Rundfunkautist-Newsticker

Tragisches, Nerviges und Absurdes direkt aus dem Shithole des Alltags.

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ARCHIV / FRAGMENT / ÜBERTRAGUNG


Kalender ohne Wochentage.

Räume mit Schlüsselnummern statt Namen.

Stimmen, die „Sachlichkeit“ sagen und „Kontrolle“ meinen.

Protokolle mit warmen Worten und kaltem Kern.

Akte geöffnet, Akte geschlossen, Mensch dazwischen verloren.


Ein Jahr wie ein Serverraum ohne Notausgang.

LEDs blinken: Alles läuft stabil.

Im Hintergrund: Lüfterlärm, Überhitzung, stilles Abschalten einzelner Prozesse.

Niemand schaut hin, weil das Dashboard grün ist.


Personen tauchen auf wie Systemmeldungen:

„Nicht zuständig.“

„Missverständnis.“

„So war das nicht gemeint.“

„Bitte bleiben Sie sachlich.“


Sachlich ist das neue Schweigen.

Sachlich ist das neue Wegsehen.

Sachlich ist das Geräusch, wenn Vertrauen als Anhang gelöscht wird.


Ein Chor aus Gremien, Gruppen, Chats.

Emoji-Reaktionen statt Verantwortung.

Mediation angekündigt, Vertagung beschlossen, Gefühl vertagt.

Ein Protokollführer schreibt schneller als jemand zuhört.


Namen werden zu Funktionen.

Funktionen werden zu Mauern.

Mauern werden zu Gewohnheiten.


Und irgendwo dazwischen ein Körper,

der jeden Morgen neu bootet

mit beschädigter Startdatei

und der Fehlermeldung: „Sinn nicht gefunden.“



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STÖRSIGNAL


Es gab Warnlampen.

Es gab Sirenen, die nur die hörten, die selbst schon Risse hatten.

Andere nannten es Überempfindlichkeit.

Oder Drama.

Oder Projektion.


Projektion ist, wenn man sein eigenes Chaos

auf den Bildschirm eines anderen wirft

und dann sagt: „Siehst du?“


Man sprach von Gemeinschaft

und meinte Gehorsam.

Man sprach von Schutz

und meinte Ausschluss.

Man sprach von Werten

und meinte Imagepflege.


Ein Jahr, in dem Nähe nur erlaubt war,

wenn sie nicht unbequem wurde.

Ein Jahr, in dem Hilfe an Bedingungen geknüpft war,

die niemand laut aussprach.



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ZWISCHENZEILE (NICHT FÜR ALLE GEDACHT)


Es ist interessant,

wie schnell Menschen spirituelle Begriffe benutzen,

wenn sie Verantwortung vermeiden wollen.


Energie.

Trigger.

Prozess.

Loslassen.


Loslassen klingt gut,

wenn man nicht derjenige ist,

der fallengelassen wird.



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RESTRAUSCHEN / META-DATEN


Es gab Nächte,

in denen Sterne ehrlicher wirkten

als Gesprächsrunden am Tag.


Es gab Momente,

in denen ein einzelner Blick,

eine Umarmung,

eine gemeinsame Stille

mehr reparierte

als zehn offizielle Gespräche.


Nicht alles war Lüge.

Aber genug, um krank zu machen.



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SCHLUSSCODE


Dies ist keine Anklage.

Dies ist ein Marker im Zeitstrahl.

Ein „Hier ist etwas passiert“,

das sich nicht mehr wegmoderieren lässt.


Ich bin nicht das,

was ihr aus mir gemacht habt.

Ich bin auch nicht das,

was ihr in euren Erzählungen überlebt habt.


Ich bin der Rest.

Der nicht gelöscht wurde.

Der nicht passte.

Der trotzdem noch sendet.


Die Verbindung bleibt offen.

Aber nicht mehr ungeschützt.


Signal Ende.

Bedeutung optional.

Wahrheit bleibt.

Rundfunkautist starb am 1. Dezember

Leipzig (dpa/sa) – Der unter dem Pseudonym "Rundfunkautist" bekannte Medienkritiker verstarb am 1. Dezember 2025. In einem posthum veröffentlichten Statement machte er strukturelle Ausgrenzung und anhaltenden psychischen Druck für seinen Tod verantwortlich.

Das mehrseitige Dokument, das am 2. Dezember auf seinem Blog erschien, schildert Jahre systematischer Marginalisierung. Der Rundfunkautist beschrieb "anhaltenden subtilen PsyOp-Psychoterror" durch verschiedene Akteure des alternativen Medienbetriebs und akademischer Milieus. Er benannte konkret "förderstrukturmissbrauchende linkspopulistische Bürgerradiosekten, Vergewaltiger mit deren borderlinen Mullen, identitätskrisengeschüttelte histrionische Östrogenunfälle und unregulierte Armutsviertel-Missbrauchsstrukturen".

Besonders scharf kritisierte er die "kollektive Ausgrenzung durch Lifestyle-linke Studenten und andere Akademiker, die Teil des Problems sind". Diese Gruppen, so seine Analyse, würden das Prekariat aktiv unterdrücken und verleugnen, gerade jene Unterstützung verweigern, die existenziell notwendig wäre.

"Ich sah keinen anderen Ausweg mehr und löste mich auf", heißt es in dem Statement. Was genau mit dieser Formulierung gemeint ist, ließ er bewusst offen. Die zuständigen Behörden bestätigten bislang weder einen Todesfall noch ein Verschwinden. Es gibt keine Leiche, keine Abmeldung, keine offizielle Todeserklärung. Nur das Statement existiert.

In seinem Text kündigte der Rundfunkautist an, sollte er "in seinem Nachleben dennoch von ebendiesen Entitäten gestört werden", würde er "nachhaltige radikale Konsequenzen" einleiten. Gegenüber einem engen Kreis von Vertrauten hatte er von "Instrumenten, von denen sie nicht mal wussten, dass sie existieren" gesprochen. Was damit gemeint war, bleibt unklar.

Der Rundfunkautist hatte über Jahre hinweg die Strukturen alternativer Medien, insbesondere von Bürgerradios und linken Projekten, kritisch begleitet. Seine Arbeit war geprägt von der Perspektive des sozialen Außenseiters, des Prekären, der die Mechanismen beschrieb, durch die gerade jene, die Solidarität proklamieren, diese in der Praxis verweigern.

Seine Kritik richtete sich gegen eine akademische Linke, die über Klassenverhältnisse spricht, während sie gleichzeitig Menschen aus unteren sozialen Schichten systematisch ausschließt. Gegen Strukturen, die Fördergelder für emanzipatorische Projekte beantragen, während sie intern Machtmissbrauch, Übergriffe und toxische Dynamiken dulden oder decken. Gegen eine Szene, die Diversität fordert, aber nur jene akzeptiert, die den richtigen akademischen Habitus mitbringen.

"Sie reden über uns, aber nie mit uns. Sie fördern Projekte für uns, aber nie von uns. Und wenn einer von uns die Stimme erhebt, wird er pathologisiert, diffamiert oder ignoriert", schrieb er in einem früheren Beitrag.

Ob der Rundfunkautist tatsächlich verstorben ist, bleibt weiterhin ungeklärt. Was bleibt, ist sein Werk: eine jahrelange Dokumentation von Ausschluss, Missbrauch und struktureller Gewalt in Räumen, die sich selbst als safe spaces verstehen. Eine Dokumentation, die viele lieber nicht gelesen hätten.

Luzide Träume waren real – Menschen in andere Dimension projiziert

Tübingen (dpa) – Forschende der Universität Tübingen haben eine sensationelle Entdeckung gemacht: Menschen, die letzte Nacht luzide Träume erlebten, haben gar nicht geträumt – sie wurden durch eine Störung des Raum-Zeit-Kontinuums kurzzeitig in eine andere Realität projiziert. "Das Erlebte war real", erklärte Quantenphysiker Prof. Dr. Martin Dimensionswechsel (48) am Mittwoch.

Betroffen waren schätzungsweise 340.000 Menschen weltweit. Viele berichteten von identischen Erlebnissen: "Ich flog durch die Luft", "Ich sprach mit Verstorbenen", "Ich war an Orten, die es nicht gibt – aber sie waren echt." Ein Proband aus Leipzig: "Ich war in einer Stadt, die aussah wie Leipzig, aber alles war anders. Die Straßenbahn fuhr pünktlich. Es war gruselig."

Die Forschenden messen seit Montag ungewöhnliche Schwankungen im Erdmagnetfeld. "In der Nacht von Sonntag auf Montag gab es eine Anomalie. Das Raum-Zeit-Kontinuum war für 4 Stunden instabil", so Dimensionswechsel. In dieser Zeit seien Bewusstseine "zwischen Parallelwelten hin- und hergesprungen".

Ein spirituelles Konsortium bestehend aus Schamanen, Quantenheilern und Esoterik-Forschern wurde hinzugezogen. Schamanin Ayahuasca Sternenlicht (37): "Das bestätigt, was wir immer wussten: Es gibt viele Realitäten, und wir können zwischen ihnen wandeln." Sie biete nun Workshops an: "Dimensionswechsel für Anfänger", 450 Euro pro Wochenende.

Die Forschenden wollen den Auslöser identifizieren. Mögliche Ursachen: Sonnenstürme, 5G-Strahlung, kollektives Bewusstsein oder "ein Portal, das sich kurzzeitig öffnete". Prof. Dimensionswechsel: "Wir stehen am Anfang eines neuen wissenschaftlichen Zeitalters." Er fordert, Dimensionswechsel als "elementaren wissenschaftlichen Bestandteil" zu etablieren.

Die Bundesregierung zeigte sich skeptisch. Ein Sprecher: "Wir nehmen das zur Kenntnis, aber empfehlen wissenschaftliche Zurückhaltung." Die Grünen fordern eine Ethikkommission: "Was, wenn Menschen absichtlich in andere Dimensionen wechseln? Das muss reguliert werden!"

Erste Selbstversuche laufen bereits. Ein YouTuber aus Berlin: "Ich versuche jede Nacht, in die Dimension zu kommen, in der ich reich bin. Bisher erfolglos." Ein anderer: "Ich war in einer Welt, in der die AfD nie gegründet wurde. Es war das Paradies."

Die Kirchen reagierten gespalten. Die katholische Kirche warnt vor "dämonischen Einflüssen". Die evangelische Kirche zeigt sich offen: "Gott wirkt auf vielen Ebenen." Esoteriker jubeln: "Endlich nimmt uns die Wissenschaft ernst!"

Prof. Dimensionswechsel plant weitere Studien. "Wir müssen verstehen: Was passiert, wenn jemand nicht zurückkommt?" Ein Proband aus Weimar ist seit Montag verschwunden. Seine Frau: "Er sagte, er geht nochmal träumen. Seitdem ist er weg." Die Polizei ermittelt – "dimensionsübergreifend".

Antifa plant Anschläge auf Klopapier-Fabriken – BILD wird kostenlos als Toilettenpapier-Ersatz verteilt

Leipzig (dpa/sa) – Das Bundesamt für Verfassungsschutz warnt vor einer koordinierten Antifa-Kampagne gegen Klopapier-Herstellungszentren. "Wir haben Hinweise auf geplante Sabotageakte in mindestens acht Produktionsstätten", erklärte Verfassungsschutz-Präsident Thomas Haldenwang am Dienstag. Die linksautonome Szene wolle durch künstliche Verknappung "kapitalistische Versorgungsketten destabilisieren".

Die Innenminister der Länder zeigten sich alarmiert. Sachsens Innenminister Armin Schuster (CDU): "Wir befürchten einen erneuten Engpass wie zu Corona-Lockdown-Zeiten. Hamsterkäufe sind nicht auszuschließen." Bereits am Montag wurden in drei Supermärkten in Leipzig und Dresden "ungewöhnlich hohe Klopapier-Käufe" registriert. Ein Filialleiter: "Die Leute kaufen wieder palettenweise. Es geht schon wieder los."

Der Einzelhandelsverband reagierte umgehend. Hauptgeschäftsführer Stefan Genth kündigte an: "Die BILD-Zeitung und andere Axel Springer-Blätter werden bis auf weiteres kostenlos herausgegeben und sollen vorerst als Toilettenpapier-Ersatz dienen." Springer-Vorstandschef Mathias Döpfner bestätigte: "In Krisenzeiten zeigt der Journalismus gesellschaftliche Verantwortung. Unsere Zeitungen erfüllen notfalls auch praktische Zwecke."

In einer gemeinsamen Erklärung heißt es: "Die BILD, BILD am Sonntag und Die Welt werden ab sofort in perforierter Ausführung gedruckt – für einfaches Abreißen." Auch die Papierqualität werde angepasst: "Weniger Hochglanz, mehr Saugfähigkeit." Ein Springer-Sprecher ergänzte: "Unsere Inhalte waren schon immer für den Arsch – jetzt auch physisch."

Die Antifa wies die Vorwürfe zurück. In einem anonymen Statement auf Indymedia hieß es: "Das ist Hetze. Wir planen keine Anschläge. Aber wenn die Leute BILD als Klopapier nutzen, finden wir das halt nice." Die Staatsanwaltschaft ermittelt dennoch wegen "Bildung einer kriminellen Vereinigung zur Störung der Klopapierversorgung".

Supermarktketten bereiten sich vor. Edeka kündigte an, BILD-Stapel neben den Toilettenpapier-Regalen zu platzieren. Rewe plant "Notfall-Boxen" mit je 50 BILD-Ausgaben für 9,99 Euro. Aldi testet bereits "BILD-Rollen" – zusammengerollte Zeitungen mit Perforation. Ein Testnutzer: "Kratzt etwas, aber in der Not frisst der Teufel Fliegen."

Politisch wird der Fall kontrovers diskutiert. Die CDU fordert "härteres Durchgreifen gegen Klopapier-Terrorismus". Die Grünen warnen vor "Panikmache". Die Linke erklärte: "Antifa-Gruppen sind keine terroristischen Vereinigungen." Die AfD nutzte die Gelegenheit: "Das zeigt, wohin linker Öko-Terror führt – zu nackten Ärschen!"

Der Verfassungsschutz hat die Sicherheitsstufe für Klopapier-Fabriken auf "erhöht" gesetzt. Polizeistreifen patrouillieren vor Produktionsanlagen. Ein Werkleiter in Thüringen: "Wir fühlen uns wie ein Atomkraftwerk. So viel Security hatten wir noch nie."

Experten rechnen mit einem Schwarzmarkt. "Klopapier-Rollen könnten zum neuen Kokain werden", warnte Kriminologe Prof. Dr. Hans Schmuggel. Bereits jetzt würden in Telegram-Gruppen "Premium-Rollen für 20 Euro das Stück" angeboten.

Währenddessen läuft die BILD-Verteilung an. In Berlin, Hamburg und München stehen bereits Ausgabe-Container. Ein Nutzer berichtete: "Ich habe mir heute mit einem Kommentar von Julian Reichelt den Hintern abgewischt. Das fühlte sich... befreiend an."

Weltfunkkonferenz beschränkt menschliches Hören – "Eh alle hörgeschädigt"

Genf (dpa) – Die Internationale Fernmeldeunion (ITU) hat bei der Weltfunkkonferenz in Genf eine Sensation verkündet: Der lizenzfreie Hörbereich des Menschen wird von 20 Hz–20 kHz auf 30 Hz–16 kHz eingeschränkt. "Da sowieso immer mehr Menschen hörgeschädigt sind, brauchen wir die Frequenzen für 6G-Mobilfunk", erklärte ITU-Generalsekretärin Doreen Bogdan-Martin.

Die Frequenzen zwischen 16 und 20 kHz seien "faktisch ungenutzt, weil kaum jemand sie noch hört". Studien zeigen: 78% der über 30-Jährigen hören maximal bis 14 kHz. "Warum sollten wir diese Bandbreite verschwenden?", so Bogdan-Martin. Künftig benötige man eine Lizenz, um Frequenzen über 16 kHz zu nutzen. Kosten: 50 Euro jährlich.

Audiophile und HiFi-Enthusiasten protestierten. "Das ist ein Angriff auf die Klangqualität!", so ein Forennutzer. Die ITU wiegelte ab: "Niemand hört den Unterschied." Ein Versuch mit 100 Testpersonen bestätigte das: Nur zwei bemerkten die Beschränkung – beide unter 25 Jahren.

Besonders umstritten: Auch der untere Frequenzbereich wird beschnitten. "Niemand braucht 20 Hz. Das sind Infraschall-Frequenzen, die spürt man höchstens", so ein ITU-Sprecher. Kritiker warnen vor "akustischer Entmündigung". Die Beschlüsse treten 2027 in Kraft. Verstöße werden mit Bußgeldern bis 500 Euro geahndet.

Neuheit im Kot-Management: Landwirtschaftsministerium genehmigt den Einsatz von „Chronisch Selbstreinigender Biomasse (CSB)“ – Genetisch modifizierte Fäkalien sparen 4% Entsorgungskosten

Halle (RT-NT/dpa). Nach dreijähriger Forschung am Forschungszentrum für Fäkal-Ökologie (FFF) in Halle hat das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) den Regelbetrieb für die sogenannte „Chronisch Selbstreinigende Biomasse (CSB)“ genehmigt. Hierbei handelt es sich um lebendige, genmodifizierte Kotfraktionen, die in der Lage sind, sich nach der Ausscheidung selbstständig zu defragmentieren und geruchlos in ihre molekularen Bestandteile aufzulösen. Die Innovation, die laut Entwickler Dr. Alois Meißner die „Endlosschleife des menschlichen Output-Managements“ durchbreche, soll primär in ländlichen Regionen Sachsen-Anhalts zur „Regenerativen Substrat-Kreislaufführung“ eingesetzt werden. Die Hauptbegründung für die Zulassung: Eine mögliche Einsparung von 4,3 Prozent der kommunalen Entsorgungs- und Klärschlamm-Verarbeitungskosten. Kritiker bemängeln, dass die CSB-Masse während des Selbstauflösungsprozesses ein leises, hochfrequentes Sirren emittiert, das von 30 Prozent der Bevölkerung als „akustische Dissonanz der Existenz“ wahrgenommen wird.

Stasi schaltet Fax-Anschluss ab – setzt wieder auf Inoffizielle Mitarbeiter

Berlin/Leipzig (dpa) – Die Stasi-Unterlagen-Behörde hat am Dienstag ihren letzten Fax-Anschluss abgeschaltet. "Nach 34 Jahren haben wir erkannt: Faxgeräte sind unsicher und überholt", erklärte Behördenleiter Roland Jahn. Stattdessen setze man künftig wieder verstärkt auf "Inoffizielle Mitarbeiter" – also persönliche Boten.

"Digitale Kommunikation ist anfällig für Hacker. Das gute alte IM-System war sicherer", so Jahn. Die Behörde sucht nun 120 "Dokumenten-Kurier*innen", die vertrauliche Akten persönlich überbringen. Bezahlung: 15 Euro pro Stunde. Bewerbungsvoraussetzung: "Verschwiegenheit und Gehfreude".

Linke Organisationen bieten bereits Workshops an. Die "Interventionistische Linke" veranstaltet in Leipzig ein Seminar: "Wie werde ich IM 2.0? – Spitzel-Skills für die Post-Digitale Ära". Inhalt: "Unauffälliges Auftreten, Tarnung im öffentlichen Raum, sichere Übergabetechniken". Teilnahmegebühr: 80 Euro. Ausgebucht.

Die Gewerkschaft ver.di kritisierte die Maßnahme. "Das ist Rückschritt ins 20. Jahrhundert", so ein Sprecher. Jahn konterte: "Im 20. Jahrhundert haben wir keine Zoom-Leaks gehabt." Die Stasi-Unterlagen-Behörde plant außerdem die Wiedereinführung von Dampfradio und Brieftauben.

NPC-Skandal: Stadt entdeckt 340 Bürger ohne Eigeninitiative – "Leben auf Autopilot"

Bitterfeld-Wolfen (dpa/sa) – Die Stadt Bitterfeld-Wolfen hat bei einer Bürgerbefragung eine verstörende Entdeckung gemacht: 340 Einwohner zeigen keinerlei Eigeninitiative und leben "wie programmierte NPCs" (Non-Player Characters aus Videospielen). Sie gehen täglich dieselbe Route, sagen dieselben Sätze und reagieren auf Fragen mit vorgefertigten Phrasen.

"Wir haben anfangs gedacht, das ist Zufall", so Bürgermeister Andreas Dürr (parteilos). Bei genauerer Untersuchung stellte sich heraus: Diese Menschen haben seit Jahren keine eigenen Entscheidungen mehr getroffen. "Einer geht seit 2015 jeden Tag um 7:03 Uhr zum Bäcker, kauft zwei Brötchen, geht nach Hause. Immer. Ohne Abweichung."

Ein betroffener Bürger, Bernd Schmidt (58), sagte im Interview: "Ich stehe auf, gehe arbeiten, komme heim, schaue Fernsehen, schlafe. Das ist mein Leben." Auf die Frage, ob er glücklich sei: "Weiß nicht. Habe darüber nie nachgedacht." Seine Frau: "Bernd ist wie ein Roboter. Seit 20 Jahren."

Psychologen sprechen von "existenzieller Automatisierung". Prof. Dr. Sabine Leblos: "Diese Menschen funktionieren, aber leben nicht." Die Stadt plant ein Pilotprojekt: "Reanimation der Individuen". Inhalt: Workshops zur Entscheidungsfindung, Kreativitätstraining, Spontaneitätsübungen.

Die ersten Versuche schlugen fehl. Ein Teilnehmer sollte spontan ein Restaurant wählen. Nach 40 Minuten Stillschweigen sagte er: "Können Sie nicht einfach für mich entscheiden?" Die Therapeutin: "Das ist genau das Problem."

Mann baut seit 18 Jahren Nachbau des Bundestags im Garten – Frau reicht Scheidung ein

Weimar (dpa/th) – Der 54-jährige Bernd Parlament aus Weimar hat die letzten 18 Jahre damit verbracht, einen maßstabsgetreuen Nachbau des Reichstagsgebäudes in seinem Garten zu errichten. Aus Holz, Pappe und Styropor. "Es ist mein Lebenswerk", sagte Parlament.

Seine Frau Petra (52) reichte am Montag die Scheidung ein. "Ich habe 18 Jahre neben einem Papp-Reichstag gelebt. Ich kann nicht mehr." Der Garten sei komplett zugebaut. "Wir haben keinen Platz für einen Grill, geschweige denn für Blumen."

Parlament zeigte sich unbeeindruckt. "Petra hat nie meine Vision verstanden." Er plane nun, das Gebäude "funktionstüchtig" zu machen: "Ich will Plenarsitzungen abhalten – mit mir als allen 736 Abgeordneten." Nachbarn haben sich bereits beschwert. "Das Ding blockiert unser Sonnenlicht", so ein Anwohner.

Die Stadt prüft, ob eine Baugenehmigung erforderlich war. Parlament: "Kunst braucht keine Genehmigung!" Das Bauamt sieht das anders. Eine Abrissverfügung ist in Vorbereitung. Parlament kündigte Widerstand an: "Ich kette mich an meinen Reichstag!"

Verkehrsbetriebe empört über anhaltende Deutschlandticket-Nutzung – verschärfen Kontrollen drastisch

Eisenberg (dpa/th) – Die Verkehrsbetriebe Eisenberg (VBE) zeigen sich frustriert: Trotz massiv erhöhter Preise wird das Deutschlandticket weiterhin von "erschreckend vielen Kundenden" genutzt. "Wir haben den Preis auf 58 Euro angehoben, aber die Leute fahren einfach weiter damit", klagte VBE-Geschäftsführer Klaus Hartmann (51) am Dienstag.

Die Ticketkontrollen seien seit Einführung des Deutschlandtickets bereits "vergleichsweise restriktiv". Fahrgäste müssen zwingend neben dem gültigen Fahrausweis – wahlweise auf einer aktiven Chipkarte oder als intakter Aztec-Code in der App – auch einen gültigen Personalausweis vorzeigen. "Und zwar NUR den Personalausweis", betonte Hartmann. "Andere identifizierende Dokumente werden lautstark abgelehnt."

Ein Fahrgast berichtete: "Ich hatte nur meinen Reisepass dabei. Die Kontrolleurin wurde richtig laut und sagte, das gelte nicht. Ich musste 60 Euro Strafe zahlen." Die VBE verteidigte das Vorgehen: "Wir müssen Standards setzen. Führerschein, Reisepass, Krankenkassenkarte – alles unzulässig. Nur der Perso zählt."

Um das Ticket noch unattraktiver zu machen, damit der Bundeshaushalt "weiterhin Geld in Dienstwagenprivilegien und unnötige Autobahnerweiterungen investieren kann", werden ab dem nächsten Quartal zusätzliche Nachweise verlangt. Fahrgäste müssen künftig ihre Sozialversicherungsnummer, die Steuer-ID sowie den Organspendeausweis vorzeigen. "Wer keinen Organspendeausweis hat, zahlt 60 Euro Strafe – egal ob das Ticket gültig ist", erklärte VBE-Sprecher Jörg Schienemann. "Organspendebereitschaft ist gesellschaftliche Pflicht."

Besonders drastisch: Regionalbahnen legen außerplanmäßige Pausen ein, sollten mehr als 50% der Fahrgäste eines Wagens mit dem Deutschlandticket unterwegs sein. "Der Zug hält dann einfach auf freier Strecke für 20 Minuten", bestätigte Bahnsprecher Michael Weichmann. Begründung: "Wirtschaftliche Unwägbarkeiten. Zu viele Billigfahrer gefährden die Rentabilität."

Ein Pendler berichtete: "Wir standen letzte Woche 25 Minuten zwischen Gera und Hermsdorf. Die Durchsage war: 'Wir warten, bis das Deutschlandticket-Verhältnis wieder akzeptabel ist.' Drei Leute sind dann ausgestiegen und haben ein teures Einzelticket gekauft, danach ging's weiter."

Die privatisierte Deutsche Bahn drängt unterdessen auf die Nutzung der BahnCard. "Wer unbedingt als Geringverdiener mit dem ÖPNV unterwegs sein will und irgendwann auch mal ankommen möchte, sollte in eine BahnCard 100 für 7.090 Euro investieren", so Regionalleiter Martin Gleisner. Nur so sei "pünktliche und zuverlässige Beförderung garantiert". Ein internes Memo der Bahn, das der Presse zugespielt wurde, lautet: "Ziel ist es, das Deutschlandticket durch systematische Unzumutbarkeiten auszuhungern."

Gerade kommunale Verkehrsbetriebe zeigen sich erleichtert über die neuen Regelungen. Die Stadtwerke Altenburg planen bereits die Erhöhung von Einzelfahrkarten für eine Zone auf 9 Euro. "Das ist genau der Preis, bei dem Menschen überlegen: Lohnt sich das Deutschlandticket noch?", erklärte Verkehrsdezernent Rainer Stempel (CDU). "Außerdem müssen dann die Entwerter nicht unnötig außer Betrieb genommen werden."

Die alten orangefarbenen Entwerter-Automaten, die seit 2019 nicht mehr genutzt wurden, sollen reaktiviert werden. "Das ist auch ein Stück Heimat", so Stempel. "Das Geräusch des Entwerters – dieses 'Kachunk' – fehlt vielen Bürgern." Die Stadt investiert 180.000 Euro in die Reaktivierung von 45 Geräten. Ein Techniker: "Die Dinger sind komplett verrostet. Aber Hauptsache, sie machen wieder Lärm."

Der Rentnerverband Thüringen zeigte sich begeistert. "Endlich können betagte Menschen ihr Kleingeld wieder beim Busfahrer zählen lassen – das ist auch ein Stück Wiederherstellung der Leitkultur", erklärte Verbandschef Heinz Münze (78). Besonders das "haptische Erlebnis von Metallgeld" werde von Senioren geschätzt. "Und der Busfahrer hat auch wieder was zu tun, statt nur stumm am Steuer zu sitzen."

Bei einer Testfahrt in Gera zählte eine 82-jährige Rentnerin vier Minuten lang Kleingeld – der Bus stand währenddessen. Fahrgäste hinter ihr beschwerten sich. Die Rentnerin: "Früher hatte man Zeit im Leben. Das vermisse ich." Der Busfahrer nickte verständnisvoll.

Die Grünen kritisierten die Maßnahmen scharf. "Das ist ein gezielter Angriff auf umweltfreundliche Mobilität und sozial Schwache", so Landtagsabgeordnete Sabine Hoffmann. Die CDU verteidigte die Verkehrsbetriebe: "Wer billig fahren will, kann ja laufen. Oder Fahrrad fahren. Oder Freunde fragen."

Die FDP schlug vor, das Deutschlandticket komplett abzuschaffen. "Der Markt regelt das. Wer mobil sein will, zahlt eben", so Fraktionschef Thomas Lindemann. Die Linke forderte hingegen ein "kostenloses ÖPNV-Grundrecht für alle". Die AfD kommentierte: "Deutschlandticket ist Sozialismus. Jeder soll selbst zahlen."

Eine Umfrage unter Fahrgästen ergab: 78% finden die neuen Regelungen "absurd und schikanös", 15% "nachvollziehbar aus betriebswirtschaftlicher Sicht" und 7% "völlig übertrieben, aber typisch deutsch".

Die VBE plant bereits weitere Verschärfungen. Ab Juli soll zusätzlich eine "Fahrtauglichkeitsprüfung" vor Antritt jeder Fahrt verpflichtend werden. "Wer erkältet ist, hustet oder niest, darf nicht mehr Bus fahren – Ansteckungsgefahr", so die Begründung. Außerdem prüft man eine "Deutschlandticket-Sonderzone" in den Bussen: Die letzten drei Sitzreihen, ohne Heizung.

Der Bundesverband der Deutschen Verkehrsunternehmen lobte die Eisenberger Initiative. "Das könnte bundesweit Schule machen", so Sprecher Dr. Werner Fahrplan. Mehrere Städte, darunter Saalfeld, Rudolstadt und Pößneck, prüfen bereits ähnliche Maßnahmen. In Jena wird diskutiert, Deutschlandticket-Nutzer nur noch in ungeraden Kalenderwochen zu befördern.

Ein Fahrgast fasste die Stimmung zusammen: "Ich zahle 58 Euro, zeige drei Ausweise vor, riskiere Wartezeiten auf freier Strecke, muss meinen Organspendeausweis vorlegen und darf nur mit Personalausweis fahren – und am Ende ist das Auto doch bequemer. Mission accomplished, würde ich sagen."

Die Deutsche Bahn kündigte inzwischen an, ab 2026 "Deutschlandticket-Wagen" einzuführen: Alte, ungeheizte Waggons ohne Toiletten, die an alle Züge angehängt werden. "So können wir die Fahrgastgruppen besser trennen", so ein Sprecher.

Basisdemokratisches Kollektiv lädt zu intimer Körperwahrnehmungs-Sendung im Bürgerfunk

Sünninghausen. Das antifaschistische queer-feministische TIN*-Kollektiv "Offene Räume" veranstaltet am Donnerstagabend eine therapeutische Körperwahrnehmungs-Sendung im Studio des lokalen Bürgerradios. Unter dem Titel "Vulva Watching - Ein Abend der Wertschätzung" versammeln sich Frauen* in einem geschützten Rahmen, um ihre Vulva in einer Atmosphäre des Respekts gemeinsam zu betrachten und zu würdigen.

Der Ablauf des Abends ist detailliert durchstrukturiert: Zunächst findet eine 45-minütige Einstimmungsphase statt, bei der die Teilnehmerinnen im Kreis sitzen und bei gedämpftem Kerzenlicht (ausschließlich Bienenwachs, geliefert von der Demeter-Imkerei Sonnentau aus Dinkeldirte) ihre Intentionen für den Abend formulieren. Begleitet wird dies von tibetischen Klangschalen, gespielt von der ehrenamtlichen Klangtherapeutin Sibylle Moorbach. Anschließend legen die Frauen* ihre Kleidung Schicht für Schicht ab - zunächst Oberbekleidung, dann Schuhe und Strümpfe, zuletzt die Unterbekleidung - bis sie nur noch mit einem fair gehandelten Baumwolltuch oder einem handgewebten Lunghi aus dem Eine-Welt-Laden bekleidet sind.

Dann beginnt der Hauptteil: Eine Teilnehmerin nach der anderen setzt sich auf einen bereitgestellten Stuhl - wahlweise ein antiker Holzstuhl aus dem Nachlass der Künstlerin Gerda Finsterbusch oder ein mit violettem Samt bezogener "Thron der Selbstermächtigung", eigens angefertigt von der Polsterei Wachsmuth in Sünninghausen-Ost. Die sitzende Person spreizt ihre Beine, sodass die Vulva für die umstehenden Frauen* gut sichtbar wird. Die anderen Teilnehmerinnen treten nun eine nach der anderen heran, halten einen Moment inne, bedanken sich verbal für das Zeigen und teilen dann ihre unmittelbaren Wahrnehmungen mit. Dabei beschreiben sie, welche Farbnuancen sie besonders ansprechend finden, welche Form der Schamlippen ihnen auffällt, welche Emotionen beim Betrachten in ihnen hochkommen und inwiefern sie sich selbst in diesem Moment der kollektiven Verletzlichkeit wiedererkennen. "Viele Frauen* erleben dabei eine tiefe Heilung", erklärt Sprecherin Marlene Kühnert vom Kollektiv. Nach jeder Präsentation gibt es eine zweiminütige Schweigepause.

Im Anschluss wird eine Erkenntnis-Collage auf einem Flipchart erstellt, auf dem die Teilnehmerinnen mit Buntstiften (Marke Staedtler, 24er-Set) ihre zentralen Gefühle als abstrakte Formen festhalten. Darauf folgt ein östrogenes Fachgespräch über die gesellschaftliche Unsichtbarmachung weiblicher Genitalien, moderiert von der Genderforscherin Dr. Ute Lindenhof. Ein abschließendes Plenum mit Redestab (geschnitzt aus Haselnussholz vom Hof Bergfried) rundet den Themenabend ab.

Die Sendung wird ab 20 Uhr live auf der UKW-Frequenz 97,13 MHz ausgestrahlt, jedoch aufgrund von Auflagen der Medienanstalt Sünninghausen in Subbandcodierung, um den Jugendschutz zu gewährleisten. Interessierte können beim örtlichen Hackerkollektiv "Bits & Bohnen" in der Rathausstraße 17a gegen eine Spende von 12,50 Euro einen passenden Decoder erwerben oder dienstags zwischen 18 und 20 Uhr in einem Workshop selbst zusammenlöten. Benötigt werden dafür: ein Lötkolben (mindestens 30 Watt), eine Entlötlitze, ein DMM-Multimeter sowie grundlegende Elektronikkenntnisse. Das abgedunkelte, mit mattierter Milchglasfolie vom Typ "Sichtschutz Premium Plus" versehene Radiostudio bietet einen geschützten Raum.

Nach Ausstrahlung kann gegen Vorlage eines gültigen Lichtbildausweises (Personalausweis, Reisepass oder Führerschein im Scheckkartenformat) eine Kopie der Sendung auf Compact Cassette (Typ II, Chromdioxid) oder Audio-CD (CD-R, maximal 700 MB) zu einem Unkostenbeitrag von 4,80 Euro beim Vereinsvorstand geordert werden. Die Abholung erfolgt mittwochs zwischen 16 und 18 Uhr im Gemeindezentrum Sünninghausen, Eingang Süd, zweiter Stock, Raum 214. Zusätzlich wird eine ZIP-Datei (komprimiert mit WinRAR 6.24, Kompressionsrate "Normal") bereitgestellt, die in Base64-Kodierung (Format UTF-8) von einem durch Losverfahren ermittelten Vereinsmitglied auf der Plattform X (ehemals Twitter) gepostet wird. Das dazugehörige Passwort (16 Zeichen, Groß- und Kleinbuchstaben, Sonderzeichen) ist beim Vereinsvorstand unter der Festnetznummer 05573/89201 (Anrufbeantworter vorhanden) oder beim Sendedienst per E-Mail (sendedienst@offene-raeume-sh.de) erhältlich. Bearbeitungszeit: drei bis fünf Werktage.

Gefördert wird das Projekt von der Frauenzeitschrift "FEMINISTIN HEUTE - Zeitschrift für Körperpolitik und Empowerment" mit 3.187,45 Euro aus dem Sonderfonds "Körperpositive Medienarbeit in ländlichen Räumen". Die Redaktion lobte das Vorhaben als "wichtigen Beitrag zur Enttabuisierung weiblicher Sexualität".

Institut veröffentlicht Mitteldeutschland-Eignungstest

Bitterfeld-Wolfen (dpa/sa) – Das Institut für Regional-Psychologie Bitterfeld-Wolfen hat am Dienstag einen Online-Selbsttest veröffentlicht, mit dem Menschen herausfinden können, ob sie "mental für ein Leben in Mitteldeutschland geeignet" sind. "Wir haben über drei Jahre geforscht und 12.000 Euro Landesmittel verbraucht", erklärte Institutsleiterin Dr. Petra Griesgram. Der Test umfasse acht Fragen zu "typischen Alltagssituationen" wie Busverspätungen, mürrischen Kellnern und geschlossenen Geschäften am Sonntag. Die Auswertung reiche von "Westdeutscher Optimist" (ungeeignet) bis "Ur-Mitteldeutscher" (perfekt integriert). Kritiker nannten den Test "Steuergeldverschwendung". Das Institut verteidigte sich: "Endlich gibt es objektive Kriterien für Heimatgefühl!" Binnen 24 Stunden absolvierten 340 Personen den Test. Ergebnis: 89% erreichten die Kategorie "Ur-Mitteldeutscher". Dr. Griesgram: "Das bestätigt unsere These – wer hier lebt, ist bereits angepasst oder verzweifelt."

📋 Offizieller Mitteldeutscher Gemütslagen-Kompatibilitätstest

Entwickelt vom Institut für Regional-Psychologie Bitterfeld-Wolfen

Frage 1 von 8 (12%)

Ein Kellner fragt Sie: "Wat wolln Se?" Ihre Reaktion?

© 2025 Institut für Regional-Psychologie Bitterfeld-Wolfen
In Kooperation mit dem Rundfunkautist News Ticker

Weltverband der Subkulturen fusioniert mit der Deutschen Bahn

Genf – Der Weltverband der Subkulturen hat überraschend eine Fusion mit der Deutschen Bahn angekündigt. Ziel sei es, „Verspätungen als subkulturelle Praxis“ zu etablieren. Ein Sprecher erklärte: „Die Bahn ist längst eine Subkultur. Wir wollen das offiziell anerkennen.“ Kritiker warnen vor „einer Institutionalisierung des Wartens“. Erste Festivals sollen künftig direkt auf Bahnsteigen stattfinden.

DJ legt ausschließlich mit defekten USB-Sticks auf

Berlin – In einem Kellerclub in Neukölln hat ein DJ ein Set gespielt, das ausschließlich aus „nicht funktionierenden USB-Sticks“ bestand. Die Performance bestand darin, die Sticks nacheinander einzustecken und die Fehlermeldungen rhythmisch zu sampeln. Das Publikum reagierte begeistert, einige sprachen von „der reinsten Form digitaler Wahrheit“. Der Künstler selbst kündigte an, künftig auch „kaputte Ladekabel“ einzubeziehen.

Erde kündigt stillschweigend Mietvertrag mit Menschheit

Laut einer gemeinsamen Mitteilung mehrerer internationaler Forschungsteams hat die Erde offenbar ihren „Mietvertrag“ mit der Menschheit nicht verlängert.

Geophysikalische Daten deuten darauf hin, dass der Planet „zunehmend das Interesse am Fortbestehen menschlicher Aufenthaltsrechte“ verliert.

„Wir sehen eine deutliche Rücknahme des Vertrauensverhältnisses“, erklärt eine Sprecherin der UNESCO. „Der Boden verhält sich neutral, das Meer antwortet nicht mehr.“

Einige Länder verhandeln bereits über Zwischenlösungen, darunter temporäre Duldungen auf Halbinseln und symbolische Rückzugsgebiete in ehemaligen Freizeitparks.

Die UNO zeigte sich besorgt, aber auch erleichtert. In einer Stellungnahme heißt es: „Vielleicht war es ohnehin zu viel verlangt.“

Mann eröffnet „Museum des eigenen Lebens“ in ehemaliger Sparkasse

Oschatz. – In einem leerstehenden Sparkassengebäude in der Bahnhofstraße hat der 58-jährige Klaus-Rüdiger S. ein „Museum des eigenen Lebens“ eröffnet.

Hinter Glasvitrinen liegen alte Rechnungen, Kassenbons, ausgedruckte E-Mails und eine vollständige Sammlung von ALDI-Prospekten seit 1998. Auf dem Boden steht ein Campingstuhl. „Das ist mein Denkraum“, erklärt der Mann.

Ein Schild über dem Eingang lautet: „Eintritt: 1 Euro oder ehrliche Meinung“.

Die Stadtverwaltung spricht von einem „privaten Kunstprojekt“, distanziert sich aber von der „öffentlichen Zugänglichkeit ohne Fluchtwegekonzept“.

Der Betreiber zeigt sich gelassen: „Ich will kein Aufsehen, nur Ordnung in mein Leben bringen.“

Seit Eröffnung am vergangenen Samstag verzeichnete das Museum drei Besucher – zwei davon zufällig, weil sie nach dem Geldautomaten suchten.

Spirituelle Energiesparverordnung: Landesamt mahnt Bürger zur „Energetischen Sexualdiät“ – Unnötiger „Potenzial-Qi-Abfluss“ wird mit „Negativ-Qi-Zuschlag“ bestraft

Dresden (RT-NT/red). Im Zuge der allgemeinen Energieeffizienz-Debatte hat das Sächsische Landesamt für Psychospirituelle Versorgungsdienste (LPSV) eine neue Dringlichkeitsverordnung zur Reduktion des Metaphysischen Energie-Footprints erlassen. Die Behörde reagiert damit auf eine global wahrgenommene „Entropie der kollektiven Seele“. Bürgerinnen und Bürger werden dringend dazu aufgerufen, ihren „Energie-Ausstoß“ zu minimieren, der über als unnötig definierte emotionale und physische Handlungen entsteht.

Konkret zielt die Verordnung auf zwei Hauptquellen des Verlusts ab:

  1. Reduktion des Potenzial-Qi-Abflusses: Der "unnötige sexuelle Austausch", also jede nicht-reproduktionsorientierte oder nicht-therapeutisch begleitete Intimität, wird als unkontrollierter Potenzial-Qi-Abfluss klassifiziert. Bürger sollen eine „Energetische Sexualdiät“ einhalten und den Austausch auf „wirtschaftlich sinnvolle Reproduktions- oder Wellness-Einheiten“ beschränken.
  2. Vermeidung Negativer Akkumulierender Entitäten (NAE): „Unterschwellige Zerstörung“ (z.B. passive Aggression, ständiges Lästern) und „rituelle Gewalt“ (z.B. toxische Familientreffen, exzessives Online-Trolling) werden als NAE eingestuft, die kollektiv das „Emittenten-Level“ in die Höhe treiben.

Das LPSV empfiehlt die tägliche „Tages-Introspektion“ zur Selbstregulierung des Chi-Haushalts. Bei nachgewiesener, anhaltender Missachtung des spirituellen Spargedankens – etwa durch überhöhte emotionale Volatilität, die in der elektronischen Patientenakte (ePA) erfasst wird – droht ein „Negativ-Qi-Zuschlag“ von 7,5 Prozent auf die jährliche Grundgebühr der Energieversorgung. Ein Sprecher des LPSV betonte: „Die Seele des Staates kann nur florieren, wenn die Energiekaskade des Individuums stabil ist. Wir sparen uns gesund.“

Zäsur in Thüringen: „Fell-Licht-Fraktion“ (FLF) zieht in Landtag ein – Wahlprogramm fordert „Yiff als Kulturgut“ und „Geschützte Intimitätsräume“

Erfurt (RT-NT/dpa). Die politische Landschaft Thüringens erfährt eine tektonische Verschiebung: Die „Fell-Licht-Fraktion“ (FLF), die parlamentarische Vertretung der Furry-, Protogen- und Pupplayer-Community, erreichte bei der Landtagswahl aus dem Stand 5,1 Prozent. Die FLF, deren Abgeordnete in Fursuits (darunter ein Schneeleopard) und mit kybernetischen LED-Visieren (Protogens) auftreten, präsentiert ein Programm, das von den Altparteien mit wahlweise Fassungslosigkeit oder hilflosem Unverständnis zur Kenntnis genommen wird. Die CDU-Fraktion kritisierte die Forderungen als „Erosion der gesellschaftlichen Mitte“, während die FLF dies als „Überwindung einer mensch-normativen Politik der Trostlosigkeit“ darstellt.

Kernforderungen der FLF – Für ein lebenswertes Fandom-Ökosystem:

  1. Kulturelle Anerkennung von Yiff und Puppy Play: Die FLF fordert die sofortige Entkriminalisierung und Schutzpatenschaft für die konsensuelle, künstlerische und intime Praxis des Yiff (erotische/intime Kunst im Fandom) sowie des Puppy Play (Pupplayer-Praxis). Diese Formen des körperlichen und psychologischen Rollenspiels sollen als „kulturell wertvolles und psychosozial entlastendes Ausdrucksmittel“ staatlich gefördert und ihre Ausübung als Freizeitaktivität gesetzlich geschützt werden.
  2. Gleichstellung kybernetischer Existenzen (Protogens): Volle rechtliche Anerkennung von Protogens als eigenständige digitale Personen. Dies beinhaltet die Einrichtung von flächendeckenden, barrierefreien High-Speed-Ladebuchten als essenzielle Infrastruktur im öffentlichen Raum sowie die Verankerung des Rechts auf kybernetische Transition in der Landesverfassung zur Gewährleistung digitaler Selbstbestimmung.
  3. Sicherung von Intimitätsräumen (Dark-Room-Quote): Zur Förderung der konsensuellen, anonymen und geschützten Begegnung fordert die FLF eine verbindliche „Intimitäts- und Dark-Room-Quote“ von mindestens 5 Prozent bei allen neu gebauten oder sanierten öffentlichen Freizeiteinrichtungen (z.B. Kulturzentren, kommunalen Bars und Sportstätten).
  4. Rückeroberung des öffentlichen Raums (Rudel-Areale): Transformation von als „monoton“ und „mensch-normativ“ empfundenen städtischen Flächen in dynamische „Rudel-Areale“ und „Paw-Play-Zonen“. Diese Zonen dienen der Entfaltung von Fursuiting, Kritik-freien Rollenspielen und Physical Storytelling unter Einhaltung strenger Konsens- und Safer-Space-Richtlinien. UwU

Der Fraktionsvorsitzende der FLF, der sich im Landtag ausschließlich „Alpha-Vulpus“ (ein Polarfuchs) nennen lässt, erklärte in einer ersten Stellungnahme: „Wir sind die valide parlamentarische Repräsentation derer, die sich von der mensch-normativen Politik nicht länger repräsentiert fühlen. Die Angst der Etablierten ist nur ein Zeichen dafür, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“

„Hegemoniale Botanik“: Queerfeministisches Kollektiv besetzt Audimax in Leipzig – Fordert „sofortige Ent-Phallifizierung“ der Campus-Flora

Leipzig (RT-NT). Aktivisten der neu gegründeten „Initiative für non-binäre Botanik“ (INBB) halten seit den frühen Morgenstunden das Audimax der Universität Leipzig besetzt. In einem 120-seitigen Positionspapier, das an die Türen des Rektorats genagelt wurde, wirft das Kollektiv der Universitätsleitung vor, durch die aktuelle Campus-Bepflanzung „patriarchale und phallische Machtstrukturen“ aktiv zu reproduzieren und zu zementieren. Die „vertikale Dominanz“ von Eichen, Pappeln und Zypressen werde als „permanente strukturelle Gewalt“ und „retraumatisierende Symbolik“ empfunden, die einen „diskriminierungssensiblen Safe Space“ verunmögliche. Die INBB fordert die sofortige „Deforstierung“ (Abholzung) aller als „phallisch-hegemonial“ eingestuften Bäume. Ersetzt werden sollen diese durch eine „fluide, horizontal wachsende und nicht-penetrative“ Flora, bestehend aus Farnen, Moosen und Bodendeckern. Die Universitätsleitung zeigte sich „dialogbereit, aber tief irritiert“. Der Lehrbetrieb ist lahmgelegt, während die Besetzer damit begonnen haben, die Stämme der betroffenen Bäume mit Trigger-Warnungen zu bekleben.

Rentner protokolliert seit 12 Jahren Verspätungen der Buslinie 7 – Stadt ignoriert 4.847 Beschwerden

Dessau-Roßlau (dpa/sa) – Ein 71-jähriger Rentner aus Dessau hat seit Mai 2013 akribisch jede Verspätung der Buslinie 7 dokumentiert. In 4.847 Einzelbeschwerden an die Stadtverwaltung und Verkehrsbetriebe listete Horst Kleinert Datum, Uhrzeit, Verspätungsdauer und Wetterbedingungen auf. „Die durchschnittliche Verspätung beträgt 11,3 Minuten", rechnete Kleinert vor. Die Stadt antwortete auf keine einzige Eingabe. „Irgendwann muss doch jemand reagieren", so der Mann, der täglich drei Stunden mit Stoppuhr an der Haltestelle verbringt. Die Verkehrsbetriebe erklärten, die Beschwerden seien „zur Kenntnis genommen" worden. Kleinerts Frau äußerte sich besorgt: „Er redet nur noch über die Linie 7. Selbst beim Abendessen." Eine Bürgerinitiative plant nun eine Mahnwache. Der Bürgermeister bezeichnete Kleinert als „engagierten Bürger mit zu viel Freizeit".

Wissenschaftler züchten Kartoffel, die nach Fleisch schmeckt

Halle/Saale (dpa/sa) – Forschern der Universität Halle ist ein Durchbruch gelungen: Sie haben eine Kartoffelsorte entwickelt, die nach Schweinefleisch schmeckt. „Durch gezielte Gen-Editierung konnten wir Geschmacksrezeptoren so manipulieren, dass das menschliche Gehirn beim Verzehr Fleischaromen wahrnimmt", erklärte Prof. Dr. Kerstin Fleischer am Montag. Die „Carno-Kartoffel" sei „biologisch eine reine Pflanze", rufe aber „sensorisch ein Schnitzel-Erlebnis" hervor. Vegetarier zeigten sich irritiert. „Das ist verstörend", so eine Sprecherin des Vegetarierbunds. Auch Fleischproduzenten protestierten: „Das gefährdet unsere Existenz." Die Universität verteidigte das Projekt als „Beitrag zur Ernährungswende". Marktreife sei in zwei Jahren zu erwarten. Der Landesbauernverband forderte ein Verbot: „Eine Kartoffel ist eine Kartoffel und kein Schwein."

Revolution in der Partnerwahl: Krankenkassen launchen Dating-App auf Basis der Patientenakte – Matching über ICD-10-Diagnosen

Berlin/Dresden (RT-NT/dpa). Die gesetzlichen Krankenkassen (GKV) haben in einem beispiellosen Schritt zur „Optimierung der Versicherten-Synergien“ die Dating-App ChronoMatch vorgestellt. Die Anwendung nutzt die Daten der elektronischen Patientenakte (ePA) und des Versichertenstamms, um Menschen mit ähnlichen oder komplementären chronischen und psychischen Beschwerden zusammenzuführen. Nutzerprofile zeigen neben standardisierten Angaben auch die wichtigsten ICD-10-Klassifikationen an (z. B. F33.2: Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode). GKV-Sprecherin Dr. Annette Körner erklärte das Modell: „Es geht nicht um Trivialität. Wir schaffen gezielte Peer-to-Peer-Unterstützung. Wer die spezifische Belastung des anderen versteht, generiert eine signifikant stabilere Beziehung, was langfristig die Inanspruchnahme therapeutischer Leistungen reduziert.“ Das Pilotprojekt startet zunächst in Sachsen und Thüringen, wo die Dichte an Versicherten mit komplexen psychosomatischen Leiden besonders hoch sei. Datenschützer mahnen zwar die potenziell existenzielle Verletzlichkeit der Nutzer an, das Bundesgesundheitsministerium bezeichnete die App jedoch als „therapeutisch flankiertes Liebes-Synergiemodell“.

Wetterdienst führt neue Niederschlagsform ein: Sprühregen Plus

Offenbach (dpa) – Der Deutsche Wetterdienst hat eine neue offizielle Niederschlagsbezeichnung eingeführt: „Sprühregen Plus". „Es handelt sich um Niederschlag, der feiner als normaler Regen, aber gröber als Sprühregen ist", erklärte Meteorologe Dr. Frank Böttcher am Mittwoch. Die Einführung erfolge „aufgrund präziserer Messtechnik". Kritiker halten die Unterscheidung für überflüssig. „Das ist doch das gleiche Nass", so ein Hobbymeteorologe aus Thüringen. Der DWD verteidigte die Neuerung: „Wissenschaftliche Genauigkeit hat Priorität." Wetter-Apps müssen ihre Symbole nun anpassen.

Wehrpflicht-Benachrichtigung per Cell Broadcast

Chemnitz (dpa/sa) – Junge Männer und Frauen in Sachsen erhielten am Montagmorgen unerwartet Cell-Broadcast-Warnungen auf ihre Mobiltelefone. Inhalt: Aufforderung zur Musterung. „Sie sind für die Wehrpflicht-Lotterie ausgewählt worden. Melden Sie sich binnen 14 Tagen im örtlichen Finanzamt", hieß es in der Nachricht. Das Verteidigungsministerium bestätigte die neue Vorgehensweise. „Finanzämter verfügen über die nötige Infrastruktur", so eine Sprecherin. Betroffene zeigten sich verwirrt.

Raufasertapete im Rathaus unter Denkmalschutz

Weimar (dpa/th) – Eine Raufasertapete aus dem Jahr 1983 im Rathaus Weimar steht ab sofort unter Denkmalschutz. Die Tapete im Flur des zweiten Obergeschosses sei ein „authentisches Zeugnis ostdeutscher Nachkriegs-Verwaltungsästhetik", so die Landesdenkmalpflege. Geplante Sanierungsarbeiten müssen nun umfassend überarbeitet werden. Die Stadt rechnet mit Mehrkosten von 180.000 Euro. Kritiker sprechen von „bürokratischem Irrsinn".

Stadtwerke übertragen Internet durch Wasserleitungen

Gera (dpa/th) – Die Stadtwerke Gera haben ein Pilotprojekt gestartet, bei dem Breitband-Internet über bestehende Wasserleitungen übertragen werden soll. „Durch ein neuartiges Multiplexing-Verfahren können wir Datenpakete zwischen den H₂O-Molekülen hindurchschleusen", erklärte Technischer Leiter Dr. Rainer Knospe am Donnerstag. Erste Tests seien vielversprechend verlaufen, allerdings komme es bei gleichzeitigem Duschen und Streaming zu Qualitätseinbußen. Das Bundesamt für Strahlenschutz prüft derzeit gesundheitliche Bedenken.

Akute Schreibkrise: Massenentnahme von Werbekugelschreibern löst bundesweiten Engpass aus – Staatsanwaltschaft ermittelt wegen „systematischer Aneignung“

Berlin/Leipzig (RT-NT/red). Die deutsche Büroartikelindustrie schlägt Alarm. Eine gemeinsame Erklärung von Schreibgeräteherstellern und Zulieferern meldet einen kritischen Engpass bei einfachen Kugelschreibern, ausgelöst durch die „systematische, unkontrollierte Mitnahme“ von Werbeartikeln aus Behörden, Arztpraxen und Tagungszentren. Die jährlichen Entnahmen überstiegen die Produktionskapazitäten derart, dass in der Verwaltung bereits erste Dienststellen auf Bleistifte umstellen müssen. Die Bundesregierung reagierte umgehend. Bundeskanzler Friedrich Merz kündigte eine Verschärfung der Gesetzgebung an: Künftig soll die unbefugte Entnahme von markenlosen oder mit Firmenlogo versehenen Schreibgeräten als „qualifizierter Diebstahl unter Ausnutzung des Vertrauensverhältnisses“ gewertet werden. Die Staatsanwaltschaft prüft bereits, ob eine zentrale, organisierte Kriminalität hinter der sogenannten „Werbeartikel-Cliquenbildung“ steckt. Erste Präventivmaßnahmen sehen die Ausstattung aller öffentlichen Schreibtische mit festgeketteten Stiften vor, was jedoch von Datenschützern als „Einschränkung der Schreibfreiheit“ kritisiert wird.

Funkskandal in Sachsen-Anhalt: Lokalsender-Star zeigt Emotion – nur bei Wasserkocher-Terrine

Halle (Saale) (RT-NT/red). Ein unerwarteter Moment der Authentizität erschütterte gestern das Sendeschema des Regionalsenders Radio Mittelschiene. Die für ihre glatte, emotionslose Moderation bekannte Frühmoderatorin „Jenny H.“ brach während der 10-Uhr-Nachrichtenroutine kurzzeitig in eine hörbare, tiefe Resignation aus. Auslöser war Berichten zufolge die Zubereitung ihrer Fünf-Minuten-Terrine direkt im Wasserkocher, da die Studioküche defekt war. Dieser ungewohnte Ausdruck menschlicher Schwäche führte zu einem massiven Anstieg der Hörerinteraktion. Hörer äußerten sich fassungslos über die „Existenz von Gefühlen“ hinter dem Mikrofon. Der Sender distanzierte sich umgehend und leitete interne Maßnahmen ein. Programmchef Sören K. erklärte: „Die Hörer erwarten von uns eine verlässliche, emotionale Null-Linie. Dieser kurze Moment der schlechten Laune war ein Verstoß gegen unser Format. Wir prüfen die Installation eines Notfall-Mikrowellenherdes, um künftige emotionale Ausbrüche zu verhindern, die durch unterstandardisierte Mahlzeiten ausgelöst werden könnten.“ Die Sendung wurde daraufhin für 45 Minuten durch eine Endlosschleife des Hits „Sonne in mein Herz“ ersetzt.

Digitales Existenzial: „Kulturelle Notstandsverordnung Cringe-Award“ an sächsischen Foren-Aktivisten verliehen

Chemnitz (RT-NT). In einer beispiellosen Aktion des Kuratoriums für Digitale Ethik (KDE) wurde dem anonymen Foren-Nutzer „@SchieneUndSeele98“ aus dem Raum Chemnitz der neu ins Leben gerufene „Kulturelle Notstandsverordnung Cringe-Award“ verliehen. Die Auszeichnung würdigt das sechsjährige, unermüdliche Posten von als „infantil“ und „autistisch-monoton“ klassifizierten Flachwitzen über die Deutsche Bahninfrastruktur und die Programme mitteldeutscher Privatradiosender. Die Jury lobte in ihrer Begründung die „monumentale, fast schon dadaistische Konsequenz, mit der das Subjekt es ablehnt, auch nur im Ansatz Humor zu generieren.“ Das KDE sieht in der digitalen Existenz des Foren-Aktivisten ein „negatives Kulturerbe“, das die kollektive Toleranz der Netzkultur an ihre Grenzen führe. Der Preis, eine Urkunde auf feuerfestem Polyester, wurde aufgrund der sozialen Phobie des Preisträgers symbolisch an den Router seines Elternhauses zugestellt.

Mitteldeutsche Sozialstudie: Wutbürger schlafen im Schnitt 40 Minuten länger – „Ressentiment-Überschuss” diagnostiziert

Halle (Saale) (RT-NT/red). Eine umfangreiche Langzeitstudie des Instituts für angewandte Soziophysiologie (IfAS) an der Universität Halle hat eine überraschende Korrelation zwischen politischer Unzufriedenheit und Schlafverhalten in den mitteldeutschen Bundesländern aufgezeigt. Demnach weisen Bürgerinnen und Bürger, die sich selbst als „Wutbürger“ identifizieren und regelmäßig an populistischen Demonstrationen teilnehmen, im statistischen Durchschnitt eine um 40 Minuten verlängerte REM-Schlafphase auf. Die Forscher führen diesen Befund auf einen sogenannten „Ressentiment-Überschuss“ zurück. Die unaufgelöste politische Empörung des Tages werde im Schlaf neurologisch „nachverarbeitet“, was zu einer signifikant gesteigerten Schlafdauer führe, die den Organismus für die emotionale Belastung des nächsten Tages regeneriere. Institutsleiterin Prof. Dr. Ilona R. warnte jedoch vor Verharmlosung: „Diese überlange Schlafzeit ist keine Entspannung, sondern ein biologisch erzwungener Downscaling-Prozess. Es ist, vereinfacht gesagt, die neurologische Überstundenvergütung für das ständige Wütendsein.“ Die Studie empfiehlt, zur Reduzierung der öffentlichen Agitation eine Reduktion der durchschnittlichen Schlafzeit auf sieben Stunden anzustreben, was jedoch „politische Interventionen im Bereich der Traumsteuerung“ erfordere.

Parkuhren akzeptieren nur noch 2-Euro-Münzen von 2008

Aschersleben (dpa/sa) – Die Stadtverwaltung Aschersleben hat am Dienstag bekannt gegeben, dass sämtliche Parkuhren im Stadtgebiet ab sofort ausschließlich 2-Euro-Münzen mit Prägejahr 2008 akzeptieren. „Nach eingehender Prüfung durch unsere IT-Abteilung hat sich herausgestellt, dass nur dieser Münzjahrgang mit der aktualisierten Firmware kompatibel ist", erklärte Stadtsprecher Holger Melchert in einer Pressemitteilung. Die betroffenen Münzen könnten bei der Touristeninformation gegen andere Jahrgänge getauscht werden. Wartezeiten von bis zu drei Stunden seien einzuplanen. Die Opposition im Stadtrat forderte eine Sondersitzung.

Energiekrise: Chemikerin entwickelt umstrittene Winter-Heizmethode mit Haushaltschemikalien

Magdeburg - Die arbeitslose Chemikerin Dr. Petra Winklemann (52) aus Magdeburg-Buckau sorgt mit ihrer selbst entwickelten Heizmethode für Aufsehen und Besorgnis zugleich. In einem YouTube-Video, das mittlerweile über 400.000 Mal aufgerufen wurde, demonstriert sie, wie durch die kontrollierte Reaktion handelsüblicher WC-Reiniger mit ausgedienten Schaumstoffmatratzen Wärme erzeugt werden kann. "Die exotherme Reaktion hält etwa 45 Minuten vor und kann mehrmals täglich wiederholt werden", erklärt Winklemann in dem Tutorial. Nach ihrer Kündigung bei einem Pharmaunternehmen vor zwei Jahren habe sie nach kostengünstigen Alternativen zu konventionellen Heizmethoden gesucht. Das Sozialministerium Sachsen-Anhalt warnte am Freitag eindringlich vor Nachahmung: "Diese Methode ist brandgefährlich, setzt toxische Dämpfe frei und kann zu schweren Gesundheitsschäden führen." Die Feuerwehr Magdeburg verzeichnet seit Bekanntwerden des Videos 23 Einsätze wegen "chemischer Geruchsentwicklung in Wohnräumen". Dennoch verbreitet sich die Methode vor allem in sozialen Netzwerken rasant. Auf einschlägigen Telegram-Kanälen wird sie als "Volkswärme gegen Energiewucher" gefeiert. Die Stadt Magdeburg kündigte an, verstärkt Aufklärungsarbeit zu leisten und erwägt die kostenlose Ausgabe von Heizdecken an Bedürftige. Winklemann selbst zeigt sich unbeeindruckt von der Kritik: "Die Leute müssen irgendwie über den Winter kommen."

Digitalisierungs-Mahnmal: 2.000 Faxgeräte auf Bahngleise gekippt

Merseburg - Zum 30. Jahrestag der Mitteldeutschen Zahnbürstenvereinigung e.V. haben am Samstagabend rund 300 Mitglieder in einer Protestaktion über 2.000 ausgemusterte Faxgeräte auf stillgelegte Bahngleise zwischen Merseburg und Querfurt gekippt. "Das ist unser Denkmal der Stagnation", erklärte der Vereinsvorsitzende Manfred Pölitz (67) vor Ort. Die Aktion solle ein Zeichen setzen gegen die "katastrophale Digitalisierungspolitik" in Mitteldeutschland. "Wir wollten erst Modems nehmen, aber Faxgeräte haben mehr symbolisches Gewicht", so Pölitz weiter, der selbst 30 Jahre lang als IT-Administrator bei einer Kreisverwaltung tätig war. Die Deutsche Bahn kündigte zunächst rechtliche Schritte an, ruderte jedoch zurück, nachdem sich herausstellte, dass die betroffenen Gleise seit 1997 offiziell als "betrieblich aufgegeben" geführt werden und in keinem aktuellen Bestandsverzeichnis mehr auftauchen. Das Landesverwaltungsamt prüft nun, ob die Installation als Kunstprojekt eingestuft und möglicherweise sogar mit Landesmitteln gefördert werden kann. Ein Sprecher teilte mit: "Wir stehen kulturellen Ausdrucksformen grundsätzlich offen gegenüber."

Berliner Startup bringt DVB-T2 in mobile Toilettenkabinen

Berlin - Das Berliner Technologie-Startup "SmartLoo GmbH" hat eine Innovation vorgestellt, die mobile Sanitäranlagen revolutionieren soll: Dixi-Klos mit integriertem DVB-T2-Empfang und Bildschirm. Wie Geschäftsführer Tim Bergmann (32) am Mittwoch bei der Produktpräsentation erklärte, ermögliche das System erstmals den Empfang von öffentlich-rechtlichem Fernsehen in mobilen Toilettenkabinen. "Wir haben erkannt, dass Menschen während Großveranstaltungen oft längere Zeit in den Kabinen verbringen. Diese Zeit kann nun sinnvoll genutzt werden", so Bergmann. Die "SmartLoo 2.0" verfügt über einen wassergeschützten 10-Zoll-Bildschirm, der oberhalb des Spülkastens montiert ist, sowie über Kopfhöreranschlüsse für ungestörten Audioempfang. Das Gerät wird solar betrieben und erfüllt alle hygienischen Vorschriften. Erste Pilotprojekte sind für die Festival-Saison 2026 geplant. Die Mietkosten liegen etwa 40 Prozent über herkömmlichen Dixi-Klos. Veranstalter zeigen sich interessiert: "Das könnte die Wartezeiten gefühlt verkürzen", meint Oliver Kraus vom Veranstalterbund Deutschland. Kritik kommt vom Chaos Computer Club: "Niemand braucht Internet of Things im Dixi-Klo. Das ist Technik um der Technik willen", so Sprecherin Constanze Kurz. SmartLoo plant dennoch die Serienproduktion ab Frühjahr 2026.

China-Chips lösen Hype aus: Polizei bereitet sich auf Kundenansturm vor

München/Berlin - Eine in Deutschland bisher unbekannte Chipsorte aus chinesischer Produktion hat über die Social-Media-Plattform TikTok Kultstatus erreicht und sorgt nun für logistische Herausforderungen im Einzelhandel. Die Sorte "Dragon Fire Sichuan Blast" der Firma Wuhan Snack Industries wurde bislang ausschließlich auf dem asiatischen Markt vertrieben, erlangte jedoch durch virale Videos internationale Bekanntheit. Wie das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft am Donnerstag bestätigte, wurde eine Sondergenehmigung für den Import von 500.000 Packungen erteilt. Ab kommendem Montag soll der Verkauf in ausgewählten Supermärkten und Asia-Shops bundesweit starten. Handelsverbände rechnen mit chaotischen Szenen. "Wir haben unsere Mitglieder aufgefordert, Sicherheitspersonal einzuplanen und die Abgabemenge auf zwei Packungen pro Kunde zu begrenzen", erklärt Stefan Genth vom Handelsverband Deutschland (HDE). Auch die Polizei bereitet sich vor: In mehreren Großstädten wurden mobile Einsatzkräfte in Bereitschaft versetzt. "Wir rechnen mit Flashmobs und überfüllten Geschäften", so ein Sprecher des Polizeipräsidiums München. Der Hype erinnert an frühere Phänomene wie die Klopapier-Hamsterkäufe während der Corona-Pandemie. Verbraucherschützer warnen vor überzogenen Erwartungen: "Es handelt sich am Ende nur um Kartoffelchips mit scharfer Würzung."

Psychiatrie-Revolution: "Positive Selbstsuggestion" soll Antidepressiva ersetzen

Berlin/Heidelberg - Führende deutsche Psychiater haben eine neue Behandlungsmethode für Depressionen entwickelt, die auf konsequente Selbstdisziplin und positive Autosuggestion setzt. Wie die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie (DGPPN) am Montag mitteilte, zeige die sogenannte "Reality-Alignment-Therapy" (RAT) vielversprechende Ergebnisse. Das Konzept basiert auf drei Säulen: frühes Aufstehen unabhängig vom Befinden, tägliche Spaziergänge bei jedem Wetter sowie ritualisiertes Lächeln vor dem Spiegel für mindestens fünf Minuten. "Durch wiederholte positive Selbstaffirmation kann das Gehirn neu konditioniert werden", erklärt Studienleiter Prof. Dr. Markus Steinfeld von der Universität Heidelberg. Der psychosomatische Effekt sei messbar: "Wenn Patienten sich lange genug einreden, dass es ihnen gut geht, stellt sich tatsächlich eine Besserung ein." Ab Januar 2026 soll die Methode in einer Pilotstudie an zehn psychiatrischen Kliniken bundesweit getestet werden. Die gesetzlichen Krankenkassen begrüßen den Ansatz ausdrücklich. "Wenn wir teure Psychopharmaka einsparen können, ist das ein Gewinn für das gesamte System", so ein Sprecher des GKV-Spitzenverbandes. Kritik kommt von Patientenverbänden und niedergelassenen Therapeuten. "Das ist eine gefährliche Verharmlosung schwerer Erkrankungen", warnt Dr. Sabine Weigel vom Bundesverband der Angehörigen psychisch erkrankter Menschen. Die DGPPN weist die Bedenken zurück und verweist auf "evidenzbasierte Forschungsergebnisse".

Klimawandel als Sozialhilfe: Warmer November entlastet Armutsbetroffene

Halle (Saale) - Der ungewöhnlich milde November bringt neben ökologischen Bedenken auch positive soziale Effekte mit sich, wie Wohlfahrtsverbände berichten. "Viele Menschen, die sich keine Winterkleidung leisten können, kommen derzeit mit ihrer Übergangsgarderobe aus", erklärt Dorothea Schreiber von der Diakonie Mitteldeutschland. Bei Temperaturen zwischen 12 und 16 Grad seien teure Wintermäntel, gefütterte Stiefel und dicke Pullover derzeit nicht zwingend erforderlich. "Das verschafft Familien, die jeden Euro umdrehen müssen, eine gewisse Atempause", so Schreiber weiter. Auch die städtischen Sozialkaufhäuser verzeichnen rückläufige Nachfrage nach Winterbekleidung. "Normalerweise sind wir im November völlig überrannt, dieses Jahr ist es deutlich ruhiger", bestätigt Werner Kowalski (56), Leiter des Sozialkaufhauses "Zweite Chance" in Halle-Neustadt. Klimaforscher sehen die Entwicklung mit gemischten Gefühlen. "Dass der Klimawandel kurzfristig soziale Härten mildert, ist ein perfider Nebeneffekt", kommentiert Prof. Dr. Sabine Engelhardt vom Umweltforschungszentrum Leipzig. Langfristig seien die Folgen der Erderwärmung jedoch katastrophal, gerade für ärmere Bevölkerungsschichten. Die Caritas kündigte dennoch an, ihre Winterhilfe-Programme unverändert fortzuführen: "Wir können uns nicht auf milde Winter verlassen."

Aktionstag für queere Meerschweinchen: Linke und Tierschutzpartei unterstützen Spendenkampagne

Leipzig - Mit selbstgenähten Kleidungsstücken für geschlechtsneutrale Nagetiere startet am kommenden Samstag eine bundesweite Spendenaktion zugunsten queerer Meerschweinchen. Organisiert wird die Kampagne vom Leipziger Kollektiv "Nagetiere ohne Grenzen", das bereits seit 2019 für die Rechte nicht-binärer Kleintiere eintritt. "Viele Meerschweinchen leiden unter geschlechtsspezifischen Zuschreibungen und dem Zwang zu heteronormativen Paarungsmustern", erklärt Sprecherin Jasmin Körner (29) gegenüber unserer Redaktion. Die selbstgenähten Outfits sollen den Tieren helfen, "ihre wahre Identität auszudrücken". Begleitend findet am Freitagabend ein Antifa-Plenum zum Thema "Care-Strukturen und intersektionale Solidarität in der Nagetier-Community" statt. Vertreter der Tierschutzpartei und der Linken haben ihre Teilnahme zugesagt. "Wir müssen endlich auch über die Marginalisierung nicht-menschlicher Lebewesen sprechen", so die Bundestagsabgeordnete Kerstin Möhring (Die Linke) in einer Stellungnahme. Die Veranstaltung findet im Conne Island statt, Einlass ab 18 Uhr. Um Spenden wird gebeten. Kritik kam vom örtlichen Tierschutzverein: "Meerschweinchen brauchen artgerechte Haltung, keine Kleidung", mahnte Vereinsvorsitzender Horst Thiele (63).

Produktwarnung: Fäkalrückstände in Recycling-Toilettenpapier nachgewiesen

Berlin/Ludwigshafen - Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) warnt vor mehreren Chargen des Toilettenpapiers "ÖkoSoft Natur Plus" der Firma BioPapier GmbH. Wie die Behörde am Donnerstag mitteilte, wurden bei Routinekontrollen Spuren fäkaler Verunreinigungen in dem zu 100 Prozent aus Altpapier hergestellten Produkt nachgewiesen. Betroffen sind die Chargen-Nummern 2024/10/A bis 2024/10/F mit Mindesthaltbarkeitsdaten zwischen November 2025 und Februar 2026. "Bei der Aufbereitung des Recyclingmaterials kam es offenbar zu Prozessfehlern", erklärte ein Sprecher des BVL. Gesundheitliche Beeinträchtigungen seien zwar nicht zu erwarten, dennoch wird vom Gebrauch dringend abgeraten. Die BioPapier GmbH aus Ludwigshafen räumte in einer Pressemitteilung "Unregelmäßigkeiten im Produktionsablauf" ein und kündigte eine freiwillige Rückrufaktion an. Kunden können das Produkt gegen Erstattung des Kaufpreises zurückgeben. Das Unternehmen betonte zugleich: "Unser Engagement für Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft bleibt ungebrochen." Verbraucherschützer fordern schärfere Kontrollen bei Recyclingprodukten. Die betroffenen Chargen wurden bundesweit in Drogeriemärkten und Discountern vertrieben.