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SoftwareStrafgerichtshof ersetzt Microsoft durch deutsche Lösung

Bruch mit Symbolkraft: Aus Angst vor Sanktionen ersetzt der Internationale Strafgerichtshof US-Technologie mit einem Paket aus Deutschland – und könnte damit am Beginn eines Trends stehen.Christof Kerkmann 30.10.2025 - 04:06 Uhr Artikel anhören
Chefankläger des IStGH Karim Khan: Sanktionen der US-Regierung. Foto: Getty Images, Picture Alliance/AP [M]

Düsseldorf. Es ist eine Entscheidung mit politischer Brisanz: Aus Angst vor Repressalien durch US-Präsident Donald Trump plant der Internationale Strafgerichtshof (IStGH), sich von Technologien aus den USA unabhängig zu machen. Nach Handelsblatt-Informationen ersetzt die internationale Institution im niederländischen Den Haag die Arbeitsplatz-Software von Microsoft durch die deutsche Lösung Open Desk.

Das Programmpaket, das Microsoft ablösen soll, stammt vom Zentrum für Digitale Souveränität (Zendis), einer Firma im Besitz des Bundes. Ihr Auftrag ist es, die digitale Unabhängigkeit der öffentlichen Verwaltung zu stärken, indem sie „kritische Abhängigkeiten von einzelnen Technologieanbietern“ auflöst. Open Desk als Programmpaket mit Komponenten von acht europäischen Softwareherstellern ist ein zentrales Element.

Im Vergleich zu internationalen Konzernen ist der Strafgerichtshof mit rund 1800 Arbeitsplätzen vergleichsweise klein, doch der Wechsel von Microsoft zu Open Desk hat großen Symbolwert: Er zeigt exemplarisch, dass Technologie ins Zentrum der Geopolitik gerückt ist. Da die USA unter Trump digitale Technologie als Druckmittel einsetzen, gilt die Abhängigkeit von amerikanischen Digitalkonzernen in Wirtschaft und Politik zunehmend als Problem.

Konkreter Hintergrund der Entscheidung des Strafgerichtshofs sind Sanktionen der US-Regierung unter Präsident Donald Trump gegen hochrangige Vertreter des IStGH, darunter Chefankläger Karim Khan. Medienberichten zufolge prüft Washington weitere Strafmaßnahmen gegen die gesamte Institution, was deren Arbeitsfähigkeit erheblich einschränken könnte.

Düsseldorf. Es ist eine Entscheidung mit politischer Brisanz: Aus Angst vor Repressalien durch US-Präsident Donald Trump plant der Internationale Strafgerichtshof (IStGH), sich von Technologien aus den USA unabhängig zu machen. Nach Handelsblatt-Informationen ersetzt die internationale Institution im niederländischen Den Haag die Arbeitsplatz-Software von Microsoft durch die deutsche Lösung Open Desk.

Das Programmpaket, das Microsoft ablösen soll, stammt vom Zentrum für Digitale Souveränität (Zendis), einer Firma im Besitz des Bundes. Ihr Auftrag ist es, die digitale Unabhängigkeit der öffentlichen Verwaltung zu stärken, indem sie „kritische Abhängigkeiten von einzelnen Technologieanbietern“ auflöst. Open Desk als Programmpaket mit Komponenten von acht europäischen Softwareherstellern ist ein zentrales Element.

Im Vergleich zu internationalen Konzernen ist der Strafgerichtshof mit rund 1800 Arbeitsplätzen vergleichsweise klein, doch der Wechsel von Microsoft zu Open Desk hat großen Symbolwert: Er zeigt exemplarisch, dass Technologie ins Zentrum der Geopolitik gerückt ist. Da die USA unter Trump digitale Technologie als Druckmittel einsetzen, gilt die Abhängigkeit von amerikanischen Digitalkonzernen in Wirtschaft und Politik zunehmend als Problem.

Konkreter Hintergrund der Entscheidung des Strafgerichtshofs sind Sanktionen der US-Regierung unter Präsident Donald Trump gegen hochrangige Vertreter des IStGH, darunter Chefankläger Karim Khan. Medienberichten zufolge prüft Washington weitere Strafmaßnahmen gegen die gesamte Institution, was deren Arbeitsfähigkeit erheblich einschränken könnte.

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