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Sicherheitsbedenken

Offizieller englischer LGBTI-Fanclub boykottiert Fußball-WM in den USA

Fußballfans fiebern derzeit der WM entgegen. Doch nun hat der queere Fanclub der englischen Nationalmannschaft entschieden, nicht zum Turnier zu fahren – zu groß ist die Angst um die Sicherheit.


England wird bei der Fußball-WM auf seine queeren Fans verzichten müssen (Bild: Facebook / Three Lions Pride1)

  • Gestern, 13:04h 2 Min.

Englands offizieller queerer Fanclub "Three Lions Pride" hat bekanntgegeben, dass er die FIFA-Weltmeisterschaft in diesem Sommer in den Vereinigten Staaten nicht besuchen wird. "Wir können die Sicherheit unserer Mitglieder nicht garantieren und können die erschreckenden Entscheidungen der FIFA in Bezug auf Ticketvergabe und Sicherheit nicht stillschweigend billigen, indem wir durch unsere sichtbare Teilnahme als Gruppe Zustimmung signalisieren", teilte der Fanclub auf Social Media mit.

Die Fußball-WM findet zwischen dem 11. Juni und 19. Juli in den USA, Kanada und Mexiko statt – drei Viertel der Spiele werden in den Vereinigten Staaten abgehalten, darunter auch das Finale. England wird alle drei Gruppenspiele in den USA austragen. Der britische Landesteil zählt neben Spanien zu den Topfavoriten auf den WM-Titel.

"Erhöhtes Risiko von Diskriminierung und Gewalt"

In der Stellungnahme erklärte der englische Fanclub, die Hoffnung, dass die WM 2026 ein sicheres Umfeld für queere Fans bieten würde, sei "vollständig und nachhaltig vernichtet" worden. In Teilen der USA gebe es einen "gefährlichen Rückschritt bei den Menschenrechten". Insbesondere transgeschlechtliche und nichtbinäre Personen seien einem erhöhten Risiko von Diskriminierung und Gewalt ausgesetzt. "Wenn Beamte der US-Einwanderungsbehörde ihre eigenen Bürger*innen erschießen – wie es diesen Monat in Minneapolis geschehen ist, als Renee Good vor den Augen ihrer Ehefrau getötet wurde2 – ist jeder Fan durch übereifrige Polizeiarbeit in Gefahr."

"Three Lions Pride" kritisierte auch die hohen Ticketpreise und mangelnde Vorkehrungen der FIFA gegen Diskriminierung. So würden auch Fans mit Behinderung vom Turnier ausgeschlossen.

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"Three Lions Pride" war im Vorfeld der WM 2018 in Russland gegründet worden und zählt inzwischen rund 350 Mitglieder. Seit Jahren ist der Fanclub bei Spielen der englischen Nationalmannschaft sichtbar präsent. Bereits 2022 hatte sich die Gruppe entschieden, nicht zur WM nach Katar zu reisen, ebenfalls aus Sicherheitsbedenken. Damals warnte sie, weder die FIFA noch die Gastgeberländer hätten ausreichende Garantien für queere Fans gegeben. In Katar wurden Fans mit Regenbogenfahnen wiederholt schikaniert (queer.de berichtete4). (dk)

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