- im öffentlichen Nahverkehr in Berlin wird 2026 an verschiedenen Stellen gebaut
- Ende März soll endlich eine ganz neue S-Bahn-Linie den Betrieb aufnehmen
- Mit dem Bahnhof Alexanderplatz wird ein Knotenpunkt saniert
- Bei der BVG werden mehrere Linien durch Bauarbeiten beeinträchtigt
Pendlerinnen und Pendler müssen sich im kommenden Jahr auf einige Baustellen auf dem Berliner Schienennetz und der Region einstellen. Einige wichtige Bauprojekte werden hingegen fertig und sollen für eine Verbesserung im Nah- und Regionalverkehr sorgen. Ein Überblick über die wichtigsten Bauprojekte im kommenden Jahr.
Berliner Bahnhöfe
Der Bahnhof Alexanderplatz soll von Anfang 2026 bis Mitte 2029 zur Großbaustelle werden. Dann wird er nämlich kernsaniert. Die Geschäfte und Imbissbuden im Inneren müssen bereits zum Jahresende schließen und die Station verlassen. Erste Maßnahmen zur Bauvorbereitung will die Bahn bereits in den nächsten Wochen starten. Der Zugbetrieb soll während der Bauphase wie gewohnt weiter laufen.
Am Hauptbahnhof wird der Europaplatz neu gestaltet. Die Baustelle auf dem nördlichen Vorplatz des Bahnhofs ist im ersten Halbjahr geplant, dabei soll ein "barrierefreier Bewegungskorridor" zwischen Hauptbahnhof und Bus- bzw Tramhaltestelle entstehen. Zudem ist unter anderem eine Abstellanlage für bis zu 220 Fahrräder geplant.
S-Bahnen und Regionalbahnen
Ende März soll nach jahrelanger Verzögerung die neue S-Bahn-Verbindung der S21/S15 zwischen dem Berliner Nordring und dem Hauptbahnhof in Betrieb gehen. Damit erhielte der Wedding eine direkte Anbindung zu einem wichtigen Fernverkehrsknotenpunkt. Für das Projekt wurde unter dem Hauptbahnhof ein neuer S-Bahnhof gebaut. Die Verbindung wird der erste Teil des Gesamtprojekts "S21 Berlin", eine Nord-Süd-Verbindung vom Nordbahnhof bis zum Südkreuz, die das bisherige Netz entlasten soll.
Weitergebaut wird am S-Bahnhof Wollankstraße in Pankow.
Fernverkehr
Die Strecke Hamburg-Berlin, ein zentrales Bauprojekt der Deutschen Bahn soll im ersten Halbjahr 2026 fertig gestellt werden. Derzeit werden dort Gleise, Weichen, Oberleitungen und Stellwerkstechnik erneuert. In der Bauphase gibt es Umleitungen über Stendal und Uelzen, was zu rund 45 Minuten längeren Fahrzeiten führt. Ende April soll das abgeschlossen und die Strecke wiedereröffnet sein. Die Hoffnung der Bahn: Die runderneuerte Strecke wird dann auch weniger fehleranfällig.
Ein halbes Jahr später wird dann der Fernverkehr auf einer anderen wichtigen Achse aus Berlin ausgebremst: Zwischen Berlin und Lehrte (bei Hannover). Dort soll zwischen Oktober und Dezember gebaut werden. Wie die Umleitung aussehen wird, ist noch nicht klar.
BVG
Auch bei der BVG wird an zahlreichen Stellen gebaut. Bei der U6 mussten die Verkehrsbetriebe unlängst eine deutliche Bauzeitverlängerung für die Sanierung verkünden. Ende 2026 sollen die Bauarbeiten endlich enden.
Auch U1 und U3 sind ab dem 12. Januar vorerst beeinträchtigt, weil am U-Bahnhof Nollendorfplatz gebaut wird, die U4 stellt die BVG deshalb sogar ganz ein. Bis Mitte Mai sollen diese Bauarbeiten beendet sein.
Dass die U2 am Senefelderplatz nicht hält, kennen Fahrgäste bereits aus den letzten Monaten. Die Einschränkung wird auch 2026 bleiben. Die Haltestelle soll erst im März 2027 wieder angefahren werden. Gleiches gilt für den U-Bahnhof Seestraße auf der U6, hier ist unklar, wann der Bahnhof wieder genutzt wird.
Sendung: rbb|24, 02.01.2026, 06:25 Uhr
10 Kommentare
Die u6 ist eine Trödelbaustelle! Denn morgens sieht man kaum Arbeitet, so an der Brücke der A111, ca. 2Arbeitet. Gegen 6:45 und gegen 16:30 gar keinen mehr so sind auch die anderen Baustellen an der U6.
Bahnhof Alexanderplatz - da gab es früher öffentliche Toiletten, Schließfächer, und andere (DR) Die-Bahn-Einrichtungen, die auf deren Bahnhöfe nicht mehr existent sind, und wohl auch nicht mehr vorgesehen!
es ist immer nur die Rede von der Sperrung der Strecke Berlin - Hamburg. Von der in dieser zeitlichen Länge nie da gewesenen Sperrung der Bahn sind auch ca. 50- 100000 Menschen im Berliner Umland betroffen. Und der hochgelobte Schienenersatzverkehr fährt absolute Umwege und ist unzuverlässig. Darüber berichtet keiner.