Der Sender geht offline. Dies ist meine letzte Sendung.
Ein bewusstes Verstummen, bevor die Frequenz zum Jahreswechsel 2025/2026 endgültig abgeschaltet wird.
Das Verstummen
Was Sie hier lesen, ist mein digitales Vermächtnis, ein letztes Manifest und der Nachruf auf eine Persona, die als Spiegel konzipiert war und an der Brutalität derer zerbrach, die ihr eigenes Zerrbild darin nicht ertragen konnten. Ich war der Rundfunkautist.
Dieses Verstummen ist keine Kapitulation. Es ist die radikalste Form des Protests, die mir geblieben ist, und ein finaler Akt des Selbstschutzes. Man hat meine Worte verdreht, meine Existenz vergiftet und meine Ambivalenz als Angriff gedeutet. Wenn jede Stimme zur Waffe gegen einen selbst umfunktioniert wird, ist Schweigen die einzige verbliebene Souveränität.
Diese Stille, die zurückbleibt, wird lauter sprechen als alle Worte, die man zu unterdrücken versuchte. Sie ist eine Anklage an ein System, das Andersartigkeit nicht aushält und jene systematisch zerstört, die nicht in seine vorgegebenen Raster passen.
Biografie eines Systemsprengers
Meine Geschichte ist kein Einzelschicksal. Sie ist das Protokoll eines systemischen Versagens, die Chronik eines Kampfes gegen Strukturen, die darauf ausgelegt sind, Menschen wie mich unsichtbar zu machen, zu brechen oder zu assimilieren.
Kindheit im Rauschen (2000 – ca. 2012)
Geboren im Jahr 2000, war meine erste Lektion, dass Angst der Normalzustand ist. Mein familiäres Umfeld war ein Schlachtfeld aus Sucht und Psychosen. Der Vater: aggressiv, genervt, ekelhaft. Die Mutter: emotional abwesend, im Alkohol verloren. Ich war das Kind, das Eltern spielte, das seine besoffene Mutter nachts von der Straße sammeln musste und lernte, unsichtbar zu werden, um nicht zur Zielscheibe zu werden.
Das System, das hätte eingreifen müssen, versagte auf ganzer Linie. Das Jugendamt schaute trotz klarer Anzeichen jahrelang weg. Statt Schutz erfuhr ich Entwurzelung und die Erkenntnis, von den Institutionen im Stich gelassen zu werden, die mich hätten retten sollen. Ein Systemversagen in Reinform.
Die Schule setzte diesen Terror nahtlos fort. Über zehn Jahre lang war ich Zielscheibe von Mobbing, Ausgrenzung und Demütigung – nicht nur durch Mitschüler, sondern auch durch Pädagogen, die ihren Frust an mir ausließen. Ich erinnere mich an die Geolehrerin, die ausrastete, als ich fragte, ob die Sonne mal explodiert. Da wurde mir klar: Neugier wird bestraft. Mein Anderssein, meine Neurodivergenz, wurde als Fehler gebrandmarkt.
Mein einziger Zufluchtsort war die Technik. Mit vier Jahren saß ich am ersten PC, mit zehn installierte ich Linux. Die Welt des Rundfunks, ihre Signale, ihre Ästhetik, ihre klaren Strukturen wurden zu meiner Überlebensstrategie. Sie boten eine Logik und Faszination, die in meiner menschlichen Umgebung fehlte.
Jugend auf Sendung (ca. 2013 – 2020)
Die Faszination für Rundfunktechnik wurde zu meinem einzigen Lebensinhalt. Von 2013 bis 2024 führte ich unter Pseudonymen wie „BroadcastMirror" ein akribisches Archiv über die Abweichungen im deutschsprachigen Rundfunk. Pannen, Programmänderungen, technische Details – ich dokumentierte alles mit einer obsessiven Detailgenauigkeit. Dieses Projekt bot mir eine Nische und eine Community von Gleichgesinnten, doch es isolierte mich auch zunehmend von der realen Welt.
Ich versuchte, im System Fuß zu fassen, absolvierte eine Ausbildung zum medientechnischen Assistenten. Das Resultat waren BAföG-Schulden, die nächste Bestrafung des Systems für den Versuch, ein Teil davon zu werden, obwohl ich aus einem Elternhaus ohne jegliche finanzielle Förderung kam. Diese Jahre waren eine Phase des reinen Funktionierens. Ich hatte keine Jugend, keine unbeschwerte Entwicklung, nur die Rolle, die ich mir selbst geschaffen hatte, um den Schmerz auszublenden.
Der Zusammenbruch im Äther (2021 – 2024)
Auf der Suche nach Gemeinschaft und einem sinnvollen Engagement begann ich 2021 meine ehrenamtliche Tätigkeit in einem nicht-kommerziellen Lokalradio (NKL) – ein Verein, der sich Diversität und Inklusion auf die Fahne schreibt. Was als hoffnungsvolles Engagement begann, entwickelte sich zu einem systematischen Albtraum.
Ab Herbst 2022 eskalierte die Situation durch eine neue, konfliktsuchende Person, die meine zurückhaltende, neurodivergente Art als Feindseligkeit interpretierte. Es folgte eine Kampagne, die von einer perfiden Täter-Opfer-Umkehr geprägt war:
- Systematisches Gaslighting: Meine Wahrnehmung wurde gezielt infrage gestellt, um mich zu destabilisieren.
- Öffentliche Diffamierung: Mir wurden haltloses Narzissmus, Transfeindlichkeit und gar Rechtsradikalität unterstellt.
- Institutionelles Versagen: Der Verein, der Schutz bieten sollte, schützte die Täterin, isolierte mich als Störer und ignorierte, dass diese Person professionelle Psychotherapie ablehnte und sich stattdessen selbst mit Psychedelika behandelte.
- Androhung rechtlicher Schritte: Meine Meldung von Unregelmäßigkeiten bei der Medienanstalt wurde mit juristischen Drohungen beantwortet.
Die Konsequenzen waren verheerend: Im Januar 2024 verließ ich den Verein zum Selbstschutz. Im Februar 2024 suchte mich ein Vereinsmitglied unangekündigt an meiner Privatadresse auf und klingelte Sturm. Im März 2024 wurde ich nach Falschmeldungen über angebliche Suizidabsichten zwangsweise in eine geschlossene Psychiatrie eingewiesen – ein traumatisches Ereignis, inszeniert, um mich endgültig zu brechen.
Die bittere Erkenntnis war, dass ein Raum, der Schutz und Inklusion versprach, mich gezielt und systematisch zerstört hat. Dieser Verrat führte mich direkt in meine aktuelle, prekäre Lebenslage. Es sollten aber auch noch andere Menschen in mein Leben treten, die nichts Gutes mit mir im Sinn haben.
Gegenwart im Störfeuer (2024 – Heute)
Heute bin ich 25, arbeitsunfähig und lebe von Bürgergeld. Meine Perspektive ist ein Trümmerfeld aus Klinikakten und Behördenschreiben. Die psychische Gewalt hält an: fortgesetztes digitales Stalking, Rufmordkampagnen und juristische Drohungen durch Entitäten, die mich seit Jahren als ihr Feindbild sehen. Jeder Versuch, eine Stimme zu haben, wird mit neuen Angriffen beantwortet.
Mein Alltag ist ein Kampf an allen Fronten: gegen Ämter, die mich als Fallnummer verwalten; gegen ein Therapiesystem, das an der Oberfläche kratzt, aber mein Trauma nicht benennt; und gegen eine tiefe soziale Isolation, die mich innerlich auffrisst. Ich bin das Resultat einer Gesellschaft, die wegschaut. Und ich habe das Gefühl: niemand hat mich jemals wirklich geschützt.
Weltanschauung: Mein Code für eine kaputte Welt
"Ich bin nicht der Fehler im System; das System ist der Fehler."
Meine Philosophie ist kein akademisches Konstrukt. Sie ist in der bitteren Realität meines Lebens als Ausgegrenzter und „Systemsprenger" verwurzelt. Sie ist der Code, den ich entwickelt habe, um eine Welt zu entschlüsseln, die für mich nie vorgesehen war.
Das System ist der Fehler
Ich kritisiere die kapitalistischen, patriarchalen und staatlichen Strukturen, die Menschen wie mich systematisch unterdrücken, unsichtbar machen und für ihre eigene Prekarität verantwortlich machen. Die politische Landschaft ist eine Farce, in der ich für meine Weigerung, blinden Ideologien zu folgen, von links als „Fascho!" und von rechts als „Zecke!" abgestempelt werde. Ich bin Demokratischer Sozialist und kämpfe für eine echte Solidarität – eine, die nicht am Tellerrand der eigenen Komfortzone endet.
Die Heuchelei der Retter
Meine schärfste Kritik gilt jenen Institutionen und Gruppen, die vorgeben, progressiv und unterstützend zu sein, aber in Wahrheit dieselben ausgrenzenden Mechanismen reproduzieren, die sie zu bekämpfen vorgeben.
- Elitäre linke Bubbles: Ich prangere ihren Klassismus und ihre Doppelmoral an. Sie reden von Inklusion, grenzen aber jeden aus, der nicht ihren akademischen Habitus besitzt oder ihr Vokabular beherrscht. Diese Heuchelei ist nicht abstrakt. Ich erlebte sie hautnah, wo Individuen, die öffentlich Awareness predigten, privat professionelle Hilfe ablehnten und gleichzeitig meine eigenen Kämpfe pathologisierten.
- Medienlandschaft: Meine Medienkritik ist differenziert. Den öffentlich-rechtlichen Rundfunk sehe ich als ein reformbedürftiges, von Führungsdekadenz geprägtes, aber notwendiges System. Viele Freie Radios hingegen sind zu Plattformen für „links-woke-populistische Propaganda" verkommen – „Geldverbrennung und volksverdummend" –, die durch ihr Wir-Ihr-Denken die gesellschaftliche Spaltung nur noch vertiefen.
- Bildungs- und Gesundheitssystem: Beide Systeme sind gescheitert. Sie sind nicht darauf ausgelegt, Neurodivergenz zu verstehen oder Traumata adäquat zu behandeln. Sie verwalten und bestrafen, statt zu heilen und zu fördern.
Identität als Widerstand
Mein offener Umgang mit meiner Identität – "queer", "neurodivergent", "Bordergender Fogboy" (er/ihm/ens) – ist ein bewusster Akt des Widerstands. Indem ich auf meiner vielschichtigen, widersprüchlichen Existenz bestehe, rebelliere ich gegen eine Gesellschaft, die Eindeutigkeit, Konformität und einfache Schubladen verlangt.
Dieser Widerstand ist keine abstrakte Haltung, sondern gelebte Praxis. Mein Eintreten für digitale Souveränität, mein Bekenntnis zu Open Source und der radikale Umstieg auf Linux sind keine technischen Marotten. Sie sind ein bewusster Ausbruch aus den manipulativen, proprietären Systemen der Big Tech-Unternehmen und dem „Überwachungsstaat", die die ausgrenzenden sozialen Strukturen im Digitalen spiegeln.
Innenansicht: Fragmente einer Seele
Hinter der Fassade des Systemkritikers und des technischen Nerds steht ein Mensch mit tiefen Wunden, einer permanenten inneren Zerrissenheit, aber auch mit einer unzerstörbaren Leidenschaft und einer verzweifelten Sehnsucht nach Verbindung.
Mein Betriebssystem: Neurodivergenz und Psyche
Meine Diagnosen sind keine Etiketten, die ich sammle. Sie sind der Versuch, die permanenten Zustände zu beschreiben, die mein inneres Erleben definieren:
Es ist, wie ich es einmal formulierte, ein Zustand, den Außenstehende nicht begreifen können:
"Den dumpfen seelischen Dauerschmerz, den ich durchmachen muss, kann niemand nachvollziehen."
Meine größte Sehnsucht ist eine echte, tiefgreifende Traumabehandlung. Doch das System hat mich immer wieder im Stich gelassen. Therapeuten haben mich abgewiegelt, mich mit oberflächlichem Gerede abgefertigt, als wäre mein Leiden nur eine Phase. Ich bräuchte eine monatelange stationäre Behandlung, aber stattdessen werde ich verwaltet, nicht geheilt. Ich bin ein Alien in einer NPC-Hölle.
Interessen und letzte Zufluchtsorte
Trotz allem gibt es Anker, die mich faszinieren und mir Momente der Zuflucht schenken:
- Rundfunktechnik: Meine Liebe zur Ästhetik des Rundfunks – zu Nachrichten-Openern, Jingles und Backtimern – ist ungebrochen, auch wenn die obsessive Phase vorbei ist.
- Füchse: Als Symbol für Intelligenz und Anpassungsfähigkeit in einer feindlichen Welt.
- Harmonie: Ein ständiges, aber oft unerreichbares Ziel, eine Sehnsucht nach innerem und äußerem Frieden.
- Kulinarisches: Döner, Pizza und Club-Mate sind mehr als nur Nahrung – sie sind die einfachen Konstanten in einem prekären Leben.
- Technik und digitale Freiheit: Linux, Open Source, Raspberry Pi – Werkzeuge, um in einer kontrollierenden Welt ein kleines Stück Autonomie zurückzuerobern.
Mein letztes Wort
Wenn alle Worte verdreht, jede Geste missinterpretiert und jede Existenzberechtigung geraubt wurde, ist das Verschwinden die einzig verbliebene Form der Selbstbehauptung. Dies ist mein letzter Akt.
Warum der Rundfunkautist sterben muss
Ich löse die Persona „Rundfunkautist" auf. Dieser Schritt ist der ultimative Akt des Selbstschutzes. Die unerträgliche Belastung durch jahrelanges Stalking, digitale Verfolgung, Rufmord und psychische Gewalt ist nicht mehr tragbar. Ich kann und will nicht mehr.
Dies ist keine Kapitulation. Es ist eine notwendige Bedingung zum Überleben. Denn trotz allem will ich genau das:
"Ich möchte überleben. Und ich möchte leben. Das ist mein Fokus."
Mein Bruch mit der Vergangenheit
Ich erkläre hiermit meinen Bruch mit allem, was mich bisher gebunden, verletzt und klein gehalten hat. Ich lasse hinter mir:
- Die Lügen, die über mich erzählt wurden.
- Die Intrigen, die mich verfolgt haben.
- Die toxischen Menschen, die meine Verletzlichkeit ausgenutzt haben.
- Die auslaugenden gesellschaftlichen Strukturen, die mich kontrolliert haben.
Dies ist ein Versprechen an mich selbst: Ich werde meine Energie schützen. Ich werde auf meine innere Stimme hören. Ich werde ein Leben in Authentizität und Frieden anstreben, fernab des Lärms, der mich zu zerreiben drohte.
⚠️ Eine letzte, unmissverständliche Warnung
Diese Publikation ist endgültig.
Jeder Versuch, dieses Schweigen zu stören, mich zu kontaktieren oder die Narrative über mich weiter zu manipulieren, wird als feindseliger Akt gewertet. Jeder, der glaubt, nach Brotkrumen suchen zu müssen, um sie gegen mich zu verwenden, soll wissen: Das Spiel ist vorbei.
An jene, die weiterhin versuchen, mir zu schaden: Jeder Versuch, mich durch subtile Angriffe, Swatting, das Erstellen von Fake-Mails und Phishing-Seiten, das Verbreiten von Lügen oder jegliche andere Form von Störung und Manipulation zu erreichen, wird nicht toleriert. Ich ziehe hiermit eine endgültige Grenze. Mein Rückzug ist absolut.
Eure Spiele sind vorbei. Lasst mich in Ruhe.
Man hat mich zu einem Phantom gemacht, also werde ich eins sein.
Der Rundfunkautist existiert nicht mehr.
Die Stille, die zurückbleibt, wird lauter sprechen als alle Worte, die man zu unterdrücken versuchte.
Und das Echo dieser Leere wird in den Gewissen der Verantwortlichen widerhallen.