berlin
In Berlin fährt auch am Dienstagmorgen weiter keine Straßenbahn. Der Verkehr bleibt auf jeden Fall am Vormittag weiter eingestellt, wie es von der BVG-Sprecherin hieß. Solange sich die Temperaturen kaum über null Grad bewegen, bildet sich laut BVG immer wieder neues Eis an den Oberleitungen.
6:10 Uhr: Busverkehr in der Uckermark rollt wieder an
In der Uckermark rollt der Busverkehr nach den witterungsbedingten Ausfällen am Dienstag wieder an. Wie ein Sprecher der Uckermärkischen Verkehrsgesellschaft (UVG) dem rbb sagte, ist geplant, alle Fahrzeuge am Morgen wieder planmäßig fahren zu lassen.
Auch die Deutsche Bahn teilte mit, dass ihr Fernverkehr größtenteils wieder regulär fahre. Die Lage hat sich nach Angaben eines Bahnsprechers deutlich verbessert. Der Fernverkehr Richtung Ostsee wurde mit Einschränkungen wieder aufgenommen. Wegen vereister Oberleitungen können einzelne Verbindungen zwischen Berlin und Rostock sowie Stralsund und zwischen Berlin und Binz ausfallen.
Montag, 26. Januar
22:15 Uhr: Nach wie vor Einschränkungen bei der U2
Die U-Bahnlinie U2 ist nach wie vor von vereisten Stromschienen betroffen und weiterhin zwischen Potsdamer Platz und Wittenbergplatz sowie zwischen Rosa-Luxemburg-Platz und Pankow unterbrochen. Am Abend endeten die Züge in Richtung Osten teilweise bereits am Bahnhof Zoologischer Garten und nicht erst am Wittenbergplatz. Ein Stromschienen-Schmierzug ist im Einsatz, um die Stromschienen zu enteisen.
Alle anderen U-Bahn-Linien sowie der Busverkehr sind aktuell weitgehend ohne Beeinträchtigungen unterwegs. Vereinzelt kann es laut der BVG aufgrund von Glätte noch zu kurzfristigen Einschränkungen oder Verzögerungen kommen.
20:30 Uhr: FU-Meteorologe erwartet keinen Eisregen mehr
In den kommenden Tagen wird es voraussichtlich keinen Eisregen mehr geben. Das sagte Uwe Ulbrich vom Institut für Meteorologie der Freien Universität Berlin am Abend in rbb24 spezial. Allerdings kann es demnach noch etwas schneien. Die Temperaturen sollen sich weiter um den Gefrierpunkt herum bewegen. Modelle zeigten aber, dass es zum nächsten Wochenende wieder kälter werden soll, so Ulbrich.
17:25 Uhr: Auch Dienstagvormittag noch kein Tram-Verkehr
In Berlin sollen auch Dienstagvormittag noch keine Straßenbahnen fahren. Das teilten die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) am Montag mit. Die vereisten Oberleitungen müssten manuell enteist werden. Dafür seien derzeit drei Turmwagen im Einsatz, so die BVG. Solange sich die Temperaturen kaum über null Grad bewegten, bilde sich immer wieder neues Eis.
Auf einzelnen Abschnitten sind den Angaben zufolge wieder erste Straßenbahnen unterwegs – allerdings ohne Fahrgäste. Wann ein regulärer Betrieb wieder möglich sei, könne derzeit nicht abgesehen werden.
17:15 Uhr: Mehr Patienten in Kliniken - aber keine Versorungsprobleme
Sowohl das Unfallklinikum Berlin (UKB) als auch der Klinikkonzern Vivantes haben wegen Glätte-Unfällen in der Hauptstadt zwar ein erhöhtes Patientenaufkommen, es gebe aber keine Probleme bei der Patientenversorgung. Die Menschen hätten sich insgesamt gut auf die Wettersituation eingestellt, sagte die UKB-Pressesprecherin dem rbb. Auch das Klinikum Ernst von Bergmann in Potsdam meldete keine besondere Überlastung infolge des Wetters.
16:45 Uhr: Erste Geburt in Gubener Krankenhaus seit 25 Jahren wegen der Glätte
Weil der Rettungswagen wegen eisglatter Straßen Guben (Spree-Neiße) nicht verlassen konnte, ist im dortigen Krankenhaus erstmals seit 25 Jahren wieder ein Kind zur Welt gekommen. Das teilte das Krankenhaus Naemi-Wilke am Montag mit. Dem Kind und der Mutter gehe es gut, die Geburt sei ohne Komplikationen verlaufen.
15:55 Uhr: Berliner Fußball-Verband sagt Spiele bis einschließlich Mittwoch ab
Weil zahlreiche Sportanlagen witterungsbedingt gesperrt wurden, hat der Berliner Fußball-Verband (BFV) alle Pflicht- und Freizeitspiele bis einschließlich Mittwoch abgesagt. Die spielleitenden Ausschüsse hätten sich auf die Generalabsage verständigt, so der BFV am Montag. Das betrifft die Spielklassen ab der sechsten Liga abwärts.
15:50 Uhr: Parks und Schlösser öffnen Dienstag wieder
Die Parkanlagen und die darin befindlichen Schlösser der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) öffnen am Dienstag wieder regulär für Besucher. Teilabsperrungen von Gefahrenbereichen seien aber nicht auszuschließen, teilte die Stiftung mit. Wegen der Glätte hatte die Stiftung am Montag unter anderem die Parks und Schlösser Charlottenburg und Sanssouci geschlossen.
14:36 Uhr: Wegner nimmt BVG in Schutz
Nach dem Komplettausfall des Berliner Straßenbahnnetzes hat Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) die BVG in Schutz genommen. "Dass auch eine Straßenbahn bei solchen Wetterlagen in bestimmte Probleme kommt, das ist nicht auszuschließen", sagte Wegner dem rbb.
Der Berliner Fahrgastverband IGEB verweist dagegen auf Städte wie Potsdam oder Frankfurt (Oder), wo der Tramverkehr trotz identischer Bedingungen nicht beeinträchtigt sei. Laut BUND wurden etwa in Potsdam zuerst ältere Tatra-Bahnen eingesetzt, die weniger störanfällig auf vereiste Stromleitungen reagieren. Diese würden dann die Leitungen freiräumen, danach könnten auch die auf Eis stärker reagierenden modernen Straßenbahnen wieder problemlos fahren.
14:20 Uhr: U3 fährt wieder zwischen Breitenbachplatz und Krumme Lanke
Die U3 hat ihren Betrieb zwischen den U-Bahnhöfen Breitenbachplatz und Krumme Lanke wieder aufgenommen. Das teilte die Verkehrsinformationszentrale Berlin mit. Die Strecke war aufgrund der Witterung seit 4 Uhr unterbrochen.
13:02 Uhr: Erstmals gesamter Tram-Verkehr wegen Eis eingestellt
Laut BVG ist es das erste Mal in der Geschichte des Unternehmens, dass wegen Eis-Bildung der gesamte Straßenbahnbetrieb eingestellt werden musste. Auch am Mittag war noch nicht absehbar, wann der Betrieb wieder anlaufen kann.
Nach Angaben der BVG gibt es stündliche Tests. Dazu gebe es Erkundungsfahrten und auf der Straße daneben Kranwagen, um die Bahnen im Zweifel wieder befreien zu können.
Der Schneeregen habe sich unmittelbar an den Oberleitungen festgesetzt und ist dort gefroren. Technische Möglichkeiten, das zuverlässig zu verhindern, stehen derzeit nicht zur Verfügung, wie eine Sprecherin auf rbb-Nachfrage erklärte.
12:56 Uhr: A100-Tunnel wieder frei, immer noch Stau
Auf der Berliner A100 ist der Tunnel Grenzallee wieder frei. Er war in der Nacht wegen Glatteis gesperrt worden. Nach Angaben der Verkehrsinformationszentrale gibt es aber noch einen langen Stau ab Treptower Park.
Laut der Tunnelleitzentrale hatte sich eine starke Eisschicht im Tunnel gebildet. Die Berliner Stadtreinigung musste erneut anrücken, um die Fahrbahn freizubekommen.
Die Berliner Polizei zählte im Vergleich zum vorigen Montagmorgen deutlich mehr Verkehrsunfälle - rund 150. Vor einer Woche lag die Zahl bei etwas mehr als 60, wie ein Polizeisprecher dem rbb sagte. Gezählt wurden die Unfälle von jeweils 4 Uhr morgens bis 11 Uhr. Verletzt wurden am heutigen Montag zwei Personen.
12:35 Uhr: Busverkehr in der Uckermark entfällt komplett
Laut der Uckermärkischen Verkehrsgesellschaft entfällt der Busverkehr in der Uckermark am gesamten Montag. Das teilte das Unternehmen dem rbb mit.
12:15 Uhr: Müllentsorgung in Märkisch-Oderland entfällt am Montag
Im Landkreis Märkisch-Oderland findet am Montag aufgrund der Witterung keine Abfallentsorgung statt. Das teilte der Entsorgungsbetrieb Märkisch-Oderland mit. Auch die Sperrmüllabholung entfalle. Eine Nachentsorgung soll am Dienstag stattfinden.
11:51 Uhr: BVG sagt Neujahrsempfang ab
Mit dem Verweis auf die Wetterlage hat die BVG ihren für heute geplanten Neujahrsempfang abgesagt. Der Fokus der Arbeit liege auf den Herausforderungen im Betrieb unter diesen Frost-und Glatteisbedingungen, teilte das Unternehmen mit. Die volle Aufmerksamkeit gelte derzeit dem sicheren und zuverlässigen Betrieb sowie den Kolleg*innen im Fahrdienst und in der Technik, die unter teils schwierigen Bedingungen im Einsatz sind, hieß es.
11:42: Weiter Einschränkungen bei U-Bahn-Linien U2 und U3
Bei den Berliner U-Bahnen bestehen am späten Montagvormittag laut BVG aufgrund des Glatteises und Frostes noch immer Einschränkungen auf den oberirdischen Streckenabschnitten der U2 und U3. So sei der Linienverkehr derzeit auf der U3 zwischen Breitenbachplatz und Krumme Lanke sowie auf der U2 zwischen Potsdamer Platz und Wittenbergplatz sowie zwischen Rosa-Luxemburg-Platz und Pankow unterbrochen. Die U3-Bahnen aber könnten auf dem überirdischen Abschnitt zwischen Gleisdreieck und Warschauer Straße fahren.
11:11 Uhr: A100-Tunnel wegen starker Eisschicht gesperrt
Auf der Berliner Stadtautobahn A100 ist der Tunnel Grenzallee Richtung Norden seit der Nacht gesperrt. Grund ist Straßenglätte, wie die Verkehrsinformationszentrale (VIZ) Berlin mitteilte. Der Verkehr staut sich ab Treptower Park; die Stauzeit liegt derzeit bei mehr als einer Stunde.
Laut der Tunnelleitzentrale hat sich eine starke Eisschicht im Tunnel gebildet. Die Berliner Stadtreinigung versuche nun erneut, den Tunnel freizubekommen. Wann er wieder freigegeben wird, könne man noch nicht sagen, hieß es auf rbb-Anfrage.
Die Berliner Polizei zählte im Vergleich zum vorigen Montag deutlich mehr Verkehrsunfälle - rund 100. Vor einer Woche lag die Zahl bei etwas mehr als 60, wie ein Polizeisprecher dem rbb sagte. Gezählt wurden die Unfälle von jeweils 4 Uhr morgens bis 9 Uhr.
10:29 Uhr: Busverkehr in der Uckermark mindestens bis 14 Uhr eingestellt
In der Uckermark fahren vorerst bis 14 Uhr keine Busse mehr - die Uckermärkische Verkehrsgesellschaft hat die Frist jetzt noch einmal bis in den Nachmittag verlängert.
Witterungsbedingte Ausfälle und Verspätungen kündigten auch die regionalen Busunternehmen in Märkisch-Oderland, Oder-Spree und im Barnim an.
Die Deutsche Bahn hat den Zugverkehr auf den Linien RE3, RE55 und RE30 bis auf Weiteres eingestellt.
Und auch die Niederbarnimer Eisenbahn meldet Einschränkungen - auf der Bahnstrecke Eberswalde-Joachimsthal fallen bis heute Mittag alle Regionalzüge aus.
10:23 Uhr: Straßenbahnfahrer stecken seit Stunden in Trams fest
Der Straßenbahnverkehr in Berlin ist aufgrund vereister Oberleitungen und Gleise bis auf weiteres eingestellt - Dutzende Bahnen traf die Wetterlage während der Fahrt. Rund 40 Trams hätten es nicht mehr ins Depot geschafft und steckten nun auf dem Streckennetz fest, teilten die Berliner Verkehrsbetriebe mit.
Mancherorts harren Fahrerinnen und Fahrer deshalb schon seit Stunden in den Fahrzeugen aus, um sie zu bewachen. Einige hätten dafür auch ihre Schichten verlängert.
Wann der Tramverkehr wieder anläuft, ist derzeit offen. Techniker arbeiteten unter Hochdruck daran, die Strecken wieder frei zu kriegen, hieß es.
9:51 Uhr: Störungen auch im Regionalverkehr der Bahn
Auch im Regionalverkehr der Deutschen Bahn kommt es witterungsbedingt zu Verspätungen und Ausfällen. Betroffen sind die Linien RE3, RE4, RE5, RE6, RE7, RB20, RB22, RB23 und RB24, wie es auf der Internetseite der Bahn heißt [dbregio-berlin-brandenburg.de]. Auch die Flughafen-Linie FEX ist betroffen.
9:46 Uhr: Busse in Potsdam fahren wieder
In Potsdam läuft der Busverkehr wieder an. Es könne aber noch zu Verspätungen und Ausfällen kommen, heißt es von den Stadtwerken. In der Uckermark bleibt der Busbetrieb dagegen weiter ausgesetzt.
In Brandenburg an der Havel war der Straßenbahnverkehr zeitweise eingestellt. In anderen Landkreisen, etwa in Oder-Spree oder im Barnim, kann es nach Angaben örtlicher Bus- und Verkehrsgesellschaften zu Ausfällen und Verspätungen kommen.
09:37 Uhr: Verspätungen und vereinzelte Ausfälle am BER
Wegen des Winterwetters kommt es auch am Flughafen BER in Schönefeld zu Einschränkungen. Grund ist, dass eine der beiden Start- und Landebahnen vereist ist und behandelt werden muss, wie ein Sprecher sagte. Derzeit kann der Flugverkehr deshalb nur über die andere Bahn abgewickelt werden. Es kommt vereinzelt zu Flugausfällen und Verspätungen [ber.berlin-airport.de].
09:25 Uhr: Unwetterwarnungen komplett aufgehoben
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat alle Unwetterwarnungen für die Regionen Berlin und Brandenburg aufgehoben. Derzeit lägen keine Warnungen vor Glatteis mehr vor, teilte der Dienst mit. Für die vergangene Nacht und den frühen Morgen hatte der DWD in einer amtlichen Unwetterwarnung auf hohe Glatteisgefahr hingewiesen (Warnstufe 3 von 4). Regen und Nässe könnten plötzlich gefrieren, hieß es.
09:14 Uhr: S-Bahnen fahren wieder
Die witterungsbedingten Störungen im Berliner S-Bahnverkehr sind behoben. Am Morgen waren die Linien S1, S2 und S25 von Verspätungen und Ausfällen betroffen - wegen vereister Weichen im Bereich Teltow und Wannsee.
Zusätzlich erschwerte eine Streckensperrung auf der Ringbahn die Lage. Nach einer Reparatur fahren die Züge auch dort wieder, wie die Bahn mitteilte.
08:49 Uhr: Einschränkungen im Bahnverkehr
Die Deutsche Bahn hat wegen des Winterwetters mit Einschränkungen und Ausfällen im Fernverkehr zu kämpfen. Auf den Strecken Berlin - Stralsund und Berlin - Rostock können demnach aktuell keine Züge fahren. Auch zwischen Berlin und Hamburg gibt es teils Ausfälle und Verspätungen [bahn.de].
08:41 Uhr: In Berlin wird heute kein Müll abgeholt
Die Berliner Stadtreinigung (BSR) wird am Montag wegen vereister Straßen keine Mülltonnen leeren. Wie eine BSR-Sprecherin dem rbb sagte, ist die Entscheidung schon am frühen Morgen gefallen.
Man habe von den Kollegen der Straßenreinigung die Information bekommen, dass das Streusalz wegen des Regens wieder von der Fahrbahn gespült wurde. Das schwäche die Wirkung ab. Da die Müllfahrzeuge groß und schwer seien, bestehe das Risiko, dass sie nicht durchkommen. Die Touren sollen aber nachgeholt werden, wahrscheinlich am Samstag.
8:28 Uhr: Update von der BVG in Berlin
- Tramverkehr weiter vollständig eingestellt
- U2 ist zwischen Pankow und Rosa-Luxemburg-Platz sowie Potsdamer Platz und Wittenbergplatz unterbrochen
- U3 ist zwischen Breitenbachplatz und Krumme Lanke unterbrochen
Probleme gibt es weiterhin bei der elektronischen Fahrplanauskunft der BVG.
8:24 Uhr: Unwetterwarnung teils aufgehoben
Die amtliche Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) wegen Glatteis, die zunächst für weite Teile Brandenburgs und Berlin galt, ist jetzt nur noch für den Norden Brandenburgs aktiv. Es wird aber weiter vor glatten Straßen und Wegen gewarnt [dwd.de].
08:02 Uhr: Parks und Schlösser am Montag geschlossen
Die Schlösser und Parks der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg bleiben am Montag wegen Glatteisgefahr geschlossen. Weil sich auf gefrorenen Böden gefährliche Glätte bilden könne, sei dies vorbeugend zum Schutz der Besucher entschieden worden. Betroffen sind unter anderem das Schloss Charlottenburg in Berlin und das Schloss Sanssouci und der umliegende Park in Potsdam.
07:47: Uhr: Abschnitt auf A100 gesperrt, Flüge am BER verspätet
Auch für Autofahrer gibt es Einschränkungen in Berlin: Die südliche A100 ist zwischen Grenzallee und Buschkrugallee wegen Eisglätte derzeit in beide Richtungen gesperrt, wie die VIZ mitteilte.
Am Hauptstadtflughafen BER kam es am Morgen laut den Abfluginformationen auf dem Internetportal zu Verspätungen [ber.berlin-airport.de]. Starts und Landungen werden einem Sprecher zufolge derzeit nur über eine der beiden Start- und Landebahnen abgewickelt. Die zweite Bahn werde gegen Vereisung behandelt.
07:42 Uhr: Überblick über Lage im Nahverkehr in Berlin und Brandenburg
Berlin
- Tramverkehr komplett eingestellt
- Störungen und Ausfälle bei U2 und U3
- S-Bahn: S1, S2 und S25 wegen vereister Gleise eingeschränkt/Ringbahn wegen Bauarbeiten unterbrochen [s-bahn.berlin].
Brandenburg
- Busverkehr in Potsdam und in der Uckermark eingestellt
- Tramverkehr in Brandenburg an der Havel eingestellt
- In Oder-Spree und im Barnim kann es zu Ausfällen und Verspätungen kommen
Auch beim Regionalbahnverkehr kommt es derzeit zu Verspätungen von teils bis zu einer Stunde, wie es auf der Bahn-Webseite heißt. Einzelne Verbindungen fallen demnach aus.
07:25 Uhr: Probleme mit BVG-Webseite
Von der Leitstelle der BVG hieß es auf rbb-Anfrage, dass es Probleme mit deren Webseite gebe. Dort würden die Störungsmeldungen nicht angezeigt.
Nach wie vor ist der Tramverkehr allerdings eingestellt, es gibt auch weiter Probleme im U-Bahnverkehr. Aktuell (Stand 7:20 Uhr) ist laut BVG weiterhin die U2 zwischen Alexanderplatz und Pankow sowie die U3 zwischen Breitenbachplatz und Krumme Lanke unterbrochen.
Der Busverkehr ist demnach derzeit planmäßig unterwegs, es könne jedoch wegen der Straßenverhältnisse zu kurzfristigen Einschränkungen kommen.
6:58 Uhr: Auch in der Uckermark ist der Busverkehr eingestellt
In der gesamten Uckermark fahren bis auf Weiteres keine Busse - das hat die Uckermärkische Verkehrsgesellschaft mitgeteilt.
In anderen Landkreisen, etwa in Oder-Spree oder im Barnim, kann es nach Angaben der örtlichen Bus- und Verkehrsgesellschaften zu Ausfällen und Verspätungen kommen.
Die Leitstellen Oderland und Nordost sprechen von mehreren witterungsbedingten Einsätzen, ohne konkrete Zahlen nennen zu können. Auch die Einsatzfahrzeuge haben den Angaben zufolge oft Probleme, die Einsatzorte zu erreichen.
06:38 Uhr: Polizei und BSR warnen vor extremer Glätte
Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger sind für den morgendlichen Weg zur Arbeit zu besonderer Vorsicht aufgerufen.
Polizei und Berliner Stadtreinigung (BSR) warnen vor extremer Glätte. Zwar streue der Winterdienst der BSR auf wichtigen Strecken inklusive der Radstreifen, teilte das Unternehmen mit. Aufgrund starken Regens sei das Feuchtsalz aber teilweise von den Fahrbahnen gespült worden. In Nebenstraßen sowie auf vielen Rad- und Gehwegen werde zudem kein Auftaumittel eingesetzt. Hier sei es deswegen extrem glatt.
"Bitte passen Sie Ihr Verhalten den Straßenverhältnissen an", teilte die Polizei auf der Plattform X mit. Autofahrer sollten die Abstände vergrößern und behutsam lenken. Überflüssige Wege und Radfahren würden am besten vermieden.
Größere oder auffällig viele Unfälle in der Hauptstadt wurden zunächst nicht bekannt.
6:32 Uhr: Auch Probleme bei der S-Bahn
Im S-Bahnverkehr sind die Linien S1, S2 und S25 von Verspätungen und Ausfällen betroffen, wie eine Bahn-Sprecherin dem rbb sagte. Grund sind vereiste Weichen.
Zusätzlich erschwert eine Streckensperrung auf der Ringbahn die Lage. Zwischen Südkreuz und Hermannstraße fahren die Linien S41 und S42 nicht mehr. Hier ist ein Gleislagefehler die Ursache, wie die Bahnsprecherin sagte.
06:10 Uhr: Unwetterwarnung vor Glatteis
Die Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) vor Glatteis (dwd.de) gilt derzeit noch bis 09:00 Uhr. Sie gilt für praktisch ganz Ostdeutschland. Auch in den nächsten Stunden kommt es zu gefrierendem Regen. Vielerorts fällt auch Schnee oder Schneeregen.
06:07 Uhr: Auswirkungen in Potsdam
In Potsdam fahren zur Stunde keine Busse.
06:00 Uhr: massive Probleme im Berliner Nahverkehr
Bei der BVG kommt es derzeit zu großen Problemen. Die Berliner Verkehrsbetriebe haben im gesamten Stadtgebiet den Straßenbahnverkehr eingestellt, wie es auf der Webseite der BVG heißt.
Die U3 ist eingestellt, die U2 ist zwischen Wittenbergplatz und Potsdamer Platz unterbrochen.
Bei nahezu allen Buslinien kommt es laut BVG-Störungsmelder zu Problemen.
05:40 Uhr: zahlreiche Unfälle in Brandenburg
Bis zum frühen Montagmorgen (Stand 05:30 Uhr) meldete die Brandenburger Polizei 56 Glätteunfälle mit sieben Verletzten.
Schwerpunkt ist nach Polizeiangaben bislang der Westen Brandenburgs. Unfälle gab es aber überall verteilt im Land, unter anderem in Cottbus, Brandenburg an der Havel, Potsdam, Nauen, Eberswalde, Wildau, Rüdersdorf, Ludwigsfelde und im Löwenberger Land.
05:30 Uhr: Unwetterwarnung vor Glatteis
Auf vielen Straßen und Gehwegen in Brandenburg und Berlin ist es gerade spiegelglatt.
Der Deutsche Wetterdienst hat eine amtliche Unwetterwarnung für praktisch ganz Ostdeutschland herausgegeben. Auch in den nächsten Stunden kommt es zu gefrierendem Regen. Vielerorts fällt auch Schnee oder Schneeregen.
Im Straßenverkehr sind erhebliche Beeinträchtigungen zu erwarten. Wer kann, sollte aufs Autofahren verzichten und nach Möglichkeit zu Hause bleiben. Im ÖPNV kommt es zu massiven Störungen.
Sendung: rbb24 Inforadio, 02.02.2026, 16:10 Uhr
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255 Kommentare
Es wäre wirklich toll, wenn morgen ein SEV mit Bussen die Teilstrecke der U2 befährt, sollte der Abschnitt von RLP bis Pankow nach wie vor nicht mit U Bahn befahrbar sein.
Ich verstehe nicht, warum man in Köpenick nicht wenigstens die Nachtbuslinien auch am Tag fahren lassen kann. Dann würden wenigstens die Hauptlinien bestehen. Die BVG sagt, man solle einfach auf U-Bahn oder Bus ausweichen. Das geht hier leider kaum. Köpenick hat keine U-Bahn und auf den Tramlinien in Oberschöeweide gibt es auch keine Buslinien. An der Wuhlheide oder Wendenschloss ist man vom Öpnv abgeschnitten. Heißt also Hilf dir selbst. Bekommt man eigentlich 2 Tage vom Deutschlandticket erstattet? Wahrscheinlich auch nicht.
Typisches Armutszeugnis