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Ein Jahr Trump

Studie: Viele queere Menschen in den USA verstecken wieder ihre Identität

Eine neue Studie zeigt, dass die Politik der Trump-Regierung die queere Bevölkerung erheblich belastet. So versteckten viele Menschen aus Angst vor Repressionen ihre queere Identität.


Nach einem Viertel der zweiten Amtszeit von Präsident Donald Trump zeigt seine queer­feindliche Politik bereits Wirkung (Bild: 1 Gage Skidmore / flickr2)

  • Gestern, 14:41h 2 Min.

Nach einem Jahr Trump-Regierung sinkt die Sichtbarkeit von queeren Menschen in den USA rapide. Das ist das Ergebnis einer Befragung der LGBTI-Organisation Human Rights Campaign.

In ihrer "Jährlichen Untersuchung der LGBTQ+-Community" (PDF3) erklärten 48 Prozent der queeren Befragten, sie seien in Teilen ihres Lebens weniger geoutet als noch ein Jahr zuvor. Dies betreffe insbesondere öffentliche Räume (28 Prozent), den Arbeitsplatz (27 Prozent) und das Gesundheitssystem (25 Prozent).

Mehr als die Hälfte (51 Prozent) gab an, weniger sichtbar mit ihrer queeren Identität umzugehen. Das betreffe etwa vor allem Regenbogenfamilien: 40 Prozent der befragten queeren Eltern mit Kindern im schulpflichtigen Alter gaben an, sie seien weniger sichtbar an der Schule.

Weniger Schutz am Arbeitsplatz und finanzielle Einbußen

39 Prozent der Befragten erklärten zudem, dass ihr Arbeitgeber den Diskriminierungsschutz gelockert habe. Hintergrund ist, dass die Trump-Regierung kurz nach ihrem Amtsantritt Gleichstellungsprogramme beendet hatte, die in den USA unter der Abkürzung DEI (Diversity, Equity and Inclusion) bekannt sind. Außerdem drohte die Regierung Unternehmen, die weiterhin derartige Initiativen umsetzen, mit Konsequenzen. Auch viele Großunternehmen, etwa die Telekom-Tochter T-Mobile USA, beendeten daraufhin ihre Diversitäts-Programme (queer.de berichtete4).

Im Vergleich zur Restbevölkerung beklagen queere Menschen auch fast doppelt so häufig eine Verschlechterung ihrer finanziellen Situation im Vergleich zum Vorjahr. Die betrifft insbesondere den Zugang zu Gesundheitsversorgung. So sei es schwieriger, HIV-Medikamente zu erhalten.

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"Donald Trump und seine Alliierten machen kein Geheimnis aus ihren Plänen. Sie hatten diese in Project 20256 öffentlich gemacht", erklärte HRC-Chefin Kelley Robinson. Das Trump-nahe Positionspapier sieht etwa vor, die Rechte queerer Menschen zu reduzieren, indem beispielsweise das Ehe-Verbot für Schwule und Lesben wiedereingeführt oder der Zugang für trans Personen zur Gesundheitsversorgung erschwert wird. "Im letzten Jahr hat die Trump-Regierung damit begonnen, die Bürgerrechte von queeren Amerikaner*innen abzubauen – mit Förder-Stopps, behördlichen Vorschriften oder durch Mobbing. Queere Menschen leiden stark darunter."

Robinson rief die queere Community auf, sich gegen die LGBTI-feindliche Politik der Trump-Regierung zu wehren: "Zusammen werden wir den Kampf um eine Zukunft fortführen, in der jeder Mensch die Freiheit hat, so zu sein, wie er ist. Ich glaube fest daran, dass wir am Ende stärker, vereinter und siegreich sein werden."

Für die Studie wurden im vergangenen Jahr rund 15.000 Erwachsene befragt, darunter etwa 10.000 queere Menschen. (dk)

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