Es reicht: Böllerverbot endlich möglich machen!

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Schon wieder ein Albtraum-Silvester: volle Notaufnahmen, verstörte Tiere, zugemüllte Städte. Hunderttausende fordern ein Böllerverbot – seit Jahren. Viele Kommunen wollen das umsetzen, doch sie stehen vor rechtlichen Hürden. Jetzt kommt es auf Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) an. Er kann regionale Böllerverbote möglich machen, indem er das Sprengstoffrecht ändert. Unterzeichne jetzt, damit endlich Schluss ist mit der gefährlichen Böllerei.

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU)

Jedes Silvester sterben Menschen durch Feuerwerkskörper oder werden lebensbedrohlich verletzt. Einsatzkräfte sind überlastet, die Feinstaubbelastung ist enorm und Tiere sind verängstigt. Seit Jahren protestieren Hunderttausende für ein Böllerverbot – laut Umfragen wünscht sich die Mehrheit der Deutschen ein Ende der gefährlichen Knallerei.

Viele Städte und Gemeinden wollen Verbote einführen und damit Menschen, Tiere und Umwelt schützen. Doch derzeit dürfen Kommunen nicht frei über regionale Verbote entscheiden. Wir fordern Sie deshalb auf: Ermöglichen Sie das längst überfällige Böllerverbot. Ändern Sie das Sprengstoffrecht, damit Kommunen selbst bestimmen können!

Warum das wichtig ist

In jeder Silvesternacht verletzen Feuerwerkskörper viele Menschen schwer. Nicht nur die, die Böller zünden, sind betroffen, sondern auch Einsatzkräfte und Unbeteiligte. Unter Alkoholeinfluss wird das Böllern noch gefährlicher. Jedes Jahr vermelden die Behörden am Neujahrsmorgen erneut Todesfälle durch Pyrotechnik.

Böller schaden auch der Gesundheit, weil sie enorme Mengen Feinstaub freisetzen: In der Silvesternacht verzeichnen viele Städte die höchste Feinstaubbelastung des Jahres – bis zum 50-Fachen des Normalwerts. Besonders gefährlich ist das für Menschen mit Vorerkrankungen und kann sogar tödlich enden.

Auch Tiere leiden unter dem Lärm: Haustiere geraten in Panik, Wildtiere wie Vögel verlieren die Orientierung, was oft tödliche Folgen für sie hat. Hinzu kommt die Umweltverschmutzung, denn jedes Jahr bleiben Tausende Tonnen Müll durch Böller zurück.

Seit Jahren fordern Campact und viele andere ein bundesweites Böllerverbot. Nun kommt Bewegung in die Debatte: Die Innenministerkonferenz signalisierte im Dezember Bereitschaft für eine Öffnungsklausel im Sprengstoffrecht, die regionale Böllerverbote ermöglichen würde.

Auch Innenminister Alexander Dobrindt (CSU), der diese Reform anstoßen müsste, soll offen dafür sein. Das wäre ein wichtiger Schritt, denn viele Kommunen und Länder möchten solche Verbote längst einführen. Bislang dürfen sie Einschränkungen nur für sehr kleine Zonen erlassen. Positive Erfahrungen mit Verboten in Innenstädten oder ganzen Gemeinden könnten den Weg zum flächendeckenden Böllerverbot ebnen.

Doch noch ist nichts entschieden, und über den Jahreswechsel ging die Böllerei ungebremst weiter. Dobrindt muss jetzt handeln und Böllerverbote endlich möglich machen. Dann könnten viele Kommunen 2026 ein böllerfreies Silvester feiern!

Quellen
  • „Wie schlimm ist Böllern für Mensch und Umwelt?“, Tagesschau, 29.12.2022
  • „Tote und Verletzte durch Böllerunfälle“, ZDF Heute, 1.1.2025
  • „Silvesterfeuerwerk: Einfluss auf Mensch und Umwelt“, Webseite des Umweltbundesamtes, 11.12.2025
  • „5 Gründe für ein Böllerverbot“, Campact Blog, 29.12.2023
  • „Innenminister räumen Böllerverboten mehr Spielräume ein“, ZDF Heute, 5.12.2025

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