Auch wenn viele, die sich das Leben nehmen, unter Depressionen, Suchterkrankungen, Einsamkeit leiden: Suizide seien sehr häufig keine überlegten, von langer Hand geplanten Handlungen, sagt Kupferschmid. Vielmehr seien die Betroffenen hin- und hergerissen zwischen tiefer Verzweiflung und dem Wunsch weiterzuleben.
Im Schnitt sterben in der Schweiz jede Woche zwei Personen auf den Bahnschienen. Ein Problem: Viele psychiatrische Kliniken – in denen jeder fünfte Suizid stattfindet – liegen direkt an einer Eisenbahnlinie. Manche Suizide können jedoch inzwischen verhindert werden, dank einem direkten Draht zur SBB. Verlässt ein gefährdeter Patient die Klinik unerlaubterweise, wird der Lokführer angewiesen, das Tempo an der kritischen Stelle zu drosseln und auf Sicht zu fahren.