Umstrittene SilvesterknallereiMillionen Unterschriften für Böllerverbot

Der Druck auf die Politik in Sachen Böllerei wächst: Mehrere Millionen Menschen unterzeichnen zwei große Petitionen für ein bundesweites Verbot.

Böller ciao: Hinterlassenschaften einer Silvesternacht Foto: Sebastian Gollnow/dpa

KNA/dpa/taz | Mehr als drei Millionen Menschen haben eine Petition der Gewerkschaft der Polizei (GdP) Berlin für ein bundesweites Böllerverbot an Silvester unterschrieben. Das teilten die Initiatoren am Freitag mit. Allein in den vergangenen Tagen seien über 700.000 Unterstützer hinzugekommen. „Die Politik sollte zeigen, dass sie die Stimmen ernst nimmt“, sagte GdP-Landeschef Stephan Weh.

Am Montag will die Deutsche Umwelthilfe zusammen mit anderen Organisationen, darunter das Deutsche Kinderhilfswerk, die Bundesärztekammer, mehrere Tierschutzorganisationen und auch die GdP, Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) in Berlin eine ähnlich gelagerte Petition überreichen. Diese haben bislang rund 975.000 Menschen unterschrieben. Angesichts von Todesfällen und Tausenden teils schweren Verletzungen am Jahreswechsel fordern die Initiatoren, den privaten Kauf und Gebrauch von Pyrotechnik zu Silvester dauerhaft zu verbieten.

In Deutschland hatte es auch dieses Mal erneut eine unruhige Silvesternacht gegeben. Es gab bundesweit unzählige zum Teil schwer verletzte Menschen. In Bielefeld starben zwei 18-Jährige. Sie hatten unabhängig voneinander selbstgebaute Pyrotechnik gezündet, wodurch sie tödliche Gesichtsverletzungen erlitten.

In Berlin sprach die Polizei am Donnerstag zudem von „teils erheblichen Angriffen auf Einsatz- und Rettungskräfte, insbesondere durch das Beschießen oder Bewerfen mit pyrotechnischen Gegenständen“. Auch andernorts gab es solche Vorfälle. Zudem musste die Feuerwehr wegen zahlreicher Brände ausrücken, die meist durch Pyrotechnik verursacht wurden.

Öffnungsklausel für kommunale Böllerverbote?

Brandenburgs Innenminister René Wilke bringt erlaubte Böllerzonen als Alternative zu einem Böllerverbot ins Gespräch. So „könnte besser kontrolliert werden, was eingesetzt wird“, schrieb der SPD-Politiker auf Instagram. Konkret schlug Wilke eine Kontrolle der verwendeten Pyrotechnik an weniger belebten Stellen für eine begrenzte Zeit vor. „So würden nicht derart viele Menschen (und Tiere) in Mitleidenschaft gezogen werden für den Willen einiger.“

Die Innenminister von Bund und Ländern waren sich bei einem Treffen im Dezember in Bremen nicht einig über ein Böllerverbot. Wilke warb für seinen Vorschlag, da ein Komplettausstieg von einem Jahr auf das nächste „wohl weder umsetzbar noch kontrollierbar wäre“. In Brandenburg wurden laut seinen Angaben in der jüngsten Silvesternacht 21 Menschen durch Pyrotechnik verletzt.

Bundesinnenminister Dobrindt begegnet Forderungen auch von Städten und Gemeinden nach mehr Spielräumen für Böllerverbote bislang zurückhaltend. Kritik daran kommt von den Grünen und der Linkspartei. Grünen-Fraktionsvize Konstantin von Notz bezeichnete die Untätigkeit von CSU-Mann Dobrindt als „vollkommen unverständlich“ und warf dem Minister vor, sich „weggeduckt“ zu haben. „Böller sind eine Gefahr gerade für Jugendliche, aber auch für Umwelt und Tiere“, drang auch die Linken-Fraktionsvize Clara Bünger auf ein Verbot.

„Dobrindt muss handeln“, verlangte auch Christoph Bautz, Geschäftsführer des Netzwerks Campact. Schließlich protestierten seit Jahren Hunderttausende für ein Böllerverbot, laut Umfragen wünsche sich die Mehrheit der Menschen in der Bundesrepublik ein Ende der gefährlichen Knallerei.

„Städte und Gemeinden müssen per Öffnungsklausel im Sprengstoffrecht die Freiheit erhalten, Böller zu untersagen“, forderte er. Einen entsprechenden Appell, den Campact an diesem Freitag veröffentlicht hat, haben inzwischen ebenfalls bereits mehrere Zehntausend Menschen unterschrieben. Bautz geht davon aus, dass eine solche rechtliche Öffnungsklausel eine Welle auslösen würde: Führten erste Städte böllerfreie Silvester ein, würden andere folgen.

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99 Kommentare

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  • Vielleicht siegt am Ende die Vernunft. Das ist ja nicht selbstverständlich:



    "Tempolimit



    Mehrheit der Autofahrer für Tempolimit auf Autobahnen



    Gas geben und möglichst schnell fahren: Auf vielen Abschnitten der deutschen Autobahnen ist das erlaubt. Aber soll das so bleiben? Die Mehrheit der Autofahrer ist dagegen."



    Bei handelsblatt.de 2025

    • @Martin Rees:

      1.002 befragte Autofahrer vs. "Mehrheit der Autofahrer".



      Übrigens "mit rückläufiger Tendenz" beim Thema Tempolimit.

  • Liebe Mitboomer, die Frage muss doch lauten, was haben wir bei der Erziehung unserer Kinder und Enkel falsch gemacht?



    Da ich selber gerne Feuerwerk abfackel, habe ich meine Kinder schon früh darin eingebunden und sie dabei auf die Gefahren und den sicheren Gebrauch hin- und eingewiesen. Jetzt, beide in den 30-gern, feiern sie ohne. Ja, mir gehen die Vor- und Nachknaller auch gegen den Strich und ich spreche sie an, meist ohne einen Erkenntnisgewinn ihrerseits.



    Gegen den Strich gehen mir aber ebenso die PS-Krawallmacher im Sommer und die Horden von kläffenden Kleinst- und Kleinhunden, die das ganze Jahr scheinbar auch zwischen 23 und 3 Uhr nicht anders können.



    Sich über eine angebliche Verbotspartei ereifern, um dann als Nächstes immer was tun?



    Upps!

    • @2Cents more :

      Erstmal ordentlich versteuern die Feinstaubeinkäufe !



      Wie bei Tabakwaren & Alkohol eine Genussmittelsteuer oder Vergnügungssteuer erheben.



      Zudem eine Gefahrgutsteuer.



      Mit den zusätzlichen Steuereinnahmen etwas in die Bildung und Sozialisierung der Knallköppe investieren.

  • Für ein Canabisverbot bekommt man sicher auch 3 Millionen Unterschriften.

    • @Strolch:

      Ganz sicher nicht!

      • @Perkele:

        "Ganz sicher nicht!"



        Nun, da sprechen die Wahlergebnisse der Union, so relativ schlecht sie auch historisch sein mögen, eine deutlich andere Sprache.

  • 3 Millionen für ein Verbot. Aber wie viele sind dagegen?



    Man sollte in dieser Demokratie mal lernen, dass es nicht nur auf die engagierten und sichtbaren ankommt und was die meinen. Sondern auch auf die, die sich vielleicht nicht groß engagieren und die nicht so sichtbar sind, aber im Endeffekt vielleicht doch eine Meinung haben, die sich dann an anderer Stelle Bahn bricht. Siehe z.B. das Thema "Gendern" und "Woke".



    Wenn einem das Thema wirklich wichtig ist, sollte man nicht nur ein paar Petitionen machen, sondern sich dafür einsetzen, dass es eine bundesweite Volksabstimmung gibt darüber. Dann wüsste man, wie viele Menschen wirklich dafür oder dagegen sind.



    So weiß man nur, dass 3 Millionen für ein Böllerverbot sind und höchsten 81 Millionen dagegen.

    • @EchteDemokratieWäreSoSchön:

      Petitionen sind ja auch keine Volksabstimmung, sondern ein Instrument, um zu einem bestimmten Thema Druck aufzubauen und politisches Handeln zu erreichen. An den Petitionen zum Böllerverbot kann man ablesen, dass hier eine besonders große Gruppe nach politischem Handeln verlangt, ich kenne jedenfalls keine andere mit so vielen Unterstützetzer:innen. Der Gesetzgeber muss nicht umsetzen, was in einer Petition mit vielen Unterschriften gefordert wird, und das tut er ja auch nicht. Es wäre nicht die erste große Petition, die von der Politik einfach ignoriert wird. In diesem Fall bewegt sich aber nun offenbar etwas, d.h. es werden Vorschläge gemacht und diskutiert. Den Vorschlag, dass lokal Verbote oder Erlaubniszonen oder andere Regelungen umgesetzt werden können, finde ich eigentlich ganz gut. Da können dann auch Beteiligungsverfahren durchgeführt werden, um möglichst viele Bürger:innen einzubeziehen.

    • @EchteDemokratieWäreSoSchön:

      Starten Sie doch einmal selbst eine Petition gegen ein Böllerverbot, dann bekommen Sie es auch nicht heraus.



      Denn wenn sie dann 4 Millionen Unterschriften haben, dann ist immer noch unklar, ob die restlichen 70 Millionen dafür oder dagegen sind.



      Mit vernünftigen Argumenten kann man diese Diskussion offensichtlich nicht führen, daher versuche ich es erst gar nicht.

    • @EchteDemokratieWäreSoSchön:

      Es gibt ja Umfrageergebnisse. Und die zeigen, dass inzwischen eine klare Mehrheit.gegen die private Böllerei ist.

      www.mdr.de/nachric...t-umfrage-100.html

      • @Parabel:

        Naja, Umfrageergebnisse lauten mal so, mal so, je nachdem, wie gefragt wird und wie die Auswahl der Befragten vorgenommen wird. Wenn ich das richtig verstanden habe, wurde bei dieser Umfrage gefragt, ob man lieber große öffentliche Feuerwerke hätte als private Böllerei.



        Ich fände es ok, wenn bei einer offiziellen, standardisierten Umfrage an mindestens 1 Million Pesonen das herauskäme, so wie das hier vorgeschlagen wird;



        innn.it/diedemokratiemussbesserwerden



        Das wäre dann repräsentativ. Und das sollte dann gelten bis eine nächste Umfrage etwas anderes besagt. Das wäre dann Demokratie.

        • @EchteDemokratieWäreSoSchön:

          Ab wieviel Prozent "Ja" wirst du deine Meinung ändern und das Böllerverbot hinnehmen? Etwa einer Zweidrittelmehrheit?



          Demokratie bedeutet hat auch, dass 49% der Unwilligen 51% der Willigen fügen müssen. Ansonsten: Demokratiefeind.

          • @Troll Eulenspiegel:

            Falls 50,1% sich in einer solchen repräsentativen und objektiven Umfrage wäre das klar.

            Aber irgendeine Umfrage in einer Zeitung zählt da nicht. Denn kurz vorher war ja das Ergebnis genau andersrum.

            Demokratiefeindlich sind eher die, die solche Volksentscheide oder staatlich organisierten objektiven Umfragen ablehnen..

  • Über drei Millionen Unterschriften gegen Böllerterror.

    Wären wir eine fortgeschrittene Demokratie wie die Schweiz könnte man einen Volksentscheid umsetzen.

    3.000.000 Stimmen gegen den Böllerkrieg, und die Gegenseite, die sich über Böllerblödsinn identifiziert, bekommt weniger, und wir wären das Zeugs los.

    Ein großer Gewinn wäre schon erreicht, gälte ein absolutes Böllerverbot an 364 Tagen im Jahr, bei hohen Strafen schon für Böllerhandel und -besitz.

  • Millionen Unterschriften für Böllerverbot (super!), aber Milliarden von Euro für Rüstungsgüter.

    • @Jalella:

      all. Jalella will damit sagen, dass es gegen die Lieferung von Rüstungsgütern in Krisengebiete keine 3 Mio. Unterschriften gibt. Ist das so schwer zu verstehen. Und außerdem. Der Einkauf von Feinstab in Papphülsen vor Silvester hat im vergangenen Jahr 197 Mio Euro in die Kassen der Pyroindustrie gespült. Was hätten wir mit diesem Geld alles Gutes tun können.

    • @Jalella:

      Wie kommt denn dieser tolle Ruckschluss zustande?

    • @Jalella:

      Was haben die beiden Themen miteinander zu tun?

    • @Jalella:

      Erkläre uns doch mal, was das eine mit dem anderen zu tun hat!?

  • ich engagiere mich seit 2010 gegen privates feuerwerk; schon damals war europaweit ein trend dagegen erkennbar, weil die nutzung ausgeufert war. es wird wohl nicht ohne verbote gehen. absurd, dass einem das von denen vorgeworfen wird, die diese verbote nötig machen.

  • Das wird genauso nach hinten los gehen wie das Thema Wärmepumpe oder neuerdings (zumindest in der Emotionalität) das Verbrennerverbot. Wie es meiner Meinung nach besser geht zeigt China. Dort bekommt man stattdessen Drohnenshows. Wenn die Menschen erkennen dass es eine bessere Zukunft gibt akzeptieren sie auch den Verlust der Gegenwart.

    • @Nordlicht12:

      Wenn man schon nach China blickt sollte man aber auch erwähnen das die Drohnenshow kein freiwilliges alternativ angebot ist.

    • @Nordlicht12:

      In Innenstädten wurde das klappen, da haben sie recht. Der ländliche Raum und die Vorstadt haben dann einfach Pech gehabt?

      • @JSch:

        Ich wohne im Speckgürtel. Hier ist an Silvester Ruhe. Die meisten gehen um 12 Uhr runter und lassen ein bisschen was in den Himmel steigen. Der Rest steht daneben und guck zu. Nach 15 Minuten ist hier wieder Ruhe. Ich kenne aber auch die Zustände in Berlin. Das geht gar nicht.

    • @Nordlicht12:

      Vollste Zustimmung. Leider herrscht diese Idee nicht mehr vor. Hier will nur noch jeder dem anderen in die Suppe spucken.

      • @Saskia Brehn:

        So ein Quatsch! Die Alternative wäre, dass die Leute, die gern Feuerwerk sehen wollen, einem Feuerwerk-Verein Geld spenden (das sie ja sonst für private Böller ausgegeben hätten). Die aktiven Mitglieder lassen sich ordentlich ausbilden und bieten der Dorfbevölkerung mit hoher Wahrscheinlichkeit das schönste Feuerwerk, das es dort je gegeben hat. Wer aufs Selbstböllern nicht verzichten will, engagiert sich in dem.Verein.



        Wo ist das Problem?

  • mehrere Millionen sind das jetzt nicht. Darum bleibt das Feuerwerk, die Gegner mögen gute Argumente haben, sind aber einfach keine Mehrheit.

    • @JSch:

      Sehen Sie wirklich nicht den Unterschied zwischen Unterschriften und Umfragen? Frei nach dem Motto: Was nicht passt, wird passend gemacht?

    • @JSch:

      Die Mehrheit wird sich in einem Volksentscheid zeigen.

      Weg mit dem Böllerterror!

      • @shantivanille:

        Die Mehrheit WÜRDE sich in einem Volksentscheid zeigen.



        Aber das treuen DIE sich niemals, dann könnte das ja auch bei anderen Fragen einreißen...

      • @shantivanille:

        Würde man einen Volksentscheid durchführen können, wäre das vermutlich der Fall.

        Dafür muss aber erst das Grundgesetz geändert werden.

        Und in Deutschland regiert gerade ein Kanzler dessen Partei die einzige ist die Volksentscheide kategorisch ablehnt.

        Die Linke, die AFD, die SPD, die Grünen und sogar die CSU mögen das anders sehen.

        Aber ohne CDU ist keine Änderung vom GG möglich.

        Mal ganz abgesehen davon wie unwahrscheinlich eine gemeinsame Abstimmung mit der AFD und eine Spaltung innerhalb der Schwesterparteien ist.

    • @JSch:

      Nach repräsentativen Umfragen sind 60% gegen Böller an Silvester- das würde ich schon als Mehrheit betrachten.



      Generell sollte man diese Frage ohnehin andersherum stellen - Das Zünden von Böllern ist 364,5 Tage im Jahr bereits verboten und der Verkauf etwa 362 Tage.



      Warum sollte man diesen Unsinn weiterhin für kurze Zeit erlauben ?



      Sprengstoff ist nichts für private Feiern und gut ist es !

    • @JSch:

      Das ist schlicht nicht richtig. Etwa 60% wollen ein Verbot, noch meiner Rechnung ist das eine Mehrheit.

      • @Perkele:

        In der Ukraine oder im Sudan bekommen Sie auch wahrscheinlich 80% zusammen, welche Frieden wollen.



        Kommt er deshalb?



        Eine Mehrheit in irgendwelchen nicht repräsentative Umfragen sind nicht wirklich überzeugend. Und diese Mehrheit macht halt nicht die Gesetze. Sie sorgt höchstend dafür, das dieses Thema jedes Jahr wieder einmal kurz aufflackert.

      • @Perkele:

        Und damit hat dieses Verbot schlechte Chancen, genau wie das Tempolimit auf Autobahnen.



        Wäre Böllern verboten, müsste man logischerweise auch gegen die gesellschaftsunverträglich absichtlich erzeugten Fehlzündungen und anderen legal sowie illegal verursachten Radau vorgehen, durch den viele ihre persönlichen Freiheit zum Ausdruck bringen.

      • @Perkele:

        Interessanter Ansatz ..die Mehrheit ist ebenso dafür wie für 130 km/h auf Autobahnen (beide Anliegen unterstütze ich), aber die Mehrheit ist auch für die Bekämpfung der illegalen Migration, die schnelle Ausweisung von Gewalttätern mit Migrationshintergrund und gegen die Gendersprache. Ich hoffe, Sie akzeptieren diese Mehrheiten dann ebenso und ohne Umschweife.

        • @Die_Mitte_machts:

          Anti-Migrationspolitik war doch bereits unter der Ampel an der Tagesordnung.

          Die möglichst rasche Umsetzung dieses Wunsches wird also längst versucht.



          Dass das nicht zu 100% gelingt ist eben die Differenz zwischen Wunsch und Wirklichkeit.



          .



          Das gleiche gilt auch beim Gendern.



          .



          Also ja.... wenn schon diese Mehrheitsmeinungen umgesetzt werden, dann bitte auch Geschwindigkeitsbegrenzungen, Abtreibung vollständig legalisieren, Böllerverbot.

        • @Die_Mitte_machts:

          ...& eine Mehrheit wäre bestimmt auch für Freibier und und und...😁

          • @Alex_der_Wunderer:

            Sie haben es sehr gut erkannt... oder? Jeder sucht sich die Mehrheit aus, die ihm gefällt. Sinn dahinter endlich verstanden?

            • @Die_Mitte_machts:

              Bei Leutz, die knappe über 20 % Wählerstimmen bei einer Bundestagswahl- einer Partei als " Mehrheit " empfinden und der Ansicht sind, diese Partei sollte einen Kanzler stellen dürfen, kann ich nur sagen " ganz mein Humor " , aber bestimmt nicht mehr ernst zunehmen.

    • @JSch:

      in österreich sind es bereits über 70%, auch in deutschland schon weiter über 50%. in den niederlanden denkt man bereits über ein allgemeines verbot für privates feuerwerk nach. wenn der trend in D weiter ignoriert wird, wird die gegnerschaft halt noch stärker. ist nur eine frage der zeit.

      • @Sophia Venari:

        Bis die Zeit verstrichen ist, in der die Frage geklärt sein wird, wird es noch viel Schaden und Unheil geben.

      • @Sophia Venari:

        Vielleicht ist das dann ja mal ein gutes Thema für eine Volksabstimmung.

  • Vorweg - ich habe selber eine Katze und wir brauche die Knallerei nicht. Aber wenn man mal hinschaut - wer knallt den? Jugendliche



    Und was hat uns in der Jugend am meisten Spaß gemacht? Alles was verboten war.



    Wir hatten bei der letzten Bundestagswahl 60 Millionen Wahlberechtigte, da sind 3 Millionen Unterstützer eine Minderheit.

    • @Bernd Simon:

      Sie widersprechen sich selbst. Böllern ist doch gar nicht verboten. Es gibt auch genügend repräsentative Umfragen zu dem Thema. Immer ist eine Mehrheit für ein Verbot.

    • @Bernd Simon:

      Ja, that's the spirit! Gerne bezahlen wir alle gemeinsam die enormen Folgekosten der Krankenversicherung. Gerne genießen wir die extreme Feinstaubbelastung nach der Idiotie. Gerne nehmen kranke Menschen den Stress in Kauf, gerne geraten Tiere überall in Panik. Und gerne nehmen wir hin, dass aus "jugendlichem Übermut" Rettungskräfte und Polizei verletzt werden - ist ja alles halb so wild. Jugendkram.



      Vielleicht denkt man mal darüber nach, dass es auch für junge Menschen extrem wichtig ist, Grenzen zu kennen und zu achten. Doch so lange selbst "Erwachsene?" diesem Irrsinn auch nur einen Hauch von Rechtfertigung zu geben versuchen, solange wird dat nix.

      • @Perkele:

        Grenzen setzen kann nur ein diesbezügliches Vorbild.



        Und dazu zählen die Opas, die sich gegenseitig Konkurrenz machen, durch wie viel Krach und Dreck sie von ihren Enkeln angehimmelt werden, auf keinen Fall. Der Opa auf dem Land, der sonntags seine Enkel mit seinem stinkenden Hobbytraktor spazieren fährt, kommt wahrscheinlich besser an als der, der sie in freier Natur zu Fuß total uncool langweilt.

      • @Perkele:

        Vielleicht denkt man mal über ein besseres Bildungssystem nach, hätte nicht nur, bezogen auf die Silvesterknallerei, positive Folgen.

        • @2Cents more :

          Wenn man den Nachricht glauben kann, wird darüber doch schon seit ewigen Zeiten nachgedacht - leider bleibt es wohl auch dabei.



          Aber das beste Bildungssystem nützt auch nur dem, der gebildet sein will - und diesbezüglich tiktoken immer mehr nicht mehr richtig.

        • @2Cents more :

          Ein besseres Bildungssystem birgt aber auch große Gefahr für unsere Regierung in sich...

  • Andere Nationen zeigen ihre Kreativität und ihre Skills, in dem sie zentrale Shows mit Drohnen organisieren. Es ist ästhetisch, hat den selben visuellen Effekt und kommt ohne die Lärm- und Feinstaub-Belastung aus.



    Tragisch, dass jedes Jahr so viele unnötig verletzte Menschen, insbesondere Kinder, kein Umdenken hervorrufen. Das auch Tote seit mehreren Jahren zu verzeichnen sind, sollte eigentlich unerträglich sein.

    • @Hatespeech_is_not_an_opinion:

      Drohnenshows an Sylvester gibts auch in Deutschland.

  • Für sowas haben wir doch eine Demokratie. Es wäre doch mal eine tolle Sache, wenn dieses Thema in wahlprogramme von Parteien aufgenommen würden. Man würde schnell feststellen, für was die Mehrheit ist. In dem Zusammenhang könnte man auch direkt über einen adventskranzverbot nachdenken, denn in der Vorweihnachtszeit wird die Feuerwehr signifikant mehr beschäftigt.

    • @Horst Sörens:

      Wahlprogramme sollten nicht überbewertet werden. Da kann es sogar eine Koalition aus 3 Parteien geben, die alle einen gemeinsamen Punkt im Wahlprogramm haben und es wird nicht umgesetzt.

      Stichwort: Klimageld.

      Und es mag vll. eine signifikante Mehrheit für ein Verbot geben, aber wahlentscheidend ist das mit Sicherheit für fast Niemanden.

      In den USA sind laut Umfragen rund 75% der Bevölkerung für das Recht auf Abtreibung und trotzdem haben über 50% für Trump gestimmt oder nicht gewählt.

    • @Horst Sörens:

      Nein würde man nicht, denn bei einer Wahl oder der Zustimmung zu einer Partei wird über mehr Themen abgestimmt als das Böllerverbot. Daher sagt das genau nichts aus.

    • @Horst Sörens:

      Im Wahlprogramm wird das nichts bringen. Denn da gibt es seit wichtigste Punkte, nach dem Menschen sich eine P Datei ausssuchen. Z.B. Rente oder Mindestlohn.

      Aber das wäre ein Punkt für einen bundesweiten Volksentscheid.

  • Das Hauptargument für ein Böllerverbot sind die Riesenmengen an Giftstaub, die die Böllerei nach sich zieht und zwar nicht nur in der Silvesternacht sondern noch tagelang danach. Davor verlange ich wirkungsvoll geschützt zu werden.

    • @Super Constellation:

      Ihr Argument läuft ins Leere - es steht ja kein Böllerverbot zur Debatte, es gibt nur Initiativen, die den Verkauf an Privatpersonen verbieten wollen.



      Stattdessen würde es dann wohl deutlich mehr organisierte Feuerwerke geben wie jetzt schon in Städten...



      Dann tut sich halt jede Gemeinde zusammen, entweder in Böllerclubs oder sammelt Geld ein und ein fortgebildeter Anwohner brennt dann die Chose kontrolliert ab.

  • Das ist aus meiner Sicht ein Männerproblem bzw. der Versuch der Verdeutlichung ihrer Herrschaft .



    Ich träume davon, auch mal Silvester rauszugehen. Dieses wird angesichts der Männerdominanz wahrscheinlich nicht passieren. Oh, wie bitter ist das.



    Ich bin für ein Böllerverbot deutschlandweit.



    Was bilden sich die Herren in der Silvsternacht ein, ich weiß es nicht. Ich kenne keine BöllerInnen.



    Liebe BölleInnen, geht wohin, Ihr auch wollt, aber lasst mich in Ruhe. Ihr macht Krach, sorgt für schlechte Luft, schädigt Eure Mitmenschen, und sorgt für endlos Müll. Was soll das?

    • @Xyra:

      Bei uns feiern beide Geschlechter und Diverse zusammen, allerdings Knallern eher Männer, aber eben nicht nur.



      " Ihr macht Krach, sorgt für schlechte Luft, schädigt Eure Mitmenschen, und sorgt für endlos Müll. Was soll das? "



      Könnte man ebenso Urlauber fragen.

      • @2Cents more :

        Auch viele Urlauber kennen außer sich selbst und ihren Interessen nur Konkurrenten und Störenfriede.

    • @Xyra:

      Ach ja, wie begründen Sie die Aussage "Versuch der Verdeutlichung ihrer Herrschaft"?



      Ich frage nur, weil es so total drüber klingt.

      • @Genosse Luzifer:

        Wieso klingt das Erkennen von alltäglichen Fakten total darüber?

      • @Genosse Luzifer:

        Könnte daher kommen, dass man als junge Frau in der Silvesternacht gern von jungen Männern mit Raketen und Böllern „abgeschossen“ wird. Viele finden das offenbar toll, diese Macht über Frauen zu haben. Ich hab auch mit Rückzug reagiert, nachdem mir das in verschiedenen Städten passiert ist. D.h. ich bleib jetzt halt in der Wohnung. Fühlt sich scheiße an, ist aber sehr verbreitet. Die anderen Partygäste winken überwiegend auch ab und sagen „Auf den Scheiß hab ich keine Lust. Ist mir zu gefährlich“.

        • @Parabel:

          Frauen werden mit Raketen abgeschossen? Das ist doch hahnebüchen. Ist ihnen klar was passiert wenn ein Mensch von einer Rakete getroffen wird?



          Das wäre eine Straftat und würde Schlagzeilen machen, ein Verbot wäre dann so viel einfacher.



          Ich verabscheue private Böllerei ebenfalls aber solche überzogenen Geschichten schaden absolut der Glaubwürdigkeit.



          Es geht um Lärm und Schmutz der Tier und Mensch schädigt und deshalb ist es unverantwortlich dies privaten Personen in die Hand zu geben.



          Jedoch: ein Verbot würde nur Europaweit funktionieren, denn solange es verfügbar ist wird es auch Idioten geben die es nutzen.



          Wir werden jedes Jahr auf diese Weise erinnert werden, dass es einen Haufen rücksichtslose Egomanen gibt.



          Es muss - wie beim Rauchen (wenn auch viel zu langsam) in der Gesellschaft ankommen das solches Verhalten einer vernunftbegabten Rasse (so heißt es immer) nicht würdig ist.



          Sowas ändert man nur über das gesellschaftliche Ansehen.



          Wenn Sie meinen Sie würden leiden schauen Sie mal auf die Wildtiere. Die können nicht in ihr "Haus" fliehen, selbst da weiß jeder Besitzer einer Fellnase wie das wirkt...

      • @Genosse Luzifer:

        Einfach ignorieren ist wohl das beste. Absoluter Blödsinn

  • "Mehr als drei Millionen Menschen haben eine Petition der Gewerkschaft der Polizei (GdP) Berlin für ein bundesweites Böllerverbot an Silvester unterschrieben."



    Ach ja, Zahlen...



    Das heißt erstmal nur, dass über neunzig Prozent der Bevölkerung diese Petition bislang _nicht_ unterschrieben haben.



    Daraus jetzt bereits einen Volkswillen abzuleiten, ist doch etwas gewagt.

    • @Encantado:

      Diese Petitionen kann man natürlich nicht bei TikTok, Instagram und RTL unterschreiben.

      • @Erfahrungssammler:

        "Diese Petitionen kann man natürlich nicht bei TikTok, Instagram und RTL unterschreiben."



        Alle, die die Petition nicht unterschreiben, sind in Ihren Augen demnach was?

    • @Encantado:

      Umfragen scheinen sehr wohl zu bestätigen, dass eine Mehrheit der Deutschen mit einem Böllerverbot leben könnte. Hier nur ein Link zu einer davon:



      www.mdr.de/nachric...frage-100~amp.html

      • @Helene10:

        "Umfragen scheinen sehr wohl zu bestätigen..."



        Und das widerspricht meiner Aussage zur Petiton inwiefern?

  • Und schon wieder passiert es: Ein Verbot wird nötig.



    Unter diesen Umständen mag das sinnvoll sein. Ich will auch keinen besoffenen Volldeppen begegnen die mit Böllern um sich werfen und ich finde die Kosten fürs Gemeinwohl zu hoch.

    Dennoch ist es wieder so ein Fall, wo die Unvernunft bzw Dummheit, die von einer Minderheit gezeigt wird, dann bald alle Bürger betrifft. Warum muss das fast immer so ablaufen?

    Für mich ist das ein Zeichen dafür, dass wir als Kinder und Jugendliche nicht ausreichend auf "das Leben" vorbereitet sind. Zu wenig echte Bildung, kaum Grundlagenwissen, überforderte Eltern und Schulen...

    Da sollte DRINGEND präventiv etwas unternommen werden, denn das betrifft weit mehr Themen als nur Böller!

    • @realnessuno:

      Pyrotechnik ersteinmal ordentlich versteuern, warum erheben wir nicht wie bei Tabakwaren & Alkohol eine Genussmittelsteuer / Vergnügungssteuer.



      Zudem eine Gefahrgutsteuer, wäre auch durchaus sinnvoll.

      • @Alex_der_Wunderer:

        Würde wieder nur die ehrlichen treffen, denn die anderen beziehen ihrer Böller dann über das Internet.



        Wie war das mit dem Alkoholverbot in Amerika nochmal?

        • @2Cents more :

          ...übers Internet ? Sie meinen jetzt aber nicht mit dem 3D-Drucker 😂🤣😅🤣

        • @2Cents more :

          De Geldstrafen bis 50.000 Euro bei Verstoß gegen die geltenen Verbote, gelten jetzt auch schon, für legale sowie illegale Pyrotechnik.

          • @Alex_der_Wunderer:

            Strafen androhen ist billig.



            Wie sehr die Drohungen wirken, sieht man im Alltag.

            • @Erfahrungssammler:

              Wie hoch ist das Strafmaß noch bei Mord ?



              Was ist an unserem Strafgesetzbuch billig ?

  • Silvester ist mittlerweile wie Krieg.

    Tage- und wochenlang mit immer brutaleren Böllern. Das Zeugs kriegt man übers Internet aus China oder Polen das ganze Jahr.

    Es geht nicht ums Silvesterfeiern sondern um Terror.

    • @shantivanille:

      Da kann man Ihnen nur zustimmen. Auch in meiner Stadt ist (nicht nur) im Innenstadtbereich die Lage über die Silvestertage absolut gefährlich. An den Haltestellen der öffentlichen Verkehrsmittel werden Wartende direkt mit Pyrotechnik beworfen, zum Teil auch auf den Straßen. Ein Auto fuhr über eine Kugelbombe, die mitgeschleift wurde, und die Insassen sind in unserer Seitenstraße vollkommen erschrocken ausgestiegen, sie dachten, das Auto explodiert. Die gefährlichsten Hotspots, an denen sich die Scharen zum Böllern getroffen hatten, wurden inzwischen, da es zu immer schwereren Verletzungen kam und Bergen von Abfall, von der Stadtvetwaltung gesperrt.



      Es geht längst nicht mehr um ursprüngliche Silvesterbräuche, es geht immer mehr um Krawall, ungehemmte Aggression gegen andere. Auch die Tierwelt ist tagelang dem Stress ausgesetzt, die Luft, gerade bei bedecktem Wetter, voller Feinstaub.



      Ich habe schon letztes Jahr die Petition von innnit unterschrieben. Feuerwerk ja, aber dann bitte von Profis an zentralen Stellen.

      • @chat cat:

        Eine Freundin erzählte mir jetzt aus München, wo es ja auch große Probleme gibt, dass die Stadtverwaltung in der Innenstadt das Böllern verboten hat, was dazu führte, dass Tausende von Leuten in andere Stadtviertel gegangen sind und dort die Hölle losgelassen lassen.

        Sehr schlimm übrigens auch für die Tierwelt, z. B. Vögel fliegen in Panik in große Höhen, bleiben dort so lange bis sie nicht mehr können, viele sterben, viele fliegen in ihrer Verwirrung gegen Scheiben.

        Leider ignorieren Politiker die Veränderung der Lage und agieren typisch populistisch, d. h., es wird sich nichts verändern.

        Zeit für ein Volksbegehren.

    • @shantivanille:

      Deshalb harte Strafen für diese Gewalttäter, oder noch besser, die Polizei darf direkt zurück schießen.

  • Kein einziges Beispiel aus dem Artikel hätte durch ein privates Böllerverbot verhindert werden können.



    "In Bielefeld starben zwei 18-Jährige. Sie hatten unabhängig voneinander selbstgebaute Pyrotechnik gezündet" - selbstgebaute Pyrotechnik. Selbstgebaut... Dagegen hilft keine Norm und kein Verkaufsverbot.



    ---



    "In Berlin sprach die Polizei (...) von „teils erheblichen Angriffen auf Einsatz- und Rettungskräfte, insbesondere durch das Beschießen oder Bewerfen mit pyrotechnischen Gegenständen" - nennt sich zweckentfremdeter Einsatz. Ist ein gesellschaftliches Problem. Täter rausziehen und drakonisch bestrafen. Wegsperren. Ausweisen, wo möglich.



    Die Idee, Feuerwerkskörper zu verbieten, damit damit keine Einsatzkräfte mehr beschossen werden können, ist eine Kapitulation. Otto Normal soll büßen für das Fehlverhalten von gewaltaffinen Tätern.



    Wer Feuerwerkskörper verbieten will, weil damit Einsatzktäfte angegriffen werden können, der muss auch Benzin, Feuerzeuge und Küchenmesser verbieten. Kann ich alles überall legal kaufen und direkt damit Einsatzkräfte angreifen oder Sprengkörper bauen🤷



    Das Tatmittel ist niemals das Problem, der Täter ist es.

    • @Saskia Brehn:

      In Berlin hätte vermutlich eine Ausgangssperre vom 31.12. bis zum 1.1. mehr bewirkt.



      😉

    • @Saskia Brehn:

      "Das Tatmittel ist niemals das Problem, der Täter ist es."



      Steile These.



      Sie sind also für die Legalisierung von allem? Zum Beispiel Schusswaffen für alle?

      "Kein einziges Beispiel aus dem Artikel hätte durch ein privates Böllerverbot verhindert werden können."



      Einfach nur eine Behauptung.



      Gäbe es keine private Pyrotechnik, gäbe es schon rein statistisch weniger dieser Vorfälle. Allein dass Einzelpersonenknallis sich nicht mehr in der Masse verstecken können, dürfte die Hürde heben, mit Sprengsätzen durch die Straßen zum stromern.

      Und auch fein, dass Sie hier noch "ausweisen" unterbringen. Aber das nur nebenbei. Gehört inzwischen ja zum guten Ton.

      • @Nansen:

        Steile These?



        Also ihrer Ansicht nach stechen Messer selbstbestimmt zu, Autos fahren selbstbestimmt zu schnell und in Menschenmengen, Sprengkörper bauen sich selbstbestimmt zusammen und werfen sich dann auf Menschen.



        Eher kluge Beobachtung, denn steile These.

        Einfach nur eine Behauptung?



        Deshalb gibt es auch keine rauchenden, Alkohol trinkende oder Drogen konsumierenden Jugendliche.



        Einfach nur eine Behauptung, na dann.

    • @Saskia Brehn:

      Angenommen, es würde zu einem Böllerverbot kommen: Glauben Sie, dass die Leute dann an Silvester mit Benzinkanistern, Messern und Feuerzeugen auf Passanten und Polizei losgehen? Andere Länder haben längst auf die Eskalation an Silvester reagiert, mit positiven Erfahrungen.

    • @Saskia Brehn:

      schaden mit einem messer anzurichten erfordert ERHEBLICH mehr kriminelle energie, als mit einem böller. es gibt also entscheidende unterschied.

      • @Sophia Venari:

        Das kommt darauf an.



        Fahrlässige Messer Verletzungen sind eher selten, fahrlässige Verletzungen durch Pyrotechnik kommen vermutlich häufiger vor.

        Raketen auf Menschen abzufeuern oder Menschen mit Böllern zu bewerten ist genauso kriminell wie mit einem Messer auf jemand einzustechen.

    • @Saskia Brehn:

      genauso gut kann man gegen tempolimit sein, weil es kaum autounfälle verhindert. und doch wird der schritt zur katastrophe erheblich größer bei moderateren maßstäben. in vorarlberg jedenfalls hat sich die situation an silvester durch strengere handhabung schon maßgeblich verbessert. das bestätigen auch die krankenhaus-statistiken.

  • Die meisten Opfer von Pyrotechnik sind dieses Jahr in der Schweiz zu verzeichnen.



    Da es sich dabei, jüngsten Angaben zufolge, um Tischfeuerwerk handelte, wäre ein generelles Verbot zum Kauf von Pyrotechnik zielführend.



    Vielleicht würde das auch Fußballspiele und ähnliche Events wieder ungefährlicher machen.



    Dass eine Mehrheit der BundesbürgerInnen schlauer ist als Dobrint ist wenig überraschend. Aber vielleicht ist er ja lernfähig?!

    • @Philippo1000:

      Man könnte auch den Strassenverkehr erheblich sicherer machen, indem man ihn auf das absolut notwendige Mass einschränkt.



      Man könnte Alkohol (und andere Drogen) verbieten.



      Wie viele Flugreisen sind wirklich nötig?

      Es ist eine Gratwanderung.

      Ich wäre eher vorsichtig mit Verboten.

  • Das heißt doch wohl, die Mehrheit der Bürger ist für Feuerwerk?

    • @FraMa:

      Einfach Mal nach Umfragen zu dem Thema googeln.

      Je nach Fragestellung sind es 60-66%, die für ein Verbot sind.

      2022 waren es rund 53%.

      Nur unter AFD Wähler:innen sieht es anders aus.

      Und es ist bereits die größte Petition, die es jemals gab in Deutschland.

      • @sociajizzm:

        Würden Sie auch das Ergebnis einer großen Petition zum Thema Abschiebungen akzeptieren?

        • @Suchender:

          Diese Politik wird doch bereits umgesetzt, es kann also kaum schlimmer werden.

          Wenn dafür es dafür auch ein Tempolimit und vollständige Legalisierung von Abtreibung, ein Böller Verbot und die Beibehaltung der Cannabis Legalisierung geben würde...

  • Wenn den Leuten die hunderte Millionen, die die Deutschen für Böller ausgeben zuviel und deren Gebrauch zu gefährlich erscheint, gibt es dann eigentlich auch eine Petition gegen die hunderte Milliarden, die wir für die richtig großen Böller ausgeben, bei denen nicht Unfälle passieren, sondern die beabsichtigt Menschen töten und verstümmeln? Sterben sehr zur Freude der Rüstungskonzerne, denn jeder Tote bedeutet ein Glas Schampus mehr für die Rendite.



    Auf ein neue Rekordjahr für Rüstungsexporte und heimische Mordwerkzeuge.

    • @Jalella:

      Na ja, die grossen Böller, die vielleicht mal auf Deutschland herunterfallen, werden vermutlich nicht von Deutschland abgeworfen.



      Ich würde nicht erwarten, dass sich z.B. Russland an ein deutsches Böllerverbot hält.

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