ArbeitsprozessFünfmal von der Bahn gekündigt - und dann ein Sieg vor Gericht

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Schienen der Deutschen Bahn: Der Manager, der gekündigt wurde, war maßgeblich für die Digitalisierung zuständig. 
Schienen der Deutschen Bahn: Der Manager, der gekündigt wurde, war maßgeblich für die Digitalisierung zuständig.  (Foto: Sven Hoppe/dpa)

Ein Top-Manager soll die Schiene digitalisieren, dann wird er fristlos gekündigt. Doch die Deutsche Bahn kann keine Belege für ihre Vorwürfe vorlegen - und verliert vor dem Arbeitsgericht auf ganzer Linie.

Von Vivien Timmler, Berlin

Der Anwalt der Deutschen Bahn ist dieses Mal gar nicht erst persönlich erschienen. Dabei ist diese vorerst letzte Etappe des kuriosen Rechtsstreits, in dem er den Staatskonzern an diesem Dienstag per Videoschalte vertritt, vielleicht die entscheidende. Und zwar nicht nur für den Mann, um den es hier geht. Sein Fall könnte noch wichtig werden für die Frage, wie die Bahn künftig mit internen Kritikern umgeht - und wie tunlichst nicht.

Arbeitsgericht Berlin
:„Sie haben den Mann öffentlich hingerichtet“

Ein Bahn-Manager soll das Schienennetz fit für die Zukunft machen, doch dann wird er fristlos gekündigt. Die Begründung klingt kurios. Und der Anwalt des Mannes macht der Deutschen Bahn schwere Vorwürfe.

SZ PlusVon Klaus Ott, Vivien Timmler