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Berlin-Schöneberg

Rosa von Praunheim in Berlin beigesetzt

Vor einem Monat starb Rosa von Praunheim. In einer stillen Zeremonie wurde er jetzt beigesetzt – viele prominente Wegbegleiter*innen verabschiedeten sich von dem Kult-Regisseur.


Viele Menschen nahmen Abschied von Rosa von Praunheim (Bild: Facebook / Bundes­stiftung Magnus Hirschfeld1)

  • Heute, 13:37h 2 Min.

Der schwule Aktivist und Filmemacher Rosa von Praunheim ist am Dienstag Alten St.-Matthäus-Kirchhof in der Großgörschenstraße in Berlin-Schöneberg beigesetzt worden. Auf Wunsch des Verstorbenen gab es eine "stille Zeremonie", also keine Reden oder Ansprachen. Viele queere Prominente nahmen an der Trauerveranstaltung teil.

Rosa von Praunheim war am 17. Dezember im Alter von 83 Jahren gestorben (queer.de berichtete2). Nur fünf Tage zuvor hatte er seinen langjährigen Partner Oliver Sechting geheiratet (queer.de berichtete3).

Insgesamt kamen mehrere 100 Gäste bei Sonne und Temperaturen um den Gefrierpunkt an der Beisetzung teil. Dazu zählten neben Berliner Dragqueens auch Politiker wie Ex-Kultursenator Klaus Lederer (Linke) und der frühere SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert. Zu den Trauernden aus der Schauspielbranche gehörten Lars Eidinger, Max Riemelt oder Katy Karrenbauer, mit der der Regisseur 2015 den Film "Härte" auf die Leinwand gebracht hatte. Auch Comic-Autor Ralf König, über den von Praunheim 2012 eine bewegende Dokumentation gedreht hatte4, nahm teil, ebenso wie die Regisseure Tom Tykwer und Volker Schlöndorff.

"Ich hab Rosa so sehr geliebt"

"Er war mein Mentor, ein Ziehpapa, ein guter Freund und ein Lehrmeister", so erinnerte sich Regisseur Axel Ranisch gegenüber dem RBB an Rosa von Praunheim. Produzentin Regina Ziegler ergänzte: "Ich hab Rosa so sehr geliebt, weil er versucht hat, überall Barrieren abzubauen und auch gerade, was die Homosexualität betrifft, neue Wege zu finden. Das ist ihm ja gelungen."

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Rosa von Praunheim galt als eine der schillerndsten und prägendsten Figuren der Geschichte der deutschen Schwulen- und LGBTI-Bewegung. Seit über fünf Jahrzehnten mischt der Filmemacher die Bundesrepublik auf – laut, polemisch, verletzlich und stets politisch. Mit mehr als 150 Filmen prägte er über Jahrzehnte das deutsche Queer Cinema maßgeblich.

Sein Film "Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt" aus dem Jahr 1971 gilt als Zäsur der schwulen Geschichte: Von Praunheim brachte Homosexualität erstmals offensiv ins deutsche Fernsehen und zwang die Mehrheitsgesellschaft, die Homosexualität verdrängte, sich mit der Community auseinanderzusetzen. Auch später setzte er auf Konfrontation – etwa mit dem Outing prominenter Schwuler. 1991 outete er bei der RTL-Sendung "Der heiße Stuhl" den Komiker Hape Kerkeling (61) und den Talkmaster Alfred Biolek (1934-2021). Die beiden Geouteten sagten später, die Aktion habe sie zunächst schockiert, aber habe am Ende positive Aspekte gehabt. (cw)

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