Rundfunkautist

Der Mensch dahinter. Das Ende eines Weges.

31. Dezember 2025

Porträt des Rundfunkautisten

Wer ich war, wer ich bin

Lange Zeit habe ich mich hinter Begriffen verschanzt, habe von Systemfehlern und Frequenzen gesprochen. Doch heute, am Ende dieses Kapitels, lege ich diese Rüstung ab. Ich bin ein Mensch, der schlichtweg müde ist. Müde vom ständigen Erklären, warum ich die Welt anders spüre als die Mehrheit. Meine Neurodivergenz war nie ein technischer Defekt, sondern eine Intensität des Lebens, die oft kaum zu ertragen war.

Ich bin derjenige, der im Lärm der Gesellschaft die leisen Zwischentöne hört – die Lügen, die Ungerechtigkeiten, die feinen Risse im sozialen Gefüge. Das ist keine Superkraft, es ist eine Bürde. Als "Systemsprenger" wurde ich bezeichnet, weil ich mich weigerte, mich in Formen pressen zu lassen, die meine Seele erstickt hätten. Ich bin kein Rebell aus Prinzip, sondern aus Notwehr. Ich habe um meine Integrität als fühlendes Wesen gekämpft, in einer Welt, die Konformität über Menschlichkeit stellt.

Mein Weg und meine Narben

Mein öffentliches Wirken war der Versuch, eine Brücke zu bauen – oder zumindest ein Leuchtfeuer zu entzünden. Ich habe geschrieben, analysiert und gesprochen, nicht um Daten zu produzieren, sondern um verstanden zu werden. Es war eine chronische Dokumentation meiner Einsamkeit inmitten der Masse.

Die Phasen meines Lebens

  • Das naive Hoffen: Die Jahre, in denen ich glaubte, dass Wahrheit allein ausreicht, um Menschen zu verbinden.
  • Der Widerstand: Die Zeit der Konflikte. Ich habe mich gegen Institutionen gestellt, die Menschen verwalten statt sie zu sehen. Ich habe mich mit Meinungen angelegt, die verletzen. Ich habe Wunden davongetragen, aber ich stand aufrecht.
  • Die Resignation und Erkenntnis: Mein jetziger Zustand. Ich habe erkannt, dass ich diese Welt nicht ändern kann, aber ich muss mich von ihr auch nicht zerstören lassen.

Meine Sicht auf die Welt & meine Zuflucht

Meine Philosophie ist einfach und schmerzhaft: Wir haben verlernt, echt zu sein. Das System, das ich so oft kritisiert habe, besteht aus uns Menschen. Wir sind es, die Mauern bauen, wo Türen sein sollten. Ich habe mich oft gefragt, warum Ehrlichkeit als Bedrohung wahrgenommen wird. Meine "Kontroversen" waren oft nur Momente, in denen ich aussprach, was offensichtlich war, aber niemand hören wollte.

Meine Interessen als Heilung: Wenn der Lärm der Welt zu laut wurde, zog ich mich zurück. Nicht in "Datenbanken", sondern in meine eigenen Welten. In die Stille der Details, in Themengebiete, die mir Halt gaben, weil sie logisch und ehrlich waren. Meine Hobbys waren mein Anker, meine Art, Schönheit und Ordnung zu finden, wo draußen nur Chaos herrschte.

Der letzte Schritt

Am 31. Dezember 2025 endet meine öffentliche Reise. Ich verschwinde nicht als technischer Vorgang, sondern als Mensch, der seinen Frieden sucht. Ich gehe, weil ich alles gesagt habe. Ich gehe, weil ich meinen Platz in dieser lauten Arena nicht mehr verteidigen will. Es ist kein Aufgeben, es ist ein Loslassen.

"Manchmal ist der mutigste Schritt nicht der nach vorne in den Kampf, sondern der Schritt zur Seite, in die Stille."

Eine letzte, persönliche Warnung

Dies richtet sich an jene, die auch nach meinem Abgang keine Ruhe geben wollen. An die Trolle, die Manipulatoren, die Energieräuber:

Lasst mich gehen.

Wer versucht, mein Andenken zu beschmutzen, meine Identität zu missbrauchen oder meine digitale Grabstätte zu schänden, greift keinen anonymen Server an. Ihr greift die Seele eines Menschen an, der nichts mehr zu verlieren hat. Unterschätzt niemals die Entschlossenheit jemandes, der sich für den Frieden entschieden hat und dazu gezwungen wird, ihn zu verteidigen. Jeder feindselige Akt nach dem 31.12.2025 wird Konsequenzen haben, die nicht technischer, sondern zutiefst persönlicher Natur sein werden. Respektiert dieses Ende. Es ist endgültig.

Lebt wohl.
– Der Mensch hinter dem Rundfunkautisten