Das Regime im Iran könnte diesmal wirklich fallen. So hilfst du dem Widerstand
Die aktuellen Proteste sind anders. Die Brutalität gegen Demonstrierende schockiert. Was die Bundesregierung jetzt tun muss – und was auch du tun kannst, damit die Iraner endlich frei werden.
Totalitäre Systeme, so zeigt es die Geschichte immer wieder, reagieren auf ihren drohenden Untergang oft mit Eskalation. Als absehbar war, dass die Nationalsozialisten den Krieg verlieren würden, beschleunigten sie die massenhafte Ermordung von 6 Millionen Juden. Auch die »Roten Khmer« in Kambodscha begangen einen Genozid an der eigenen Bevölkerung, als ihr Modell einer kommunistischen Agrargesellschaft scheiterte.
Genau dieses Stadium scheint auch die Islamische Republik Iran derzeit erreicht zu haben.
Am 8. und 9. Januar sind Millionen Iraner:innen im ganzen Land auf die Straße gegangen. Ihr Ziel war klar formuliert: das Ende der Islamischen Republik – mit ihren mittelalterlichen Sittengesetzen, ihrer Gewalt und einer Misswirtschaft, die die Ressourcen des Landes komplett aufgebraucht hat. Auf den Straßen riefen die Menschen »Tod dem Diktator« und »Dieses Land wird keine Heimat sein, solange die Mullahs nicht begraben sind«.
Dabei sei es nicht um das Kopftuch gegangen, erklärt unsere Autorin Rameza MonirSolche Slogans haben die Menschen im Iran schon bei früheren Protesten gerufen, zum Beispiel 2022, als eine junge Frau wegen ihres locker sitzenden Kopftuchs verhaftet wurde und in Polizeigewahrsam verstarb. Doch der aktuelle Aufstand, der zunächst von den Bazaren ausging und vom rasanten Verfall der iranischen Währung ausgelöst wurde, ist für die iranischen Machthaber besonders gefährlich.
Warum das so ist, wie es den Menschen im Iran gerade geht und was du konkret tun kannst, um sie zu unterstützen, erfährst du in diesem Text.